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Wo neoliberale Wirtschaftswissenschaft versagt, ist die Zivilgesellschaft gefragt!

attac-Aktionstag am 24.August 2017

zur Tagung der “Wirtschaftsnobelpreisträger”
in Lindau/Bodensee

 

Programm:

15:00 Uhr - Demonstration ab Bahnhofplatz über die Insel

16:00 Uhr - Kundgebung  am Bismarckplatz/Altes Rathaus

20:00 Uhr - Podiumsdiskussion im Parktheater, Zwanzigerstr. 3,   mit:

Prof. Dr. Max Otte, Karl-Franzen-Universität, Graz

Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin, Berlin

Mag. Christian Felber, Gemeinwohlökonom, Wien

Prof. Dr. Ulrich Brand, Universität Wien, attac-D

Moderation:
Renate Börger
, Hörfunkjouralistin(BR), München

 

 

Die Crème de la Crème der etablierten Wirtschaftswissenschaften, trifft sich vom 22. bis 26.Aug.2017 wieder zu ihrer 3-jährlichen Laureatentagung” in Lindau. Sie, in der Mehrzahl Vertreter und Lehrer einer neoliberalen Wirtschaftsordnung, haben den Weg in die heutigen Wirtschafts-, Finanz- und Währungskrise bereitet. Die angebliche Überlegenheit freier Märkte  ist eine leere Verheißung. Und die von den Wirtschaftswissenschaften beratene Politik,  hat auch in Europa die Ungleichheit der Ein-kommens- und Vermögensverteilung massiv gesteigert, Millionen Menschen den Arbeitsplatz gekostet, zur Verschärfung der Finanz- und sozialen Krisen beigetragen und Staaten an den Rand des Abgrunds gebracht.

 

Der ursprünglich von Alfred Nobel nicht vorgesehene Wirtschaftsnobelpreis wurde 1969 von der Schwedischen Reichsbank nachträglich eingerichtet. Er wurde unter anderem an Friedrich A. von Hayek und Milton Friedman vergeben, die Vordenker und bekanntesten Ideologen der Wirtschaftslehre des Neoliberalismus. Auch Finanzspekulanten und Steuerbetrüger wie Myron S. Scholes wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

 

Die  drängenden  sozialen  und  ökologischen  Fragen  lassen sich mit den Theorien und empirischen Analysen der meisten der Laureaten nicht lösen. Themenbereiche von gßtem öffentlichen Interesse wie:  Verschuldung, Verarmung, Arbeitslosigkeit, soziale Gerechtigkeit, Handelsungleich- gewichte und ökologische Krisen, werden in der etablierten Wissenschaft einseitig oder gar nicht behandelt. Daher  müssen wir über den Horizont der etablierten Wirtschaftswissenschaft hinaus den Blick nach vorn richten. Welches Wissen ist notwendig, damit  Finanz- und Wirtschaftssysteme demokratisch besser kontrolliert werden? Wie kann ein auf Wachstum angelegtes Wirtschaftssystem transformiert werden, um den drohenden sozialen, ökologischen und klimatischen Kollaps abzuwenden?  Wo und wie entsteht das Wissen für eine zukunftsfähige Gesellschaft und ein nachhaltiges Wirtschaftssystem?

Mit diese Fragen werden wir uns am 24.August 2017 beschäftigen. Unsere Experten kommen aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und den Medien.   Der Einritt frei – Spenden erwünscht.

Weitere Informationen: Lothar Höfler, Marktpl.3, - T.0172 8309248

  Unterstützer: attac-D und Wi-Beirat, attac-Tettnang, attac-VA/Rhythm-attac, BL Lindau, Einzelpersonen

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