Willkommen bei der Attac-Regionalgruppe Rostock-Güstrow-Wismar!

Die Attac-Gruppe reorganisiert sich und trifft sich unregelmäßig.

 

Hier und auf den anderen thematischen Seiten steht eine Übersicht über die vergangenen Aktionen.

Stoppt Amazon und seine Welt in Rostock - 2020

 

Laut Ostseezeitung plant Amazon im Sommer 2020 eine Fabrik in Rostock zu errichten.

Amazon stand schon häufiger auch bei Attacies hierzulande in der Kritik, denn wann immer es um Steuertricks der Konzerne geht, ist Amazon ganz vorn mit dabei. Doch dabei bleibt es nicht, und deshalb initiierte Attac Frankreich Ende 2019 eine große Kampagne. Die französischen Attacies forderten: Stoppt Amazon und seine Welt! Denn die Welt von Amazon ist nicht nur eine Welt, in der Unternehmen keine Steuern bezahlen. Es ist auch eine Welt ohne Jobs: die Arbeitsbedingungen sind schlecht, und Arbeitsplätze verschwinden durch erhöhte Arbeitsbelastungen und Rationalsierungen. Die Welt von Amazon ist auch eine ökologische Katastrophe, denn der extreme Versandhandel, angekurbelt durch niedrige Preise und allgegenwärtige Werbung, trägt zur Erhöhung des CO²-Ausstoßes bei.

In über 50 französischen Städten folgten Attacies dem Aufruf, „Sand ins Amazon-Getriebe“ zu streuen. Sie blockierten Werkstore und Depotausfahrten, sperrten Amazon-Packstationen, marktierten sie mit Aufklebern und machten ihren Protest auch in vielen Innenstädten sichtbar. Es sei, so die Aktivist*innen, dringend erforderlich, den Bau neuer Infrastruktur von Amazon und anderer E-Commerce-Unternehmen zu stoppen. Stattdessen solle in lokale Strukturen investiert werden, die Arbeitsplätze und soziale Bindungen schaffen und gleichzeitig nachhaltig sind.

Wir finden: Eine tolle Kampagne, die viele gute Anregungen bereithält – nachmachen erwünscht! Schöne Bilder der zahlreichen Aktionen unserer französichen Freund*innen gegen Amazon gibt es unter: www.france.attac.org/stop-amazon-et-son-monde

 

Friday for Future: Klimastreik am 24.4.2020

 

Am 24. April 2020 ist der nächste globale Klimastreik – mit Dir in eine klimagerechte Welt!

Die Brände in Australien und im Amazonas, die Dürren in Florida und Kenia, die Überschwemmungen von Tuvalu und Venedig sind nur einige Beispiele für die schreckliche Realität der Klimakrise für Millionen von Menschen. 

Gleichzeitig sind die Proteste für Klimagerechtigkeit  größer denn je – gegen die Zerstörung von Landstrichen in Nigeria durch große Ölkonzerne, für den Erhalt ihrer Dörfer statt den Abbau von Steinkohle in Sibirien, für die Rechte von Kleinbäuer*innen in Indien, gegen die Brandrodungen im Amazonas. 

Mit den Bildern von tausenden Klimastreiks weltweit im Hinterkopf werden wir 2020 noch einmal mehr zeigen, wie groß, vielfältig und stark wir gemeinsam sind. Am 24. April machen wir weltweit und in Deutschland klar, dass eine klimagerechte Welt möglich ist. 

Altmaiers Kohlekompromiss ist kein Konsens. Kein weiteres Dorf darf für Kohle vernichtet, Datteln4 nicht angeschaltet und dem Hambi nicht das Wasser abgebaggert werden. 

Die Verkehrspolitik Scheuers gleicht einer Bewerbung für einen Chefposten in der Autoindustrie. Statt Flugtaxis brauchen wir sozial gerechten ÖPNV, statt E-Roller eine Fahrradpolitik, die auch Kindern in Städten gerecht wird, statt neuen Parkplätzen barrierefreie Mobilität. Statt Milliarden in die Finanzierung von Energieformen zu stecken, die besser heute als morgen gestoppt gehören, müssen diese Gelder in eine Verkehrspolitik fließen, die Arbeiter*innen im ÖPNV gerecht entlohnt und Mobilität für alle ermöglicht.

Weltweit werden am 24. April hunderttausende Menschen streiken und den Druck auf die reaktionären Kräfte noch größer machen. Wenn die Bundesregierung im Kampf gegen die Klimakrise versagt, die Verkehrswende blockiert und allen Ernstes 2020 mit Datteln IV noch ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen lassen will, sagen wir laut und deutlich:  Nicht mit uns!

Wir tragen unseren Protest vor die Rathäuser und auf die Marktplätze, vor die Ministerien und in die Klassenzimmer, in Konzernzentralen und auf Straßenkreuzungen. Am 24. April werden wir überall laut, wütend und unbequem sein – wir stehen zu unserer Forderung: 1,5-Grad-Ziel einhalten, Klimagerechtigkeit jetzt!

                                  

 

Agrar-Demo 18.1.2020 Berlin

Wer ist am Samstag, 18.1., bei der Agrardemo in Berlin mit dabei?

Wir bieten wieder eine gemeinsame Fahrt mit der Bahn an, für 15 € pro Person (5 € ermäßigt) für die Hin- und Rückfahrt.

 

Seebrücke 2020: Offener Brief an Landesregierung MV

 

Es ist an der Zeit zu handeln!

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Schwesig,

Sehr geehrter Herr Innenminister Caffier,

Sehr geehrte Abgeordnete des Landesparlamentes,

Die aktuelle Situation der geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln und an der türkisch-griechischen Grenze ist katastrophal. Auf Menschen, die vor Krieg geflohen sind und schon unsägliches Leid erlebten, wird von europäischen GrenzschützerInnen mit Tränengas und Blendgranaten geschossen, militärische Schießübungen im Grenzgebiet abgehalten, Boote gezielt gestört oder abgetrieben. Sie werden gefangen gehalten, geschlagen, gefoltert, beraubt oder getötet. Die Zahl der deutschen BundespolizistInnen, die den griechischen Grenzschutz unterstützt, beläuft sich auf mittlerweile über 70. Die pogromartige Stimmung auf den griechischen Inseln spitzt die Lage weiter zu. Geflüchtete, Ehrenamtliche, NGO-MitarbeiterInnen und JournalistInnen werden angegriffen, Versorgungszentren und soziale Orte der Unterstützung brennen ab.

