2014: weltweite Proteste gegen die Bombardierung von Gaza durch die israelische Armee

Rede von Norman Paech auf der Demonstration in Hamburg am 18. Juli 2014

Liebe palästinensische Freundinnen und Freunde, liebe deutsche Freundinnen und Freunde, die ihr aus Solidarität zu dieser Demonstration gekommen seid.


Seit bald zwei Wochen ist Gaza wieder unter schwerer Bombardierung durch israelische Kampfjets, Drohnen, Artillerie und Raketen – ein Ende ist nicht abzusehen, 18 000 Soldaten stehen bereit, ein weiteres Mal ein Massaker im Gaza-Streifen anzurichten. Und wieder berichten unsere Medien, ob Presse, Fernsehen oder Radio, über diese Angriffe, als gäbe es keine historischen Hintergründe, keinen politischen Zusammenhang und kein internationales Recht, welches solche Kriege verbietet und zu regeln versucht. Sie zählen nur die Raketen, die aus dem Gazastreifen auf israelischem Territorium landen, und haben den Angreifer seit Beginn der israelischen Bombardements ausgemacht: es sind die Palästinenser, die Hamas.

Die israelische Regierung, die diese Verbrechen, diesen Massenmord nun zum wiederholten Mal gegen das palästinensische Volk begeht, wird auf uns nicht hören. Also wenden wir uns hier an unsere Medien, um sie an einige Dinge zu erinnern, die sie immer wieder vergessen. Schließen wir uns den amerikanischen Freunden der Palästinischen Solidaritätskampagne an, die jüngst die BBC in Großbritannien an ihre Pflichten erinnerte, die aus der Pressefreiheit entstehen.

Wir möchten auch unsere Medien daran erinnern, dass nicht Gaza Israel seit Jahrzehnten belagert und besetzt hält. Gaza ist seit 1967 unter der ständigen Belagerung und Besatzung durch Israel. Daran hat leider auch nichts geändert, dass Israel vor neun Jahren seine Truppen und Siedler aus dem Gazastreifen abgezogen hat. Israel hat seitdem seinen Ring der Blockade und des Boykotts von außen immer enger gezogen, der Gaza erwürgt. Das Leben in Gaza ist ein Leben im Gefängnis, es ist menschenunwürdig und unerträglich geworden. Die Gefängniswärter sind oft brutaler als die Besatzer.

Wir möchten unsere Medien daran erinnern, dass Israel eine Bevölkerung mit zahllosen Flüchtlingen bombardiert. Es sind Palästinenser, die 1948 und 1967 gezwungen wurden, ihr Land zu verlassen. Sie wurden zu Flüchtlingen gemacht, um den Staat Israel zu gründen und später seinen Siedlern Land und Wohnung zu verschaffen. Es gibt zahlreiche Flüchtlingslager in Gaza, wo die Menschen auf engstem Raum ein bescheidenes Leben fristen. Jede Bombe, jede Rakete auf diesen dicht besiedelten Streifen hat notwendig zivile Opfer zur Folge. Es ist zynisch, die Menschen aufzufordern, ihre Wohnungen zu verlassen, damit diese zerstört werden. Wohin sollen die Menschen in einem Gefängnis fliehen? Selbst Kinder werden am Strand von See aus beschossen und getötet. Ist das Schlachtfest für die Zuschauer auf den Hügeln vor Sderot immer noch nicht genug?

Wir möchten unsere Medien daran erinnern: Gaza hat keine Armee, keine Luftwaffe, keine Marine und keine Luftabwehrraketen. Israel besitzt eine der stärksten Armeen in der Welt. Ihr ist jetzt an verschwiegenem Ort in Kiel ein weiteres U-Boot übergeben worden, das mit atomaren Raketen ausgerüstet werden kann. Warum berichten unsere Medien davon nicht? Lesen sie nur die Presseerklärungen der israelischen Armee? Oder werden sie gar von der israelischen Regierung bezahlt?

