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ArbeitFairTeilen

Die Einen arbeiten bis zum Umfallen, haben keine Zeit für die Familie oder ihre persönlichen Interessen und werden trotzdem die Angst um den Arbeitsplatz nicht los. Die Anderen sind durch Arbeitslosigkeit verarmt und ausgegrenzt. Mit dieser Situation ist niemand zufrieden, die Mehrheit der Menschen wünscht sich eine Änderung.

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Arbeitszeitverkürzung in Zeiten von Corona

30. März 2020

Wir erleben gerade - völlig ungeplant - ein gesellschaftliches Großexperiment mit Arbeitszeitverkürzung.

Trotz des Schreckens und der großen Sorge um sich selbst und unsere Mitmenschen wegen Corona bietet diese Situation Erfahrungschancen, die wir für unser Streiten für kürzere, gerechter verteilte und menschen- und naturfreundliche Arbeitszeiten nutzen können und sollten. Hier ein paar erste Überlegungen dazu. Mehr lesen....


Kürzer arbeiten und besser leben!

Die nachfolgenden Thesen "Kürzer arbeiten und besser leben!" hat der Bezirksvorstand der ver.di Südhessen am 15. Januar 2020 als Diskussionsgrundlage für die laufende Debatte in ver.di und darüber hinaus einstimmig beschlossen. Mehr lesen....


Zeit für 35 Stunden Arbeitszeit

7. Januar 2020. In Österreich steht die 35-Stunden-Woche als gewerkschaftliche Forderung - in Deutschland muss sie ebenfalls durchgesetzt werden, wenn die 30-Stunden-Woche oder die 4-Tage-Woche je Realität werden sollen. Die österreichischen Gewerkschaften haben schön vorgerechnet, was die Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich für die Beschäftigten bringt - auch und gerade für diejenigen, die bereits in Teilzeit kürzer arbeiten. Mehr....                       


Das Protokoll des Treffens vom 15.12.2019 in Berlin ist online

Liebe Freundinnen, liebe Freude,

zum begonnen Jahr persönlich die allerbeste Wünsche, für uns gemeinsam ein hoffentlich erfolgreiches Jahr im Kampf um weitere Arbeitszeitverkürzung und eine faire Teilung aller Arbeit!

Hier findet ihr das Protokoll der jüngsten Zusammenkunft unserer AG ArbeitFairTeilen einschließlich der Vorhaben für das begonnene Jahr:
https://www.attac-netzwerk.de/ag-arbeitfairteilen/wichtige-materialien/protokolle-archiv/protokoll-des-treffens-vom-15122019/

Wir gehen in unserer Einschätzung davon aus, dass die Krise (ökonomisch, ökologisch, sozial) andauern und sich weiter verschärfen wird. Damit stellt sich die Frage der Arbeitszeitverkürzung und der fairen Teilung von Arbeit ebenfalls schärfer. Das widerspiegelt sich auch in der Debatte in Deutschland und in Europa wieder. So fand die Veröffentlichung über die Idee der 4-Tage-Woche in Finnland ein großes öffentliches Echo - andererseits versuchen die Unternehmer alles, um die Arbeitszeit zu verlängern. Das negativste Beispiel dafür ist die Verlängerung der erlaubten täglichen Arbeitszeit in Österreich auf 12 Stunden und die Tarifflucht vieler Unternehmen in Deutschland. Gleichzeitig eröffenen sich mit der Klimabewegung neue Bündnismöglichkeiten.