NGO´s berichten seit Jahren über die dortigen Missstände: Geflüchtete, viele von ihnen unbegleitete Kinder und Jugendliche, leben seit Jahren unter erbärmlichsten und unhygienischen Bedingungen in völlig überfüllten Lagern, die Stress und Gewalt erzeugen.

Perspektivlosigkeit, Hunger, Kälte, Einsamkeit und traumatische Erlebnisse, die sich auf europäischem Boden fortsetzen, haben eine steigende Suizid-Rate – selbst unter den Kindern und Jugendlichen – sowie einen drastischen Anstieg von physischen und psychischen Erkrankungen zur Folge.

Noch immer ertrinken täglich Menschen auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer. Ungeachtet dessen wurden staatliche Rettungsmissionen im letzten Jahr eingestellt. Private Seenotrettungsinitiativen tun das, worauf sich die EU-Staaten nicht einigen können – sie retten Menschenleben.      ...

Auch wir in Mecklenburg-Vorpommern wollen Verantwortung übernehmen für die Menschen, die ihre Heimat, ihr Hab und Gut, ihren Beruf, ihre Familien und vieles mehr verlassen mussten. Wir wollen nicht weiter zusehen, wie diese Menschen an den Grenzen Europas bekämpft und ihrer Würde erniedrigt werden! Die Zivilgesellschaft ist bereit, Geflüchtete in unserer Gesellschaft aufzunehmen, PatInnenschaften einzugehen, Begleitung und Betreuung zu übernehmen.

Bündnis SEEBRÜCKE MV fordert:

  • ein Landesaufnahmeprogramm für schutzsuchende Menschen von der türkisch-griechischen Grenze und aus den Lagern der griechischen Inseln.
  • Unterstützung von griechischen Behörden und NGO´s vor Ort bei der Auswahl besonders betroffener Personen.
  • umgehende Organisation der Reise dieser Personen in sichere Unterbringungen in unserem Bundeslang MV.
  • schnelle medizinische Versorgung, psychologische und sozialarbeiterische Betreuung.
  • Bearbeitung der Asylanträge und in einem fairen nationalen Asylverfahren.

 

SEEBRÜCKE - sichere Häfen für Flüchtlinge - 2019

 

Wir bauen eine Brücke zu sicheren Häfen.

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Sichere Häfen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern durch Beschlüsse der Kommunalparlamente in:

Rostock (seit 5.9.2018)

Greifswald (seit 22.10.2018)

Neubrandenburg (seit 7.2.2019)

 

Die Armen! – Aber bitte nicht hier! Interaktives Theaterstück zum Thema Willkommenskultur in Güstrow

 

Herr Küpper macht sich Sorgen, weil sein Grundstück an Wert verliert, wegen dem neuen Wohnheim in der Straße. Frau von Rosenberg hat Angst, den Kita-Platz für ihren Sohn zu verlieren, weil die dann alle in den Kindergarten gehen werden. Familie Baaz, die gerade angekommen ist, hat ganz andere Sorgen... Frau Edelhagen will helfen – aber wie?

Mit dem interaktiven Theaterstück „Die Armen! – Aber bitte nicht hier!“ zum Thema „Willkommenskultur“ zeigt das "Forumtheater inszene" Situationen, in denen Einheimische mit Menschen konfrontiert werden, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dabei bestimmen oft Ängste und Vorurteile das eigene Handeln. Was wäre wirklich hilfreich für die Menschen in der Situation des Ankommens, des Wartens und Lebens in Flüchtlingsunterkünften? Wie kann Nachbarschaft ganz konkret gelebt werden? Was ist sinnvolle Hilfe? Gemeinsam Lösungsvorschläge entwickeln und ausprobieren - das ist Forumtheater.

Mittwoch, 4. November 2015  19.00 UhrFriedland | Volkshaus | Vor dem Walltor 1

Donnerstag, 5. November 2015  19.00 UhrGüstrow | Gymnasium | Am Wall 6

Veranstalter: Forumtheater inszene e.V.

Kooperationspartner: Attac Rostock-Güstrow und viele weitere

TTIP-Demo 10. Oktober 2015

Worum geht es?

Im Herbst 2015 tritt die Auseinandersetzung um die Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA in die heiße Phase. Beide Abkommen drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und auszuhebeln. Es ist höchste Zeit, unseren Protest gegen die Abkommen auf die Straße zu tragen!

Was wollen wir?

Wir treten gemeinsam für eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert. Sie muss insbesondere: 

- Demokratie und Rechtsstaat erhalten!

- Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen gewährleisten!

- Nationale wie internationale Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt respektieren und stärken!

- Die Entwicklung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung fördern!

- Verantwortung und Rechenschaftspflichten von Unternehmen weltweit festschreiben!

Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung. Doch TTIP und CETA gehen in die falsche Richtung: Der "Wert" des Freihandels wird über die Werte ökologischer und sozialer Regeln gestellt. Sonderrechte für Investoren und Investor-Staats-Schiedsverfahren gefährden parlamentarische Handlungsfreiheiten

Daher lehnen wir diese Abkommen ab!

Vorher noch Wissen tanken!

Dienstag, 15. September 2015 | 19.30 Uhr | Uni Rostock, Ulmenstraße 69, Hörsaal 224
TTIP: Aktueller Stand und mögliche Folgen
mit Maja Volland - TTIP-Expertin des BUND

Donnerstag, 8. Oktober |19.00 Uhr | Peter-Weiss-Haus, Doberaner Straße 21
Mobilisierungs-PolDo

Der Mobilisierungsflyer als PDF steht hier zur Verfügung.

 

 

"Wer rettet wen?" am 12. Februar 2015 im Peter-Weiss-Haus

Über 183.000 Euro sind bei der Crowdfunding-Kampagne für den neuen Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz zusammengekommen, auch Attac Rostock-Güstrow hat hierzu einen kleinen Teil beigetragen.

Nun kommt der Film Mitte Februar in die deutschsprachigen Kinos.

In Rostock haben wir die Gelegenheit, den Film im Rahmen des Politischen Donnerstags am 12. Februar 2015 um 20.00 Uhr zu sehen und darüber zu diskutieren.

Hier gibt es weitere Informationen.

 

Make Chocolate Fair 2014

 

Am 6.12.2014 legten Rostocker Weihnachtsmenschen im Rahmen der internationalen Kampagne "Make Chocolate Fair" die Arbeit nieder. Sie streikten für bessere Arbeitsbedingungen in der Kakaoproduktion. Weitere Informationen gibt es hier.
 