Gazas Raketen sind so ärmlich wie das Leben in Gaza selbst ist. Ihr Einsatz hat zum Glück bisher nur wenige Opfer getroffen und geringe Schäden angerichtet. Er ist offensichtlich Ausdruck der totaler Ohnmacht und Verzweiflung gegenüber einem übermächtigen Feind, der auch noch volle Unterstützung von den Regierungen der EU und der USA erhält. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass nach israelischen Quellen seit dem Jahr 2000, der letzten Intifada, bis jetzt über 7000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet worden sind, davon 1500 Kinder. Etwas über 1000 Israeli wurden Opfer der Kämpfe. Seit dem Massaker zur Jahreswende 2008/2009 wurden bis zum Mai 2014 insgesamt 571 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet, gegenüber 18 getöteten Israelis. Ja, wir wissen, jeder Tote ist ein Toter zu viel. Aber dieses Missverhältnis der Zahlen zeigt die totale Überlegenheit der israelischen Besatzungsarmee, die jeden Einsatz zu einem Verbrechen machen muss.

Unsere Medien bewerten Israels Bombardierung der Zivilbevölkerung als „Antwort“ oder „Vergeltung“ für die Raketen aus Gaza. Wir möchten Sie daran erinnern, dass diese Raketen erst abgeschossen wurden, als die israelische Armee eine brutale Razzia um Hebron mit mehreren Toten begann, um die Entführer der drei israelischen Jungen zu fassen. Die Entführung und Ermordung der drei Jungen sind zu beklagen, sie sind ein Verbrechen, sie sind unverzeihlich und zu verurteilen. Israel hat sie sofort Hamas angeheftet, Hamas hat bis heute bestritten. Wir wissen bis heute nicht, wer dieses scheußliche Verbrechen verübt hat. Unsere Medien haben aber sogleich die israelische Version übernommen. Unsere Frage: Glauben sie eigentlich nur den Presserklärungen der israelischen Regierung?

Unsere Medien sind davon überzeugt, dass der Mord an den drei Jungen überhaupt der Grund für die unverhältnismäßige Razzia der Armee mit mehreren Toten und den Ausbrauch der Gewalt sei. Wir möchten unsere Medien daran erinnern, dass die israelische Regierung schon immer die Vernichtung der Hamas offen verkündet hat. Wenn die Regierung heute sagt, nein, wir brauchen Hamas noch, dann sagen wir: stellt die Angriffe ein und beendet die Blockade, öffnet die Grenzen, dann könnt ihr mit Hamas verhandeln.

Bei den ersten Anzeichen für eine Einigung von Fatah und Hamas hat die Regierung zudem erklärt, sie werde alles unternehmen, um das zu verhindern. So wie sie bereits zuvor alle Einigungsversuche erfolgreich verhindern konnte. Wir fragen unsere Medien: Was sagen Sie zu der verbreiteten Vermutung, Israel benutze nur den Tod der drei Jungen, um Hamas zu zerstören und eine gemeinsame Regierung der Palästinenser zu verhindern?

Unsere Medien machen die Besatzer zum Opfer und die Besetzten zum Aggressor. Wir würden Sie gerne daran erinnern, dass nach internationalem Recht der Widerstand gegen diese Besatzung berechtigt ist. Die Besatzung durch Israel ist wiederholt durch die UNO und den Internationalen Gerichtshof für völkerrechtswidrig erklärt worden. Seit über 40 Jahren hält dieser unerträgliche Zustand an. Schon 1973 hat die UNO dem palästinensischen Volk ein Widerstandrecht dagegen zuerkannt. Dieses Recht auf Widerstand und Befreiung von der Besatzung besteht auch heute noch. Der Besatzer ist der Aggressor und die Besetzten haben ein Recht auf Widerstand und Verteidigung.

Wir möchten Sie auch daran erinnern, dass jede Besatzung nach dem Recht der Haager und Genfer Konventionen nicht nur Rechte, sondern auch Verbote und Pflichten zu beachten hat. So darf der besetzende Staat die natürlichen Ressourcen des besetzten Landes, ob es Erdöl oder Erdgas, Wasser oder Wälder, Steinbrüche, Ackerland oder Plantagen sind, nur als Verwalter benutzen. Er darf das Land nicht für sich allein ausbeuten, sondern nur, wenn der Gewinn der einheimischen Bevölkerung zugutekommt. Wo und wann hat Israel diese Verbote und Pflichten jemals beachtet, fragen wir Sie? Wo ist es seiner Pflicht zur Versorgung mit Lebensmitteln und ärztlichen Fürsorge nachgekommen? Das Gegenteil ist in Gaza der Fall. Wie kommen Sie dazu, einer solchen Besatzungsmacht ein Verteidigungsrecht zuzusprechen? Gewiss, diese Raketen aus Gaza sind offensichtlich so primitiv und werden wahllos abgefeuert, dass sie ungesteuert auch zivile Einrichtungen treffen. Das ist völkerrechtswidrig und muss eingestellt werden. Nur, erinnern Sie sich an die Zeit des algerischen Befreiungskrieges: als die Algerier gefragt wurden, warum sie Sprengsätze in den Papierkörben der Restaurants versteckten und zur Explosion mit vielen zivilen Opfern brachten, antworteten sie. Hätten wir Hubschrauber wie die Franzosen, würden wir die benutzen, die sind offensichtlich erlaubt.

