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6. Dezember 2018, 10:00 Uhr - Karlsruhe-Durlach, "junge Alte":

Israel - seine wahren und falschen Freunde

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach
im evang. Gemeindezentrum
Am Zwinger 5 (Durlach)
76227 Karlsruhe - Durlach
Straßenbahn Linien 1 und 8,
Haltestelle "Friedrichschule"
Veranstalter:
Ev. Erwachsenenbildung - "junge alte"
Eintritt 3€

 

"Israels vermeintlich besten Freunde sind seine wahren Feinde", sagt der Journalist Andreas Zumach. Sie diffamieren Kritik an der völkerrechtswidrigen Besatzungspolitik Israels und ihren  verheerenden Folgen für die Palästinenser als "antisemitisch" und "antiisraelisch". Unter diesem Druck werden immer häufiger Veranstaltungen oder Ausstellungen, die sich kritisch mit dem Konflikt Israel/Palästina befassen, abgesagt oder verboten. Deutschen Juden, die sich für einen gerechten Frieden im Nahen Osten einsetzen, wird das Bankkonto gesperrt.

  • Wer steckt dahinter?
  • Wie sollte man dieser Entwicklung begegnen?
  • Und was sollte Deutschland tun, um seine besondere Verantwortung für eine gesicherte Existenz Israels wahrzunehmen?

Referent: Andreas Zumach, Journalist und Publizist, internationaler Korrespondent der Berliner "tageszeitung" (taz)
 

A B G E S A G T ! und V E R L E G T !

Wie um durch ein weiteres Beispiel die Aussage von Andreas Zumach in seinem schon mehrfach gehaltenen Vortrag (s.u.) und die Zensur-Erfahrungen anderer  bestätigen zu wollen, wurde auch diese Veranstaltung am 27.11.2018 nach mehreren  Monaten öffentlicher - auch überregionaler - Bewerbung kaum mehr als eine Woche vor dem Termin  von Seiten des Veranstalters abgesetzt

Nach welchem zig-fach erprobten Rezept kann ein solcher Sinneswandel herbeigeführt werden, was braucht's dazu?  Nichts ist anscheinend einfacher als das in einer Zeit des inflationären Missbrauchs des "Antisemitismus"-Begriffs und seiner politisch motivierten Umdeutung:

  1. eine Person, die sich als Rechtsanwalt in Wien und Vorstandsmitglied einer nach eigenem Bekunden im gesamten deutschsprachigen Raum bedeutenden religiösen Einrichtung dem Team einer Einrichtung der Erwachsenenbildung  vorstellt und wahrheitswidrig behauptet, auf der Webseite der BDS-Kampagne  werde die Veranstaltung mit Andreas Zumach bekanntgegeben, nicht ohne sich dabei abfällig über die BDS-Bewegung und ihr legitimes Anliegen zu äußern;
  2. eine Person, die als Leiter einer Einrichtung der Erwachsenbildung  die zugespielte falsche Behauptung bestätigt;
  3. eine Person, die sich in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende einer religiösen Einrichtung an die Leitung einer Einrichtung der Erwachsenenbildung  wendet und durch Vorbringen falscher Behauptungen und unbegründeter Anschuldigungen gegen den Inhalt der Vorträge von Andreas Zumach und auch gegen dessen angebliche Aktivitäten im Rahmen der BDS-  und BiB-Kampagnen  erhebt, ebenso gegen BDS (Boycott, Desinvest, Sanctions) und BiB (Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung e.V.), nicht ohne diese Einrichtung der Erwachsenenbildung auch noch von einem angeblichen Beschluss der Mitglieder der von ihr vertretenen Gemeinde in Kenntnis zu setzen, wonach deren Mitglieder die Fortbildungen von "junge alte"  künftig nicht mehr besuchen würden.
  4. eine Person, die als Dekan die falschen Behauptungen und unbegründeten Anschuldigungen sowie die Boykottankündigung gegen künftige Veranstaltungen der "jungen alten" zum Anlass nimmt, den Vortrag im Raum der Kirche zu verbieten, nicht ohne den Protest des Verleumdeten und den Widerruf und die Unterlassungserklärungen der 3. Person zu ignorieren wie auch die Stellungnahmen der Geschäftsführerin von BiB, einem Mitglied des BiB-Vorstandes, einem seit über 30 Jahren in der Bildungsarbeit Tätigen, einem ehemaligen Geschäftsführer einer evangelischen Bildungseinrichtung, eines evangelischen Theologen und Sozialethikers und dem Sprecher der Nahost-Kommission von pax christi und v.a.m.

Vier Personen also - oder vielleicht eine oder zwei mehr?

Kein Advents-Wunder also, dass sich manche der an einem Frieden im von manchen als "Heiliges Land" angesehenen Gebiet Interessierten enttäuscht zeigen, wenn nach diesem Rezept  auch in der sog. "Residenz des Rechts"  gekocht und angerichtet  wird, z.B.
30.11.2018 Arn Strohmeyer  
06.12.2018 Kooperation für den Frieden  
10.12.2018 Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung e.V. 
11.12.2018 Frank Osterlow  
11.12.2018 Peter Werner   
13.12.2018 Georg Rammer 

Erführe Desmond Tutu von der Entscheidung seines Berufkollegen in Karlsruhe, würde Letzterer vielleicht zum Nachdenken angeregt werden: „Wenn du dich in Situationen der Ungerechtigkeit neutral verhältst, hast du dich auf die Seite des Unterdrückers gestellt.“

Einen Bischof dieser Art gibt es leider in Baden ebensowenig wie im übrigen Deutschland. Den am Vortrag von Andreas Zumach interessierten "jungen alten" und anderen musste notwendigerweise ein Umweg zugemutet werden. Der Zufall (oder sonstwer?) wollte es, dass an diesem ohnhin  passenden Namenstag ("νίκη λαός" =  "Nikolaus" = "Sieg des Volkes")  sogar noch  der Karlsruher ÖPNV ordentlich funktionierte und die meisten rechtzeitig ihr Ziel erreichten: den Vortragssaal des IBZ

Anders als in Karlsruhe verhielten sich die Veranstalter in München (an der Ludwig-Maximilian-Universität), in Würzburg und in Tübingen - diese wiesen die Diffamierungs- und Zensurversuche entschieden zurück, wie früher schon die in Berlin-Marzahn-Nord.

