19. April 2017 - RUBIKON, Karin Leukefeld:

Krieg der Lügen

Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit. So auch in Syrien.
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15. April 2017 - Uri Anery:

Um Cui Bono?

CUI BONO - "wem nützt es" - ist die erste Frage eines erfahrenen Detektivs, der ein Verbrechen untersucht.
Da ich selbst eine kurze Zeit lang in meiner Jugend ein Detektiv war, kenne ich die Bedeutung. Oft ist der erste und offensichtlichste Verdacht falsch. Man fragt sich selbst „Cui bono“ und ein anderer Verdacht, den man nicht vermutet hat, erscheint.
Seit zwei Wochen beunruhigt mich diese Frage und lässt mich nicht in Ruhe.
In Syrien ist ein schreckliches Kriegsverbrechen begangen worden. Die zivile Bevölkerung in einer von Rebellen gehaltenen Stadt, die Idlib heißt, wurde von Giftgasbomben getroffen. Dutzende von Zivilisten, einschließlich Kindern, starben einen elendiglichen Tod.
Wer konnte so etwas tun? Die Antwort war offensichtlich: der schreckliche Diktator Bashar al-Assad tat dies. Wer sonst?
Ein Beweis ist nicht nötig. Keine Untersuchung. Es war selbstverständlich. Natürlich Assad. Innerhalb Minuten wusste es jeder.
Ein Sturm von Entrüstung ging durch die westliche Welt. Er muss bestraft werden. Armer Donald Trump, der keine Ahnung hatte, sah sich dem Druck ausgesetzt und befahl einen sinnlosen Raketen-Angriff auf ein syrisches Flugfeld, nachdem jahrelang gepredigt wurde, dass die USA unter keinen Umständen in den Syrienkrieg verwickelt werden darf. Plötzlich hat er sich um-entschlossen. Nur um diesem Bastard eine Lektion zu erteilen. Und um der Welt zu zeigen, was er wirklich für ein toller Mann ist.
Die Operation war ein immenser Erfolg. Übernacht wurde der verachtete Trump ein Nationalheld. Selbst Liberale küssten seine Füße.
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11. April 2017 - Zeit-Fragen, Jürgen Rose:

Schlachtfeld Nahost - Krieg gegen den «Islamischen Staat»

Anmerkungen aus militärtheoretischer und geostrategischer Perspektive
1. Anmerkungen zum widersinnigen ­versus sinngerechten Gebrauch von Militär
    Von Schlieffen - fatale Überbewertung des Militärischen
    Clausewitz - politisches und militärisches Handeln ineinander verwoben
    Geo­strategische und geoökonomische Determinanten ins Kalkül ziehen
2. Der «Islamische Staat» (IS) - Terror­organisation, Quasi-Staat oder Kalifat?
    Kalifatsidee - ein kluger Schachzug
    2003 ein Angriffskrieg von willfährigen Vasallen
    Clinton - «Ein Teil dessen, was wir derzeit bekämpfen, haben wir geschaffen»
    Über die Hälfte der Nusra-Kämpfer liefen zu al-Baghdadi über
    Islamischer Staat nicht nur eine Terrormiliz, sondern ein Herrschaftsverband
    Islamischer Staat ein Völkerrechtssubjekt?
3. Zur Rolle und Funktion des IS im Rahmen der US-Geostrategie
    Rice - «Verbreitung eines kreativen Chaos, um Nahen Osten voranzubringen»
    Islamistische Gruppen unterschiedlichster Couleur instrumentalisiert
    «Blood Borders» - eiskalte, gewaltbasierte, interessengeleitete Analyse
    Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Donald Rumsfeld - Regierungskriminelle
    «ISIS von den "engsten Alliierten" der USA geschaffen»
    Folge - Christen und andere Minderheiten werden abgeschlachtet
    Joe Biden - es gab keine «moderaten» Rebellen
    «Rattenlinie» - Waffen aus Gadaffis Depots nach Syrien
    Verborgene Versorgungslinie zu ISIS
    Geoökonomische Interessen - Verfechter zweier konkurrierender Pipeline-Projekte
    Katar - allein 2013 etwa 3 Milliarden Dollar an islamistische Kampfbrigaden
    Erdogan rechnete mit hohen Transitgebühren
4. Implikationen im Hinblick auf die militärische Bekämpfung des IS
    Joffe: «Saudis und Amerikaner wollen nicht so richtig»
    Gegen den ISIS bräuchte es syrische Bodentruppen
    Pipelines - «Islamischer Staat» wie ein Sperriegel
    Gründe, die «für» den «Islamischen Staat» sprechen
    Es genügt nicht, das Geschehen auf dem Schlachtfeld zu protokollieren
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März 2017 - Blätter für deutsche und internat. Politik, Michael Lüders:

Der Krieg in Syrien und die blinden Flecken des Westens

Kriege werden erzählt, nicht anders als Geschichten. Die jeweiligen Erzählungen bestimmen das Bild in unseren Köpfen, unsere Sicht auf Konflikte. Wir wissen, oder wir glauben zu wissen, wer schuldig ist und wer nicht, wer die Guten sind und wer die Bösen. Im Falle Syriens ist die vorherrschende Sichtweise in etwa diese: Das verbrecherische Assad-Regime führt Krieg gegen das eigene Volk, unterstützt von den nicht minder skrupellosen Machthabern in Moskau und Teheran. Die syrische Opposition, gerne als „gemäßigt“ bezeichnet oder als „das“ syrische Volk schlechthin wahrgenommen, befindet sich in einem verzweifelten Freiheitskampf, dem sich der Westen nicht verschließen kann. Andernfalls stünde seine Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, würde er seine „Werte“ aufgeben, ja verraten. Längst hätten wenigstens die USA militärisch intervenieren sollen, im Namen der Freiheit!
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22. Februar 2017 - der Freitag, Jürgen Todenhöfer:

Eine vermeidbare Tragödie

Syrien-Konflikt Wie aus den demokratischen Protesten ein gnadenloser Krieg werden konnte, in dem jeder gegen jeden kämpft
rgendwann wird die Geschichte des Syrien-Krieges neu geschrieben werden. Und nicht mehr viel mit der heutigen Berichterstattung gemein haben. Das syrische Drama lief in drei Akten ab.
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11. Januar 2017 - der Freitag, Jürgen Todenhöfer:

Der Bumerang des Westens

Mit militärischen Mitteln ist der "Islamische Staat" nicht zu besiegen.
Es gibt einen Weg - aber der erfordert politischen Mut

