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25. April 2019, 18:30 - Kiel, Legienhof:

Grenzenlose Waffenexporte?

Wie deutsche Waffen auch den Jemen-Krieg befeueren
Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin und Mohammed Abo Taleb
im Legienhof (Lichtsaal), Legienstr. 22, Kiel
In Deutschland behaupten Regierungsparteien immer wieder eine restriktive Rüstungsexportpolitik bzgl. Ländern zu betreiben, die eine problematische Menschenrechtssituation aufweisen. Dabei hat sich gerade der Export an sog. Drittländer in den letzten 10 Jahren zu einem wichtigen Geschäft der deutschen Rüstungsindustrie entwickelt. Seit 2015 greift ein Bündnis unter der Führung von Saudi-Arabien massiv militärisch in den Jemen-Krieg ein und verhindert über eine Seeblockade völkerrechtswidrig immer wieder Lieferungen zur Versorgung der jemenitischen Bevölkerung. Trotz dieses Umstands wurden von 2015 bis heute Rüstungsexporte an das Bündnis aus Deutschland im Milliardenumfang genehmigt. Im Jemen spielt sich z.Z. die schlimmste humanitäre Katastrophe weltweit ab: Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, täglich erkranken tausend Menschen an Cholera. Auf öffentlichen Druck hat die deutsche Bundesregierung seit November 2018 einen kurzfristigen Exportstopp von Rüstungsgütern nach Saudi-Arabien verhängt. Im Koalitionsvertrag wurde allerdings vereinbart bereits genehmigte Rüstungsexporte an Kriegsteilnehmer im Jemen zuzulassen. Darüber hinausgehend hat die Bundesregierung Anfang 2019 sogar einem Fregatten-Deal zwischen dem Kieler Schiffbauer ThyssenKrupp Marine Systems und Ägypten, das sich an genannter Seeblockade beteiligt, genehmigt.
Jürgen Grässlin ("Deutschlands bekanntester Rüstungsgegner") ist Publizist und Lehrer, sowie als Bundessprecher der "Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!" bzw. der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) engagiert. Er wird im Verlauf der Veranstaltung über aktuelle Entwicklungen rund um den legalen und illegalen Waffenhandel, seine Auswirkungen und die Rolle Deutschlands informieren. Im Vorhinein wird der jemenitische Menschenrechtsaktivist Mohammed Abo Taleb (INSAN) sowohl über historische & aktuelle Hintergründe zum Jemen-Krieg informieren, als auch über die humanitäre und wirtschaftliche Lage der Zivilbevölkerung im Jemen berichten. Abschließend ist eine Diskussion mit dem Publikum vorgesehen.

14 April 2019, 15.30 Uhr - Neumünster, DGB-Haus:

70 Jahre NATO:

Garant für Frieden oder Militarisierung für Europa?

Der Ostseeraum im Visier

Vortrag und Diskussion mit Alison Dorsch
[ Flyer ]

29. März 2019, 18:00 Uhr - Berlin, "Le Plume":

Live-Übertragung aus Wien (Israeli Apartheid Week, 23. bis 29.3.2019):

Stop Arming Colonialism 

Vortrag und Diskussion mit Ronnie Kasrils aus Südafrika
im Le Plume, Warthestrasse 60 12051 Berlin
Der Vortrag wird auf Englisch gehalten
[ mehr ] [ FaceBook ]

8. Februar 2019, 19:00 Uhr - Hannover, Kulturzentrum Pavillon:

Die palästinensischen Araber Israels zwischen Demokratie und Ethnokratie

Vortrag von Prof. Dr. Ghaleb Natour (Qalansawa/Israel)
Die palästinensischen Araber Israels zwischen Demokratie und Ethnokratie
Ort: Kulturzentrum Pavillon, Raum 1
Der Autor wurde 1960 in Qalansawa (Israel) geboren,  ist Palästinenser, israelischer und deutscher Staatsbürger, lebt seit 1979 in Deutschland, studierte Physik in Heidelberg, arbeitete 18 Jahre als Wissenschaftler in Aachen.Er ist heute Institutsdirektor im Forschungszentrum Jülich und Universitäts-Professor an der RWTH Aachen University. Prof. Natour ist Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung des Friedens in Israel und Palästina e.V. und Mitbegründer des Bündnisses zur Beendigung der israelischen Besatzung e.V.
Der Autor geht in seinem Vortrag auf historische und aktuelle Hintergründe des israelisch-palästinensischen Konflikts ein, konzentriert sich aber auf die Darstellung der Situation der palästinensischen Araber im Staat Israel in rechtlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Er befasst sich mit der Rolle der Staatsgewalt und der Polizei, ferner mit Fragen der Menschenrechte und der Diskriminierung. Er nimmt Stellung dazu, ob sich an der Situation mit dem 2018 von der israelischen Knesset verabschiedeten “Gesetz der Nation” etwas verändert hat.
Veranstalter:
Palästina Initiative Region Hannover 

