18.09.2019 Mietenwahnsinn: Warum wir eine Neue Wohnungsgemeinnützigkeit brauchen

Foto: Attac Rosenheim

Die Mieter*innenproteste haben die städtische Wohnungsnot auf die politische Tagesordnung gezwungen. Doch die Antworten der Politik sind völlig unzureichend. Für eine Lösung der Wohnungskrise braucht es durchgreifendere Maßnahmen, wie sie mit dem Konzept der Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit vorgeschlagen werden. Das Hintergrundpapier schildert Ziele, Instrumente und Rahmenbedingungen dieses Konzepts sowie konkrete Initiativen für seine Umsetzung.

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25.07.2019 Enteignung - Der weite Weg zur Vergesellschaftung

Das Berliner Volksbegehren »Deutsche Wohnen & Co enteignen« hat den gesellschaftlichen Diskurs in Deutschland verschoben und die Eigentumsfrage erstmals wieder auf die politische Agenda gesetzt. Das Volksbegehren fordert die Enteignung und Vergesellschaftung der Wohnungsbestände privater Unternehmen. Was aber ist eine Vergesellschaftung?

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27.05.2019 Osnabrücker Bürgerentscheid für kommunale Wohnungsgesellschaft erfolgreich

Am Tag der Europa-Wahl entschieden sich die Osnabrücker*innen auch für die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft. Im ersten Bürgerentscheid der Stadt sprachen sich über 76 Prozent der Bürger*innen für mehr bezahlbaren Wohnraum in öffentlicher Hand aus.

2018 initiierte Attac Osnabrück das Bündnis für diesen Bürgerentscheid. Im Attac-Rundbrief 1/2019 schrieb Stefan Wilker von Attac Osnabrück über die Vorgeschichte und das Bürgerbegehren.

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08.04.2019 Europäische BürgerInnen-Initiative gegen Wohnungsnot

Attac unterstützt EBI "Wohnen für Alle"

Attac unterstützt die Europäische BürgerInneninitiative „Wohnen für Alle“ (Housing for All). Ziel der EBI ist die Bekämpfung der eklatanten Wohnungsnot in der Europäischen Union. Dazu fordert sie die EU auf, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen zu schaffen.

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26.03.2019 Bolkesteins Hammer schlägt wieder zu

Wie die EU die Daseinsvorsorge demontiert

Still und heimlich untergräbt die EU-Dienstleistungsrichtlinie die Daseinsvorsorge. Im Dienst der Konzerne will die EU sie jetzt sogar noch verschärfen. Attac wendet sich zusammen mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und BürgermeisterInnen gegen diese Verschärfung.

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01.06.2017 Grundgesetzänderung zur Autobahnprivatisierung und Schul-ÖPP verabschiedet

Sie haben es tatsächlich getan: Am 1. Juni 2017 hat die Große Koalition gegen die Stimmen der Grünen und Linken für die Grundgesetzänderung und Autobahnprivatisierung gestimmt. Nur 34 Abgeordnete der Großen Koalition haben dagegen gestimmt. 14 weitere haben sich enthalten oder nicht abgestimmt. Bereits einen Tag später bestätigten die MinisterpräsidentInnen die Entscheidung im Bundesrat – hier sogar einstimmig, also mit den Stimmen von Bodo Ramelow und Winfried Kretschmann. Die Grundgesetzänderung schafft Strukturen, mit denen die Daseinsvorsorge im Bereich der Autobahnen und Schulen privatisiert wird – in Form von massiver Ausweitung von Öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP).

Wir haben umfangreich zu den Inhalten und möglichen Folgen der Grundgesetzänderung aufgeklärt. Die Bundesregierung hatte beabsichtigt, das Vorhaben ohne viel Öffentlichkeit als reine Verwaltungsreform zu deklarieren und durchzubringen. Uns ist es gelungen, den Kern der Reform herauszuarbeiten – nämlich die Privatisierung – und dazu eine große öffentliche Debatte zu entfachen. Alle relevanten Medien haben dazu berichtet und unsere Argumente aufgegriffen.

Trotz des extremen Zeitdrucks, den die Große Koalition aufgebaut hat, konnten wir immer wieder die relevanten Informationen auswerten und veröffentlichen. Dabei haben wir es nicht bei reiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit belassen: Wir haben viele tausend Unterschriften gesammelt und übergeben. Mit Hilfe einer Sonderspende konnten wir eine Anzeige in der Süddeutschen Zeitung schalten und so noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Im Rahmen von Bündnissen haben wir viele Menschen und Organisationen mit unseren Informationen versorgt und bundesweit lokale Aktionen angeregt. Viele von Ihnen haben eigene Briefe verfasst oder unsere Vorlagen benutzt und die Abgeordneten angeschrieben oder angerufen. Bundestagspräsident Lammert erhielt unseren Musterbrief sogar über 2.000 Mal (er hat dann als einziger CDU-Abgeordneter gegen die Grundgesetzänderung gestimmt).

Die Privatisierungsbeschlüsse vom 1. und 2. Juni sind wider besseres Wissen und trotz bundesweiten Widerstandes gefällt worden. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, die keine Privatisierungen wollen, wurde dabei missachtet und übergangen. Gelingen konnte das durch die bedrückende 80-Prozent-Mehrheit der Großen Koalition, die Länder wurden mit der Schuldenbremse unter Druck gesetzt und mit erheblichen finanziellen Zusagen geködert. In Kombination mit radikal verkürzten Fristen konnte die Entscheidung auf diesem Wege durchgebracht werden.

Es ist zutiefst empörend, wie die Parteien die Privatisierung verstecken und ÖPP bagatellisieren konnten. Unsere Daseinsvorsorge wird immer mehr ausverkauft und zwar Stück für Stück: diesmal Autobahnen und Schulen und, wenn, wie absehbar, die Vorschläge der Fratzscher-Kommission weiter verfolgt werden, geht es um noch mehr. Denn weitere Infrastrukturgesellschaften z.B. auf kommunaler Ebene sollen folgen. Diesem Ausverkauf müssen wir uns entgegen stellen. Wir müssen Ideen und Wege finden, wie wir unsere Daseinsvorsorge vor solchen Angriffen schützen können.

Um unsere weitere Strategie zu entwickeln, werden wir uns im Bündnis "Keine Fernstraßengesellschaft" in den nächsten Woche beraten. Ende September/ Anfang Oktober findet das nächste Bündnistreffen statt. Bis dahin tauschen wir uns per E-Mail aus. Wenn Sie sich beteiligen möchten, schreiben Sie uns eine Email an info@ppp-irrweg.de. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen
Aktive der attac AG Privatisierung

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