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Radio attac , März 2020 Frieden, Finanzmärkte, Corona, Gremliza

"Ja, mach nur einen Plan!" spottete Bert Brecht in seiner Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens. Hier der Plan für die März-2020-radio-attac-Sendung in Form der Pressemitteilung. Darunter dann der reale Ablauf - na ja doch eine gewisse Ähnlichkeit ;-)

******* Pressemitteilung 19.3.2020 *******

Radio attac: Frieden, Finanzmärkte, Corona, Gremliza

Die Radio attac-Sendung am Sonntag, 22.3., 14 bis 16 Uhr, beschäftigt sich zunächst mit den Themen, zu denen jetzt große Aktivitäten der Friedensbewegung anstünden. So die Ostermärsche für Frieden, Abrüstung und internationale Verständigung, die Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt am A-Waffen-Lagerort Büchel, diejenigen gegen die NATO-Manöver Defender 2020 hin zu und an der Grenze Russlands und jene gegen den Drohnenterror an der Airbase Ramstein, dem Ort, von dem aus die Drohnenmorde koordiniert und gesteuert werden. Auch wenn die Aktivitäten in der real-analogen Welt der Ausbreitung des Corona-Virus zum Opfer fallen, ist Aufklärung über die friedensgefährdenden Ursachen der Aktivitäten notwendig und per Ätherwellen und Internet auch möglich.

 Was das Coronavirus SARS-CoV-2 über die Gesundheitspolitik in verschiedenen Ländern aufzeigt und ob die momentanen Krise in Realwirtschaft und Finanzmärkten tatsächlich durch die Virenverbreitung und die Gegenmaßnahmen hervorgerufen oder nur verschärft wurde, debattieren wir im zweiten Teil der Sendung.

Ein weiteres Mal zu Wort kommt bei Radio attac der im Dezember verstorbene  Hermann L. Gremliza, Herausgeber und Kolumnist der Monatszeitschrift „konkret“. Des „brillianten  Kolumnisten mit messerscharfen Verstand“ (Süddeutsche Zeitung) gedenken wir durch Lesungen aus seinem suhrkamp-Band „Haupt- und Nebensätze“.

Was Poesie und Musik betrifft stellen wir die anlässlich des 250-ten Geburtstags von Friedrich Hölderlin erschienene neue CD der Gruppe Grenzgänger vor und stellen ihr Hölderlin-Interpretationen von Oliver Steller zur Seite.

Radio attac sendet auf Radio Rüsselsheim, UKW 90,9 und  www.radio-r.de .
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Und so lief es ab:

Der Start mit klassischer Musik, diesmal mit zwei von 36 Variationen aus Frederic Rzewskis (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/musik-gegen-kapitalismus-der-pianist-frederic-rzewski-15921434.html) "The People United Will Never Be Defeated", gespielt von Igor Levit: https://www.youtube.com/watch?v=5-UGSjBUusI  &  https://www.youtube.com/watch?v=0iVdR2rtD90

Zu den durch "Corona" auf den Straßen und Plätzen ausgebremsten Aktivitäten der Friedensbewegungwaren war zu hören:
a) die Ostermarsch-Anzeige (https://www.friedenskooperative.de/zeitungsanzeige-ostermarsch-2020)

b) zum Protest gegen die Atomwaffen in Büchel und der Forderung nach Beitritt Deutschlands zum Atomwaffen-Verbotsvertrag der Artikel aus dem Friedensforum 02/2020

c) zur Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" gegen den Drohnen-Terror

Hier alle Texte aus der aktuellen Friedensforums-Ausgabe

Dazwischen waren Guns N Roses mit "I don't need your civil war" zu hören.

Und als historischer Kommentar zum Vorrücken der NATO an die russische Grenze auch mit dem Großmanöver "Defender 2020" (inzwischen wegen Corona abgebrochen) das "Deutsche Miserere" on Brecht/Eisler. interpretiert von Carmen-Maja Antoni.