Und schließlich möchten wir unsere Journalistinnen und Journalisten der Presse, des Fernsehens und des Radios daran erinnern, dass sie bei ihren nächsten Interviews von Regierungs- und Parlamentspolitikern eine Frage stellen, die sie bisher immer vergessen haben: „Wenn Israel seine Besatzung Palästinas beenden würde und allen Palästinenserinnen und Palästinensern erlauben würde, frei von israelischer Besatzung und Beherrschung zu leben, würde das den Frieden bringen?“

Sie würden stottern, nach Auswegen suchen oder verlegen schweigen. Aber dieses ist die Frage, die endlich zum Kern dieses Konfliktes und auch dieses Massakers in Gaza führt. Kein Konflikt ist so schwierig, dass er nicht gelöst werden kann. Ein Friedensangebot, welches nicht die Beseitigung der Besatzung und den Rückzug der Siedler enthält, ist kein Friedensangebot. Die Welt kann es den Palästinenserinnen und Palästinensern nicht weiter zumuten, noch länger unter diesen qualvollen und entwürdigenden Bedingungen der israelischen Besatzung zu leben. Besatzung ist Gewalt und wird immer wieder Gegengewalt hervorbringen. Die Bewohner Gazas, der Westbank und von Ost-Jerusalem brauchen nur eines, was unsere Politiker nicht müde werden, in ihren Festreden zu beschwören: Freiheit. Freiheit, so zu leben, wie sie es wünschen, mit der Regierung und dem Glauben, die sie sich wählen. Nur so wird Frieden in der Region eintreten und auch die israelische Gesellschaft wird endlich zur Ruhe und zu normalen Beziehungen mit ihren Nachbarn finden.

Deshalb fordern wir: - Ende der Besatzung, von Krieg und Gewalt

  • Raus aus den besetzten Gebieten

  • Aufhebung der Blockade Gazas

  • Freiheit für alle Palästinenserinnen und Palästinenser

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Palästinensische Gemeinde Deutschland e.v. - Deutsch-palästinensische Gesellschaft

Das wahre Gesicht der radikalen Regierung in Israel

Seit Tagen bombardiert die Kriegsarmee der Besatzungsmacht Israel Wohngebiete und die Infrastruktur im Gazastreifen. Die Zahl der getöteten Zivilisten und das Ausmaß der Zerstörung – insbesondere an Wohnhäusern – spricht für die wahren Absichten der rassistischen Politik der zionistischen Machthaber.

Ihr Ziel war und ist immer noch, dass das palästinensische Volk sein Schicksal der Besatzung und der Unterdrückung hinnehmen und seinen legitimen Widerstand für Selbststimmung und Freiheit aufgeben soll. Kurzum: Das palästinensische Volk im Besetzten Palästina soll das zionistische Apartheidsregime stillschweigend akzeptieren und fügsam sein.

Der Vorwand für das barbarische Vorgehen der Besatzungsmacht, die eigene Bevölkerung vor den Palästinensern zu schützen, ist weit mehr als sarkastisch und irreführend. Es ist vielmehr und vor allem eine Verleugnung der Realität und der Tatsachen.


Realitäten und Tatsachen

Tatsache ist, dass die Besatzung des Gazastreifens nie aufgehört hat. Israel hat die Besatzungsarmee lediglich umplatziert und so die Methode der Kontrolle und Unterdrückung verschleiert.

Realität ist die seit Jahren hermetische Abriegelung des Gazastreifens seitens der Israelis. Für normale palästinensische Zivilisten ist die Ausreise faktisch unmöglich. Was nach sich zieht, dass zahlreiche Kranke und Bedürftige, die durchaus hätten gerettet werden können, elendig dahin gesiecht sind.

Realität ist, dass die Besatzungsmacht fast wöchentlich im Gazastreifen Terroroperationen zu Liquidierung von Palästinensern durchführt.