Die Politik des Westens hat den "Islamischen Staat" (IS) zuletzt militärisch nicht mehr sehr ernst genommen. Schließlich hatte er im Irak wichtige Städte verloren. Die Schlacht um Mosul galt als Schlusskapitel einer doch recht flüchtigen Episode. So schnell, wie der IS am Firmament des Mittleren Ostens aufgetaucht war, schien er unterzugehen. Erneut irrte die westliche Politik. Sie hat den IS bis heute nicht verstanden. Als Staat ist der IS zwar so gut wie tot. Doch als mächtige Terror-Organisation wird er noch lange leben. Unter welchem Namen auch immer. Mit Bombenkriegen und Totalüberwachung der eigenen Bevölkerung werden wir ihn nicht besiegen.
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3. Januar 2017 - Mohhssen Massarrat:

Offener Brief an Navid Kermani anlässlich seiner Kritik an der Friedensbewegung im Deutschlandfunk vom 24.12.2016

Warum ich vor der russischen Botschaft nicht demonstriert habe

Lieber Navid Kermani,

Sie haben mit Ihren wunderbaren Büchern und vor allem Ihren großartigen Reden anlässlich 65 Jahre Grundgesetz im Mai 2014 im deutschen Bundestag und bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels im Oktober 2015 unter Beweis gestellt, dass Sie wie kaum ein anderer Schriftsteller in Deutschland höchst sensibel und feinfühlig zu vielen wichtigen Zeitfragen Stellung beziehen. Durch Ihr Eintreten für Völkerverständigung und interkulturelle Koexistenz sind Sie in Deutschland zu einer moralischen Instanz geworden. Umso befremdlicher empfand ich Ihre Unterstellung im Interview mit dem Deutschlandfunk, die Friedensbewegung habe für Putin Verständnis, weil sie wegen des russischen Kriegseinsatzes in Aleppo nicht vor der russischen Botschaft demonstriert habe. Wie Sie sicherlich wissen, ich gehöre zur Friedensbewegung, und ich habe weder dazu aufgerufen, noch vor der russischen Botschaft gegen Russland demonstriert. Ich will Ihnen auch sagen, warum:

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2016 - Norman Paech:

Die Schlacht um Damaskus - auf den Trümmern des Völkerrechts

  • Eine "unappetitliche Tradition gewaltsamer Interventionen".
  • Die rechtliche Lage in Syrien
  • Bombardierung von Wohnvierteln, wahllose Exekutionen, Folter
  • Welche Einmischung ist erlaubt?
  • Russisch-syrischer Freundschaftsvertrag und türkische Drohungen
  • Kein Recht auf Intervention
  • Das Recht auf kollektive Selbstverteidigung?
  • Der "unwillige und unfähige" Staat - eine neue Doktrin?
  • Ein Mandat des UN-Sicherheitsrats?

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30. Dezember 2016 - Antiimperialistische Koordination, Wilhelm Langthaler:

Pax russiana?

Nach der Rückeroberung Aleppos:
Aussichten des Waffenstillstands und Erdogans Verrat am Jihadismus

Die Rückeroberung Aleppos durch die Assad-Koalition ist ein Wendepunkt im syrischen Bürgerkrieg. Vor allem legt sie das Scheitern der neoosmanischen Ambitionen Erdogans bloß, der sich mit einem wilden Zickzack-Kurs zu retten versucht. Während die russische Militärintervention ein offensichtlicher Erfolg ist, bleibt abzuwarten ob der Waffenstillstand hält und in einen von Moskau diktierten Frieden umgewandelt werden kann.
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2. Dezember 2016 - KONTEXT.TV:

Der Syrien-Komplex: die blockierte Diplomatie

mit  Phyllis Bennis, Institute for Policy Studies, Washington D.C.
Zu dem komplexen Krieg in Syrien gebe es nur eine einzige Alternative: Diplomatie. Doch die werde von den geopolitischen Interessen und Rüstungslobbys, von den USA und Russland blockiert. Der Krieg sei in Wahrheit ein „Killer-Geschäft“. Verhandlungen seien eine Farce, solange Waffen in die Region geliefert und das Land bombardiert würden, sagt Phyllis Bennis. Wer wie Deutschland Waffen an Saudi Arabien liefere, heize den Krieg weiter an. Statt Wirtschaftssanktionen, die nur die Schwachen treffen, müsse es ein Waffenembargo geben. „Die Region ist voll von Waffen, aber es fehlt an Wasser, Elektrizität und Medizin.“
Die USA und ihre Verbündeten seien mitverantwortlich für das Chaos in Syrien. Die amerikanischen Foltergefängnisse im Irak hätten die Terrororganisation IS erst ermöglicht. Viele Menschen in der Region sähen im IS nun das kleinere Übel. Sie seien tief frustriert von den vom Westen eingesetzten und unterstützten Regierungen.
Von Afghanistan bis zur "Befreiung Mossuls" erstrecke sich das blutige Panorama einer gescheiterten US-Außenpolitik. Dass der Westen Menschen „befreie“, sei schlicht eine Lüge. Lange haben die USA z.B. mit Baschar al-Assad bei der Durchführung von Folter kooperiert. Man wisse seit einiger Zeit auch, dass es Verbindungen Saudi-Arabiens zu den Anschlägen von 9/11 gibt. Durch Druck der US-Friedensbewegung stelle der US-Kongress aber inzwischen vermehrt das Verhältnis zur Golfmonarchie in Frage.  Aus dem Land wird auch der IS finanziert.
Die Kriege im Nahen Osten hätten eine "globale Flüchtlingsnation" mit jetzt 65 Millionen Vertriebenen zur Folge, die bei den letzten Olympischen Spielen erstmals mit einem eigenen Team antrat. Dass die USA letztes Jahr nur 10.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen hätten, sei eine „Schande“, so Bennis. Auch in Europa gebe es eine rassistische Gegenreaktion und verschärften Grenzschutz.
Die Sendung gliedert sich in sechs Teile:
1. Der komplizierte Krieg in Syrien, der IS und das Terrorzüchtungsprogramm der USA
2. Chaos in Syrien:
   "Kriegsverbrechen auf allen Seiten" und
    die Aushöhlung der einzigen Alternative Diplomatie
3. Bombardieren, Waffenliefern und Hilfen stoppen:
    Westliche Doppelmoral und humanitäre Katastrophe in Syrien
4. Von Afghanistan bis zur "Befreiung Mossuls":
    Blutiges Panorama der US-Außenpolitik
5. Rücken die USA vom Terror-Finanzier Saudi-Arabien ab?
6. Der blockierte Frieden:
    Kampf gegen Rüstungslobbys, die Flüchtlingskrise und der arabische Aufbruch

