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ArbeitFairTeilen

Die Einen arbeiten bis zum Umfallen, haben keine Zeit für die Familie oder ihre persönlichen Interessen und werden trotzdem die Angst um den Arbeitsplatz nicht los. Die Anderen sind durch Arbeitslosigkeit verarmt und ausgegrenzt. Mit dieser Situation ist niemand zufrieden, die Mehrheit der Menschen wünscht sich eine Änderung.

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Vorschlag von IG-Metall: Vier-Tage-Woche zur Rettung von Jobs

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31. August 2020

Attac AG ArbeitFairTeilen: Die 4-Tage-Woche jetzt durchsetzen, Kurze Vollzeit für alle!

Der Vorsitzende der IG Metall hat die 4-Tagewoche als Option mit einem gewissen Lohnausgleich in die Diskussion gebracht.

Wir begrüßen diesen Vorschlag und [Mehr lesen ....]


DISKUSSION/VORTRAG «Mobilitätswende und Arbeitszeitverkürzung» Momente einer klassenkämpferischen Klimapolitik

VERANSTALTUNGSORT

Livestream
Online Video-Diskussion

ZEIT

01.05.2020, 19:00 - 21:00 Uhr

Vortrag & Diskussion mit Stephan Krull (Koordinator des Gesprächskreises «Zukunft Auto Umwelt Mobilität» der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Margareta Steinrücke (Koordinatorin der Attac AG ArbeitFairTeilen)

Auch wenn die gegenwärtige Corona-Pandemie gerade zu recht den größten Teil der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit beansprucht, sollte doch die Klimakrise, die eine existentielle Bedrohung für Generationen darstellt, auch vor diesem Hintergrund nicht aus dem Gedächtnis verloren werden. Da es zudem in diesem Jahr nicht möglich sein wird – am Ersten Mai den Schulterschluss zwischen Gewerkschafts- und Klimabewegung zu üben, wie er sich etwa in Form der gewerkschaftlichen Unterstützung für die Fridays for Future-Proteste an vielen Orten äußerte – wollen wir die Gelegenheit nutzen, um am Beispiel der Mobilitätswende über Möglichkeiten des Zusammengehens von Klima- und Gewerkschaftsbewegung zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Diskussion soll dabei die für die Arbeiter*innen-Bewegung klassische Forderung nach Arbeitszeitverkürzung stehen:

Was können wir aus vergangenen Kämpfen um Arbeitszeitverkürzungen für die Zukunft lernen? In welchem Verhältnis stehen ökologische Nachhaltigkeit und Arbeitszeitverkürzungen? Inwiefern stellen Arbeitszeitverkürzungen insbesondere im Kontext der Mobilitätswende eine Schlüsselforderung dar? Welche Möglichkeiten für kollektive Arbeitszeitverkürzungen gibt es? Und können wir aus dem gegenwärtigen Umgang mit der Corona-Krise etwas für die Bewältigung der Klimakrise lernen?

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Offener Brief an die Umweltministerin Schulze

28. April 2020
Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze!

Den Nachrichten entnehmen wir, dass Sie beim Petersburger Klima-Dialog
- Arbeitsplätze
- Innovation
- Klimaschutz
als Kriterien für die nach den Corona-Einschränkungen anstehenden Konjunkturprogramme
betrachten.
Wir gehen davon aus, dass Arbeitsplätze und Innovation dabei IN DEN DIENST DES KLIMASCHUTZES gestellt werden sollen.
Angesichts der allseits lautstark fordernd auftretenden Interessensverbände wünschen wir Ihnen dabei viel Erfolg!!

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6.4.2020 neue PETITION - Nein zum 12-Stunden-Tag und zur 60-Stunden-Woche


Arbeitszeitverkürzung in Zeiten von Corona

30. März 2020

Wir erleben gerade - völlig ungeplant - ein gesellschaftliches Großexperiment mit Arbeitszeitverkürzung.

Trotz des Schreckens und der großen Sorge um sich selbst und unsere Mitmenschen wegen Corona bietet diese Situation Erfahrungschancen, die wir für unser Streiten für kürzere, gerechter verteilte und menschen- und naturfreundliche Arbeitszeiten nutzen können und sollten. Hier ein paar erste Überlegungen dazu. Mehr lesen....


Kürzer arbeiten und besser leben!

