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Zusammenfassendes Protokoll des Treffens 8.-9.7.2017

Zusammenfassendes Protokoll des Treffens 8.-9.7.2017 der BAG Arbeitfairteilen

in Hamburg, Seemannsheim

anwesend: Margareta, Micha, Eva, Angela, Stephan

 

1.

Die Arbeitsteilung in der AG wurde neu geregelt:

Allgemeine Koordination: Stephan

Attac-Rat und Europa: Margareta

Den Finanzantrag für 2018 bereitet Angela vor.

Micha wurde für ihre gute koordinierende Arbeit in den zurückliegenden Jahren sehr gedankt.

 

2.

Aktuelle Entwicklungen in der Arbeitszeitdebatte

Stephan: Angriff von CDU und FDP auf den 8-Stunden-Tag: Im Koalitionsvertrag von CDU/FDP in NRW wird die Auflösung des 8-Stunden-Tages angekündigt. Wörtlich heißt es dort:
„Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen und deshalb über eine Bundesratsinitiative das Arbeitszeitgesetz flexibilisieren. Die innerhalb der Vorgaben der europäischen Richtlinie zur Arbeitszeitgestaltung vorhandenen Spielräume wollen wir nutzen und die Tarifpartner innerhalb dieses Rahmens eigene Regelungen treffen lassen.“
Gewerkschaften positionieren sich dagegen – unter Berufung auf die Beschäftigtenbefragung mit dem Wunsch nach klar geregelten und kürzeren Arbeitszeiten

Stephan und Margareta bereiten eine Pressemitteilung mit Gegenpositionen zu dem Beschluss in NRW vor (erledigt: http://www.attac-netzwerk.de/ag-arbeitfairteilen/startseite/

; dazu fand ein Radio-Gespräch statt: www.freie-radios.net/mp3/20170817-attackritisi-84536.mp3

 

Margareta: Workshop "ArbeitFairTeilen - 30-Stundenwoche als sozialökologisches Projekt für Europa auf dem solidarity summit 5./6.7.7 auf Kampnagel in Hamburg

43 Teilnehmenden (50:50 männlich-weiblich) gut besucht. von Erwerbslosen über abhängig Beschäftigte, Soloselbständige, Gewerkschaftssekretär u.a. war ein breites Spektrum vertreten, das ein großes Interesse an Arbeitszeitverkürzung hatte und genau die schwierigen Punkte dabei (Arbeitszeit Regulierung bei Solo Selbständigkeit und Crowdworking, Qualifizierung, Probleme von Kleinbetrieben etc.) benannt hat.

 

Europäisches Netzwerk zu Arbeitszeitverkürzung nimmt Fahrt auf: Drei Arbeitsgruppen:

network zur Organisierung von Veranstaltungen, des Austauschs etc.,

outreach zur Entwicklung gemeinsamer Strategien, auch der Öffentlichkeitsarbeit,

proposals mit den verschiedenen schon existierenden Vorschlägen zu Arbeitszeitverkürzung.

 

Ein treffen mit ca. 30 an der aktiven Mitarbeit interessierten wird am 19./20.10.17 in den Räumen der RLS Brüssel stattfinden und eine zweite Konferenz mit teilnehmenden aus weiteren Organisationen und europäischen Ländern am 7./8.6.18 in Brüssel (wahrscheinlich in einem der Gewerkschaftshäuser des sozialistischen belgischen Gewerkschaftsbundes FGTB).

Mit 2 Kollegen des collectif roosevelt und evtl. einer Kollegin von attac-Frankreich wird Margareta auf der ESU (europäische sommeruniversität von attac 23.-27.8.17) in Toulouse einen Vernetzungsworkshop zu "Arbeitszeitverkürzung als sozialökologisches Projekt für Europa" durchführen.

 

3.

Zur Strategie unserer AG

Für die nächsten Jahre wurde an dem letzten AG aft-treffen noch nicht beendeten Punkt "Rückwärtsplanung" weitergearbeitet.

als ein halbwegs realistisches Ziel, von dem aus wir eine solche Rückwärtsplanung in Angriff nehmen könnten, wurde erst einmal angenommen, dass wir in 5 Jahren erreicht haben wollen, dass die faktische individuelle "Untergrundbewegung" für die 30stundenwoche (immer mehr Menschen machen es einfach, aber eben nur individuell und ohne lohn- und personalausgleich) in eine Bewegung für ein gesellschaftlich erstrebenswertes Ziel: die 30stundenwoche als Grundlage einer lebenswerten Balance von Arbeit und Leben, von Erwerbs- und Carearbeit, kreativer Betätigung und gesellschaftlichem Engagement. Ein Eckdatum dafür könnte die Bundestagswahl 2021 sein, bis zu der wir die 30stundenwoche zu einem Thema gemacht haben wollen, an dem keine Partei mehr vorbeikommt.

dazu sollen in der Zwischenzeit (noch einmal) systematischer die Erwerbslosenorganisationen angesprochen werden, die Sozial dienste, aber auch umwelt- und wachstumskritische Organisationen.

Wir wollen versuchen mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig und dem Postwachstumskolleg an der Uni Jena enger zusammen zu arbeiten, evtl. in einer gemeinsamen Veranstaltung im SS2018  zur historischen und aktuellen Bedeutung des 8-stundentags, der in Deutschland seit 1918 gesetzlich verankert ist (mit Unterbrechung während der Nazizeit. Das wollen wir 2018 feiern.

 

Über den von Eva entworfenen Flyer zur Bundestagswahl haben wir intensiv und konstruktiv diskutiert  und einen Text abgestimmt. Es wurde vereinbart, dass sich Eva um Layout zusammen mit Wob und den Druck kümmert (erledigt).                                                                                       

 

4.

Das nächste Treffen ist am 7. Oktober in Halle/Saale – Termin bitte vormerken.