24. November 2016 - Hintergrund, Fabian Köhler:

Weiße Helme ohne weiße Westen

Vom Westen finanziert und mit al-Qaida liiert
Hintergründe zu den syrischen Weißhelmen

[ vollständiger Artikel ]

24. Oktober 2016 - RusslandKontrovers, Gabriele Krone-Schmalz:

Syrien und kein Ende  

Es hat keinen Sinn, wenn diejenigen, um die es geht, bei Verhandlungen gar nicht am Tisch sitzen. Zum anderen: es ist den Menschen in Aleppo egal, wer die Bomben schmeißt, Hauptsache, der Beschuss hört auf. Es macht für die Opfer keinen Unterschied, ob sie im Ostteil Aleppos von „russischen“ und „syrischen“ Bomben aus der Luft getroffen werden oder im Westteil von Bodenraketen diverser oppositioneller Kräfte.
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27. September 2016 - NachDenkSeiten, Jens Berger:

Al Qaida-Kommandeur: "Wir kämpfen an der Seite der USA"

Bereits 1916, als die Staatsgrenzen Syriens und seiner Nachbarstaaten gezogen wurden, war die Region ein Spielball der Großmächte. Hundert Jahre später liegt das Land in Trümmern. Jens Wernicke sprach - anlässlich neuer Beweise von vor Ort - mit dem Publizisten und ehemaligen Medienmanager Jürgen Todenhöfer zur Lage in Syrien und der Verantwortung auch und insbesondere des Westens hierfür. Wie zuvor bereits Karin Leukefeld berichtet auch Todenhöfer von einem gezielt betriebenen Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg des Westens gegen Syrien, der zunehmend zum Exitus des syrischen Staates führe, die Bevölkerung in den Hungertod treibe und bereits 11 Millionen Syrer auf die Flucht getrieben hat.
[ vollständiges Interview ]

26. September 2016 - Kölner Stadt-Anzeiger, Jürgen Todenhöfer:

Interview mit Al Nusra-Kommandeur Abu Al Ezz:

"Die Amerikaner stehen auf unserer Seite"

[ Teil 1 ] [ Teil 2 ]

5. September 2016 - Hintergrunde, Karin Leukefeld:

Der Weg nach Aleppo
Aus Syrien berichtet Karin Leukefeld von der Schwierigkeit, die umkämpfte Großstadt gegenwärtig zu erreichen.
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8. August 2016 - junge Welt, Karin Leukefeld:

NATO-Krieg gegen Aleppo
Westliche Staaten unterstützen Islamisten bei Angriff auf syrische Stadt. Bundesrepublik hilft vermutlich mit Aufklärungsdaten
[ vollständiger Artikel ]

27. Februar 2016 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Widersinnige Verschwörung gegen die Regierung Syriens
mit Terror-Banden und Milizen aller Art

Nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland und EU-Staaten, die in einer widersinnigen Verschwörung gegen die Regierung Syriens mit Terror-Banden und Milizen aller Art, auch mit der Türkei, Saudi Arabien und Golfemiraten paktiert haben. Daher der eifrige Versuch der US-Regierung, solche Banden zu beschönigen, als ob sie „moderate Kräfte“, „gemäßigte Rebellen“ und sogar „Opositionelle“ wären. Nichts davon stimmt. Sogar Präsident Obama hat zugegeben, dass die "gemäßigten syrischen Rebellen" wohl nur in der Phantasie existieren. („So kann das Syrien-Problem nicht gelöst werden! Die Wahnvorstellungen Washingtons zu Syrien“ Von Philip Giraldi, The Unz Review, 2.2.2015)

     

  • Dieselbe Maskerade wie bei Genf II im Januar 2014

  • Entwaffnung aller Rebellen in Syrien die Devise

  • Bewaffnete Gruppen und Friedensstörer als Kriminelle zu behandeln

  • Verdeckte Kriegsführung in Syrien gescheitert - Kommt der Westen zur Vernunft?

  • Rolle der Türkei

  • Akt der Aggression gegen einen souveränen Staat

  • Erdogan installiert Turkmenen-Armee

  • Abschuss der russischen Su-24

  • Willensbekundungen aus München

  • Europa stur, unbeweglich und bockig

  • Unterstützung bewaffneter Rebellen widerspricht den Völkerrechtsprinzipien,
    UN-Resolutionen und der Münchner Vereinbarung

  • Haupthindernis für den Frieden in Syrien im Pentagon und in US-NATO

  • Deutschland mit Frechheit und Hochmut,
    über ein souveränes Land bestimmen zu wollen, gescheitert

     

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24. Februar 2016 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Zu Israels Kurs gegen Syrien und Iran Position beziehen
Israel muss deutlich gemacht werden, dass eine militärische Eskalation und die weitere Destabilisierung Syriens gegen die Interessen der gesamten übrigen Welt verstößt. Aber nicht nur den USA ist vornehmlich dies der israelischen Regierung zu verdeutlichen, sondern auch Europa und die ganze Welt muss Position beziehen und sich eindeutig von einer Eskalation am Golf distanzieren. Vor allem gilt es jetzt, aus den verhängnisvollen Sanktionen, die die Bevölkerungen Irans und Syriens hart treffen, auszusteigen. Die EU-Staaten sollten sich nicht weiter dem Common Sense verschließen. Alle törichten Maßnahmen und Schritte, die zur Eskalation führen, sind von allen europäischen Außenministern zurückzuweisen.

     

  • Vernünftige Wende innerhalb der US-Administration

  • Sanktionen keine Alternative zum Krieg, sondern Weg dahin

  • Entschlossen sich mit aggressiven Militaristen konfrontieren

  • Republikanischer Präsident im Weißen Haus eine finstere Perspektive für die Welt

  • US-NATO nichts mit Interessen Deutschlands und Europas zu tun

  • Betrügt die Bundeskanzlerin die Öffentlichkeit?

  • Arabische Liga mit trojanischem Pferd in ihren Reihen

  • Russland unabhängig und souverän
    im Gegensatz zu Deutschland als US-NATO-Protektorat

  • Syriens Souveränität und territoriale Integrität erhalten

  • Jüngste US-Blockade von UN-Resolution
    zur Verurteilung türkischer Angriffe auf Syrien
    Anlass für Misstrauen gegenüber USA

  • Bewaffneten Rebellen als Kriminelle weiter bekämpfen

  • Dramatische Kopflosigkeit bei deutschen Medien

  • Keine Erklärung aus Auswärtigem Amt zu Riad-Besuch Steinmeiers
    und dortigem Waffenschmuggel nach Syrien
    und Finanzierung der Aufständischen

     

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23. Februar 2016 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Erfolg der russischen Diplomatie
Moskau war durch seine aktive Diplomatie mit der jordanischen Regierung seit September 2015 im Gespräch. In einem Interview mit mehreren US-amerikanischen TV-Sendern kritisierte der russische Präsident Wladimir Putin die seit Jahren anhaltende Unterstützung des Westens für die Aufständischen in Syrien als illegal und ineffektiv (27.9.2015). Die "Hilfen" widersprächen den Prinzipien des modernen Völkerrechts und der UN-Charta.
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2. Februar 2016 - TELEPOLIS, Kamal Sido;

Wer kämpft gegen wen im Norden von Aleppo?