In Deutschland fanden und finden diverse "Befragungen" zur Arbeitszeit statt, die meist auf eine Verkürzung und Individualisierung der Arbeitszeit hinauslaufen, oft spielt auch eine Verlängerung der Arbeitszeit eine Rolle (vor allem bei denjenigen Personen, die unfreiwillig in Minijobs oder kurzer Teilzeit beschäftigt sind). *Kritische Wissenschaftlerinnen weisen darauf hin, dass es darauf ankommt, was und wie gefragt wird*! Unstreitig sei, so Christina Klenner jüngst bei einer Tagung, dass der "Gender Time Gap" 8,4 Stunden pro Woche (ca. 1/4 der Arbeitszeit) beträgt (WSI Gender Datenportal
https://www.boeckler.de/wsi_38957.htm#). Daraus ergibt sich, dass fast 70 Prozent der Männder eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen 36 und 40 Stunden haben, aber nur 40 Prozent der Frauen. Mütter von Kindern im haushalt leisten zu 75 Prozent Teilzeitbeschäftigung. Die wichtigste Erkenntnis aber: 50 Prozent aller Beschäftigten wünschen sich eine Verkürzung der Zeit für Erwerbsarbeit auf Wochenbasis - Männer wollen weniger Überstunden und Frauen die kurze Vollzeit. Es käme jetzt darauf an, eine neue Norm unterhalb der 35-Stunden-Woche zu formulieren.

Bei der gleichen Tagung kündigte Susanne Ferschel, diearbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagfraktion DIE LINKE an, weitere Initiativen zur Begrenzung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden zu ergreifen. Vorsicht sei geboten bei der "Modernisierung" des Arbeitszeeitgesetzes durch die große Koalition mit der Schaffung sogenannter "Experimentierräume" zur Verlängerung täglicher Arbeitszeiten und Verkürzung von Pausenzeiten.

Es bleibt spannend in unserem Themenfeld und wir hoffen auch im Jahr 2020 auf einen regen Austausch.

Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf die Broschüre der
Rosa-Luxemburg-Stiftung https://www.rosalux.de/publikation/id/40786/individuelle-beduerfnisse-kollektive-aktionen-politische-alternativen/, die es sowohl online als auch offline gibt mit einem Beitrag Plädoyer von Margareta Steinrücke und Stephan Krull für eine kollektive Arbeitszeitverkürzung (30 Stunden sind genug) sowie einem weiteren Beitrag von Stephan Krull zur Krise als Chance: "Die Automobilindustrie steckt in einem Dilemma".

Beste Grüße an Euch alle!

Stephan und Maragareta
Zum Protokoll


Für wirkliche Wahlfreiheit und Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht!

30. Juni 2019

Wir dokumentieren einen Beschluss des Fachbereiches 3 Nordhessen zur aktuell laufenden Arbeitszeitumfrage der Gewerkschaft ver.di im öffentlichen Dienst:

Für Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht und mit Personalausgleich!

Die Gewerkschaft ver.di führt bis zum 30. Juni eine Umfrage unter Beschäftigten des öffentlichen Diensts bei Bund und Kommune zur Arbeitszeit durch. An dieser können sich aber auch Kolleg*innen aus anderen Bereichen beteiligen und in weiteren Betrieben wie der Bundesdruckerei gibt es ähnliche Fragebögen. In der Fragestellung zu Beginn wird der Eindruck erweckt, es ginge um eine Abfrage, ob es um mehr


WeiberWirtschaft als Arbeitgeberin fördert wirksamen Klimaschutz

27.05.2019

Drei Tage Sonderurlaub für Mitarbeiterinnen, die ein Jahr lang keine Flugreise antreten.

Die Mitarbeiterinnen der WeiberWirtschaft eG können sich ab sofort über drei Tage zusätzlichen Jahresurlaub freuen – vorausgesetzt sie verzichten ein Jahr lang auf Flugreisen.

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Klimaschutz durch Arbeitszeitverkürzungen

Mai 2019

Die Klimakrise ist eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit. Der wissenschaftliche Konsens ist deutlich: Es wird nur durch rasche Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft möglich sein, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 °C zu begrenzen – und damit einem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung durch noch mehr Erwärmung zu entgehen. Um die drohende Katastrophe abzuwenden und eine menschenwürdige Zukunft zu sichern, streiken Menschen auf der ganzen Welt. Dank ihnen beginnt die Suche nach den transformativen Ideen, die der Größe der Herausforderung angemessen sind.

