April 2012 - Blätter für deutsche und internationale Politik:
Ratlos am Hindukusch
Thomas Ruttig
Die Hiobsbotschaften aus Afghanistan reißen nicht ab: Mitte März ermordete ein Angehöriger der US-Special Forces in der Provinz Kandahar im Süden des Landes wahllos 16 Zivilisten, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder. Bereits drei Wochen vorher hatte die Verbrennung zuvor von Gefangenen genutzter religiöser Bücher, darunter mehrerer Koran-Exemplare, in Bagram, dem wichtigsten US-Stützpunkt in Afghanistan, den Volkszorn entfacht.
20. August 2011 - Kontext.TV:
Afghanistan - ein notwendiger Krieg? | |
![]() | Eine sehenswerte Sendung des unabhängigen Nachrichtenmagazins Kontext TV. Mit Marc Thörner, Malalai Joya, Niels Annen, Norman Paech und Phyllis Bennis |
Fast zehn Jahre dauert der Krieg in Afghanistan. Zehntausende Afghanen sind getötet worden, die humanitäre Situation verschlechtert sich zusehends. Auch die Zahl von Kriegsverbrechen in Afghanistan durch US- und NATO-Truppen nimmt zu. Gleichzeitig kooperiert die Bundeswehr mit Warlords, Milizen und einer korrupten Zentralregierung, der Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft rückt in immer weitere Ferne. Die Macher von Kontext TV ziehen in dieser Sendung Bilanz: Ist der Afghanistankrieg glaubwürdig begründet? Was sind die strategischen Ziele der USA und NATO in der Region? Und wie sehen die Afghanen selbst die Besatzung? | |
28. September 2010 - metainfo-hh:
Aufschlussreiche Erklärungen auf die Frage, wer über Afghanistan verfügt, wurden aktuell mit dem jüngst veröffentlichten Buch von Bob Woodward gegeben. Auf den Punkt gebracht werden die Informationen, die dem Leser dabei zuteil werden, durch Pepe Escobar, Kolumnist bei der Asia Times. Gleichzeitig tritt er auf als Spielverderber für das allgemein beliebte Rätselraten darüber, welchen Zweck eigentlich die Präsenz der NATO in Afghanistan habe, verfolgen könne oder solle, nachdem alle offiziell genannten Gründe für praktisch jeden erkennbar nicht tragfähig sind: er gibt plausible Antworten.
14. Juni 2010 - Alltag und Krieg:
Große Bodenschatzvorkommen in Afghanistan
In Afghanistans Boden sollen Bodenschätze im Wert von Hunderten Milliarden Dollar ruhen. Besonders Lithium ist für die Computerindustrie interessant. Es ist ein Hoffnungsschimmer für das bitterarme Krisenland, doch zugleich könnte es der Auftakt für neue Konflikte sein.
14. Juni 2010 - metainfo-hh:
Und der Krieg lohnt sich doch
Nach aktuell veröffentlichten Meldungen gibt es neue, schlagende Argumente für den Afghanistankrieg, dessen Sinn vom Publikum mehr und mehr infrage gestellt wird, und selbst Pentagonchef Gates und der Oberkommandierende McChrstal einräumen mussten, dass eine erfolgversprechende Wendung des Kriegs nicht in Sicht ist: nach Erkenntnissen, die nun vom Pentagon veröffentlicht wurden, verfügt Afghanistan über umfangreiche Bodenschätze; insbesondere sei es als "Saudi-Arabien des Lithiums" anzusehen, wie General Petraeus erklärte.
25. Mai 2010 - The Guardian, Daniella Peled:
Afghanen glauben, die USA finanzieren die Taliban
Intellektuelle und respektable afghanische Fachleute sind davon überzeugt, der Westen will die Verlängerung des Konfliktes, um Einfluss in der Region zu behalten. Es ist die gemeinsame Überzeugung der Afghanen, dass der Westen nicht die Absicht zur Beendigung des Konflikts in Afghanistan hat. Es ist nahezu unmöglich, jemanden in Afghanistan zu finden, der nicht glaubt, die USA finanzieren die Taliban und es sind auch gut ausgebildete afghanische Fachkräfte, die von der ISAF, USAID, sowie internationalen Medien beschäftigt und sogar US-Diplomaten beraten, dieselben scheinen am meisten davon überzeugt.
18. Mai 2009 - metainfo-hh:
Pipelinestan - die wahren Ziele der NATO am Hindukusch
Mit großer Verschwiegenheit behandeln Medien und Politiker in der Regel die wirklichen Ziele der NATO am Hindukusch und verbergen diese sorgsam hinter einer Fassade an angeblich humanitärer Motivation zugunsten afghanischer Frauen usw., während die militärischen Aktivitäten das Elend der Zivilbevölkerung tagtäglich vergrößern.
[ vollständiger Beitrag ] [ 2. Teil (21.05.2009) ]
19. Sept. 2008 - Informationsstelle Militarisierung:
Lackmustest Afghanistan
Der Hindukusch als Experimentierfeld für zivil-militärische Aufstandsbekämpfung und Neoliberalen Kolonialismus.
[ vollständige Studie (PDF) ]
12. März 2008:
Die NATO, Afghanistan und eine unerwünschte Pipeline
Eins der heikelsten Energietransfer-Projekte steht aktuell am Hindukusch zur Disposition: ein Pipeline-Projekt, dass von der US-Regierung als hoch unerwünscht betrachtet wird, befindet sich in der Vorbereitung: die geplante Röhre könnte den Energiehunger der neuen Industriegiganten Indien und China stillen - mit Erdgas aus dem Iran.
[ mehr ]
September 2007 - AG Globalisierung und Krieg:
Afghanistan unter dem Aspekt der Energieversorgung
[ vollständiger Vortrag mit Bildern (PDF, 2,6MB ) ] [ alternativ ]
24. August 2007 - metainfo-hh:
Wie die USA den Fundamentalismus nach Afghanistan brachten
Zum endlosen Krieg der NATO, der sich nach ihrer Einschätzung gegen die afghanische Bevölkerung und ihre Interessen richtet, nimmt Malalai Dschoja, eine der wenigen Vertreterinnen der afghanischen Zivilgesellschaft im Kabuler Parlament, Stellung Nach ihrem Bericht werden unter dem Besatzungsregime der NATO Menschen- und Frauenrechte ebenso mit Füßen getreten, wie unter den Taliban: das Land sei beherrscht von Kriminellen und Drogenhändlern: den Warlords.





