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Attac Gruppe Bochum

 

Für eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung!

Wir treffen uns an jedem 3. Montag um 19 Uhr bei DIDF, Rottstr. 30 und freuen uns immer über Verstärkung! An jedem 1. Montag besprechen wir uns in einer Online-Schalte. Kontakt: bochum@attac.de

Ausblick auf 2026 Wir haben wieder viel vor

Der 30. /31./ und 32. politischen Kaffeeklatsch wird eine Reihe zum Thema Sozialabbau, die wir gemeinsam mit der vhs-Bochum durchführen werden:

Den Sozialstaat gerecht gestalten

Die Vorstellung, der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, findet zunehmend Eingang in politische Diskurse. Gleichzeitig geraten Menschen, die auf soziale Leistungen angewiesen sind, in den Fokus pauschaler Kritik. Solche Narrative können gesellschaftliche Spannungen verstärken und Polarisierungen begünstigen. Die Veranstaltungsreihe möchte diese Entwicklungen kritisch beleuchten und zur differenzierten Auseinandersetzung einladen.

Den Auftakt bildet ein analytischer „Kassensturz“: Wer trägt wie viel zum Sozialstaat bei – und wer profitiert in welchem Maße? Wie lassen sich soziale Lasten gerecht verteilen? Welche Rolle könnten steuerpolitische Reformen dabei spielen? Im Zentrum steht die Frage: Welchen Sozialstaat wollen wir künftig gestalten? → 22. Februar, 16 Uhr in der KoFabrik Referenz Alfred Eibl, (Mit-)Autor mehrerer Bücher zum Thema Steuern und Sozialstaat

In der zweiten Veranstaltung wird das Bürgergeld als häufig diskutiertes Element des Sozialbudgets näher betrachtet. Obwohl es lediglich rund 4 % des Sozialhaushalts ausmacht, steht eine Kürzung regelmäßig im Fokus von Debatten. Wir gehen der Frage nach, welche Argumente auf belastbaren Fakten beruhen und wo sich Mythen verfestigt haben. Dabei soll auch die Lebensrealität von Leistungsbeziehenden einbezogen werden – ein Aspekt, der in öffentlichen Debatten oft zu kurz kommt. → 23. März, 19 Uhr in der vhs Helena Steinhaus vom Verein Sanktionsfrei

Abschließend widmen wir uns dem Thema bezahlbarer Wohnraum. Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt stellt viele Menschen vor große Herausforderungen. Wir analysieren Ursachen und diskutieren mögliche Handlungsoptionen: von Wohngeld und sozialem Wohnungsbau bis hin zu Konzepten wie dem Mietendeckel. → 26. April 16 Uhr in der KoFabrik, Aichard Hoffmann, ehemalige Pressesprecher des Mietervereins Bochum

 

 

Buchvorstellung „Friedenstüchtig“ "Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen" von und mit Fabian Scheidler

05. März 2026 um 19:00 Uhr -VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen

Fabian Scheidler stellt in seinem neuen Buch das Konzept der „Friedenstüchtigkeit“ vor – einen Gegenentwurf zu dem, was er als Militarisierung westlicher Politik kritisiert. Das Buch skizziert, wie Gesellschaften aus destruktiven Konfliktmustern ausbrechen könnten.

Der Autor sieht eine Transformation demokratischer Wohlfahrtsstaaten in militärisch geprägte Systeme. Jede Krise werde mit verschärften Maßnahmen beantwortet, demokratische Standards erodierten unter dem Druck als alternativlos dargestellter Sicherheitslogik. Scheidler diagnostiziert eine paradoxe Dynamik: Die Politik schaffe nach seiner Analyse ihre Feinde teilweise selbst. Was er als verweigerte Diplomatie wertet, erzeuge Konfliktanlässe; militärische Interventionen gegen Terrorismus produzierten neue Gewalt. Scheidler deutet dies als autoritären Versuch, globale Krisen zu beherrschen – einen Ansatz, der in ökonomische und politische Destabilisierung münde.

Dem stellt der Autor alternative Strategien gegenüber. Er fordert, westliche Gesellschaften müssten ihre jahrhundertelange Dominanzpolitik aufgeben. Angesichts biosphärischer Zerstörung, demokratischer Aushöhlung und weltpolitischer Umbrüche entwirft Scheidler Wege zur Entwicklung kooperativer Kulturen. Der Abend bietet Gelegenheit, diese Thesen kennenzulernen und zu diskutieren.

Oxfam: Immer mehr Reichtum

Während unsere Regierung auf die Armen spuckt und immer neue Ideen entwichelt, wie man denen, die gerade so eben über die Runden kommen, noch etwas wegnehmen könnte, ist das Vermögen der Überreichen in der EU in der ersten Jahreshälfte um 405 Milliarden € gewachsen. Im März 2025 lebten in der EU 487 Milliardär*innen, 39 mehr als ein 1 Jahr bevor. Oxfam Bericht