Zum 250. Geburtstags Friedrich Hölderlins leiteten zwei Texte aus unterschiedlich positionierten Zeitungen über. Aus der uz - Unsere Zeit (Zeitung der DKP) der Artikel "Unlebbares Leben. Kein Ort. Nirgends. - Hölderin, ein Leben voller enttäuschter Erwartungen" von Herbert Becker und aus der FAZ Joachim Hiebers Text "Als wär's ein erstes Mal"

Zu Eislers Anmerkungen zu seiner Arbeit an der Vertonung (von Fragmenten) von Hölderlins "Der Gang aufs Land" ("Komm ins Offene, Freund! ... hier der volle Text) die Interpretation durch den Bariton Günter Leib (von der gleichen CD aus dem 4-er Pack "Eisler - Dokumente".
Aus den sechs "Hölderlin-Fragmenten" von Hanns Eisler spielte ich dann als Nachklang zum Thema Friedensbewegung "Frieden". Alle sechs Fragmente in der Interpretation der Sopranistein Roswita Trexler dort.
Eine ganz andere Art der Interpretation stammt von Oliver Steller und seiner CD "Hölderlin - Echo des Himmels", seine Präsentation der CD beginnt mit dem Ausschnitt von "Frieden". Ergänzt in der Sendung durch die Analyse "Wie der Westen die Welt aufrüstet" von Fred Schmid

Zum Zusammenhang von Corona und Ökonomie startete ich mit mit der Quartalslüge „Das Corona-Virus löst eine weltweite Wirtschaftskrise aus“ aus der aktuellen LP21-Ausgabe

Von Werner Rügemer (wiss. Beirat von Attac) gab es dann Ausschnitte aus seinem Text "Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde"

Und von Verena Kreilinger und  Christian Zeller (wiss. Beirat von Attac) Ausschnitte aus deren Darstellung der Corona-Pandemie, der politischen Reaktionen und der notwendigen Konsequenzen .
Musikalisch war dies die global-lokale Jazz-Phase.
Von Billie Holiday war der Song "Strange Fruit" zu hören. Und dazu Informationen zur politisch brisanten Geschichte des Songs (über die Lynchmorde im Süden der USA) und der politisch motivierten Verfolgung von Billie Holiday.

Von den am Rüsselsheimer Kant-Gymnasium und seiner IKS Bigband mit dem Jazz in engere Berührung gekommenen Musiker*innen waren zu hören:

Kira Linn mit ihrem Lintett und "Flow"
Matthias Vogt mit "Our favorite summer"
Stephan Völker mit "Am Morgen im Ostpark" von seiner CD "Bruders große Reise".

Von Hermann L. Gremliza las ich dann seine Kolumne "Der real existierende Asozialismus" von 2010 über Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" und über Reaktionen darauf.

Mit Bob Dylans besten Wünschen in "Forever young", interpretiert von Annette Krug endete die Sendung.

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In der nächsten Sendung am 19. April zwei "musikalische" Telefoninterviews. Eines mit Stephan Völker zu ihm, seinem Leben in Zeiten von Corona, seinen Projekten, zur (Jazz-)Musikszene in Rüsselsheim und drummerum und zur Rüsselsheimer Kulturpolitik. Das andere mit Michael Zachcial, "Kopf" der Gruppe "Die Grenzgänger" zu ihm, seinem und der anderen Grenzgänger Leben in Zeiten von Corona, zu ihren Projekten, insbesondere zur gerade veröffentlichten Hölderlin-CD, aber auch - 100 Jahre nach den Geschehnissen - zur CD "Keine Bange Leschinsky" über den Kapp-Putsch und die Rote-Ruhr-Armee.
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radio attac Dezember 2019: "Poesie&Musik&Politik"

******* Pressemitteilung 13.12.2019 ******

Radio attac: Poesie & Musik & Politik
Bei der Radio attac-Sendung am Sonntag, 15.12., 14 bis 16 Uhr, ist Thomas Adamczak, ehemals Lehrer an der Gustav-Heinemann-Schule, zu Gast.  Er hat am 21. November in der Rüsselsheimer  Festung zum vierten Mal einen Lyrikabend gestaltet, dieses Mal zu „Heimat und Fremde“. Für alle die diesen eindrucksvollen Abend verpasst haben oder die Eindrücke vertiefen wollen, gibt es in der Sendung eine Auswahl seiner Gedichtauswahl, ergänzt um vertonte Lyrik und Informationen zur Situation der jeweiligen Autor*innen.

