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14. Dezember 2009 - Die Nachdenkseiten:

Die Bundesregierung bedroht unsere Sicherheit.

Begleitet von einer Kette von Unwahrheiten und Ungereimtheiten

In Sachen Afghanistan und speziell im Fall Tanklaster Kundus werden wir seit langem in die Irre geführt. Die bei uns Verantwortlichen schaffen quasi täglich neue Feinde und erhöhen so die Gefahr von Terror auch hierzulande. Der Deutschlandfunk brachte gestern eine ziemlich umfassende Analyse.

[ Unwahrheiten und Ungereimtheiten in Stichworten ]

[ DLF: Analyse von Christoph Burgmer ]

9. Dezember 2009 - Luz Maria de Stefano de Lenkait:

"Presse Club" und "Anne Wil" am Sonntag 6.12.2009.- Afghanistan

Kommentar in Süddeutsche Zeitung:

„Ablasshandel fürs schlechte Gewissen“ von Stefan Kornelius - 9.12.2009

Massaker kein Informationsdesaster, sondern Verbrechen!

Der ARD-Moderator der Sendung Presse Club vom 6.12.2009 reagierte nicht, als der Journalist Andreas Zumach das Massaker am Kundus in Afghanistan am vergangenen 4.9.2009 als „Fehler“ bezeichnete. Journalisten, vor allem Moderatoren in politischen Foren, sollten sich besser vorbereiten und sich über strafrechtliche Grundsätze informiert zeigen, anstatt schockierenderweise Massenmord an mehr als 140 Afghanen als „Fehler“ nennen zu lassen. In Deutschland gibt es ein Strafgesetzbuch wie in allen zivilisierten Ländern. Darin ist Mord kein Fehler, sondern ein Straftatbestand. Im Kundus fand am 4.9.2009 ein Massaker statt, also Massenmord. Das ist nicht zu vertuschen. In der vorgeblichen freiheitlichen deutschen Demokratie hat die Öffentlichkeit ein Recht, die Wahrheit zu kennen, auch wenn die amtierenden Verantwortlichen und die kriegsbefürwortenden Parteien sie lieber unter den Teppich gekehrt sehen wollen. Als ein Zuhörer bei „Presse-Club nachgefragt“ anschließend anmerkte, wie die zwei Weltkriege durch Lügen und Falschheit der deutschen Bevölkerung verkauft wurden, unterbrach ihn der Presse-Club-Moderator und ließ die berechtigte Anmerkung über die heutigen Lügen und Vertuschungen im Afghanistan-Krieg fallen.

[ vollständiger Beitrag ]

4. Dezember 2009 - B. Volhard:

LeserInnenbrief an die Heute- und Tagesschau-Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren von der Heute-Redaktion und der 
Tagesschau-Redaktion,

ich wundere mich sehr über Ihre Berichterstattung über den  Militärschlag in Kundus. So zu tun, als könne man erst heute und nach  der Erklärung des Verteidigungsministers wissen, ob diese  Entscheidung "militärisch angemessen" war oder nicht, klingt sehr  nach "embedded journalism". Sie reduzieren das Problem darauf, wer  wann was gewusst hat – in der Regierung. Dass auch Sie etwas hätten  wissen können, jedenfalls bei ordentlicher Recherche, entgeht Ihnen  offenbar völlig. Oder haben sie es gewusst und haben es unterdrückt? 
Dann allerdings könnten wir in Zukunft auf Ihre Berichterstattung verzichten.

LeserInnen des Tagesspiegel oder des Freitag wussten jedenfalls schon  seit September, dass dieser Bombenanschlag militärisch unangemessen  war, schon, weil die Hauptbegründung dafür, nämlich dass die  Tanklaster für Selbstmordanschläge genutzt werden könnten, in dem Augenblick hinfällig war, als die Laster in jener Sandbank  feststeckten. Da die Taliban, was die Bundeswehr selbstverständlich  auch wusste, gar nicht das schwere Bergungsgerät haben, das die  Tanklaster wieder flott gemacht hätte, waren diese für sie praktisch  nutzlos geworden. Gut möglich, dass sie sie daher sogar einfach haben  liegen lassen, dass also von den Bomben nur und ausschließlich  unbeteiligte Menschen getötet wurden, die sich nur ein wenig Benzin  abzapfen wollten.

   Artikel im Tagesspiegel
   Artikel im Freitag

Beide Artikel sind von Jürgen Rose, einem Oberstleutnant der  Bundeswehr, der genügend Fachkenntnis haben dürfte, die militärische  Angemessenheit des Anschlags zu beurteilen. Ich erwarte zwar nicht,  dass die beiden Verteidigungsminister das gelesen haben, von Ihnen  aber erwarte ich das schon. Ich hätte sogar erwartet, dass Sie  Oberstleutnant Rose und andere kritische Bundeswehrangehörige  interviewt hätten.

Ihre Aufgabe als der vierten Gewalt im Staat wäre es gewesen, durch  eine kritische – und z.B. durch solche Interviews unterfütterte – Berichterstattung die Regierung zu zwingen, viel früher Farbe zu  bekennen. Ich frage mich, inwieweit wir BürgerInnen in Zukunft Ihrer Berichterstattung noch trauen können.

B. Volhard

23. Mai 2009 - meta-info.de:

Pipelinistan - die wahren Ziele der NATO am Hindukusch (2)

Zu den geostrategischen Implikationen, die die NATO zu einer dauerhaften Praesenz am Hindukusch veranlassen, hier der zweite Teil der Analyse der vorliegenden Dynamik und Kraefteverhaeltnisse in "Pipelinistan". Noam Chomsky erklaerte zum Verhalten der USA die energiereichen Regionen der Erde betreffend: "The issue is not acces, but rather control" und zitiert aus einem Resume des US-Außenministeriums zu dieser Frage "a stupendous source of strategic power" and "one of the greatest material prizes in world history."  - man erkannte hier eine ueberwaeltigende Quelle strategischer Macht.

[ vollständiger Beitrag ] [ Teil 1 ]

14. Mai 2009 - meta-info.de:

Pipelinistan - die wahren Ziele der NATO am Hindukusch

Mit großer Verschwiegenheit behandeln Medien und Politiker in der Regel die wirklichen Ziele der NATO am Hindukusch und verbergen diese sorgsam hinter einer Fassade an angeblich humanitärer Motivation zugunsten afghanischer Frauen usw., während die militärischen Aktivitäaten das Elend der Zivilbevölkerung tagtäglich vergrößern.

[ vollständiger Beitrag ] [ Teil 2 ]

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