AG Globalisierung und Krieg
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13. Februar 2009 - LE MONDE diplomatique, Dominique Vidal:

Stichworte und Ausreden

Die Offensive gegen Gaza erinnert in vieler Hinsicht an den Libanonkrieg vom Sommer 2006, aus dem die israelische Führung offensichtlich einige Lehren gezogen hat. Diese Lehren betrafen allerdings nicht die langfristige Strategie Israels, denn sonst hätte man ja die so oft beschworene "schmerzliche Entscheidung" treffen müssen, sich endlich an das Völkerrecht zu halten - als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden mit den Nachbarländern.

Hingegen vermied die Regierung Olmert Fehler, die ihr 2006 in militärisch-taktischer und medienpolitischer Hinsicht unterlaufen waren. Eine rigorose Nachrichtensperre im eigenen Land und die Aussperrung von Journalisten aus Gaza ersparten den Fernsehzuschauern quälende Bilder vom Kriegsschauplatz. Und nach außen startete man eine umfassende Propagandaoffensive.

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2. Februar 2009 - Luz Maria de Setfano de Lenkait:

Für Friedensprozeß in Nahost Partei ergreifen

Es fällt auf, daß weder im ARD-Fernsehen noch im ZDF es je eine Sondersendung  zum Thema Völkerrecht und israelische Aggression in Gaza gab. Weniger noch, nicht einmal Nachrichten zu der deshalb geplanten Anklageerhebung gegen die israelische Regierung von Seiten verschiedener EU-Staaten und des damit verbundenen Eklats der Ratssitzung der EU-Aussenminister am 27.1.2009.

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29. Januar 2009 - Thomas Früh:

Gaza: Kein „Verteidigungskrieg“

In deutschen Medien wurde vielfach behauptet, der Gaza-Krieg sei die unausweichliche Reaktion auf ständigen Raketenbeschuss gewesen. Doch die Auswertung israelischer Quellen ergibt ein anderes Bild.

[ vollständiger Beitrag ] [ Qasssams pro Monat in 2008 (JPG) ]

23. Januar 2009 - Freitag, Rupert Neudeck:

Zwischenruf zur Feigheit der Medien im Gaza-Krieg:

Auch Lügen sind gewalttätig

Eigentlich würden wir humanitären Helfer gern sofort etwas im Gazastreifen tun. Genauso wie in dem von seinem Diktator Robert Mugabe herunter gewirtschafteten Simbabwe. Aber die Politik erlaubt es nicht, die Vereinten Nationen bekommen es nicht hin, und unser Außenminister Steinmeier schaute sich den Einschlag der Raketen in Gaza aus der sicheren ägyptischen Enklave bei Rafah an. So benehmen wir uns als Mitmenschen im Jahre 2009 gegenüber Menschen in Not: Schlecht, sehr schlecht.

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10. Januar 2009 - Uri Avnery:

Wieviel Divisionen?

Die Gründe der israelischen Regierung („Der Staat muss seine Bürger gegen die Qassam-Raketen schützen“) war wie die reine Wahrheit akzeptiert worden. Die Ansicht der anderen Seite, dass die Qassams nur eine Antwort auf die Belagerung seien, die 1,5 Millionen im Gazastreifen an die Grenze des Verhungerns bringt, wurde überhaupt nicht erwähnt.

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3. Januar 2008 - meta-info.de:

Gaza: Schwäche der Palästina-Solidarität und Friedensbewegung

Zu den größten Schwächen der Palästina-Solidarität sowie der Friedensbewegung insgesamt gehört offenbar die Übermittlung von zuverlässigen Informationen zu laufenden Ereignissen - mit fatalen Konsequenzen für die Opfer.
Dies wurde aktuell wieder deutlich im Zusammenhang mit dem israelischen Angriff auf Gaza. Über nahezu eine Woche schwerster Angriffe hinweg war es praktisch unmöglich, genauere Informationen zu Hintergrund der tatsächlichen Vorfälle zu erhalten.
In dieser Zeit wurden von den großen Medien stark einseitig verfälschte Berichte transportiert.

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