Im September 2013 wurde der Hansestadt Rostock für sein Engagement für faire Handelsbedingungen der Titel "Hauptstadt des Fairen Handels" verliehen: www.rostock.de/fairtrade

Trink-Wasser wieder in kommunaler Hand

 

Auf der Bürgerschaftssitzung am 5.3.2014 beschloss die Hansestadt Rostock die ordentliche Kündigung des Vertrages für die Wasserversorgung, Abwasserableitung und –behandlung mit dem Privatkonzern Eurawasser zum 30.06.2018. Darüber hinaus wurde der parteilose Oberbürgermeister Roland Methling, der die Verstaatlichung unterstützt, beauftragt, spätestens im Oktober 2014 ein mit der Kommunalaufsicht abgestimmtes Konzept zur zukünftigen Organisation der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Hansestadt Rostock vorzulegen. Dieses Konzept soll im Vergleich zum bereits von ihm vorgeschlagenen Nordwasser-Modell ein höheres Maß an kommunaler Mitbestimmung beinhalten. Weitere Informationen

Afghanistan - Landwirtschaft und Nahrungsmittelspekulation - Veranstaltung im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage Mecklenburg-Vorpommern im November 2012

Nikoläuse gegen Sozialabbau

 

Am 6. Dezember 2012 hat sich Attac Rostock-Güstrow mit den Nikoläusen gegen Sozialabbau, die sozialkritische Weihnachtslieder auf dem Weihnachtsmarkt sangen, an der bundesweiten Kampagne "UmFAIRteilen - Reichtum besteuern" beteiligt. Wir fordern eine dauerhafte Vermögenssteuer und einen konsequenten Kampf gegen Steuerflucht und Steueroasen und eine Steuer auf Finanzmarktgeschäfte, um die Armut auf dieser Erde weltweit zu bekämpfen.

 

Bankenwechsel-Kampagne

 

Attac Rostock-Güstrow hat gemeinsam mit der Rostocker Gruppe Urgewald im Herbst 2012 ein Straßentheater aufgeführt, um auf den Einfluss großer Privatbanken bei Lebensmittelspekulationen, Rüstungs- und Atomkraftfinanzierung hinzuweisen und den Wechsel zu öffentlichen Sparkassen und kleinen Genossenschaftsbanken zu fördern.

 

20 Jahre Pogrom von Lichtenhagen

 

In diesem Jahr 2012 jährt sich zum 20. Mal das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. In der Stadt selbst ist der Schock der ersten Zeit schon lange verflogen, Rostock und ihre Bewohner/innen sind in der westlichen Welt angekommen - und das Vergessen hält Einzug. Wir wollen erreichen, dass die Ereignisse wieder erinnert werden, damit auch dieser Teil der Stadtgeschichte nicht mehr verdrängt wird, sondern Eingang in das Selbstverständnis der Stadt findet. Attac Rostock-Güstrow hat sich an der Verteilaktion beteiligt, bei der 10.000 Rostocker/innen den 1993 entstandenen Film „The truth lies in Rostock“ erhalten haben. 

Veranstaltungen zu Lichtenhagen siehe: Peter-Weiss-Haus Rostock und auf der städtischen Seite unter www.lichtenhagen-bewegt-sich.de. Wir möchten auch auf die Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) am 25. August hinweisen sowie auf die Sternfahrt der Initiative Bunt statt braun (Route weiter unten im verlinkten Dokument) am 26. August.

Den FIlm "The truth lies in Rostock" könnt ihr Euch unter http://www.lichtenhagen-2012.de/ anschauen!

 

Friedensfest in Graal-Müritz im August 2012

 

 

Tag der Arbeit - 1. Mai 2012 in Rostock

 

Am 1. Mai ist bekanntlich nicht nur einfach frei, sondern der traditionelle Tag der Arbeit, an dem abhängig Beschäftigte und Arbeitslose auf ihre Forderungen aufmerksam machen. In Rostock fand auch dieses Jahr der Marsch vom Werftdreieck an der KTV in die Barnstorfer Anlagen zum Kastanienplatz statt. 

Auf dem Kastanienplatz war auch attac Rostock mit einem Infostand vertreten. Viele Besucher sind dort mit uns ins Gespräch gekommen. Über neue Besucher auf unseren monatlichen Gruppentreffen (wieder regelmäßig ab September) freuen wir uns immer! 

 

Veranstaltungshinweis: Gastvortrag von Dr. Henning Scherf 2011

Alle unter einem Dach – gemeinsam leben, gemeinsam alt werden

Gastvortrag von Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bremer Bürgermeister und Autor des Buches „Grau ist bunt“, Herder Verlag 2007. Er lebt selbst in einer generationsübergreifenden Wohngemeinschaft in Bremen.

Wir alle sind alternde Menschen. Und alte Leute gibt es in unserer Gesellschaft immer mehr. Und alle haben hinsichtlich ihres Lebensabends bestimmte Wünsche und Befürchtungen. Sind Pflegeheim-Landschaften die Lösung, in der alte Menschen unter sich bleiben oder wollen sie auf eine ihnen entsprechende Weise aktiv sein und beteiligt bleiben am Leben der anderen, auch der Jüngeren? Es gibt jüngere Leute, die sich eine verbindliche Nachbarschaft mit Älteren wünschen. Einsamkeit muss nicht sein. Noch sind aber viele ältere Menschen allein, wenn die Partnerin, der Partner gestorben ist und die Kinder und Enkel weit weg sind. Wie können Menschen gemeinsames Wohnen finanzieren, wenn in einem Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern immer mehr Menschen von finanzieller Prekarität und Altersarmut bedroht sind? Und wie kann kommunaler Wohnraum an die neuen Bedürfnisse angepasst werden, wenn immer weniger Menschen in einer klassischen Mutter-Vater-Kind-Familie leben und stattdessen alternative Wohnmodelle bevorzugen?

Zu allen diesen Fragen wird Dr. Hennig Scherf Anregungen geben am:

Dienstag, den 25. Oktober 2011, um 17.00 Uhr
in der Rostocker Universitätskirche am Universitätsplatz

Nach seinem Vortrag wird der Referent einen Blick über den Ozean werfen und das Projekt Pan y Arte (deutsch: „Brot und Kunst“) vorstellen, das Kulturprojekte in Nicaragua fördert. Lassen Sie sich inspirieren von den Möglichkeiten eines solidarischen Miteinanders sowohl in Deutschland als auch in Lateinamerika.

