Grenzen des Wachstums - Verkehrswende Heilbronn

Dem Wachstum des Individualverkehrs auf Basis von Verbrennungsmotoren für fossile Energieträger ist eine Grenze gesetzt. Lärm- und Schadstoffemissionen schädigen uns und unsere Umwelt.

Bürger und Nichtregierungsorganisationen fordern mehr Mitbestimmung in Sachen Verkehr, dessen negative Wirkungen wir in unserem direkten Lebensumfeld zu spüren bekommen.

Am 26.05.2011 traf sich das neu gegründete Bündnis "Vekehrswende Heilbronn" zur ersten öffentlichen Arbeitssitzung um Heilbronner Bürgern einen Überblick über die aktuelle Situation und Planung in Heilbronn und Umgebung zu geben.

Pressemitteilung

Verkehrswende zeigt Alternativen zu HN 2019

Über zahlreiche Straßenprojekte die die Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der BUGA 2019 verwirklichen will, wurde bei einem Treffen der Verkehrswende in der Volkshochschule informiert und Alternativen aufgezeigt. Durch den Gesamtüberblick wurde es leichter die einzelnen Projekte einzuordnen.

Frau Stephanie Esch von der lokalen Agenda 21 und Stadtrat Hasso Ehinger (DIE LINKE) informierten über  die geplanten Straßenprojekte einschließlich Saarlandstr. und deren Gesamtkosten von über 100 Millionen €. Eine rege Diskussion entspann sich über die geplante 60 %-ige Verkehrszunahme auf der Saarlandstr.,  die dann im wesentlichen über 4-spurige Straßen (neue Bruckmannbrücke, Karl-Nägele-Brücke, neue Kalistr.) über den vergrößerten Kreisverkehr am Europaplatz und die 6-spurige Mannheimerstr. in die Stadt geleitet werden soll.

Durchweg stieß diese Planung der Stadt auf Widerspruch. Es ist unsinnig so viel Verkehr in den Norden der Stadt zu holen, der dann überwiegend über die Allee und die Oststr. in die Stadtmitte und den Süden geht. Überdimensionierte Straßen ziehen den Verkehr an so erwartet selbst die Verwaltung eine Zunahme des Verkehrsaufkommens im Bereich des K3 um 40%. Die Feinstaubwerte überschreiten schon heute häufig die Grenzwerte, für Kliniken werden die Grenzwerte von PN10 auf PN 2,5 herabgesetzt gab Franz Eckert zu bedenken. „ Die Stadt muss sich darauf gefasst machen, dass sie Ärger bekommt, wenn sie weiterhin so wichtige Grenzwerte nicht einhält.“

Wolf Theilacker (Stadtrat der Grünen) erläuterte, dass auf die neue Kalistr. verzichtet und der Verkehr über die Füger- und Weipertstr. zum Europaplatz geführt werden kann.. Diese Verkehrsvariante spart fast 20 Mill. €, verhindert die drastische Verkehrszunahme im Norden und ermöglicht, dass der Europaplatz, wie heute, nur an 3 Straßen (Westrandstr, Weipertstr und Mannheimerstr.) angeschlossen ist und den Verkehr wie bisher aufnehmen kann.

Alfred Huber nahm als Aktivist der lokalen Agenda 21 zur BUGA 2019 Stellung. „Prima, dass der 1.Preisträger eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer als Verbindung zwischen Bahnhof und dem künftigen Stadtteil Neckarbogen vorsieht, aber bisher fehlt die Brücke in der Finanzplanung der Stadt.“. Die Westrandstr., die zusammen mit der neuen 4-spurigen Bleichinselbrücke mit 25 Millionen € eingeplant ist, sollte dringend überprüft werden. Die BUGA als grünes Projekt sollte nicht Treiber übermäßiger Straßenplanungen werden“

Auch die derzeitigen Planungen der Allee waren im Focus des Bündnisses. Die Stadtplanerin Stephanie Esch zeigte in einem kurzen historischen Abriss auf, wie die Allee sich vom einstigen wehrhaften Wassergraben entlang der Stadtmauer zu einer Naherholungspromenade vor den Toren der Stadt verwandelte. Dabei war die Allee bis in die 70er Jahre hinein ein von Fußgängern stark frequentierter Boulevard. Erst mit der Sprengung des Alten Stadttheaters, trotz großer Proteste des Heilbronner Bürgertums, war der Anschluss an die Weinsbergerstr. gegeben und dem Verkehr Tür und Tor geöffnet. Frau Esch erläuterte dann ein Alternativkonzept für die Allee bei dem nicht das Auto sondern die Menschen im Mittelpunkt stehen. Die Alternativplanung war so beeindruckend, dass Ende Juni eine gesonderte Veranstaltung zur Allee ins Auge gefasst wurde. Noch ist die Gesamtplanung nicht im Gemeinderat beschlossen . Beide Varianten sollten unter dem Motto Heilbronn 2019 öffentlich beraten werden.

Die geschilderten Straßenplanungen sollen zusammen mit der Landesregierung einem Fakten-Check unterworfen werden, wie Stgt 21. Dabei soll geklärt werden was wirklich nachhaltig und erforderlich ist und damit bezuschusst werden kann. Wir fordern Heilbronn 2019 auf den Prüfstand. Dann sollen die Alternativen in einer Bürgerversammlung vorgestellt und beraten werden. Danach gibt es eine klare Grundlage für die Beschlussfassung des Gemeinderates. Die Bürger Heilbronns sind aufgefordert den noch bis zum 16.06. ausliegenden Bebauungsplanentwurf (Baurechts- und Stadtplanungsamt, Cäcilienstr. 49) zur Verlängerung der Saarlandstraße einzusehen und gegebenenfalls Einwendungen vorzubringen.

Sonstige Informationen

Ein Internetportal der "Verkehrswende" ist in Vorbereitung

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