4. Februar 2019, 19:00 Uhr - Bonn, Zentrifuge:

Israels rechte Freunde in Europa und den USA

Vortrag von Shir Hever 
in der Zentrifuge, Godesberger Allee 70,
U-Bahnhaltestelle Hochkreuz/Deutsches Museum (Linien 16, 63 und 67),
Bushaltestelle Hochkreuz (Linien 631, 637 und 638).
Vor dem Haus gibt es während der Veranstaltungen keine Parkmöglichkeiten für KFZ, außer für Gehbehinderte. Parkmöglichkeiten finden sich meistens in den Seitenstraßen der Kennedyallee und der Gotenstraße.
Fahrräder können links neben dem Haus, aber nicht auf dem Abgang zur  ZENTRIFUGE geparkt werden.
Ein rechtes Netzwerk um die sogenannten Journalisten Benjamin Weinthal und Henry M. Broder attackierte den Oberbürgermeister und die Vermieter der ursprünglich geplanten Veranstaltungsorte, woraufhin der Vortag auf den 4. Februar verschoben wurde. Die Palästinensische Gemeinde fordert in einem offenen Brief den Oberbürgermeister und die Fraktionen im Rat der Stadt Bonn auf, sich von diesen Attacken nicht beeindrucken zu lassen und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen.

Dr. Shir Hever ist politischer Ökonom. Er arbeitet als Forscher und Journalist und hat zwei Bücher über die israelische Besatzung in Palästina geschrieben.
Schon seit mehr als 70 Jahren verletzt Israel systematisch das Völkerrecht und wird dabei von den USA und Europa mehr oder weniger offen unterstützt. Die Apartheid- und Kolonialpolitik Israels hat in den USA nicht nur starke jüdische Lobby-Organisationen. Zunehmend nehmen auch rechte evangelikale Christen Einfluss auf Washington. Rund ein Viertel der US-Amerikaner bezeichnen sich heute als evangelikale Christen, die in den letzten 20 Jahren immer mehr Einfluss gewonnen haben. Sie gelten als die treibende Kraft hinter der US-amerikanischen Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt.
Auch in Europa stellt sich die Rechte hinter Isra­el. Im Jahr 2010 verabschiedeten Vertreter der extremen Rechten aus Österreich, Belgien, Schweden und Deutschland eine sog. "Jerusalemer Erklärung", in der Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten bezeichnet wird, die ein "Recht auf Selbstverteidigung" gegen den "fundamentalistischen Islam" habe.
Israels rassistischer Umgang mit Flüchtlingen, AraberInnen und MuslimInnen wird von der extremen Rechten in Europa besonders gern zur Legitimierung ihrer Politik eingesetzt. Der Hass auf Flüchtlinge, Ara­ber und MuslimInnen ist auch die Basis einer anderen weltweit aktiven rechten Gruppierung, der "Alt-Right"-Bewegung, die enge Beziehungen mit der  israelischen Rüstungsindustrie unterhält.
Die bisher wirksamste Waffe der "Israel-Lobby" war die "Antisemitismus"-Beschuldigung, die gegen jeden eingesetzt wird, der Israels Politik kritisiert. Doch diese Waffe nutzt sich immer mehr ab - und vermag es nicht mehr, die wachsende Unterstützung für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu stoppen.
Die internationale Solidaritätsbewegung fordert:

  • Schluss mit den illegalen Siedlungen, der Besatzung der Westbank und der Belagerung Gazas!
  • briss aller Mauern und Zäune in der Westbank und um Gaza!
  • Vollständige Gleichberechtigung der arabisch-palästinensischen Bürger Israels!