Veranstalterinnen sind:

Ev.-luth. Innenstadtgemeinde Rostock, www.innenstadtgemeinde.de

Bürgerinitiative für eine solidarische Gesellschaft e.V.

Heinrich-Böll-Stiftung Rostock, www.boell-mv.de

Diskussion zur Postwachstumsgesellschaft

 

Last Exit Degrowth? Ein Diskussionsabend zu Wachstumskritik und Postwachstumsgesellschaft

Warum ist es heute notwendig, über Wirtschaftswachstum zu sprechen? Weil wir es mit dem Scheitern von zwei weitverbreiteten ökonomischen Überzeugungen zu tun haben: Zum einen, dass die Bekämpfung der Umweltkrisen, die menschliches Leben auf dem Planeten bedrohen, eine Win-Win-Situation innerhalb eines kapitalistischen Wirtschaftssystems sein könnte und zum anderen, dass Wirtschaftswachstum überhaupt zu Wohlstand und mehr Lebensqualität für alle Menschen führt.

Wie ein solches gestaltetes Schrumpfen der Wirtschaft aussehen könnte, dafür gibt es kein Patentrezept. Doch klar ist, dass dieser Prozess nicht kleine Teile der Ökonomie betrifft, sondern unsere gesamte Gesellschaft in all ihren kulturellen, sozialen, politischen Aspekten.

Die Idee von einer Postwachstumsgesellschaft bietet dafür einen utopischen Horizont: Wir brauchen eine Gesellschaft, in der sich die Menschen als Bürgerinnen und Bürger gemeinsam darüber verständigen, was das gute Leben ausmacht. Die Postwachstumsperspektive bietet aber auch konkrete Leitplanken für aktuelle wirtschaftspolitische Konzeptionen und soziale Kämpfe auf drei Ebenen: Erstens Abwehrkämpfe schädlicher Groß-Infrastruktur-Projekte wie Atom- oder Kohlekraftwerke; zweitens die Durchsetzung neuer makroökonomischer Konzepte für eine ökologische und soziale staatliche Wirtschafts- und Ordnungspolitik und drittens den Aufbau von alternativen Wirtschaftsmodellen, die nicht dem Wachstumszwang folgen.

Die Referentin Andrea Vetter ist Sozialanthropologin, Mitglied im Rat von Attac Deutschland, aktiv bei Attac bei der AG Gender und in der Projektgruppe "Jenseits des Wachstums"; sie lebt in Berlin.

Der Abend findet statt im Rahmen der A-Woche am:

Donnerstag, den 20. Oktober 2011, ab 20 Uhr (ab 19.30 Uhr Vokü) im Möckelsaal des Peter-Weiss-Hauses.

 

Afghanistan - aktuelle Situation und Hintergründe

 

Heiner Tettenborn, der hauptberuflich als Rechtsanwalt arbeitet, bereiste seit 2003 insgesamt knapp ein Jahr lang verschiedene Gegenden Afghanistans. Aus vielen Gesprächen und Diskussionen mit afghanischen Freunden und Bekannten sowie einer genauen Analyse vieler nur im Internet verfügbarer Quellen internationaler (z. B. amerikanischer, australischer, deutscher, pakistanischer und indischer) Journalisten berichtet er über Hintergründe der Situation, die leider in den deutschen Medien oft kaum beleuchtet werden.

Der erste Aufenthalt in Afghanistan begann mit einer mehrmonatigen ehrenamtlichen Tätigkeit für die "Kinderhilfe Afghanistan" im Paschtunengebiet von Ostafghanistan. Dort schlossen Heiner Tettenborn und seine Freundin Monika Koch, mit der er die meisten der Reisen zusammen unternommen hat, Freundschaften zu Afghanen. Vor allem, als viele Afghanen erfuhren - und nach einiger Zeit des gegenseitigen Kennenlernens auch glauben konnten - dass Monika und Heiner kein Geld für ihre Arbeit in Afghanistan erhielten, entwickelten sich enge Freundschaften. Nur durch die Einladungen ihrer Freunde aus verschiedenen Teilen Afghanistans konnten die beiden im Land reisen - gewissermaßen als erweiterte Familienangehörige ihrer Gastgeberfamilien, in den üblichen Transportmitteln der Bevölkerung und äußerlich auch kaum unterscheidbar.

Dadurch, dass Monika Koch und Heiner Tettenborn viel Zeit und Energie darauf verwendet haben, die wichtigsten Landessprachen Dari und Paschtu zu lernen, konnten auch Freundschaften zu Afghanen entstehen, die - wie die absolute Mehrheit der Bevölkerung - keine europäischen Fremdsprachen beherrschen. Monika Koch hatte als ausländische Frau das Privileg, nicht - wie Heiner Tettenborn - "nur" in den Männerrunden der Gästebereiche zugelassen zu sein. Als Frau durfte sie bei den Familien der Freunde und Gastgeber auch in die Frauenbereiche, was männlichen Gästen strikt verwehrt ist. Durch ihre Teilnahme am Leben in den Frauenbereichen und in ihren vielen Gesprächen dort hat sie unschätzbare Einblicke in die Familienstrukturen und das Denken zahlreicher afghanischen Frauen bekommen.

Vor dem Hintergrund der afghanischen Kultur und den Denkweisen der Bevölkerung sowie der bei uns wenig bekannten Details des Vorgehens der NATO in Afghanistan wird verständlich, wie es zur ständig steigenden Unzufriedenheit der afghanischen Bevölkerung mit der Situation und der Anwesenheit der NATO-Truppen kommt.

Gerne geht der Referent am Ende des Vortrages auf die Fragen und Diskussionsbeiträge der Besucher ein.

Der Referent:
 Heiner Tettenborn, geboren 1972 in Ulm, leistete nach dem Abitur den Wehrdienst bei der Bundeswehr und studierte dann in Heidelberg und München Jura. Nach dem 2. juristischen Staatsexamen 1998 begann er, als Rechtsanwalt im wirtschaftsrechtlichen Bereich in einer größeren Kanzlei in München zu arbeiten. Diese Tätigkeit beendete er 2003 für die "große Reise" durch Asien, der er und seine Freundin und Partnerin Monika Koch zwischen 2003 und 2005 unternahmen. Seit 2005 halten Monika Koch und Heiner Tettenborn auch zwei verschiedene Dia-Reportagen über ihre Reiseerlebnisse in Afghanistan und ihre Durchquerung der Mongolei und West-Chinas mit Pferden. Seit 2006 ist Heiner Tettenborn auch wieder als Rechtsanwalt tätig, nun in einer Kanzlei in Augsburg.