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100 Jahre 8-Stunden-Tag

DOKUMENTATION: 100 Jahre Acht-Stunden-Tag - Zeit für den nächsten Schritt

FESTVERANSTALTUNG "100 Jahre 8 Stunden Tag" DER ATTAC AG ARBEITFAIRTEILEN AM 27. OKTOBER 2018 IN ERFURT!

Zeit ist das mit Abstand am häufigsten gebrauchte Substantiv der deutschen Sprache, Ausdruck der Dynamik, mit der Zeitthemen für uns existenziell wichtig geworden sind. Für uns als lohnabhängig arbeitende Menschen geht es um Lebenszeit, für die Eigentümer der Fabriken, die von der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft leben, um Arbeitszeit: je länger die Arbeitszeit, desto höher der Profit.

Vor 100 Jahren wurde im Ergebnis der unvollendeten Novemberrevolution der 8-Stunden-Tag zum allgemeinen gesetzlichen Standard erhoben. Neben anderen Zugeständnissen an die Arbeiterbewegung wie der Anerkennung von gewählten Betriebsräten, machten Arbeitgeber und konservative Politiker von Kirche und Kapital dieses eine „Zugeständnis“, um – aus ihrer Sicht – Schlimmeres, nämlich sozialistische Bestrebungen, zu unterbinden. Schon wenige Jahre später fühlten die reaktionären Kräfte sich so stark, den 8-Stunden-Tag wieder anzugreifen und eine Verlängerung der üblichen Arbeitszeiten durchzusetzen. Vollends gelang das jedoch erst nach der Machtübergabe an die Faschisten. Nach 1945 folgten in den 1960er Jahren die 40-Stunden-Woche beziehungsweise die 5-Tage-Woche und in den 1990er Jahren für einige Wirtschaftsbereiche die 35-Stunden-Woche. Anders als der 8-Stunden-Tag wurden die weiteren Verkürzungen der regelmäßigen Arbeitszeit aber nicht als Gesetze verabschiedet, sondern „nur“ tariflich erkämpft. Nun leben wir in einer Zeit, in der wieder heftig um die Dauer der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit wie um die Lebensarbeitszeit gekämpft wird, gekämpft werden muss! Wer diesem Kampf ausweichen will, hat ihn schon verloren.

Die Arbeitgeber und ihre politischen Vollstrecker haben zum Generalangriff geblasen: Der 8-Stunden-Tag muss weg! Die 40-Stunden-Woche muss weg! Und die Lebensarbeitszeit muss verlängert werden – so die Lautsprecher der Unternehmer in Wissenschaft und Politik einhellig. Als Arbeitsministerin hat Andrea Nahles in der Großen Koalition den Plan von „Experimentier-Räumen“ mit der Möglichkeit der Verlängerung der täglichen Arbeitszeit und der Verkürzung von Pausen und der Zeit zwischen zwei Arbeitstagen auf den Weg gebracht. Die dünne Argumentation, „die Digitalisierung erfordere dies“, hat als Begründung ausgereicht. Die schwarz-braune Koalition in Österreich hat beschlossen, die gesetzliche Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich anzuheben. „Flexibilisierung und Entkriminalisierung der täglichen Arbeitszeithöchstgrenze bei freiwilliger Gleitzeit auf 12 Stunden“, lautet die Begründung. Geht es nach der dortigen Regierung, sollen Vereinbarungen zum 12-Stunden-Tag nur auf betrieblicher Ebene oder mit jedem Arbeitnehmer „freiwillig“ einzeln ausgehandelt werden. Ein ähnliches Projekt treibt die neoliberale Macron-Regierung in Frankreich gegen den Widerstand der Gewerkschaften voran. Nach Plänen der EU-Kommission sollen im Rahmen eines „Mobiltätspaketes“ die Lenkzeiten im Bus- und LKW-Verkehr auf bis zu 16 Stunden pro Tag ausgedehnt werden. Der gewerkschaftliche Linksblock im Österreichischen Gewerkschaftsbund schreibt dazu: „Wir bleiben dabei, der 12-Stunden-Arbeitstag und die 60 Stunden-Arbeitswoche sind inakzeptabel. Treffen wir uns doch in der Mitte: 6-Stunden-Tag und 30-Stunden-Woche!“