Realität ist ebenso, dass die Besatzungsmacht den Palästinensern die Grundlage für das Leben – Wasser, Nahrung, Elektrizität – nur rationiert und willkürlich zuteilt.

Tatsache ist, dass die Zurückhaltung der Palästinenser in der Westbank und die friedliche Politik der palästinensischen Führung mit immer mehr Siedlungen, immer mehr Siedlern, immer stärkerer Enteignung und immer heftiger werdenden Schikanen gedankt wurde. Die Liste der strukturellen Gewalt geht von Hunderten Checkpoints allein innerhalb der palästinensischen Gebiete bis zu Apartheitsstraßen nur für israelische Siedler und einer Apartheidsmauer, die jegliches Gerede über oder Gedanken an einen palästinensischen Staat ad absurdum führt.

Realität ist, dass die Palästinenser im Besetzten Palästina der Willkür der israelischen Besatzungsarmee ausgeliefert sind. Verhaftungen, Liquidierungen, Zerstörung der Häuser sowie Raub jeglicher Ressourcen bestimmen ihren Alltag.

Tatsache ist, dass das Leben der palästinensischen Kinder und Frauen weniger Wert ist als das israelischer Kinder und Frauen.

Dass die Palästinenser sich gegen diese strukturelle und physische Gewalt mit allen Mitteln wehren, ist ihr legitimes Recht. Sie haben das legitime Recht auf Widerstand gegen diese Besatzung.


Schutztruppen für Palästina

Wir von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft fordern die Weltgemeinschaft auf, die Besatzungsmacht Israel und ihr menschenunwürdiges Vorgehen auf das Schärfste zu verurteilen und Schutztruppen für das palästinensische Volk ins Besetzte Palästina zu senden.

Die Anerkennung des Staates Palästina – insbesondere von der Europäischen Union – ist der erste Schritt zur Beendigung der Besatzung und der Willkür der Zionisten im Besetzten Palästina

Wir fordern die deutsche Regierung auf, nicht länger ihre schützende Hand über das Verbrecherregime in Israel zu halten.

Es ist an der Zeit, die Politik der rassistischen Regierung in Israel mit Sanktionen zu bestrafen.


Frieden in Palästina wird es nur geben, wenn das palästinensische Volk seine Selbstbestimmung und die Gründung seines unabhängigen Staates in den Grenzen von 1967 verwirklichen kann.

Frieden wird es nur geben, wenn eine gerechte Lösung – auf der Grundlage des internationalen Rechts – gefunden wird.

Hannover 10.7.2014

 

 

Demonstrationen weltweit am 9. August

Photos: Worldwide protest against Israeli attack on Gaza (Updated)

 Photos: Protests for Gaza Day of Rage around the world

Gaza: Nachrichten, Hinweise auf Stellungnahmen und Aufrufe

Blogger aus Gaza

Viele Infos /Übersicht über Aktivitäten: http://www.palaestina-solidaritaet.de/gaza-attack-2014/

Ausserordentliche Sitzung des Russell-Tribunals zu GAZA am 25.9.2014: http://www.russelltribunalonpalestine.com/en/sessions/extraordinary-session-brussels/findings

Deutsche Übersetzung

 

Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel - für ein
Ende der Besatzung und für einen gerechten Frieden (KoPI)

*Erklärung zu Gaza* 22. Juli 2014

*Dringender Spendenaufruf*


 Einige Stellungnahmen über GAZA:

Felicia Langer: Die Palästinenser werden allein gelassen. mehr

 

 

Yehuda Shaul von "Breaking the silence", Israel: „Die Frage lautet nicht, ob wir Frieden wollen. Die Frage lautet, ob wir die Besatzung beenden wollen. Ob wir unseren Nachbarn, den Palästinensern, dieselben Rechte einräumen wollen, die wir für uns beanspruchen. Nicht einen Millimeter mehr und nicht einen weniger.“ Mehr


 

Einen Einblick in die Breite der weltweiten Proteste gegen die israelischen Besatzung und die militärischen Angriffe findet ihr hier

 

Über die Situation in Gaza (scharfe Blockade seit 7 Jahren):

Täglicher Kampf ums Überleben

UNO-Organisation : aktuelle Berichte

 Mustafa Barghouti: Es ist Netanjahu, der die Gewalt will

Seit Jahren: Drohnen über Gaza Sleepless in Gaza

 Michael Lüders (im ZDF): "Es ist ein Krieg gegen Zivilisten (...) 