Ein kurzer Überblick

Kamal Sido ist Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und in Afrin geboren.

24. November 2015 -meta-info.de:

Wie die NATO den IS schützt:
Geopolitik und eine Pipeline sind wichtiger, als die Moral

Mehr als ein Jahr lang konnten sich die Kämpfer des IS darauf verlassen, dass sie vom Militär der NATO-Länder nichts Ernstes zu befürchten hatten: die amerikanischen Kampfjets flogen nur wenige Einsätze und ihre Bomben trafen meist nicht. Insbesondere unterließen sie es, dem IS die Einnahmequellen abzuschneiden: der Schmuggel und Verkauf von Öl, der dem IS zwischen 300 und 400 Millionen Dollar einbrachte, fand nahezu ungehindert statt; Straßensperren oder Luftangriffe von Seiten der NATO gegen den Ölschmuggel mit Tanklastwagen? Fehlanzeige.
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2. Dezember 2015 - InfoSperber, Helmut Scheben:

Syrien, ein Krieg um Gas und Öl
Der «Bürgerkrieg» in Syrien ist vor allem ein Rohstoffkrieg. Es geht um die Vormacht im globalen Energiemarkt. Die Hintergründe.
Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört. Beide Länder begannen 1989 mit der Förderung.

     

  • Gas aus Katar: Alternative zum russischen Monopol

  • Katar und Saudiarabien: Drahtzieher des Aufstands

  • Türkei: Transitland für Geld, Waffen und «Gotteskrieger»

  • Militärische Destabilisierung von langer Hand geplant

  • Arabischer Frühling als Katalysator für interne Konflikte

  • Schmutzige Propaganda-Schlacht

  • Unabhängige Stimmen finden in Medien kaum Gehör

  • Assad-Gegner verbreiten gezielt Falschinformationen

  • Breite Koalition gegen Assad

  • Obama und die «rote Linie»

  • Giftgas-Einsatz – eine Propagandalüge?

  • Waffen und US-Dollar für Terroristen

  • Die großen Fehler der westlichen Politik

     

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20. November 2015 - meta-info.de:

NATO-Strategie: das syrische Humankapital nach Mitteleuropa absaugen
Stößt das amerikanische Konzept des globalen unkonventionellen Krieges an seine Grenzen?
Mehr und mehr schält sich die Strategie der NATO-Länder bei der Zerstörung Syriens heraus: die Flüchtlingswelle soll offenbar den syrischen Staat dauerhaft schwächen, wenn es schon der Assad-Regierung gelingen sollte zu überleben. Scheitert dies Konzept nun in Anbetracht der Anschläge in Paris?
[ vollständiger Bericht ]

14. Oktober 2015 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Kommentar zu Meldungen über die Lage in Syrien

  • Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 13.10.2015:
    "EU: Moskau soll Angriffe stoppen." DBR;
    Artikel "Russische Komplikation inklusive" und
    Kommentar "Syrien - Das Putin-Dilemma" von Daniel Brössler ;
  • Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 14.10. 2015:
    "Seitdem Moskau Assads Truppen aus der Luft unterstützt,
    nutzen die Rebellen vermehrt amerikanische Raketen" von Paul-Anton Krüger

Den Weg ohne Hindernisse für Frieden in Syrien ebnen

     

  • EU korrupte kaputte Gemeinschaft hinsichtlich Beendigung des Krieges in Syrien

  • Syrien-Angelegenheit eine Strafrechtssache

  • Für Frieden in Syrien Extremisten und die importierten Terroristen loswerden

  • Kein Vertrauen in die USA, Saboteur aller Friedensversuche für Syrien

  • Position Russlands

  • Syrien: Obamas Schweinebucht

  • Keinen direkten Krieg mit Russland riskieren

  • Anti-Terror-Koalition aus Syrien, Russland, Irak und Iran reicht
    - Washington nicht vertrauenswürdig

  • Syrien dabei, seine territoriale Integrität zu sichern

  • Fortschritte der syrischen Armee an Geländegewinn
    und Verdrängung von Rebellen

  • Erfolg Russlands in fünf Tagen,
    was USA nicht in einem Jahr schafften

  • Friedensverhandlungen für Syrien nur auf syrischem Boden

  • EU und Washington in Syrien unerwünscht

  • Krieg in Syrien derzeit größte humanitäre Katastrophe der Welt

  • Mörder sind überall Mörder, wie sie auch heißen mögen

  • In keinem Land der Welt gehören bewaffnete Rebellen zum politischen Prozess

     

[ vollständiger Beitrag ]

8. Oktober 2015 - WOZ, Markus Spörndli:

Stellvertreterkrieg in Syrien:
Jetzt kommt die Zeit der Schutzherren

Die russische Intervention in Syrien hat das Machtgefüge im Nahen Osten weiter zugunsten des Iran verschoben. Droht nun die totale Eskalation?
[ vollständiger Artikel ]

19. September 2015 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Die schlimmen Folgen der deutschen Außenpolitik im Gespann mit den USA, gerade hinsichtlich Syrien, darf nicht das Gesamtbild verdecken und was sich in hiesigen Medien tut, wenn die deutsche Seite oder Europa dabei ist, einen eigenen Weg zu gehen - Anlass zu folgender Stellungnahme zu

  • Kommentar in Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 14.9.2015:
    "Russland und Syrien - Der Zugzwang-Meister" von Julian Hans und
  • SZ-Leitartikel vom 16.9.2015:
    "Jemen - Der vergessene Krieg" von Paul-Anton Krüger
  • SZ-Leitartikel vom 17.9.2015:
    "Syrien-Krieg - Putins Falle" von Hubert Wetzel

Für eine Syrien-Politik
auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit und der Menschlichkeit

     