 

Werner Rügemer: Public Privat Partnership - 2011

 

„Heuschrecken im öffentlichen Raum - Public Privat Partnership“

mit Werner Rügemer am 31.03.11, 20.00 Uhr im Peter-Weiss-Haus im Rahmen des PolDo    

Das Prinzip des in England entwickelten Public Privat Partnership gilt in der EU und auch in Deutschland als neues Heilmittel gegen Staatsverschuldung und öffentlichen Investitionsstau. Dabei übernimmt der Investor nicht nur den Bau etwa einer Schule, einer Straße oder einer Entsorgungsanlage, sondern auch Planung, Finanzierung und langfristigen Betrieb, während die öffentliche Hand im Gegenzug 20 bis 30 Jahre lang eine Miete zahlt. PPP-Projekte sind am Ende mindestens doppelt so teuer wie eine direkt öffentliche Erledigung von Aufgaben der Daseinsvorsorge.
Regionale Beispiele für PPP-Projekte sind u.a. der Lübecker Herren-Tunnel und der Rostocker Warnow-Tunnel.

Werner Rügemer (Dr.phil.), Philosoph und Publizist, ist Lehrbeauftragter an der Universität Köln und Vorsitzender von Business Crime Control. 2002 erhielt er den Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler NRW.
www.werner-ruegemer.de

mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung

 

Wasserfilm: Water makes Money - 2011

 

Der Film Water Makes Money wird von Veolia verklagt. Das Vorgehen von Globalplayern der Weltwasserwirtschaft gegen unliebsame Dokumentarfilme ist leider kein Einzelfall. So wurde der Film "Flow" nach der Ausstrahlung in ARTE von SUEZ verklagt. In der ersten Instanz hat der Film gewonnen. Doch Suez hat bereits Berufung eingelegt....

Im Gegensatz zum NDR, bei dem nach Angaben von VEOLIA 2006 eine Intervention des Konzerns genügte, um den Vorgängerfilm "Wasser unterm Hammer" von der Mattscheibe zu verbannen, steht ARTE und seine Präsidentin hinter Water makes Money und dem Sendetermin am 22.3.2011. Noch darf der Film gezeigt werden.

Im Fernsehen: am Weltwassertag: 22.3. um 20.15 Uhr auf ARTE.

 

Filmvorführung "Water makes money" am 6.1.2011

 

Attac Rostock lädt ein zu einer Vorführung des Dokumentarfilms „Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen“ aus dem Jahr 2010. Der Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz thematisiert die Folgen der skandalösen Praxis der Privatisierung öffentlicher Trinkwasserversorgung in den letzten Jahrzehnten am Beispiel französischer Gemeinden. So gehörten Geheimverträge mit Gewinngarantien an die privaten Betreiber ebenso zur Geschäftspraxis, wie auch der Kauf von Entscheidungsträgern in der Politik oder Gewerkschaften. Auf diese Weise generierten die beteiligten Konzerne Milliardengewinne auf Kosten von Allgemeinheit und Wasserqualität.

Doch im Heimatland der Weltmarktführer privater Wasserversorgung, der Konzerne Suez und Veolia, regt sich Widerstand: Anfang letzten Jahres ging die Wasserversorgung in Paris und Rouen wieder in die öffentliche Hand zurück und weitere Gemeinden werden dem Beispiel folgen...

Allerdings handelt es sich bei der Überführung öffentlichen Eigentums in den Besitz privater Anteilseigener nicht nur um ein französisches, sondern weltweites Phänomen: Mittels verschleiernder Geschäftsmodelle wie „Public private Partnership“, „Crossborder Leasing“ oder „Franchising“ werden nicht nur die Wasserversorgung, sondern viele Bereiche öffentlicher Infrastruktur zum Nutzen von Investoren und zu Lasten der Bürger veräußert.

Da die Problematik ebenfalls für die Situation in vielen deutschen Städten und Gemeinden exemplarisch ist, wird sich die Möglichkeit bieten, im Anschluss an den Film weitere Hintergrundinformationen zu erfahren und über das Gesehene zu diskutieren. Beispielsweise wird in Berlin demnächst ein Volksentscheid über die Offenlegung von Geheimverträgen zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe entscheiden, nachdem der Preis für Trinkwasser in der Stadt explodierte. Aber selbst in Rostock liegt die Wasserversorgung in der Hand von Suez...

Water Makes Money

Regie: Leslie Franke, Herdelor Lorenz, D 2010, 90 min.

Am 06.01.2011, im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21 - um 20 Uhr, ab 19.30 Vokü....
 

Berliner Compagnie spielt in Schwerin - 2010

 

„Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“

… ist der Titel eines Theaterstücks, dessen Aufführung durch die Berliner Compagnie (www.berlinercompagnie.de/) von  Attac M-V organisiert wurde.

Die Vorstellung wird am 4. November 2010 in Schwerin, Goethestr. 74 stattfinden; Beginn ist 18°° Uhr.

Die Berliner Compagnie ist ein 7-köpfiges Team, das als „fahrende Truppe“ mit couragiertem politischem Theater in der gesamten Republik unterwegs ist und im Vorjahr dafür verdientermaßen mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wurde.

Im Zentrum des Stücks steht eine afghanische Familie und deren bitterer Weg durch 30 Jahre Krieg: Revolution 1978, sowjetischer Einmarsch und Krieg mit einer Million Toten, Krieg zwischen den Mujaheddin danach, Schreckensherrschaft der Taliban, Intervention durch die USA und bis heute andauernde und für die Zivilbevölkerung immer verlustreichere Militäreinsätze seitens OEF und ISAF; die letzten Szenen spielen in der Zukunft.

Mit den Familienmitgliedern kommen andere Figuren ins Spiel: Soldaten der verschiedenen Besatzungsmächte, Mujaheddin, Taliban, Politiker, Entwicklungshelfer, Friedenskämpfer. Und immer wieder befreit sich wer aus dem Teufelskreis von Terror und Gegenterror, taucht inmitten des düsteren Geschehens eine Alternative auf, die Möglichkeit der friedlichen Lösung eines scheinbar unlösbaren Konflikts. Immer wieder gibt es auch Grund zur Bewunderung menschlicher Größe... und Gelegenheit zum Lachen.