Rolf Verleger im Gespräch mit Tobias Armbrüster

Lateinamerikanische Länder für Frieden in Nahost

A call: military embargo on Israel!

We call on the UN and governments across the world to take immediate steps to implement a comprehensive and legally binding military embargo on Israel


Nobel laureates Archbishop Desmond Tutu, Adolfo Peres Esquivel, Jody Williams, Mairead Maguire, Rigoberta Menchú and Betty Williams have published an open letter calling on the UN and governments around the world to impose a military embargo on Israel.

Other signatories include Noam Chomsky, Roger Waters from Pink Floyd, playwright Caryl Churchill, US rapper Boots Riley, João Antonio Felicio, the president of the International Trade Union Confederation, and Zwelinzima Vavi, the general secretary of the Confederation of South African Trade Unions.


Israel has once again unleashed the full force of its military against the captive Palestinian population, particularly in the besieged Gaza Strip, in an inhumane and illegal act of military aggression. Israel's ability to launch such devastating attacks with impunity largely stems from the vast international military cooperation and trade that it maintains with complicit governments across the world. Over the period 2008-19, the US is set to provide military aid to Israel worth $30bn, while Israeli annual military exports to the world have reached billions of dollars.


In recent years, European countries have exported billions of euros' worth of weapons to Israel, and the EU has furnished Israeli military companies with research grants worth hundreds of millions. Emerging economies such as India, Brazil and Chile are rapidly increasing their military trade and cooperation with Israel, despite their stated support for Palestinian rights. By importing and exporting arms to Israel and facilitating the development of Israeli military technology, governments are effectively sending a clear message of approval for Israel's military aggression, including its war crimes and possible crimes against humanity.


Israel's military technology is marketed as "field-tested" and exported across the world. Military trade and joint military-related research relations with Israel embolden Israeli impunity in committing grave violations of international law and facilitate the entrenchment of Israel's system of occupation, colonisation and systematic denial of Palestinian rights. We call on the UN and governments across the world to take immediate steps to implement a comprehensive and legally binding military embargo on Israel, similar to that imposed on South Africa during apartheid.


Adolfo Peres Esquivel Nobel Peace Laureate, Argentina, Ahdaf Soueif author, Egypt/UK, Aki Olavi Kaurismäki film director, Finland, Alice Walker writer, US, Archbishop Desmond Tutu Nobel Peace Laureate, South Africa, Betty Williams Nobel Peace Laureate, Ireland, Boots Riley rapper, poet, arts producer, US, Brian Eno musician, UK, Caryl Churchill playwright, UK, Chris Hedges journalist, Pullitzer Prize 2002, US, Cynthia McKinney politician, activist, US, David Palumbo-Liu academic, US, Etienne Balibar philosopher, France, Federico Mayor Zaragoza former Unesco director general, Spain, Felim Egan painter, Ireland, Frei Betto liberation theologian, Brazil, Gillian Slovo writer, UK/South Africa, Githa Hariharan writer, India, Giulio Marcon MP (SEL), Italy, Hilary Rose academic, UK, Ilan Pappe historian, Israel, Ismail Coovadia former South African ambassador to Israel, James Kelman writer, Scotland, Janne Teller writer, Denmark, Jeremy Corbyn MP (Labour), UK, Joanna Rajkowska artist, Poland, Joao Felicio, President of ITUC, Brazil, Jody Williams Nobel Peace Laureate, US, John Berger artist, UK, John Dugard former ICJ judge, South Africa, John McDonnell MP (Labour), UK, John Pilger journalist and filmmaker, Australia, Judith Butler philosopher, US, Juliane House academic, Germany, Karma Nabulsi Oxford University, UK/Palestine, Ken Loach filmmaker, UK, Kool AD (Victor Vazquez) musician, US, Liz Lochhead national poet for Scotland, UK, Luisa Morgantini former vice president of the European Parliament, Italy, Mairead Maguire Nobel Peace Laureate, Ireland, Michael Mansfield barrister, UK, Michael Ondaatje author, Canada/Sri Lanka, Mike Leigh writer and director, UK, Naomi Wallace playwright, screenwriter, poet, US, Noam Chomsky academic, author, US, Nurit Peled academic, Israel, Prabhat Patnaik economist, India, Przemyslaw Wielgosz chief editor of Le Monde Diplomatique, Polish edition, Poland, Raja Shehadeh author and Lawyer, Palestine, Rashid Khalidi academic, author, Palestine/US, Richard Falk former UN special rapporteur on Occupied Palestinian Territories, US, Rigoberta Menchú Nobel Peace Laureate, Guatemala, Roger Waters musician, UK, Ronnie Kasrils former government minister, South Africa, Rose Fenton director, Free Word Centre, UK, Sabrina Mahfouz author, UK, Saleh Bakri actor, Palestine, Sir Geoffrey Bindman lawyer, UK, Slavoj Zizek author, Slovenia, Steven Rose academic, UK, Tom Leonard writer, Scotland, Tunde Adebimpe musician, US, Victoria Brittain journalist, UK, Willie van Peer academic, Germany, Zwelinzima Vavi secretary general of Cosatu, South Africa