  • Frischer Wind aus Großbritannien

  • Wechseln zur Entspannung und Normalisierung der internationalen Beziehungen

  • US-Furien von der Leine, denn Deutschland beginnt, erwachsen zu werden

  • Diplomatische Beziehungen mit Syrien wiederherstellen

  • Europa endlich von der US-Irreführung befreien

  • US-Marionette Saudi-Arabien

  • Der Kreml verursacht Unruhe in tonangebenden Kreisen in Washington

  • Vom globalen Unruhe-Stifter Obama gar nichts zu erwarten

  • Konstruktive Rolle des Kreml

  • Dossiers über deutsche Journalisten

  • Medien sollten Waffenexporte in Krisengebiete anprangern

     

[ vollständiger Artikel ]

16. September 2015 - 0815-Info, Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Stellunnahme zum

  • Kommentar in Süddeutsche Zeitung vom 14.9.2015:
    "Russland und Syrien - Der Zugzwang-Meister" von Julian Hans,
  • ARD/ZDF-Mittagsmagazin, Rheinische Post und FAZ.net vom 15.9.2015

Mit Russland für Frieden in Syrien - Washington touché

     

  • Sich der Infamie gegen Syrien widersetzen

  • Washington touché, unsicher

  • Extremer Wahn der USA, aber schon erster UN-Sondervermittler entschlossen aktiv

  • Deutschlands Problem

  • Bundesinnenminister Thomas de Maizière vollkommen zutreffend und selbstsicher

  • Libysches Szenario in Syrien verhindern

  • Extremisten und skrupellose Banditen entschlossen bekämpfen

  • Teheran-Konferenz 2012 aller blockfreien und BRICS-Staaten für Syrien

  • Aus irrsinniger US-Politik sofort aussteigen

  • Flüchtlingstrecks aus Syrien Folge krimineller US-Außenpolitik

  • Wie es jede verantwortungsvolle Regierung tun würde

     

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18. August 2015 - Jürgen Todenhöfer:

Obama ist mitschuld am "islamischen Staat"
Auf Al Jazeera ließ Ex-DIA-Chef Flynn die Bombe platzen: Die US-Führung habe die vom DIA schon 2012 geschilderte Gefahr eines 'islamischen Staats' keineswegs übersehen. Das Erstarken terroristischer Gruppen wie des 'ISI' mit all seinen gefährlichen Folgen sei eine 'vorsätzliche Entscheidung' gewesen- "a willful decision". Die USA haben die Ausrufung des "Islamischen Staats" bewusst in Kauf genommen.

General Michael Flynn stellte sich entschieden hinter eine Analyse des DIA vom August 2012 und wies auf ihre große Bedeutung hin.
[ mehr bei FaceBook ]

Mai 2015 - meta-info.de:

Islamischer Staat sorgt für die Heizung deutscher Wohnungen

Viele betrachten bisher die Entstehung des Islamischen Staates und die Ausbreitung von Terroristen in Syrien und Irak als einen Betriebsunfall. Ein Geheimdienstbericht der USA hat nun aufgedeckt, dass dem nicht so ist. Auch die deutsche Regierung hat ein Interesse daran, dass der Islamische Staat seine Ziele erreicht: es geht um die zukünftige Beheizung deutscher Wohnungen.
[ vollständiger Beitrag ]

29. Mai 2015 - meta-info.de:

US-Geheimdienst:

USA förderten Islamischen Staat für Pipelinetrasse

Nach einem nun freigegebenen Bericht des Geheimdienstes DIA unterstützten die USA das Entstehen des Islamischen Staats mindestens indirekt im Sinn einer geopolitischen Zielsetzung: der Bau einer Pipeline sollte durch die Errichtung eines Staates zwischen Saudi-Arabien und der Türkei ermöglicht werden. Diese Pipeline soll die umfangreichen Erdgasvorräte aus Qatar für den europäischen Markt zugänglich machen um so die Lieferungen von russischem Erdgas nach Europa zu beenden.
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7. November 2014 - Informationsstelle Militarisierung:

Wer finanziert den "Islamischen Staat"?
Hans Leyendecker und Georg Mascolo veröffentlichten gestern in der Süddeutschen Zeitung einen interessanten Hintergrundbericht zu den Einnahmen des „Islamischen Staates“ (IS) aus dem Verkauf von Öl. Kernaussage ist darin, dass diese weit geringer sind als die gängigen Schätzungen zwischen einer und teils sogar drei Milliarden Dollar jährlich.
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10. Oktober 2014 - Christine Buchholz:

Solidarität mit dem Widerstand in Kobane
– Nein zum US-Bombardement

Der Kampf zwischen dem so genannten „Islamischen Staat“ und den kurdischen Volksverteidigungskräften um die Stadt Kobane an der syrisch-türkischen Grenze spitzt sich dramatisch zu. Viele hoffen jetzt auf militärische Hilfe des Westens. Doch US-Luftbombardements werden die Kurden nicht retten.
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09.10.2014: DemocracNow! zum Thema
25.10.2014: Mohssen Massarrat zum Thema


22. September 2014 - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit:

Handlungsempfehlungen an die deutsche Politik
aufgrund der akuten Situation in Kobanê/Ain al-Arab (Rojava/Nordsyrien)

Seit mittlerweile einer Woche greift die dschihadistische Organisation „Islamischer Staat“ (IS, auch als ISIS bekannt) erneut die Stadt Kobanê (Ain al-Arab) in Rojava (Nordsyrien) an. Die Gruppierung spricht von einem finalen Kampf auf das selbstverwaltete Gebiet in Kobanê und hat dementsprechend große Teile ihrer Kampfverbände und ihres militärischen Geräts in die Region mobilisiert. Mit schweren Waffen und Panzern hat sie die Stadt von drei Seiten umstellt und versucht in Richtung Stadtzentrum vorzudringen. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und Frauenverteidigungseinheiten YPJ haben als Vorsichtsmaßnahme dutzende Dörfer um Kobanê geräumt und die Zivilbevölkerung in Sicherheit gebracht. Mit ihren vergleichsweise schwachen militärischen Mitteln versuchen die Kräfte derzeit die Einheiten des IS aufzuhalten und zurückzudrängen.
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3. September 2014 - Wilhelm Langthaler:

Nein zu neuerlichen US-Bomben auf den Mittleren Osten!
Die Völker der Region können mit Diktaturen, Kalifat und Konfessionalismus
nur selbst fertig werden

Abermals fliegen die USA Luftangriffe gegen den Irak und möglicherweise bald auch Syrien. Begründung: den Völkermord durch das Kalifat verhindern. Damit ist Washington die breitestmögliche Unterstützung sicher. Von Israel über die EU, Ägypten, Saudi-Arabien, den Irak (stillschweigend den Iran, Assad und selbst Moskau), alle Kurdenfraktionen einschließlich der PKK bis hin zu den europäischen Linken. Gysi versucht die Gunst der Stunde den antimilitaristischen Konsens zu brechen und fordert Waffenlieferungen an die Kurden. Die deutsche Regierung erfüllt ihm prompt sein Herzensanliegen. Angesichts des islamistischen Gespensts bildet sich eine monströse Querfront.
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19. August 2014 - Analyse & Kritik, Harald Etzbach:

Mord als Mission
Der Aufstieg der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Irak und Syrien

Sie steinigen »EhebrecherInnen«, ermorden Andersgläubige und politische GegnerInnen auf brutalste Weise und gehen mit Vorliebe gegen die BasisaktivistInnen und Organisationen der Opposition vor. Die dschihadistische Terrororganisation Islamischer Staat in Irak und Syrien (ISIS), die sich seit kurzem nur noch Islamischer Staat (IS) nennt, steht für ein absolut atavistisches Verständnis des Islam. Die vermummten Gestalten unter der schwarzen Fahne mit der Schahada (dem islamischen Glaubensbekenntnis) hantieren mit modernen Hightech-Waffen. Sie produzieren professionelle Propagandavideos, und ihre militärischen Kampagnen dokumentieren sie akribisch in einem Report, der nach Art eines Geschäftsberichts die Erfolge der Organisation für mögliche Investoren auflistet.
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5. Juli 2014 - Uri Avnery:

Die Wacht am Jordan
Die Arabische Welt ist im Aufruhr. Syrien und der Irak brechen aus einander. Der tausend Jahre alte Konflikt zwischen den muslimischen Sunniten und den muslimischen Schiiten erreicht einen neuen Höhepunkt. Ein historisches Drama entwickelt sich um uns herum.

Und wie reagiert unsere Regierung darauf?
Benjamin Netanjahu sagt es in knappen Worten. „Wir müssen Israel am Jordan verteidigen, bevor sie Tel Aviv erreichen.“
Einfach, präzise und idiotisch.
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9. April 2014 - junge Welt, Karin Leukefeld:

Die Chemiewaffenlüge
Der US-Journalist Seymour Hersh hat Washingtons Syrien-Politik untersucht

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Unter dem Titel »Die Rote Linie und die Rattenlinie« geht Hersh ausführlich auf die Hintergründe der Politik Washingtons gegenüber Syrien ein und fügt dabei Informationen, die seit 2011 vereinzelt berichtet worden waren, zu einem neuen Bild zusammen. Sichtbar werden deutliche Differenzen zwischen der politischen Führung und den Geheimdiensten der USA, die Rolle der CIA und des britischen MI6 bei der Organisation der »Rattenlinie«, wie die Geheimdienste den Waffenschmuggel an Kampfverbände in Syrien nennen. Das Engagement der Türkei gegen Syrien rückt das Handeln der NATO insgesamt in ein neues Licht.
[ vollständiger Artikel ] [ Artikel von Seymour M. Hersh in Englisch ]

7. April 2014 - junge Welt, Karin Leukefeld:

Flankenschutz aus Ankara
Auf Kriegskurs: Die Regierung Erdogan unterstützt islamistische »Gotteskrieger« bei deren »Beutezug« in Syrien.
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29. Januar 2014 - Grüne Friedensinitiative, Uli Cremer:

Genf-2: Ein Brahimi macht noch keinen Mandela
Die politische und ideologische Gemengelage rund um die Genfer Syrienkonferenz

Das Horrorszenario des taz-Redakteurs Dominic Johnson ist eingetreten: »die berühmte „Internationale Syrienkonferenz“« tagt seit dem 22.1.2014 in Genf: »Erfahrungsgemäß kostet eine solche Strategie des endlosen Palavers viel mehr Menschenleben als jede andere.« (1) Johnson fordert seit Jahren eine umfassende Militärintervention in Syrien. Und diese scheint momentan in weiter Ferne.
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25. November 2013 - Antiimperialische Koordination, Wilh. Langthaler:

Jihadismus am Wendepunkt

Revolutionäre Demokraten Syriens im Mehrfrontenkrieg

Zumindest seit dem Chemiewaffenabkommen vom September 2013 kann die syrische Armee signifikante Erfolge am Schlachtfeld verzeichnen. Wir meinen, dass der Hauptgrund ein politischer ist: Die Dominanz des Jihadismus innerhalb der Aufstandsbewegung macht sich nun massiv bemerkbar. Es kommt zunehmend zu Abstoßungsreaktionen der Basis der Volksbewegung, auf deren Rücken der Jihadismus in einer auch vom Regime mitbetriebenen militaristisch-konfessionalistischen Logik wachsen und die Rebellion usurpieren konnte.

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20. Oktober 2013 - Antiimperialistische Koordination, Wilhelm Langthaler:

„Revolution der Revolution nötig“

Gespräch mit Waseem Haddad(*), einem Aktivisten der syrischen demokratisch-revolutionären Bewegung, über die Genfer Verhandlungen, das Ziel einer Übergangsregierung und die konfessionell-militärische Eskalation.

[ vollständiges Interview ]


(*) Waseem Haddad, Mitte 30, Religionswissenschaftler an der Universität Wien, stammt aus Tartous, Syrien. Er engagiert sich in der demokratischen Opposition, tritt gegen ausländische Intervention und für eine politische Lösung ein, die keinen Verzicht auf die demokratischen Forderungen bedeutet.

5. September 2013 - der Freitag, Lutz Herden:

„Qualifizierte Vermutungen“

Gespräch mit Jan van Aken, ehemaliger UN-Biowaffen-Kontrolleur, über das zu erwartende Ergebnis der UN-Inspektion in Syrien und Chemiewaffen als Zeitbombe im Nahen Osten.

[ vollständiges Interview ]

26. August 2013 - Antiimperialistisches Lager, Alfred Klein:

Unterbrochene Wechselwirkung

Kurdische Selbstbestimmung in Syrien
zwischen Demokratiebewegung und Geopolitik

In den vergangenen Wochen kam es zu den bisher heftigsten militärischen Zusammenstößen zwischen der PKK-nahen kurdisch-syrischen PYD und der bewaffneten Rebellion gegen das Assad-Regime. Der Konflikt ist nicht monokausal, sondern vielschichtig. Doch der wichtigste Grund dafür ist der exklusive Machtanspruch der Jihadisten bzw. deren militärische Dominanz innerhalb der bewaffneten Bewegung.

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2. August 2013 - Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Merkel:

Der Westen ist schuldig

Wie hoch darf der Preis für eine demokratische Revolution sein? In Syrien sind Europa und die Vereinigten Staaten die Brandstifter einer Katastrophe. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Bürgerkrieg.