Die nachfolgenden Thesen "Kürzer arbeiten und besser leben!" hat der Bezirksvorstand der ver.di Südhessen am 15. Januar 2020 als Diskussionsgrundlage für die laufende Debatte in ver.di und darüber hinaus einstimmig beschlossen. Mehr lesen....


Zeit für 35 Stunden Arbeitszeit

7. Januar 2020. In Österreich steht die 35-Stunden-Woche als gewerkschaftliche Forderung - in Deutschland muss sie ebenfalls durchgesetzt werden, wenn die 30-Stunden-Woche oder die 4-Tage-Woche je Realität werden sollen. Die österreichischen Gewerkschaften haben schön vorgerechnet, was die Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich für die Beschäftigten bringt - auch und gerade für diejenigen, die bereits in Teilzeit kürzer arbeiten. Mehr....                       


Klimaschutz durch Arbeitszeitverkürzungen

Mai 2019

Die Klimakrise ist eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit. Der wissenschaftliche Konsens ist deutlich: Es wird nur durch rasche Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft möglich sein, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 °C zu begrenzen – und damit einem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung durch noch mehr Erwärmung zu entgehen. Um die drohende Katastrophe abzuwenden und eine menschenwürdige Zukunft zu sichern, streiken Menschen auf der ganzen Welt. Dank ihnen beginnt die Suche nach den transformativen Ideen, die der Größe der Herausforderung angemessen sind.

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100 Jahre 8-Stunden-Tag

DOKUMENTATION: 100 Jahre Acht-Stunden-Tag - Zeit für den nächsten Schritt

FESTVERANSTALTUNG "100 Jahre 8 Stunden Tag" DER ATTAC AG ARBEITFAIRTEILEN AM 27. OKTOBER 2018 IN ERFURT!

Zeit ist das mit Abstand am häufigsten gebrauchte Substantiv der deutschen Sprache, Ausdruck der Dynamik, mit der Zeitthemen für uns existenziell wichtig geworden sind. Für uns als lohnabhängig arbeitende Menschen geht es um Lebenszeit, für die Eigentümer der Fabriken, die von der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft leben, um Arbeitszeit: je länger die Arbeitszeit, desto höher der Profit.

Vor 100 Jahren wurde im Ergebnis der unvollendeten Novemberrevolution der 8-Stunden-Tag zum allgemeinen gesetzlichen Standard erhoben. Neben anderen Zugeständnissen an die Arbeiterbewegung wie der Anerkennung von gewählten Betriebsräten, machten Arbeitgeber und konservative Politiker von Kirche und Kapital dieses eine „Zugeständnis“, um – aus ihrer Sicht – Schlimmeres, nämlich sozialistische Bestrebungen, zu unterbinden. Schon wenige Jahre später fühlten die reaktionären Kräfte sich so stark, den 8-Stunden-Tag wieder anzugreifen und eine Verlängerung der üblichen Arbeitszeiten durchzusetzen. Vollends gelang das jedoch erst nach der Machtübergabe an die Faschisten. Nach 1945 folgten in den 1960er Jahren die 40-Stunden-Woche beziehungsweise die 5-Tage-Woche und in den 1990er Jahren für einige Wirtschaftsbereiche die 35-Stunden-Woche. Anders als der 8-Stunden-Tag wurden die weiteren Verkürzungen der regelmäßigen Arbeitszeit aber nicht als Gesetze verabschiedet, sondern „nur“ tariflich erkämpft. Nun leben wir in einer Zeit, in der wieder heftig um die Dauer der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit wie um die Lebensarbeitszeit gekämpft wird, gekämpft werden muss! Wer diesem Kampf ausweichen will, hat ihn schon verloren.

