31. Januar 2012 - meta-info.de:
Will Sarkozy seinen Abtritt durch einen Angriff auf den Iran verhindern?
Wer mit den Hintergründen des Aufstiegs Sarkozys einigermassen vertraut ist, dem ist auch bekannt, dass dieser ermöglicht wurde durch enge Kontakte zu den Konzernchefs der Rüstungsindustrie, die die französischen Medien in ihrem Besitz halten. Unter Sarkozy erfolgte mit dem Libyenkrieg der erste signifikante Militäreinsatz seit dem Golfkrieg vor zwei Jahrzehnten. Und aktuell nun war es Sarkozy, der den Beschluß zum Ölembargo der EU gegenüber dem Iran forcierte, ein Schritt, der bereits als Kriegsakt zu werten ist.
5. Juni 2011 - Luz Maria de Stefano de Lenkait:
Die Kriegsbefürworter in deutschen Medien fordern zur Parteinahme für die UNO-Charta, für den freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat und zu strafrechtlichen Maßnahmen heraus, so wie es jetzt in Frankreich zu beobachten ist mit gut begründeter öffentlicher Kritik an Sarkozy seitens des ehemaligen Außenministers Dominique de Villepin und von rechtlichem Schritten des ehemaligen Außenministers Roland Dumas und seinen Leuten gegen Sarkozy - Anlass für folgende Stellungnahme zu
Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 31.5.2011:
„Im Schatten der Rebellion“ von Arno Perras,
SZ-Kommentar: „Ein Volk, das sich lieber heraushält“ von Daniel Brössler
Das Allgemeinwohl des Friedens wahren,
Krieg gesetzlich verbannen und als Verbrechen ahnden
Was Überzeugungskraft verdient, hat das Königliche Institut für auswärtige Angelegenheiten präzis und schön pragmatisch vor langer Zeit erklärt. Der britische Außenminister Douglas Hurd trug dem Königlichen Institut für auswärtige Angelegenheiten in London einige vernünftige Grundsatzlinien zur Weltpolitik vor: Gewiss existiere im Westen ein Interesse an einer friedvolleren Welt, „aber wir können nicht überall sein und können nicht alles tun.“ Alle Länder stießen da auf Grenzen, was dann auch dem Handeln der Vereinten Nationen Schranken setze. Die Vereinten Nationen seien weit davon entfernt, eine „imperiale Rolle“ spielen zu können. „Wo wir handeln, muss unser Handeln verhältnismäßig sein“. In jedem Fall wäre es besser, früh mit Überzeugungsarbeit und friedlichem Druck einzuschreiten „bevor eine Krise ausbricht und bevor das Massentöten beginnt.“ „Wo aber die tragischen Konflikte doch entbrennen und sich die Rufe nach internationalem Eingreifen mehren, werden wir wahrscheinlich öfter nein sagen müssen als ja.“ (Die Zeit, 5.2.1993).




