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1. September 2018 - RUBIKON, Norman Paech:

Das neue Völkerrecht

Die Welt wurde in einen latenten Zustand fortdauernden Krieges manövriert.
Die Hoffnung, die sich mit dem Verschwinden des Ost-West-Konflikts durch die Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Paktes für eine friedlichere Welt in der Zukunft verband, hat sich in keiner Weise erfüllt. Im Gegenteil, die Zahl der Kriege in der Welt ist gestiegen und die NATO-Staaten haben immer stärker die Kriege selbst begonnen. Sie haben zerstörte Staaten hinterlassen, die einen ständigen Herd immer neuer Kriege und internationalen Terrors bilden. Der Zustand, in dem die Menschen versuchen, ihre Ruinen aufzuräumen, die Infrastruktur wiederaufzubauen und eine gesellschaftliche Ordnung wiederherzustellen versuchen — ob in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien aber auch in zahlreichen afrikanischen Ländern —, kann nicht als Frieden bezeichnet werden. Es ist ein latenter Zustand fortdauernden Krieges.
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