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1. Juli 2013 - Der Tagesspiegel, Jürgen Todenhöfer:

Woran Syrien wirklich zerbricht

Die USA schlachten das falsche Schwein.

[ vollständige Stellungnahme ]

8. Juni 2013 - Uri Avnery:

Schmetterlinge in Damaskus

Während des Spanischen Bürgerkriegs von 1936 berichtete eine Geschichte über den Tod von 82 Marokkanern, 53 Italienern, 48 Russen, 34 Deutschen, 17 Engländern, 13 Amerikanern und acht Franzosen. Auch ein Spanier.
„Geschieht ihm recht“, kommentierten die Leute in Madrid, „warum mischte er sich da ein?“

Ähnliches könnte jetzt über den Bürgerkrieg in Syrien gesagt werden. Schiiten aus der ganzen muslimischen Welt strömen nach Syrien, um Bashar al-Assads Regime beim Überleben zu helfen, während Sunniten aus vielen Ländern dorthin eilen, um die Rebellen zu unterstützen.

Die Verwicklungen gehen weit über den blutigen syrischen Kampf hinaus. Es ist eine historische Revolution in der ganzen Region, vielleicht sogar mit weltweiter Dimension.

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12. Dezember 2012 - junge Welt, Joachim Guilliard:

Kein Aufruf zum Frieden

»Freiheit braucht Beistand«, heißt es in einem Appell zur Unterstützung des Widerstands in Syrien. Initiatoren setzen weiter auf Umsturz – und damit auf Fortsetzung des Krieges.

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12. Oktober 2012 - Harald Pflueger:

Gaspipeline im Visier der Nato

Kriegserklärungen sind heute nicht mehr üblich. Noch aber braucht man einen Anlass für einen Krieg, so wie die Granate aus Syrien, der 5 Menschen in der Türkei zum Opfer fielen. Ankara hat mit Beschießungen geantwortet, während das Parlament die Regierung Erdogan zu Militäroperationen in Syrien ermächtigt hat: Ein Blankoscheck für einen Krieg, den die Nato bereit ist, einzulösen. Der Nordatlantikrat hat die „aggressiven Handlungen des syrischen Regimes an der südöstlichen Grenze der Nato“ verurteilt und ist bereit, den Artikel 5 in Kraft zu setzen.

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September 2012 - Blätter für deutsche und internationale Politik, Norman Paech:

Die Schlacht um Damaskus: Syrien und das Völkerrecht

  • Die rechtliche Lage innerhalb Syriens
  • Bombardierung von Wohnvierteln, wahllose Exekutionen und Folter
  • Welche - und wessen - Einmischung ist erlaubt?
  • Aufständische ohne völkerrechtliche Anerkennung
  • Russisch-syrischer Freundschaftsvertrag und türkische Drohgebärden
  • Präzedenzfall Irak
  • Kein Recht zur präventiven Selbstverteidigung

[ mehr ] [ Alternativ ]

31. August 2012 - Informationsstelle Mitiltarisierung, Jürgen Wagner:

IMI-Standpunkt 2012/044

Syrische Opposition: Einbahnstraße Krieg

Eine Verhandlungslösung scheint das Letzte zu sein, was der Teil der syrischen Oppositionskräfte, der bestens mit den westlichen Staaten zusammenarbeitet, derzeit anzustreben scheint. Exemplarisch hierfür argumentierte Molham al-Droubi, ein führendes Mitglied der syrischen Muslimbrüder, in der Zeit (25.08.2012), die Einheit des Landes müsse unter allen Umständen gewahrt werden, was zwingend die Absetzung von Staatschef Baschar al-Assad erfordere: „Zu diesem Ziel führen nur zwei Wege: eine Zusammenarbeit mit alawitischen Offizieren, um Baschar al-Assad zum Rücktritt zu zwingen, oder eine Intervention, um ihn militärisch zu besiegen. Gelingt es nicht, Assad auf irgendeine Weise zu bezwingen, ist die Teilung Syriens unvermeidbar.“

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29. August 2012 - junge Welt, Sebastian Carlens:

Syrien, made in Germany

Die »Stiftung Wissenschaft und Politik« plant ein neues Syrien für »den Tag danach« – nach Assads Sturz

Am Ludwigkirchplatz in Berlin-Wilmersdorf, hinter der säulenbewehrten, altpreußischen Fassade des Hauses 3–4, trafen sich seit Januar syrische Oppositionelle.

[ vollständiger Artikel (Online-Abo erfoderlich) ]
[ Auszüge aus Berichten bei ND und jW]

21. August 2012 - Neues Deutschland, Karin Leukefeld:

Libanon - Hinterland des Krieges

Die anhaltenden Kämpfe in Syrien ziehen den Nachbarstaat in Mitleidenschaft

Der Syrien-Konflikt ist nach Einschätzung des neuen Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi seit einiger Zeit in die Phase eines »Bürgerkriegs« eingetreten. Es gehe für ihn nicht darum, »einen Bürgerkrieg zu vermeiden«, vielmehr sei es »erforderlich, den Bürgerkrieg zu beenden«, sagte Brahimi am Sonntag. Dieser Krieg greift immer mehr auf Libanon über.

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10. August 2012 - Phyllis Bennis:

Syrischer Aufstand verwandelt sich in regionale und globale Kriege

Ein geteiltes, balkanisiertes Syrien droht als gefahrvolle Eventualität, wenn selbst der UN-Generalsekretär Ban ki-Moon erklärt, dass der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Weltmächten geworden ist.

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8. August 2012 - Pepe Escobar:

Syriens Pipelineistan-Krieg

Wer die Interessen ergründen will, die in Syrien kollidieren, tut gut daran, sich mit der geopolitischen Bedeutung Syriens für das eurasische Energie-Schachbrett zu beschäftigen. Letztlich ist Syrien ein Hauptverkehrsknotenpunkt zukünftiger Öl- und Gaspipelines. Zielmarkt: Europa.
[ Übersetzung von Lars Schall ] [ Das englische Original bei Al-Jazeera ]

6. August 2012 - Informationsstelle Militarisierung, Jürgen Wagner:

IMI-Studie 2012/12:

Imperialer Neoliberalismus:
Syrien und die Europäische Nachbarschaftspolitik

Für einigen Wirbel – und berechtigte Empörung – sorgte Ende Mai 2012 die Meldung, die westlichen Vorbereitungen für einen marktliberalen Umbau Syriens nach dem Sturz des Präsidenten Baschar al-Assad seien bereits auf Hochtouren angelaufen, wobei Deutschland eine Führungsrolle einnehme. Überraschen kann dies allerdings kaum: Schließlich bewegen sich die westlichen Staaten hier auf bekannten und bereits ausgetretenen Pfaden: Seit vielen Jahren hat die Europäische Union im Rahmen ihrer Nachbarschaftspolitik die Agenda des bereits unter Assad begonnenen Liberalisierungskurses maßgeblich mitbestimmt und dessen Umsetzung mittels Fördergelder und Implementierungsprojekten massiv unterstützt. Wie sich nun jedoch abzeichnet, soll der neoliberale Umbau des Landes künftig nicht nur ungebrochen fortgesetzt, sondern womöglich sogar beschleunigt werden.