Informationen von den aktuellen Rüsselsheimer attac-Treffen zum Thema Geld und Finanzmärkte, zu Klima und Fridays for Future und zum bundesweiten Friedensratschlag am 7./8. Dezember in Kassel ergänzen den Sendungsinhalt.
Radio attac sendet auf Radio Rüsselsheim, UKW 90,9 und www.radio-r.de
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Das Ergebnis in drei Teilen:

radio attac Juni 2019 radio attac 06/2019 f4f und EU

Zwei Tage nach der ersten Rüsselsheimer fridays for future Kundgebung mit bis zu 400 Teilnehmer*innen auf dem Marktplatz waren mit Merve, Simon und Niklas drei der Initiator*innen aus dem Stadtschülerrat zum Gespräch in der radio attac Sendung am 16. Juni. Hier die mp3-Datei des Gesprächsteils der Sendung.

Der zweite Teil zum Thema EU-Parlamentswahlen folgt bald (die Musikstücke müssen wg. GEMA noch rausgelöscht werden).

Dezember 2018

Interview mit Prof. Dr. Gerhard Trabert:

Einleitung

Indien

Südsee

Ambulanz

Global

Regional

Gesamtinterview

Juli 2018

Material zum Thema Flucht/Asyl

Ausschnitt der Radiosendung mit "Eins nur will ich, Gott", Henry-Martin Klemts Nachdichtung von Leon Giecos "Sólo le pido a Dios"

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Juni 2018

******* Pressemitteilung *******

Radio attac: November 1918 – Der verpasste Frühling der Demokratie?

Radio attac am Sonntag, 24.6., 14 – 16 Uhr, beschäftigt sich zunächst mit Geschehnissen von vor hundert Jahren. Im Juni 1918 tobte noch der erste Weltkrieg, die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts".  Die Oberste Heeresleitung meldete noch Erfolg auf Erfolg in Belgien, Frankreich und Italien.
Doch fünf Monate später war, nachdem bereits 1917 die russischen Revolutionäre für ihr Land den Weltkrieg beendet hatten, es auch in Deutschland soweit. Die deutsche Novemberrevolution führte zum Ende des Krieges und zum Übergang vom Kaiserreich zur Republik. Mit dem Historiker Ralf Hoffrogge unterhalten wir uns über Ursachen, Akteure, Erfolge und Misserfolge im Revolutionsverlauf.  Und fragen, ob die vor 100 Jahren entwickelten Ziele und Vorstellungen heute noch eine Bedeutung haben? Ralf Hoffrogge hat sich durch Buchveröffentlichungen wie die  Biografien von Richard Müller ("Der Mann hinter der Novemberrevolution") und Werner Scholem ("A Jewish Communist in Weimar Germany") sowie einen "Abriss der Ideen zur Wirtschaftsdemokratie in der deutschen Arbeiterbewegung" profiliert.
Radio attac sendet auf Radio Rüsselsheim, UKW 90,9, Kabel 99,85, Web www.radio-r.de.

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Und hier die Sendungsinhalte:

Gespräch/1: Biografisches von Ralf Hoffrogge

Gespräch/2: Arbeiterbewegung bis 1914,Karl Kraus zum "Alldeutschen" im Krieg und Analogien zu heute, SPD vor/um/nach 1914

Gespräch/3: Wer waren die (revolutionären) Obleute, Nov. 1918: Kiel, Berlin, Obleute, Spartakus

Gespräch/4: 1919/20 Zweite Revolution (?), Richard Müller, Wirtschaftsdemokratie, warum Faschismus?

Gespräch/5: 1945ff Großbritannien und Deutschland, nochmal ein Blick auf heute, Hinweis Veranstaltung 25. Oktober mit Joachim Käppner.

Anmerkungen und Texte zum Thema Geflüchtete/Asyl und Hinweise auf Aktivitäten der Friedensbewegung

Hier die Broschüre von Pro Asyl zum "Tag des Flüchtlings" aus der ich in der Sendung einen kurzen Textausschnitt zitierte.

März 2018 ("Konservative Revolution" III: Heidegger + Schmitt)

Februar 2018 ("Konservative Revolution" II: Wagner, Flex, Stadtler, Moeller, Jünger ...)