Bei all seinem dokumentarischen Charakter ist das Stück der Berliner Compagnie zugleich voll Musik und Poesie und beflügelt auch über die Sinne das Nachdenken über eine andere Politik.
 

Wege zu einer solidarischen Weltordnung - 2010

 

"Wege zu einer solidarischen Weltordnung"

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Duchrow


Donnerstag, 21. Oktober 2010  19.00 Uhr im Gemeinderaum der Innenstadtgemeinde, Rostock

Die Globalisierung des Kapitalismus wird uns als Schicksal dargestellt. Das ist eine Lüge.
Sie ist mit bestimmten Wirtschaftspraktiken, bezahlten Ideologen, Medien, Gewalt und  Geheimdiensten bewusst im Interesse von Kapitaleigentümern eingeführt worden. Der Vortrag untersucht neben den Ursachen der Krise auch die psychischen und sozialen Folgen des Neoliberalismus für Verlierer, Gewinner und Mittelklasse.

Die Mechanismen dieses Projekts muss man kennen, will man sowohl strukturell wie menschlich nach Auswegen suchen. Es gibt bereits viele mögliche Alternativen für eine solidarische Weltordnung und ein neues, solidarisches Bild vom Menschen. Wege zur Verwirklichung werden schon begangen.

Ulrich Duchrow, Dr. theol., apl. Prof. für syst. Theologie Univ. Heidelberg, seit 1969 in der ökumenischen Bewegung tätig, Mitbegründer und Vorsitzender des ökumenischen Basisnetzwerkes „Kairos Europa“, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac.

Letzte Bücher: Mit Franz Hinkelammert, 2002, 2005 2. Aufl., Leben ist mehr als Kapital. Alternativen zur globalen Diktatur des Eigentums, Publik-Forum, Oberursel; mit R. Bianchi, R. Krüger, V. Petracca, Solidarisch Mensch werden. Psychische und soziale Destruktion im Neoliberalismus – Wege zu ihrer Überwindung, 2006; mit F. Segbers (Hg.), Frieden mit dem Kapital? Wider die Anpassung der Ev. Kirche an die Macht der Wirtschaft, 2008.

Volksinitiative "Mittagessen an Kitas und Grundschulen"

 

Attac M-V ist Mitiniator der überparteilichen Volksinitiative „Kostenfreies und vollwertiges Mittagessen an allen Kindertagesstätten und Grundschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern“. Diese Initiative fordert, dass alle Kinder, die in unserem Bundesland eine Kindertagestätte oder Grundschule besuchen, kostenfrei eine vollwertige und ausgewogene Mittagsmahlzeit in der Schul-, bzw. Betreuungszeit erhalten.

Aus der Begründung:

Wie sozial und gerecht unsere Gesellschaft verfasst ist, erkennen wir zu aller erst am Umgang mit unseren Kindern. Besonders in den letzten fünf Jahren hat sich die soziale Situation unserer Kinder in Mecklenburg-Vorpommern dramatisch verschlechtert. Etwa 35% aller Kinder leben in unserem Bundesland in Armut. Viele von ihnen kommen ohne Frühstück zur Kindertagesstätte bzw. zur Schule und müssen auch auf ein Mittagessen verzichten. Sie haben Hunger!

Mit leerem Magen wird das Lernen zur Qual. Hunger verändert das Denken, das Fühlen und das Handeln und hat Spätfolgen. Einige Kinder ziehen sich entmutigt zurück. Andere werden gehänselt weil sie arm sind. In beiden Fällen werden Kinder von gesellschaftlicher Teilhabe ausgegrenzt. Aus der Erkenntnis chancenlos zu sein erwächst Scham, aber auch Hass und Kriminalität. Moral, Anstand und Empathie bleiben auf der Stecke. So werden viele dieser Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit gestört. Aus falscher Ernährung erwachsen Krankheiten im Alter. Die Lebensqualität und die Lebenserwartung verringern sich. Die Ausgaben für Gesundheit, Pflege und Strafvollzug steigen um ein Vielfaches an.

Hunger und falsche Ernährung existieren und entstehen in unserer reichen Gesellschaft völlig ohne jede Not. Sie stellen deshalb eine vorsätzliche  Körperverletzung dar! Ein kostenloses, und vollwertiges Mittagessen ist ein logischer, längst überfälliger Schritt um Hunger und falsche Ernährung in  unserem Land zu beseitigen. Dafür ist nur der politische Wille unserer Landespolitiker erforderlich.

15 000 Unterschriften werden gebraucht, damit sich der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern mit diesem Thema befassen muss!  Weitere Infos: http://kostenlosundvollwertig.tk/

1. Mai 2010 in Rostock - „Vielfalt statt NPD!“

 

Das demokratische Rostocker Bündnis „Schöner leben ohne Naziläden“ hat eine gemeinsame Initiative gegen die geplante Demonstration der NPD am 1. Mai in Rostock beraten. Die Kundgebung rechtsextremer Gruppierungen ist unter dem Motto „Freiheit statt BRD“ angekündigt. Die Antwort aller demokratischen Akteure laute „Vielfalt statt NPD!“ und soll einhergehen mit Veranstaltungen im Rostocker Nordwesten.

 

KettenreAKTION - 2010

 

Am kommenden Samstag, den 24. April 2010, wird es unter dem Motto "KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!" die große Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und durch Hamburg geben. Zigtausende werden auf ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen.

Näheres findet sich unter www.anti-atom-kette.de/home.html

Auch aus Rostock fährt am 24. April ein Bus zur Menschenkette: 9:30 Uhr Hauptbahnhof

 

Finanzkrise: wer sind die VerursacherInnen und VerliererInnen? -- 2010

Wer sind die VerursacherInnen und
            wer die VerliererInnen der globalen Finanzkrise?

                                                      Und was können wir da tun?

Globale Perspektiven auf Ursachen, Folgen, Widerstand und Auswege

Referentinnen:
Wangui Mbatia (People‘s Parliament, Nairobi, Kenia)
Deborah Ruggieri (Attac)

Nach und nach bekommen immer mehr Menschen die verheerenden Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren: Steigende Arbeitslosigkeit und durchlöcherte Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen untergraben hierzulande die soziale Sicherung, während Milliarden in die Rettung der Banken flossen. Doch noch existenzieller sind die Ärmsten in den Ländern des Südens betroffen.
Welche Folgen hat diese Krise für die Menschen weltweit? Wie kann die Krise global gerecht bewältigt werden? Welchen Beitrag können wir dazu ganz persönlich leisten?

