5. Mai 2012 - IranerInnen und Israelis in Berlin:

Winds of War:

Iraner/innen und Israelis gegen Deutschlands Beitrag zur Eskalation der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten

Wir, Iraner/innen und Israelis, die in Berlin leben, protestieren gemeinsam
gegen die aktuelle Politik in Deutschland, Israel und dem Iran, die alle das Ziel einer Eskalation eines militärischen Konfliktes im Nahen und Mittleren Osten verfolgen.
Wir sind gegen die Aufrüstung Israels durch die deutsche Regierung, die
Sanktionen, die der Westens dem Iran aufzwingt, gegen die Politik der
Kriegsdrohungen und gegen die bewusste Eskalation, die von der israelischen und der iranischen Regierung vorangetrieben werden.
Wir sind der Meinung, dass der nukleare Hype sowohl von der iranischen und als auch der israelischen Regierung genutzt wird, um damit die öffentliche Aufmerksamkeit von den drängenden und existentiellen Bedürfnissen ihrer Bevölkerungen abzulenken: die wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, Ungleichheiten und Repressionen.
Darüber hinaus wird der konstruierte Konflikt zwischen den beiden Ländern
dazu benutzt, um - sowohl im Ausland als auch zu Hause - Kritik zu unterdrücken; Kritik an jahrzehntelanger Besatzung und Unterdrückung der Palästinenser/innen durch Israel und der Unterdrückung der iranischen Bevölkerung durch das Regime im Iran.
Angesichts der wachsenden Kriegsdrohungen sind wir überzeugt davon, dass eine starke Opposition gegen die Kriegstreiberei und eine kritische Analyse der Ursachen des aktuellen Konflikts notwendig sind. Wir versuchen, gegen den Krieg zu handeln, indem wir Beziehungen zwischen den Menschen aus der Region herstellen, und Widerstand und Opposition zu Hause und im Ausland und eine kritische Auseinandersetzung innerhalb der deutschen Öffentlichkeit in Bezug auf Deutschlands Interventionen im Nahen und Mittleren Osten fördern.
Nein zu Sanktionen
Die Sanktionen, von denen behauptet wird, sie seien gegen die iranische Regierung gerichtet, treffen in Wirklichkeit meist die einfache Bevölkerung. Sie haben sich auch nachteilig ausgewirkt auf die iranische Protestbewegung, die im Jahr 2009 begonnen hatte. Ein Krieg, zusätzlich zu den Sanktionen, die die Bevölkerung und Opposition lähmen, wäre neben den konkreten Kriegsopfern ein Werkzeug für die iranische Regierung, Proteste niederzuschlagen und zu unterdrücken. Wir sind
solidarisch mit den Kämpfen der iranischen Bewegung. Wir glauben, dass sie die einzige legitime Kraft ist, die aktuelle Situation im Iran zu ändern.
Nein zum internationalen Beitrag zum Wettrüsten in der Region
Wir sind empört über die Beteiligung westlicher Regierungen an der militärischen Eskalation der Region:
Deutschland hat gerade dem Atomwaffenstaat Israel ein weiteres U-Boot
geliefert, das die Fähigkeit zum Tragen von Sprengköpfen von Atomwaffen hat. Und Deutschland ist seit Jahren berüchtigt dafür, dass es Israel und andere Staaten der Region mit Waffen und Überwachungsgeräten beliefert.
Wir fordern:

  • Eine öffentliche Debatte in Deutschland, Israel und im Iran: es ist Zeit, diese Probleme nicht mehr zu ignorieren und sich der schrecklichen Realität zu stellen.
  • Wir rufen Deutschland dazu auf, seine militärische Beteiligung im Nahen und Mittleren Ostens zu beenden und Waffenlieferungen an Israel zu stoppen.
  • Wir fordern ein Ende der Kriegsdrohungen von allen Seiten
  • Ein Ende aller Sanktionen gegen den Iran
  • Ein Ende der Besatzung, genauso wie ein Ende aller Kriege und der Militarisierung des Nahen und Mittleren Ostens.
  • Einen Abbau aller nuklearen und anderen Massenvernichtungswaffen in der Region.

Mehr dazu: israelis-iranians-against-war.blogspot.de

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