Chinas Rolle in der Welt besser verstehen

Eine breite Palette an Fragen zu China diskutiert haben am Wochenende 300 Teilnehmer*innen der Konferenz “China und wir – Perspektiven für Frieden, Menschenrechte und sozial-ökologischen Wandel” an der Universität Köln. Eingeladen zu der Konferenz hatten der Lehrstuhl für Moderne China-Studien am Ostasiatischen Seminar und das Global South Studies Center (GSSC) an der Universität zu Köln in Kooperation mit Attac Deutschland und anderen Organisationen.
Das Ziel der Konferenz, einen Diskursraum über das vielfältige China, seine innere Verfassung, seine Stellung in der Welt und über unser Verhältnis zu dem riesigen Land zu schaffen, ist nach Ansicht der Organisator*innen in den 28 Foren und Workshops voll erfüllt worden.
“Gemessen an der Bedeutung, die China für die globale Wirtschaft und den sozial-ökologischen Umbau, für den Erhalt regelbasierter Weltordnung oder für die globalen Geschlechterverhältnisse hat, ist unser Wissen über China noch sehr unzureichend. Dem wollten wir mit unserem Kongress entgegenwirken”, sagt Carmen Junge von Attac, eine der Organisatorinnen der Konferenz. “Wir haben viele produktive Diskussionen mit dem richtigen Maß an Kontroversen erlebt, die unser Chinabild erweitert oder auch korrigiert haben. Wenn zum besseren Verständnis gehört, sich in unterschiedliche Perspektiven hineinzuversetzen, ist uns das in vielen Veranstaltungen gelungen, ohne alle Fragen erschöpfend behandeln zu können.”
Professor Felix Wemheuer vom Lehrstuhl für China-Studien an der Uni Köln ist mit dem Verlauf der Konferenz sehr zufrieden: “Wir wollten mit der Konferenz eine größere Debatte einleiten und den Blick auf China jenseits von Klischeebildern schärfen. Das haben wir aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln getan und an der Aufgabe gearbeitet, ein kritisches Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklungen zu China zu vermitteln, ohne dabei in das Horn westlicher Konfrontationspolitik zu stoßen.”