Gemeinsam mit unseren Referentinnen Deborah Ruggieri (Attac) und Wangui Mbatia (People‘s Parliament, Nairobi) wollen wir die Ursachen und die globalen Folgen der Krisen beleuchten und unsere eigenen Antworten und Handlungsmöglichkeiten erschließen.

Donnerstag, 8. April 2010 um 19.30 Uhr, andere buchhandlung

Eine gemeinsame Veranstaltung von attac Rostock und Güstrow, dem Ökohaus Bildung e.V. und dem Eine-Welt-Landesnetzwerk MV mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

 

Am 13.2.2010 aktiv gegen Nazis!

 

Für den 13. Februar trommelten die Nazis zum großen Aufmarsch in Dresden, pünktlich zum 65. Jahrestag der Bombardierung. Ein Verbot der Demo war leider nicht durchsetzbar. Daher rief ein breites Bündnis unter Beteiligung von Attac dazu auf, sich massiv an Gegenprotesten zu beteiligen. Doch unser Einsatz wurde behindert: Öffentliche Stellen kriminalisierten den friedlichen Protest. Die eigentliche Gefahr für Demokratie und Menschenrechte geht jedoch vom Neonazi-Aufmarsch aus! Deswegen sind wir und viele andere am 13. Februar nach Dresden gefahren - für eine freie und international solidarische Gesellschaft!

Und tatsächlich! Der Naziumzug konnte durch mehrere Blockaden, die den ganzen Tag dauerten, verhindert werden. Vielen Dank an Alle, die dabei waren. Und wir kommen wieder - nächstes Jahr!

 

Alternative Wege aus der Krise - mit Werner Rätz - 2010

 

Am Freitag, den 29. Januar, ist Werner Rätz bei uns zu Gast mit einem Vortrag zu Wegen aus den aktuellen Krisen:

Der Kapitalismus treibt sonderbare Blüten. Einerseits hat er eine ungeheure Warensammlung angehäuft und damit einen Reichtum geschaffen, wie es ihn noch nie auf der Welt gab. Andererseits wird dieser Reichtum nicht nur völlig ungerecht verteilt, sondern er schafft auch seinen Besitzern ärgerliche Probleme: Inzwischen sind die Kapitalmassen so groß geworden, dass es schon seit Jahrzehnten immer weniger gelingt, sie so in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen anzulegen, dass Profite abfallen, die die Investoren zufrieden stellen. Deshalb sind diese zunehmend in Finanzgeschäfte ausgewichen und haben damit die größte globale Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren hervorgerufen.

Deren Folgen spüren die Menschen schon seit langem: Verschuldung des Südens, geringerer Anteil der Löhne am Volkseinkommen, Verschleuderung öffentlichen Eigentums, Privatisierung und Abbau sozialer Daseinsvorsorge. Selbst die OECD, die Organisation der kapitalistischen Industriestaaten, stellt in ihrem diesjährigen Bericht zur Lage der Altersversorgung in ihren Mitgliedsländern fest, dass das deutsche Rentensystem der Krise am besten standgehalten hat – nur um im gleichen Atemzug seine Privatisierung zu fordern.

Wo muss eine kluge Politik gegen die Ursachen und Folgen der Krise ansetzen? Darüber wollen wir in der Veranstaltung mit Werner Rätz von Attac Deutschland diskutieren. Der Referent wird Vorschläge für die Gestaltung der Sozialsysteme vorlegen und sie in den Rahmen der Krisendebatte einordnen. Gemeinsam können wir überlegen, wie eine Gegenbewegung gegen die kapitalistische Krise aussehen kann und wer Partner dafür sein könnte.

Ort: Peter-Weiss-Haus, Doberaner Straße, 18.00 Uhr

Werner Rätz (Bonn), geb. 1952. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Seit den 1970ern Engagement in der Friedens- und Internationalismusbewegung, bei der Informationsstelle Lateinamerika (ila) in Bonn und für diese im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland. Schwerpunkte sind soziale Sicherungssysteme und bedingungsloses Grundeinkommen.
Mitherausgeber: Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit (Wien 2007), zahlreiche Zeitschriftenveröffentlichungen.

 

Fahrt zur Großdemo in Kopenhagen 2009

 

Anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen vom 7.-18. Dezember wird am Samstag, den 12. Dezember, in Kopenhagen eine Großdemo stattfinden. Einige von uns werden dorthin mit fahren. Von Rostock aus werden zwei Busse des BUND starten, am Freitag vormittag hin und Sonntag nachmittag zurück. Die Fahrtkosten betragen 40 €, für die Übernachtung werden Turnhallen in Kopenhagen zur Verfügung stehen.

Was passiert sonst noch in Kopenhagen?

- Gegengipfel, 07.-18.12.: http://www.klimaforum09.org/

- Großdemo, 12.12.:
   http://www.globalclimatecampaign.org/
   Attac mobilisiert für die Demo und organisiert einen eigenen Block.

- "Hit the Production", 13.12.:
   eine symbolische Blockade des Kopenhagener Hafens, um gegen den
   klimaschädlichen Welthandel zu protestieren.
   http://www.climate-justice-action.org/news/2009/08/14/
   december-13th/

- „Reclaim Power“, 16.12.:
   http://www.climate-justice-action.org/
   Eine Aktion zivilen Ungehorsams, an der sicher auch Aktive von Attac
   teilnehmen werden. Zum Aktionskonsens gehört Gewaltlosigkeit, die
   Bildung von Bezugsgruppen wird für TeilnehmerInnen wichtig sein.

 

Online-Petition für Transaktionssteuer erreicht Zielmarke

 

Steuern gegen Armut!

Online-Petition erreicht 50.000 Unterstützer_innen in drei Wochen!

Damit wird es eine Anhörung zum Thema Finanztransaktionssteuer im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages geben.

Zahlreiche Organisationen haben eine  eine gemeinsame Kampagne gestartet: Der Finanzsektor muss sich an den Krisenkosten beteiligen! Eine kluge Besteuerung kann zudem künftige Krisen vermeiden helfen. Wir wollen eine Steuer gegen Armut - die jenen hilft, die vom derzeitigen Wirtschaftssystem am heftigsten getroffen werden.

