Satirische Straßentheateraktion am 13. März 2009

Ein Auschnitt der Jubeldemo ist hier zu sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=XVJPPTkwO_k

Fotos:

http://www.casino-schliessen.de/index.php?id=5151

 

 

"Freitag der 13." – Aber wir zahlen nicht für Eure Krise!“

 

Satirische Protestaktionen des Hamburger Mobilisierungsbündnisses 

 

vor der HSH-Nordbank und in Altona, am Freitag den 13. März.

 

 

 

Es war nicht zu fassen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ole von 

 

Beust trauten sich doch tatsächlich, direkt vor der HSH-Nordbank 

 

auf dem Gerhard-Hauptmann Platz zwei besoffenen Bankern aus dem 

 

HSH-Management einfach mal so eben weitere „Unsummen“ in die Hand zu 

 

drücken. Dass dies mit 1,5 Mrd. Euro zumindest bei “Ole“ genau die 

 

Summe ist, die sich Hamburg für die marode Bank aus seinem Haushalt 

 

geschnitten hat – zu Lasten von Arbeit, Bildung und Umwelt - 

 

spielte eigentlich keine Rolle, denn da kommt bestimmt noch was nach! 

 

Die gigantischen Bürgschaften sind in dieser Rechnung nämlich noch 

 

gar nicht aufgetaucht… Schließlich ist den Bankern völlig bewusst, 

 

dass ihre HSH-Nordbank bis zum Rand voll gestapelt ist mit toxischen 

 

Papieren der Extraklasse. Aber keine Sorge, da können sie sich 

 

beruhigt unter dem Rettungsschirm der Parteien CDU, SPD, FDP und 

 

Grüne verstecken, die schon aufpassen, dass hier keiner nass wird – 

 

naja, außer vom Schampus.

 

 

 

Was anmutet wie eine ganz schön verrückte Geschichte ist leider 

 

bittere Realität.

 

Die HSH-Nordbank zieht im Zuge der Krise ganz Hamburg unter Wasser, 

 

der gerade erst verabschiedete Haushalt ist schon Makulatur und für 

 

Soziales und Umwelt ist dadurch angeblich mal wieder „kein Geld mehr 

 

da“. Bittere Realität - nur dass sich die, die dieses Desaster zu 

 

verantworten haben sicher nicht so in die Öffentlichkeit wagen würden, 

 

wie es das Hamburger Mobilisierungsbündnis für die Großdemonstrationen 

 

am 28. März direkt vor der HSH-Nordbank satirisch unter begeisterten 

 

Zurufen der anwesenden Presse und einiger Passanten inszenierte.

 

 

 

Aber es sollte noch besser kommen…

 

Anscheinend schien dieses magische Datum „Freitag der 13.“ die 

 

Kapitalisten aus ihren Löchern zu treiben. Mit Parolen wie „Unser Geld 

 

wird langsam knapp – schiebt die Arbeitslosen ab!“, „Kita-Kinder: 

 

Mehr Disziplin statt Essen!“, „Hartz IV Pack: Arbeiten statt 

 

faulenzen!“ oder einfach nur „Mehr!, Mehr!, Mehr!“ demonstrierten 

 

jammernde Reiche auf der Ottenser Hauptstraße in Altona. Unter dem 

 

verächtlichen Johlen der Menge appellierte eine Dame in Pelzmantel 

 

doch tatsächlich an alle um Hilfe, weil gerade die Reichen in der 

 

Krise am meisten zu leiden hätten und sie sogar ihren “Bentley“ habe 

 

verkaufen müssen. Unablässig wurde auch die Polizei durch die 

 

Snob-Demonstranten gebeten endlich gegen die störenden „Chaoten und 

 

Randalierer“ einzuschreiten.

 

Glücklicherweise hielt ein Mensch des Mobilisierungsbündnisses mit 

 

einer flammenden Rede für eine solidarische Gesellschaft dagegen, 

 

obwohl er sich dafür Sprüche wie „Geh doch einfach mal arbeiten 

 

anstatt nur zu stören!“ oder „Alles nur Sozialneid – hier stehen 

 

die Leistungsträger!“ gefallen lassen musste. 

 

Aber die immer mehr werdenden Zuschauer machten konkrete Vorschläge 

 

gegen die Krise, wie das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen 

 

oder gaben bereits ihre E-Mail-Adressen ab um Bustickets nach 

 

Berlin zu bekommen. 

 

Über 800 verteilte Flyer und viele, viele einzelne Diskussionen der 

 

knapp 20 Aktiven des Mobilisierungsbündnisses mit den Passanten 

 

zeigten, wie viel Politisierung in einer knappen Stunde doch möglich 

 

ist.

 

 

 

Weitere Aktionen in Hamburg sind bereits geplant, bis es dann am 

 

28. März in Berlin auch mit Hamburger Beteiligung heißt: 

 

„Wir zahlen nicht für Eure Krise!“

 

 

 

Das Hamburger Mobilisierungsbündnis für die Großdemonstrationen 

 

"Wir zahlen nicht für Eure Krise!" am 28. März in Berlin und Frankfurt 

 

besteht derzeit aus: dem globalisierungskritischen Netzwerk attac, dem 

 

Jugendnetzwerk Noya, der Linksjugend.solid, der Hochschulgruppe 

 

dielinke.SDS, der Partei DIE LINKE, Avanti Projekt undogmatische Linke, 

 

der SAV, der Migrantenorganisation DIDF, der Aktionsgruppe Gerechter 

 

Welthandel, dem Solidaritätskomitee mit den Iranischen Arbeitern und 

 

dem Jour Fix der Gewerkschaftslinken.

 

Weitere Organisationen und Gruppen sind eingeladen.

 

 

 

 

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