Die Arbeitgeber und ihre politischen Vollstrecker haben zum Generalangriff geblasen: Der 8-Stunden-Tag muss weg! Die 40-Stunden-Woche muss weg! Und die Lebensarbeitszeit muss verlängert werden – so die Lautsprecher der Unternehmer in Wissenschaft und Politik einhellig. Als Arbeitsministerin hat Andrea Nahles in der Großen Koalition den Plan von „Experimentier-Räumen“ mit der Möglichkeit der Verlängerung der täglichen Arbeitszeit und der Verkürzung von Pausen und der Zeit zwischen zwei Arbeitstagen auf den Weg gebracht. Die dünne Argumentation, „die Digitalisierung erfordere dies“, hat als Begründung ausgereicht. Die schwarz-braune Koalition in Österreich hat beschlossen, die gesetzliche Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich anzuheben. „Flexibilisierung und Entkriminalisierung der täglichen Arbeitszeithöchstgrenze bei freiwilliger Gleitzeit auf 12 Stunden“, lautet die Begründung. Geht es nach der dortigen Regierung, sollen Vereinbarungen zum 12-Stunden-Tag nur auf betrieblicher Ebene oder mit jedem Arbeitnehmer „freiwillig“ einzeln ausgehandelt werden. Ein ähnliches Projekt treibt die neoliberale Macron-Regierung in Frankreich gegen den Widerstand der Gewerkschaften voran. Nach Plänen der EU-Kommission sollen im Rahmen eines „Mobiltätspaketes“ die Lenkzeiten im Bus- und LKW-Verkehr auf bis zu 16 Stunden pro Tag ausgedehnt werden. Der gewerkschaftliche Linksblock im Österreichischen Gewerkschaftsbund schreibt dazu: „Wir bleiben dabei, der 12-Stunden-Arbeitstag und die 60 Stunden-Arbeitswoche sind inakzeptabel. Treffen wir uns doch in der Mitte: 6-Stunden-Tag und 30-Stunden-Woche!“

Mit der Initiative der Linkspartei für ein neues Normalarbeitsverhältnis, der Debatte um „kurze Vollzeit“ bei ver.di und attac („Das reicht! 30-Stunden-Woche für alle“) und dem Tarifabschluss in der Metallindustrie zur befristeten Arbeitszeitreduzierung gibt es in Deutschland einen wichtigen Widerpart zur Tendenz in Europa. Jutta Allmendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, sagt dazu: „Die Möglichkeit, die Arbeitszeit vorübergehend abzusenken, müsste allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Verfügung stehen. Wir müssen auch darüber diskutieren, wie sich alle eine solche Absenkung der Arbeitszeit leisten können.“ Eine gesellschaftliche Initiative zur Arbeitszeitverkürzung ist dringend erforderlich, um österreichische Verhältnisse zu verhindern. Es ist nicht möglich, diesem Kampf auszuweichen, denn die Arbeitgeber führen ihn schon.

In dieser Gemengelage findet am 27. Oktober in Erfurt eine Feier zum 100. Geburtstag des 8-Stunden-Tages statt – ausgerichtet von der attac AG ArbeitFairTeilen. Dabei wird es nicht nur um die Abwehr von Angriffen auf den 8-Stunden-Tag gehen, sondern um den längst fälligen nächsten Schritt der Arbeitszeitverkürzung: Der 6-Stunden-Tag beziehungsweise die 4-Tage-Woche für alle steht auf der Tagesordnung. Angesichts der Produktivitätsentwicklung einerseits, des geringeren Wachstums andererseits ist eine solche Verkürzung der regelmäßigen Arbeitszeit möglich und erforderlich – mit vollem Lohnausgleich selbstverständlich, leben wir doch in einem der reichsten Länder der Welt.

Bei einigen sozialdemokratisch und gewerkschaftlich orientierten Abgeordneten der SPD (Wiebke Esdar, Timon Gremmels, Elisabeth Kaiser, Elvan Korkmaz, Helge Lindh, Siemtje Möller, Falko Mohrs, Josephine Ortleb, Johannes Schraps, Michael Schrodi, Manja Schüle, Marja-Liisa Völlers) ist es inzwischen auch angekommen: „Die allgemeine Arbeitszeit muss bei vollem Lohnausgleich auf 35 Wochenstunden reduziert werden; der Mindestlohn ist auf 12 Euro zu erhöhen.“ Nun wird das in diesem Bundestag nicht positiv entschieden werden (auch wegen der Mehrheitsverhältnisse), aber es ist ein guter Anlass und wichtiger Beitrag für die notwendige gesellschaftliche Debatte und Aktion.

Wer an der Festveranstaltung zum 100. Jahrestag des 8-Stunden-Tages in Erfurt teilnehmen möchte, wendet sich an den Autor dieses Textes:Stephan@krullonline.de


Arbeitszeit verkürzen statt verlängern

Die Arbeitgeber wollen eine Verlängerung der täglichen Arbeitszeit über 8 Stunden hinaus ermöglichen. Dazu soll das Arbeitszeitgesetzes revidiert werden, statt des 8-Stunden-Tages soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit festgelegt werden.

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