Vortrag und Diskussion: Steuergerechtigkeit und Klimakrise 29.05.2024 19:30 Uhr, Gleis1, Syke, Bahnhof

Rückverteilung von Reichtum für mehr Gerechtigkeit und Klimaschutz
Wer sich anstrengt und hart arbeitet, wird reich belohnt und kann es bis nach ganz „ schaffen. Und wenn es den Reichen gut geht, sickert der Wohlstand automatisch nach ganz „ durch So lauten die Versprechen des Kapitalismus und der sozialen Marktwirtschaft.
Doch die Realität in der neoliberalen Gesellschaft sieht ganz anders aus. Der Abstand zwischen Arm und Reich wird immer größer. Gleichzeitig steht die Menschheit mit Klimawandel und Artensterben vor einer existentiellen Krise, die durch Ereignisse wie die Corona Pandemie und den Ukraine Krieg noch verstärkt wird.
Doch was hat das alles mit Steuergerechtigkeit zu tun?
Die Vermögensverteilung in Deutschland ist eine der ungleichsten der Welt.
Die Ungerechtigkeit des deutschen Steuersystems ist geradezu absurd.
Jemand, der/die wenig verdient, wendet die Hälfte des eigenen Verdienstes für Steuern und Abgaben an den Staat auf, dagegen zahlt Susanne Klatten die reichste Frau Deutschlands, dafür weniger als ein Prozent. 220 Kinder von MultimillionärInnen erbten im Jahr 2022 steuerfrei 43 Milliarden Euro, Geld für eine Kindergrundsicherung für 3 Millionen Kinder, die in Armut aufwachsen, ist aber nicht vorhanden.
Gleichzeitig tragen die reichsten 10 Prozent der EU Bürger*innen überproportional zur Zerstörung der Umwelt bei und sind für genauso viele CO2 Emissionen verantwortlich wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung.
Wie ein Steuersystem aussehen müsste, das zu mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz beitragen könnte, wird vom Referenten Karl Martin Hentschel auch in seinem Buch „ eindrucksvoll vorgestellt.
10 Jahre Regionalgruppe Diepholz-Nord


