Bündnis Heilbronner gegen Suttgart 21

Das Aktionsbündnis Heilbronner gegen Stuttgart 21 (Für eine Bahnwende in der Region und im Land) wurde am Dienstag 21.09.2010 gegründet.

Die Attac Regionalgruppe Heilbronn unterstützt das Aktionsbündnis. Wir sind der Ansicht, dass das Geld an anderer Stelle sinnvoller verwendet werden kann. Das Projekt ist ein weiterer Baustein in der Umverteilung von Vermögen – Sozialisierung der Kosten und Privatisierung der Profite. Nutzen aus dem Projekt ziehen überwiegend eine Minderheit der Bevölkerung, Unternehmen und Banken.

Attac will als Teil der außerparlamentarischen Bewegung, einen Beitrag für eine umfassende Demokratisierung der Gesellschaft leisten.

Attac setzt sich ein für:

    • Ein demokratisches und soziales Europa, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.
    • Eine demokratische Reform der öffentlichen Dienstleistungen. Die Privatisierung öffentlicher Güter lehnen wir ab.
    • Die Einschränkung der Macht transnationaler Konzerne und ökonomischer Machtzusammenballungen.

Attac unterstützt das Aktionsbündnis Heilbronner gegen Stuttgart 21 da wir in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise und aufgrund der höchsten Staatsverschulden aller Zeiten dafür eintreten, dass unsere Steuermittel in sinnvolle Projekte investiert werden wie z.B. zur Abfederung der Krisenfolgen für die Ärmsten in unserer Gesellschaft oder zur Instandhaltung und Modernisierung des Schienennetzes und der Züge der Deutschen Bahn.

Wir unterstützen die Forderung nach einer Beteiligung und Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger an Vorhaben und Angelegenheiten, von denen sie direkt oder indirekt betroffen sind. Wir lehnen das Projekt Stuttgart 21 ab, da es von einem undurchsichtigen Konglomerat von Befürwortern vorangetrieben wird, die geschäftliche oder politische Verbindungen haben und das von so genannten unabhängigen Sachverständigen unterstützt wird.

Wer nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht begriffen hat, dass ein Umdenken erforderlich ist und stur an dem Projekt aus den 1990er Jahren festhält, ist eben nicht zukunftsorientiert.

"nur" drei Fakten gegen das Projekt "Stuttgart 21"

Es wäre schön, wenn die Befürworter von Stuttgart 21 endlich die Fakten zur Kenntnis nehmen würden.

Erster Fakt:

Stuttgart 21 schafft deutliche Verbesserungen nur für Vielflieger und diejenigen Fahrgäste im Fernverkehr, die nicht in Stuttgart aus- oder einsteigen. Das sind aber nur 10% bis 20% der Fahrgäste. Für die ganz überwiegende Mehrheit der Bahnnutzer liegt der Zeitgewinn, wenn überhaupt, im Bereich weniger Minuten, so dass die enormen Kosten des Projekts nicht zu rechtfertigen sind. Für die Normalfamilie, die einmal im Jahr in Urlaub fliegt, spielt eine etwas längere Zufahrt zum Flughafen keine Rolle, und für Pendler in den Großraum Stuttgart bringt Stuttgart 21 kaum etwas. Da wäre das Metropolticket wichtiger.

Noch ein Fakt:

Bereits heute fährt der TGV von Paris über Stuttgart nach München durch, trotz Kopfbahnhof. Stuttgart ist also schon heute nicht vom Fernverkehr abgehängt. Und die Züge von Neckarelz sind jetzt schon über Stuttgart hinaus nach Ulm durchgebunden. Was ändert da der teure Durchgangsbahnhof?

Und noch ein Fakt:

Die Region muss keinen Kostenbeitrag leisten? Zahlen die Unterzeichner des Aufrufs „Pro Stuttgart 21“ etwa keine Steuern? Steuergelder und eigentlich an den Staat abzuführende Bahngewinne werden für ein Projekt verpulvert, das nur einer kleinen Minderheit dient, und das Geld fehlt dann an anderer Stelle. Stuttgart 21 wird bis zu 11 Milliarden Euro kosten, das ist übrigens exakt der Betrag, der im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung im Sozialbereich gekürzt werden soll.

Wir brauchen in der Region vor allem eine schnellere, bequemere und besser getaktete Verbindung zum ICE-Knoten Würzburg. Aber die Mittel fließen ja nach Stuttgart!

Oben bleiben!

Weitere Informationen ...

... des Bündnisses finden sich auf deren Seite:
http://www.heilbronner-gegen-s21.de/

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