03.06.2019 Offener Brief von Andreas Zumach an Dekan Thomas Schalla:
                   Wortbruch und Täuschung 

15. November 2017 - Nachdenkseitem, Tobias Riegel:

Internet-Zensur: Die Panik der Meinungsmacher

Mehrere europäische Länder planen neue Eingriffe und Zensur: Die kritische Kommunikation im Internet wird aktuell von diversen Seiten angegriffen. Damit wird an zahlreiche Zensurmaßnahmen der jüngeren Vergangenheit angeschlossen. Ziel der Vorstöße ist nicht die Kriegspropaganda großer Medienkonzerne, sondern die Kritik alternativer Medien. Zwar wird offiziell „rechte Hass-Sprache“ als Adressat definiert, aber der Zensur-Aktionismus kann jeden treffen. Er ist einerseits bedrohlich, andererseits illustriert er die Verunsicherung der Meinungsmacher.
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21. Oktober 2018 - Norbert Häring:

Der Atlantic Council bläst zu Zensur und Bestrafung abweichender Meinungen:
Merkel und EU handeln sofort

Im September veröffentlichte der Atlantic Council im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums eine Broschüre mit dem vielsagenden (übersetzten) Titel „Wessen Wahrheit?: Souveränität, Desinformation und wie man die Schlacht um das Vertrauen gewinnt“. Hauptempfehlung: Nicht staatstragende, unbequeme Meinungen und Informationen sind zu zensieren, am besten auf indirektem, unauffälligem Wege. Wie auf Befehl machen sich unsere Bundeskanzlerin und die EU an die Arbeit.
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8. August 2018 - Nachdenkseiten, Rolf-Henning Hintze:

Ein Stadtratsbeschluss soll in München tabu sein

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich in München mit israelischer Besatzungspolitik befassen konnte, jedenfalls in städtischen Räumen. Das war das Ziel eines Stadtratsbeschlusses vom vergangenen Dezember, den SPD und CSU gemeinsam herbeigeführt haben. Aber nicht nur das: Selbst für ein Streitgespräch über eben diesen Stadtratsbeschluss wurde unlängst ein städtischer Saal verweigert. Der Initiator der Veranstaltung klagt nun beim Verwaltungsgericht.
[ mehr ] [ 31.01.2019 Radio Lora München ]

19. Mai 2018 - RUBIKON, Nirit Sommerfeld;

Das Ende der Redefreiheit

Die Rückkehr in mein Geburtsland Israel hat mich heimatlos gemacht.
Deutsche Regionalpolitiker verbieten eine Veranstaltung mit einer jüdischen Referentin — wegen Verdachts auf Antisemitimus! Solche Absurditäten sind keine Seltenheit in einem Deutschland, das die Errungenschaften der Meinungs- und Versammlungsfreiheit Schritt für Schritt aufgibt. Die Autorin hatte sich in ihrer Ursprungsheimat Israel nicht mehr wohl gefühlt und war nach Deutschland gegangen — in der Annahme, dort in Freiheit für eine menschlichere deutsche Israelpolitik kämpfen zu können. Fehlanzeige. In einem immer hysterischer und repressiver werdenden Klima wird der Antisemitismusvorwurf heutzutage inflationär eingesetzt, um Meinungsgegner mundtot zu machen. Schlimmer noch: um die lästige Redefreiheit als Ganzes außer Kraft zu setzen.
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19. März 2018 - Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.:

Die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" fordert im Namen ihrer Mitglieder Abgeordnete des Thüringischen Landtages  auf, bestimmte Punkte aus dem Antrag vom 13.3.2018 "Antisemitismus in Thüringen konsequent bekämpfen" zurückzuziehen.
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28.03.2018 BAK "Gerechter Frieden in Nahost" der Partei DIE LINKE: Erklärung (altern.)

3. März 2018 - RUBIKON, Ulrich Teusch:

Die ideologische Mobilmachung

Gegen die freie Meinungsäußerung ist endlich ein Kraut gewachsen.
Gegen den wissenschaftlichen Fortschritt ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Man begegnet ihm auf Schritt und Tritt. Nicht nur in den Metropolen, auch in der Provinz zieht er mittlerweile unaufhaltsam seine Bahn. Nun arbeiten Forscher in Hildesheim und Antwerpen an einer umfassenden und automatisierten Zensurinfrastruktur.
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16. Januar 2018 - Nirit Sommerfeld:

Münchner Gasteig:
Absage an Nirit Sommerfeld im Januar 2018 aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 13.12.2017
[ Video-Clip ]
19.01.2018 Christoph Steinbrink: Kritik oder Antisemitismus - Ein schmaler Grat
31.01.2018 Radio Lora München

13. Januar 2018 - RUBIKON, John Pilger:

Ein scharfes Schwert

Warum der Dokumentarfilm nicht sterben darf.
Wahrhaftige und schonungslose Dokumentarfilme können Regierungen erzittern lassen und die Massen aufklären und bewegen. Das schildert John Pilger in seiner Hommage an ein Genre, um das es derzeit eher still geworden ist.
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