Veranstalter:
Palästinensische Gemeinde Deutschland - Bonn
Unterstützer:
Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e.V.,
Bonner Jugendbewegung,
BDS-Gruppe Bonn,
Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd e.V.,
Frauenwege Nahost

29.01.2019 Palästinensische Gemeinde Deutschland - Bonn:
    Offener Brief an den Oberbürgermeister und die Fraktionen im Rat der Stadt Bonn 
04.02.2019 junge Welt, Karin Leukefeld:
    Frage der Meinungsfreiheit 
    Twitter-Gemeinschaft versucht, Informationsveranstaltung über Israel zu verhindern
17.02.2019 Russia Today, Karin Leukefeld:
    Israelkritik unerwünscht:
    Meinungsfreiheit in Deutschland in Gefahr?  

31. Januar 2019, 19 Uhr - München, EineWeltHaus:

Die Militarisierung der EU

der (un)aufhaltsame Weg zur militärischen Großmacht

mit Jürgen Wagner, Politikwissenschaftler,
Informationsstelle Militarisierung IMI, Tübingen
im EineWeltHaus - Großer Saal
Schwanthalerstr.80, U4/U5 Theresienwiese
Seit Jahren bemühen sich die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten Westeuropas, die EU zur globalen Großmacht - auf Augenhöhe mit den USA und China – zu entwickeln, um eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen. Zu diesem Zweck verfolgt die EU eine Strategie, die auf die Ausweitung ihres Einflussgebiets und den Aufbau umfassender militärischer Fähigkeiten setzt.
In jüngster Zeit nimmt die "Militärmacht Europa" unter deutsch-französischer Führung in rasantem Tempo Gestalt an. Auf der Grundlage der neuen Globalstrategie der EU sollen ein EU-Rüstungshaushalt, neue Militärstrukturen und eine europaweite Rüstungskooperation vorangetrieben werden, um die EU endgültig zu einem militärisch globalen Akteur umzuformen.
Veranstalter:
Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz
Attac München, AK Europa
[ Flyer ]

24. Januar 2019 - Bremen, Gemeindezentrum Zion:

Das israelische Nationalitätengesetz

Rassismus und Apartheid?

Vortrag von Nazih Musharbash
Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG)
Veranstalter:
Nahost-Forum Bremen
[ Zusammenfassung ] [ Video-Aufzeichnung ]

24. Januar 2019, 19:00 Uhr - München, EineWeltHaus:

Der Krieg im Jemen und Deutschlands Beihilfe

Vortrag von Jacqueline Andres (Informationsstelle Militarisierung - IMI, Tübingen)
im EineWeltHaus, Schwanthalerstr.80
Der Krieg in Jemen tobt seit nunmehr fast vier Jahren. Es handelt sich um die schwerste humanitäre Katastrophe weltweit: Mehr als 80.000 Menschen sind seither durch den Krieg gestorben. Mittlerweile sind akut mehr 8 Millionen Menschen der insgesamt 28 Millionen in Jemen vom Hungertod bedroht, mehr als 22 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hunger wird als perfide Kriegswaffe eingesetzt.
Obwohl die Kritik am saudischen Königshaus wegen der Ermordung von Jamal Khashoggi international lauter wird und die UN den Konfliktparteien in Jemen Kriegsverbrechen vorwirft, liefern deutsche Rüstungsunternehmen weiterhin tödliche Waffen an Saudi-Arabien, die VAE und Ägypten.
Jacqueline Andres ist im IMI-Vorstand und beschäftigt sich seit 2015 mit dem Krieg in Jemen. Der Vortrag informiert sowohl die Entstehungsgeschichte des Kriegs als auch die aktuellen Entwicklungen - ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Beihilfe aus der BRD für die Kriegskoalition und auf friedensfordernde Stimmen aus Jemen gerichtet.
Veranstalter:
Initiative für Jemen
Aktionsbündnis gegen die NATO-"Sicherheits"-Konferenz
in Zusammenarbeit mit
Münchner Friedensbündnis
und weiteren Unterstützer*n

[ siehe auch: Benefiz-Konzert am 8. Februar 2019 ]

22. Januar 2019, 18:30 Uhr - Berlin-Tempelhof, ver.di-Mediengalerie:

Vortrags- und Diskussions-Veranstaltung
"Zu aktuellen Fragen des israelisch-palästinensischen Konfliktes, verbunden mit Überlegungen zu seiner friedlichen, gerechten und dauerhaften Lösung"
mit Harri Grünberg
in der ver.di-Mediengalerie (Haus der Buchdrucker)
Dudenstr. 10
Veranstalter:
Arbeitskreis Frieden der Berliner VVN-BdA

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