Internationale Solidarität konkret: exChains – ein internationales Gewerkschaftsprojekt

Bernhard Franke, Einzelhandelssekretär bei ver.di, berichtete am 25.11.2010 im Gewerkschaftshaus über das internationale Projekt exChains, im Rahmen dessen es Verkäuferinnen aus deutschen Einzelhandelsunternehmen ermöglicht wurde, die Näherinnen „ihrer“ Waren in Bangladesh zu besuchen.

Die vermittelten Informationen bestätigten teilweise Aussagen, die bereits in den vorhergehenden Veranstaltungen der Veranstaltungsreihe „Saubere Kleidung“ gemacht wurden, z.B. diejenigen über die katastophalen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie, von denen überwiegend Frauen betroffen sind. Andererseits sprach Bernhard Franke aber auch zusätzliche Aspekte an, die bisher nicht zur Sprache gekommen waren.

So vervollständigte der Abend die Veranstaltungsreihe weiter, die am 3.12.2010 mit der Theateraufführung „Schöne Eine Welt“ beendet wird.

Das Projekt ExCHAINS zielt darauf ab, Verbindungen zwischen Arbeiterinnen des Einzelhandels sowie der Textil- und Bekleidungsindustrie aus Europa und Asien herzustellen, die entlang der globalen Zulieferkette arbeiten. Diese Verbindungen sind für den weltweiten Kampf gegen Ausbeutung und Armut in dieser Industrie überlebenswichtig.

Im Projekt ExCHAINS arbeitet TIE (Transnationals Information Exchange) bislang mit drei regionalen Gewerkschaften zusammen:

  • Free Trade Zones and General Services Employees Union (FTZ&GSEU, Sri Lanka) (ehemalige Free Trade Zones Workers Union, FTZWU)
  • National Garment Workers Federation (NGWF, Bangladesch)
  • ver.di (Deutschland)

 exChains will:

  • ein Bewusstsein über die internationale Produktionskette im Textil-, Bekleidungs- und Einzelhandelssektor der drei Länder aufbauen;
  • konkrete Solidarität zwischen den Arbeiterinnen entlang der Produktionskette schaffen;
  • die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung fördern;
  • konkrete Kampagnen unterstützen;
  • Druck auf die großen Einzelhandelsunternehmen (H&M, WalMart, Karstadt usw.) ausüben, ihre Zulieferer zu nennen und dort auf das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung zu drängen.

Ein Bestandteil des kontinuierlichen Informationsaustauschs ist ein Newsletter der in Bangladesch, Sri Lanka und Deutschland viermal im Jahr erscheint und Informationen zu den Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Ländern sowie zu aktuellen Kampagnen enthalten wird.

Die Initiative hofft, dass dies dabei helfen wird, ein Bewusstsein von den Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Ländern aufzubauen und die Forderungen der Arbeiterinnen zu bündeln.

Weitere Informationen

über: http://handel.bawue.verdi.de/internationales/exchains

 

 

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