Mit der Initiative der Linkspartei für ein neues Normalarbeitsverhältnis, der Debatte um „kurze Vollzeit“ bei ver.di und attac („Das reicht! 30-Stunden-Woche für alle“) und dem Tarifabschluss in der Metallindustrie zur befristeten Arbeitszeitreduzierung gibt es in Deutschland einen wichtigen Widerpart zur Tendenz in Europa. Jutta Allmendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, sagt dazu: „Die Möglichkeit, die Arbeitszeit vorübergehend abzusenken, müsste allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Verfügung stehen. Wir müssen auch darüber diskutieren, wie sich alle eine solche Absenkung der Arbeitszeit leisten können.“ Eine gesellschaftliche Initiative zur Arbeitszeitverkürzung ist dringend erforderlich, um österreichische Verhältnisse zu verhindern. Es ist nicht möglich, diesem Kampf auszuweichen, denn die Arbeitgeber führen ihn schon.

In dieser Gemengelage findet am 27. Oktober in Erfurt eine Feier zum 100. Geburtstag des 8-Stunden-Tages statt – ausgerichtet von der attac AG ArbeitFairTeilen. Dabei wird es nicht nur um die Abwehr von Angriffen auf den 8-Stunden-Tag gehen, sondern um den längst fälligen nächsten Schritt der Arbeitszeitverkürzung: Der 6-Stunden-Tag beziehungsweise die 4-Tage-Woche für alle steht auf der Tagesordnung. Angesichts der Produktivitätsentwicklung einerseits, des geringeren Wachstums andererseits ist eine solche Verkürzung der regelmäßigen Arbeitszeit möglich und erforderlich – mit vollem Lohnausgleich selbstverständlich, leben wir doch in einem der reichsten Länder der Welt.

Bei einigen sozialdemokratisch und gewerkschaftlich orientierten Abgeordneten der SPD (Wiebke Esdar, Timon Gremmels, Elisabeth Kaiser, Elvan Korkmaz, Helge Lindh, Siemtje Möller, Falko Mohrs, Josephine Ortleb, Johannes Schraps, Michael Schrodi, Manja Schüle, Marja-Liisa Völlers) ist es inzwischen auch angekommen: „Die allgemeine Arbeitszeit muss bei vollem Lohnausgleich auf 35 Wochenstunden reduziert werden; der Mindestlohn ist auf 12 Euro zu erhöhen.“ Nun wird das in diesem Bundestag nicht positiv entschieden werden (auch wegen der Mehrheitsverhältnisse), aber es ist ein guter Anlass und wichtiger Beitrag für die notwendige gesellschaftliche Debatte und Aktion.

Wer an der Festveranstaltung zum 100. Jahrestag des 8-Stunden-Tages in Erfurt teilnehmen möchte, wendet sich an den Autor dieses Textes:Stephan@krullonline.de



Arbeitszeit verkürzen statt verlängern

Die Arbeitgeber wollen eine Verlängerung der täglichen Arbeitszeit über 8 Stunden hinaus ermöglichen. Dazu soll das Arbeitszeitgesetzes revidiert werden, statt des 8-Stunden-Tages soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit festgelegt werden.

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Bündniswebseite

Aktuelle Meldungen und Aktionen veröffentlichen wir auf unserer Bündniswebseite: http://www.arbeitszeitverkuerzung-jetzt.de/

Attac fordert nun auch offiziell die 30-Stunden-Woche

Das höchste Gremium von Attac Deutschland, der Ratschlag (Mitgliederversammlung) hat am 21. April 2013 in Leipzig im Konsens folgende Resolution mit dem Titel "30-Stunden für Europa bei vollem Lohn- und Personalausgleich" verabschiedet: [weiterlesen]