Source: The Guardian, Friday 18 July 2014 http://www.theguardian.com/world/2014/jul/18/arms-trade-israel-attack-gaza

More: http://www.bdsmovement.net/2014/nobel-celebrities-call-for-military-embargo-12316

JEWS AGAINST GENOCIDE

We, the undersigned, endorse the principles of  "Jews Against Genocide" (below) and support its actions. We urge you to join us in condemning Israel's incremental genocide of Palestinians and pledge to do everything in our power to stop it.

 

JEWS AGAINST GENOCIDE 


We, Jews Against Genocide, came to Yad Vashem, Israel’s memorial of the genocide committed against Jews, to honor the Palestinian children who are dying in a genocide committed by Jews.

We brought dolls to symbolise the children of Gaza, and tried to bring a glimpse of the horror that Gazans face, to Israel’s doorstep. We hope to show Israel, and the world, the absurd reality of using the memory of one genocide to justify another.

We invite compassionate people from across the globe to join the outcry by staging similar protests in front of Israeli embassies and consulates around the world. Please send pictures of your actions to jewsagainstgenocide1948@gmail.com.

Just as we honor the people who were murdered seven decades ago in Europe because they were Jews, we are here to honor the people who are being murdered at this very moment because they are the indigenous people of this land who are not Jews.

The UN Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide defines Genocide as, “any of the following acts committed with intent to destroy, in whole or in part, a national, ethnical, racial or religious group, as such:
(a) Killing members of the group;
(b) Causing serious bodily or mental harm to members of the group;
(c) Deliberately inflicting on the group conditions of life calculated to bring about its physical destruction in whole or in part; [...]“
The children of Gaza, who are being systematically murdered as we write this article, constitute 52% percent of the population under siege in the strip. The vast majority of these children are descendants of refugees from historical Palestine.

In the current round of atrocities committed by the Israel occupation army, so far dozens of children have been murdered in their homes, with Israel’s war-making leadership vowing “much higher costs” on the Palestinian side as the bombing and shelling continues.

The war crimes and crimes against humanity committed in Gaza today are the latest stage of an ongoing campaign of ethnic cleansing and genocide against the indigenous people of this land.

The Jewish State was founded on the Zionist principle of “maximum Jews on maximum land, and minimum Arabs on minimum land”, which was made reality through sixty-six years of continued assault against Palestinians, denying them the right to live freely and peacefully in their historical homeland.

The Israeli regime has turned the beautiful Gaza strip into a densely populated ghetto, with unsafe water, untreated sewage, and insufficient resources and electricity. This ghetto has become a concentration camp, through repeated Israeli massacres in what the Goldstone Report described as an effort to, “humiliate and terrorize a civilian population, radically diminish[ing] its local economic capacity.”

We express our support and solidarity for the Palestinian civil society’s call for Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) against Israel, until it complies with the three basic demands of:
1. Ending its occupation and colonization of all Arab lands and dismantling the Wall
2. Recognizing the fundamental rights of the Arab-Palestinian citizens of Israel to full equality; and
3. Respecting, protecting and promoting the rights of Palestinian refugees to return to their homes and properties as stipulated in UN resolution 194.

Never Again for Anyone - End Israel's Genocide of Palestinians 

Jews Against Genocide (JAG)

Resources:
United Nations, preventing Genocide:http://www.un.org/en/preventgenocide/adviser/genocide_prevention.shtml
Palestinian civil society call for BDS: http://www.bdsmovement.net/call
United Nations, human rights in Palestine and other occupied Arab territories:http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/12session/A-HRC-12-48.pdf

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