"Das ist ein großartiger Erfolg unserer Kampagne und zeigt, welch breite Unterstützung eine Besteuerung spekulativer Finanzmarktgeschäfte in der Gesellschaft findet", sagte Jörg Alt von der Jesuitenmission, der Initiator der Kampagne. Neben der öffentlichen Anhörung habe die Kampagne mit der Online-Petition erreicht, dass sich Menschen im ganzen Land mit den negativen Auswirkungen deregulierter Finanzmärkte auseinandergesetzt haben.

Aus dem Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Bundesregierung und Bundestag werden aufgefordert, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen und dafür einzutreten, dass sie auch von anderen Ländern umgesetzt wird. Diese Steuer bezieht alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen ein. Bis diese Steuer EU- oder weltweit umgesetzt ist, sollen auf nationaler Ebene vorbereitende Schritte unternommen werden, z.B. unterstützende parlamentarische Entschließungen oder die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Weitere Informationen unter: www.steuer-gegen-armut.de

 

Antirepressionstage 13.-15.11.2009

 

Am kommenden Samstag, den 14.11.2009, findet in Rostock eine Antirepressionsdemo mit anschließendem Konzert und Soliparty statt. Anlass sind neben zunehmender staatlicher Ausschnüffelei und Repression gegenüber BürgerInnen allgemein insbesondere die Ereignisse rund um die Fahrt von Rostocker FriedensfreundInnen nach Strasbourg/Kehl zum Nato-Gipfel in diesem Jahr. Unter Antimilitarismus findet Ihr hier auf dieser Seite eine Dokumentation dazu von der Gruppe Soli für ToNi. Am Montag, den 16.11., wird in Strasbourg der Prozess gegen die zwei Demoteilnehmer aus Rostock beginnen.

 Also - kommt Samstag zur Demo und zur Party!  Näheres findet Ihr auch unter repressionfueralle.blogsport.de

Sams­tag, 14.​11.2009 14 Uhr De­mo­treff am Hauptbahnhof, Bahnhofsvorplatz zur Innenstadt
an­schlie­ßend Vokü

ab 19 Uhr Kon­zert und So­li­par­ty im Fan­ta­sia­win­ter­la­ger
beim Die­sel­mo­to­ren­werk:

The Moi­ter Oi­ters (Ska­punk aus DBR)

Son­derk­nust (Rock/Al­ter­na­ti­ve/Metal aus Nor­we­gen)

Re­ven­ge­from­mars (HC Punk aus Hes­sen)

Kol­por­teu­re (Punk­rock aus Ber­lin)

Vortrag zu Klimaschutz und Emissionshandel am 5.11.2009

 

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten zu einem attac-Themenabend zum Klimaschutz am Donnerstag, den 5.November 2009 in den Sitzungsraum der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eingeladen ist als Referent der Politikstudent Reinhold Uhlmann, der zur internationalen Klimapolitik sprechen wird. Er beleuchtet die Marktmechanismen im Kyotoprotokoll kritisch und wirft dabei die Frage auf, ob der Emissionshandel dazu dient, unser Klima zu schützen oder eher die Profite für viel CO2 ausstoßende Konzerne zu sichern.

Der Umweltaktivist wird Alternativen zur bisherigen Klimapolitik vorstellen und einen Einblick in die geplanten Proteste zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 geben. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr.

Zur Vorbereitung auf das Thema eignet sich die A4-Broschüre "Klima-Casino schließen" von Avanti und Solid.

 

Gentechnik-Gegner Percy Schmeiser in Rostock - 2009

 

Wie Patente auf Leben die Welt verändern - Percy Schmeiser kommt nach Rostock!

Weltbekannter Gentechnikgegner und Alternativer Nobelpreisträger beginnt seine Europa-Tour in Rostock und spricht auf Einladung des AStA und der grünen Hochschulgruppe an der Rostocker Universität

Percy Schmeiser, kanadischer Farmer, Gentechnikgegner und alternativer Nobelpreisträger 2007 kommt am 14.10.2009 nach Rostock. Die öffentliche Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Hörsaal R 323 der Uni statt.

 

Globalisierungskritische Stadtführung - 2009

 

Am 07. September haben wir uns das erste Mal nach der Sommerpause wieder getroffen. Wir haben an einer konsumkritischen Stadtführung zu den Themen Elektronik, Kosmetik und Kleidung teilgenommen und anschließend im Heumond unser Gruppentreffen durchgeführt.

Wer auch Interesse an konsumkritischen Stadtführungen hat, kann sich wenden an:

Konsum Global Rostock
buchbar bei Soziale Bildung e. V.:
bildung@soziale-bildung.org 

Tel: 0381 - 127 33 63, www.soziale-bildung.org

 

Demonstration für Demokratie und Toleranz in Güstrow - 2008


Bündnis zeigt Flagge für Demokratie und Toleranz - 19.Juli 2008

Ein breites Bündnis von Parteien, Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen um den Deutschen-Gewerkschafts-Bund ruft für Sonnabend, den 19. Juli, von 13:00 bis 18:00 Uhr zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung am Marktplatz von Güstrow auf. »Wir laden weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit uns ein Zeichen für Demokratie und gegen deren Gegner zu setzen«, erklärt Jutta Reinders, Vorsitzende der DGB-Region Rostock/Mittleres Mecklenburg und sie ergänzt: »Leider ist es nicht gelungen den Demonstrationszug der extremen Rechten vom Marktplatz fern zu halten, um so wichtiger erscheint es den Bündnispartnern, dass von Güstrow ein klares Signal gegen Rassismus und für Toleranz ausgeht. Die Güstrower Bevölkerung sollte es nicht widerspruchslos hinnehmen, wenn die extreme Rechte wieder einmal die Möglichkeit nutzt durch Güstrow zu marschieren und die ewig gestrigen Phrasen zu dreschen«. Da die demokratischen Kräfte durch die Ordnungsbehörden an den Marktplatzrand verbannt worden sind, während die extreme Rechte sich eine Stunde lang vor dem Rathaus produzieren darf, hat das Bündnis der Demokraten beschlossen, auf die in der Presse angekündigten Elemente mit Volks- und Sommerfestcharakter bei der eigenen Veranstaltung zu verzichten. 

 

Flyer Selbstvorstellung

Neuigkeiten

24.09.2009 | Laut aber friedlich mehr

24.09.2009 | Stoppt den Überwachungswahn mehr

24.09.2009 | Repression gegen Anti-Nato-DemonstrantInnen aus Rostock mehr

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