[ mehr ] [ vollständige IMI-Studie 2012/12 ]

30. Juli 2012 - Der Freitag, Lutz Herden:

Der Fall Syrien 

[ Zehn Thesen zu Bürgerkrieg und Konfliktdiplomatie ]

24. Juli 2012 - Frankfurter Allgemeine Zeitung, Hans-Christof Kraus:

Und ihr denkt, es geht um einen Diktator

Die Reaktionen auf den Syrien-Konflikt offenbaren die geopolitische Ahnungslosigkeit mancher deutscher Kommentatoren: Zehn Minuten Nachhilfe aus gegebenem Anlass können nicht schaden.

[ vollständiger Artikel ]

Juni 2012 - Weltnetz.TV interviewt Karin Leukefeld:

Zur Lage in Syrien

weltnetz.TV sprach mit der freien Journalistin und Nah-Ost-Korrespondentin Karin Leukefeld über Syriens politische Opposition, die bewaffneten Rebellen und die Fortführung eines "Krieges niedriger Intensität"

Trotz des Waffenstillstandes, der durch die Vereinten Nationen im April vermittelt worden war, hat sich die Lage in Syrien militärisch zugespitzt. Am Wochenende setzten die UNO-Beobachter ihre Mission angesichts der eskalierenden Gewalt aus. Steht Syrien nun unmittelbar vor einer militärischen Intervention des Auslands?

[ Video-Aufzeichnung des Interviews (ca. 13 Minuten) ]

13. Juni 2012 - Süddeutsche Zeitung, Rudolph Chimelli:

Gewalt in Syrien:

Krieg der Geister-Milizen

Sie sind als "Geister" bekannt und gefürchtet: Etwa 6000 Schahiba-Milizen morden und plündern im Auftrag des syrischen Regimes. Doch auch Oppositionsgruppen agieren inzwischen offenbar immer rücksichtsloser. Die Überlebenden von Massakern schweigen - die Aufklärung der Verbrechen ist kaum möglich.

[ vollständiger Artikel ( Teil 1Teil 2 ) ]

Mai 2012 - Ossietzky, Hans Springstein:

Deutsche Aasgeier über Syrien

In Berlin traf sich am 4. September im Auswärtigen Amt die »Arbeitsgruppe Wirtschaftlicher Wiederaufbau und Entwicklung Syriens«. Die Aasgeier, die am Werderschen Markt über der noch nicht erlegten Beute Syrien kreisten, kamen aus mehr als 60 Staaten und zählten sich zu den selbsternannten »Freunden des syrischen Volkes«. »Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate teilen sich den Vorsitz dieses zentralen Forums der internationalen Koordination zum Wiederaufbau Syriens«, hieß es in der Mitteilung des Auswärtigen Amtes, die auch verkündete, daß Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Veranstaltung eröffnete.

[ vollständiger Artikel ]

5. April 2012 - Informationsstelle Militarisierung:

IMI-Standpunkt 2012/021 - in: AUSDRUCK (Juni 2012) 

Bürgerkriegspatenschaft?

"Adopt a Revolution" muss zur Gewaltfrage Farbe bekennen

[ vollständige IMI-Stellungnahme ] [ Entgegnung ] [ AG Friedensforschung ]

18. März 2012 - Der Tagesspiegel, Andrea Nüsse:

Das vergessene Erbe

Vor 50 Jahren endete der Algerienkrieg, der eine halbe Million Tote hinterließ. Die Folgen des französischen Kolonialismus sind bis heute zu spüren – auch in Syrien.

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Februar 2012 - Ossietzky, Hans Springstein:

Regimewechsel statt Freiheit

Freiheit – um dieses hehre Ziel geht es angeblich auch bei den Ereignissen in Syrien, wie überhaupt beim »Arabischen Frühling«. Es handle sich um einen Aufstand des syrischen Volkes gegen den Despoten Baschar al-Assad und sein Regime, wird uns täglich massenmedial erklärt. Der Diktator unterdrücke sein Volk und schlachte es derzeit ab, wird behauptet. Dabei wollten die Menschen in Damaskus, Aleppo, Homs und Idlib doch nur Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Und die westlichen Staaten möchten ihnen angeblich nur helfen, das zu erreichen.

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13. Mai 2011 - Le Monde diplomatique, Patrick Seale:

Syrien, der große Irrtum

Das Assad-Regime legitimierte sich über seine Außenpolitik und war blind für die inneren Konflikte

Noch Ende Januar glaubte der syrische Präsident Baschar al-Assad, dass sein Land nicht von der Welle der Veränderung ergriffen würde, die über die anderen arabischen Staaten hinwegrollte. In einem Interview mit dem Wall Street Journal vom 31. Januar reagierte er auf die Frage, ob die Lage in Syrien mit der in Ägypten zu vergleichen sei, mit der Gegenfrage: "Warum ist Syrien stabil, obwohl unsere Situation noch schwieriger ist? Ägypten wurde von den USA finanziell unterstützt, wir dagegen werden von den meisten Ländern der Welt boykottiert. Und dennoch unternimmt unser Volk keinen Aufstand. Um was es geht, sind nicht nur Bedürfnisse nach Reformen. Es geht um ideologische Fragen, um Überzeugungen, um die Sache, die man vertritt. Es ist eben ein Unterschied, ob es um eine Sache geht oder ob da ein Vakuum ist."

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2. Mai 2005 - TELEPOLIS, Peter Mühlbauer:

Konstruktion eines Staates

Wie Syrien entstand

Noch während des Ersten Weltkrieges einigten sich Frankreich und England auf eine Aufteilung des an der Seite Deutschlands und Österreichs kämpfenden Osmanenreiches: Dem nach zwei Diplomaten benannten Sykes-Picot-Geheimabkommen zufolge sollte die englische Kontroll- und Einflusssphäre die Gebiete von Transjordanien bis ins Zweistromland und die französische die Levante und Südostanatolien bis nach Mossul umfassen. Für Palästina war mit Ausnahme des von den Briten beanspruchten Gebiets um die Hafenstadt Haifa eine internationale Verwaltung vorgesehen.

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