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Aktuelles und Grundsätzliches: Stand 16.6.2026 KMW: Neue Gaskraftwerke in Mainz geplant - Kritik & Material von S4F u.a. siehe AG SÖT / Dokumente

Nachtrag:

Die Veranstaltung hat vor einem engagierten Publikum stattgefunden, das fast 3 Stunden lang den Referenten zugehört und mit ihnen diskutiert hat, zum Teil auch kontrovers. Wer die Grundzüge der vorgetragenen Positionen nachlesen möchte, dem seien zwei aktuelle Bücher empfohlen:

Heinz Klippert: Frieden? Sichern!: Anleitung zur Belebung pazifistischen Denkens;  ‎ 336 Seiten; 12.2.2024; Westend - Verlag; 24 €

Klappentext:

Pazifistisches Denken gilt als veraltet, wenn nicht gar als naiv und unmoralisch, wie die jüngst bemühte, skandalöse Vokabel des "Lumpenpazifismus" bezeugt. Populär ist dagegen eine neue politische Entschlossenheit, die den Krieg als Mittel der Friedenssicherung verklärt. Heinz Klippert beleuchtet die Hintergründe menschlicher Destruktivität, kommentiert die Aufrüstungs-, Entspannungs- und Friedenspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und plädiert für einen reflektierten Pazifismus, der Waffeneinsätze zwar nicht ausschließt, wohl aber dem sensiblen Hinterfragen, Verstehen und Deeskalieren internationaler Konflikte die absolute Priorität zuweist. Das Buch richtet sich an alle, die der Alternativlosigkeit politischer und militärischer Konfrontation widersprechen und pazifistische Denkweisen retten möchten. Denn Schwarz-Weiß-Malerei bringt keinen Frieden! "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten." (Egon Bahr)

Wigbert Tocha: Friedenstüchtig werden: Überredung zum Pazifismus; 292 Seiten; 11.2.2026; Büchner-Verlag; 26 €

Klappentext:

Der Pazifismus wird ins Visier genommen: Er soll endlich kriegstüchtig werden. Alte Gewissheiten, so tönt es allenthalben, seien jetzt zu überprüfen und anzupassen: Frieden schaffen – das geht nur mit Waffen, diese Devise wird triumphierend verkündet[ und der gewaltfreie Weg als realitätsfremd abgestempelt]. Wigbert Tocha widerspricht deutlich und zeigt: Pazifistinnen und Pazifisten haben die besseren, die zukunftsgerechten Argumente – das gilt ganz besonders in einer Zeit, in der militärische „Verteidigung“ das Potenzial zu einer ungeheuren Eskalation hat, die das zerstört, was verteidigt werden soll. Im Rückgriff auf eine große Tradition, zu der die Bergpredigt und die Namen Kant, Einstein und Gandhi gehören, werden Grunderkenntnisse formuliert, die hochaktuell sind. Dazu gehören die ständige Aufgabe der Entfeindung, die Einsicht, dass Krieg kein Recht schafft außer dem Recht des Stärkeren, und das empirisch nachprüfbare Faktum, dass Gewaltlosigkeit erfolgreicher ist als der Weg der Waffen. Der bellizistische Glauben an die erlösende Gewalt ist ein Aberglauben. Daraus resultieren politische Handlungsanweisungen für das 21. Jahrhundert.[ Am Anfang steht: Das Nein zum Krieg, zur Kriegsertüchtigung und zur militärischen Bewaffnung muss lauter sein. Dazu dient dieses Buch. Es macht deutlich: Friedenstüchtig zu werden ist der kategorische Imperativ des 21. Jahrhunderts.]

 

 

Plurale Ökonomik - der rettende Ausweg aus der Klima-Falle des "Grünen Wachstums"?

Die Klima-Erwärmung mit ihren weltweiten Extremwetterlagen schreitet weiter voran. Die Politik in Europa klammert sich nach wie vor ans sogenannte "Grüne Wachstum"  und kommt keinen Schritt voran. 

Am 18.11.2025 hat Attac Mainz einen Vortrag des Siegener Ökonomen Prof. Dr. Dr. Helge Peukert organisiert, eines der Gründer des Masterstudiengangs "Plurale Ökonomik". 

In dieser Homepage auf der Seite der Arbeitsgruppe "Sozial-ökologische Transformation" (SÖT) stehen die Ergebnisse aus Vortrag und Diskussion in Form der originalen Folien und hinzugefügter Erläuterungen. Sie räumen mit dem systematischen Selbstbetrug in der Klima-Politik gründlich auf.

Die Literaturliste findet sich hier; die Kommentare finden sich hier.

Seit über 10 Jahren: der Gemeinnützigkeits-Skandal

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac (Grund: die Organisation sei politisch nicht neutral) hat trotz aller rechtlichen Bemühungen von 2014 bis heute Bestand, weil auch Ankündigungen aus anderen Parteien, das von Finanzminister Schäuble (CDU) initiierte staatliche Vorgehen durch gesetzliche Änderungen aus der Welt zu schaffen, nachfolgend von den Ministern Scholz (SPD), Lindner (FDP) und Klingbeil (SPD) nicht umgesetzt wurden. Im Gegenteil hat es sogar noch weitere Angriffe aus der rechten Ecke gegen zivilgesellschaftliche Gruppen gegeben.

Seit diesem feindseligen Vorgang, der das grundgesetzlich garantierte Zensur-Verbot unterläuft und durch die Hintertür ins Ermessen der Finanzämter stellt, verliert Attac trotz der Ehrenamtlichkeit des regional aktiven Personals mit dem Abschmelzen der finanziellen Mittel immer stärker die Möglichkeiten für politische Aktionen.

Zusätzlich zum eingebüßten Steuer-Privileg entfallen auch pekuniäre Vorteile für Gemeinnützige wie z.B. die kostenfreie Nutzung von Räumlichkeiten. Als rein politische Gruppe wird Attac, im Unterschied zu Hilfsorganisationen, nicht als spendenbedürftig angesehen, ist es aber seit dieser Entscheidung faktisch doch.

Aufgrund dieser Realität muss Attac um finanzielle Unterstützung bitten, auch und vielleicht sogar gerade wenn eine steuersparende Spendenbescheinigung nicht ausgestellt werden kann. Wie das funktioniert und welche weiteren Aspekte noch wichtig sind, ist nachzulesen auf der Seite "Regionalgruppe Mainz" auf dieser Website und unter dem folgenden Link auf der Website des Bundesbüros: https://www.attac.de/3000-heldinnen