Besichtigung des Permakulturgartens Steyerberg

Permakulturgarten Steyerberg

Hier nun endlich der Bericht über den Besuch der Attac-Regionalgruppe im
Permakulturpark Steyerberg in der Nähe von Nienburg.

Besonders interessiert hatte uns ja die angewandte Permakultur
des Ökodorfes, da wir von der Attac-Regionalgruppe mit dem Gedanken spielen, einen kleinen Permalulturgarten im Kleingartenverein Osterholz-Scharmbeck aufzubauen.

Das 8ha großen Gelände in Steyerberg besteht aus Wald, Wildkäutergarten,
Obst- und Gemuseanbauflächen, Gemeinschaftsgärten, Kleinbiotopen und
einem im Bau befindlichen Lernraum fur Kinder.
Das Permakultur-Konzept, abgeleitet aus dem Englischen permanent
agriculture, wurde in den neunzehnhundertsiebziger Jahren von den Australiern
Bill Mollison und David Holmgren entwickelt. Damals noch verstanden als
„Landwirtschaft in Harmonie mit der Natur“ bezieht sich das Konzept heute
auch auf das nachhaltige, Energie sparende Wohnen, das ökologisch geprägte
Zusammenleben von Mensch und Tier und die Selbstversorgung.
Die Gruppe hatte nach der Führung durch den Permakulturpark auch
Gelegenheit mit Declan Kennedy zu sprechen, der Anfang der achtziger Jahre
gemeinsam mit seiner Frau Margrit Kennedy den Permakulturgedanken nach
Deutschland gebracht hat. Declan Kennedy hat uns sehr leidenschaftlich und informativ durch sein Haus geführt und die vielen Ideen und Umbaumaßnahmen für eine nachhaltigen Lebensweise erklärt. Wir haben viele interessante Eindrücke und Informationen mitgenommen und für euch einige inspirierende Bilder eingebunden (siehe unter dem Artikel).

Mehr Informationen zu dem Thema Permakultur findet Ihr in der kleinen Linksammlung, die wir für euch zusammengetragen haben:

http://permakulturpark.de/

https://permakultur.de/ort/zentrum-prinzhoefte/

http://www.baumrausch.de/permakultur/#c377

https://www.arte.tv/de/videos/063230-004-A/permakultur-nachhaltig-produzieren/

Bilder Permakulturgarten Steyerberg

Kino-Event: "Der Bauer und sein Prinz"

Der Bauer und sein Prinz

Endlich ist es wieder soweit. Die Attac-Regionalgruppe Osterholz präsentiert zusammen mit einem Bündnis von regionalen Organisationen am Dienstag, dem 27. März 2018 um 19 Uhr im Central Theater in Osterholz-Scharmbeck den Film: "Der Bauer und sein Prinz" von Bertram Verhaag.

"Der Film zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. Dieses Ziel verfolgt er mit seinem charismatischen Farmmanager David Wilson bereits seit 30 Jahren. In poetisch beeindruckenden Bildern sehen wir die einmalige Zusammenarbeit der beiden, die beweist, dass ökologische Landwirtschaft funktioniert und welcher Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgehen. Bertram Verhaag beobachtete die beiden Visionäre mehr als fünf Jahre durch alle Jahreszeiten hindurch. Der Prinz of Wales fühlte sich dem ökologisch nachhaltigen Gedanken schon verbunden, als wir das Wort nachhaltig in diesem Zusammenhang noch nicht kannten. Schon vor mehr als 30 Jahren war ihm klar, dass man nur mit praktischen Beispielen überzeugen kann, wenn es darum geht das Land im Einklang mit der Natur ohne Gifte zu bewirtschaften. Dieses Beispiel zu setzen ist den beiden gelungen. Landwirte aus ganz Britannien pilgern zur Duchy Home Farm, um sich den Mut und das Wissen zu holen, ihre eigene Landwirtschaft umzustellen. Prinz Charles erscheint in einem gänzlich ungewohnten Licht, das den Zuschauer zwingt, viele Vorurteile gegenüber ihm und der ökologischen Landwirtschaft über Bord zu werfen."

„Sieht so das Paradies aus? Bertram Verhaag entführt uns mit opulenten poetischen Bildern nach Südengland auf die ökologische Farm von Prinz Charles. Sie müssen nach dem Ansehen dieses Films gefasst sein, vielen Vorurteilen Lebewohl sagen zu müssen. Vorurteile gegen Prinz Charles und gegen ökologische Landwirtschaft.“

Ein interessantes Interview mit Bertram Verhaag zu dem Film findet Ihr auch hier:
http://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/interview-als-filmemacher-musste-ich-handeln.html

Das Central-Theater findet Ihr in der Poststraße 1 in Osterholz-Scharmbeck, gegenüber vom Kauhaus Kammann. Wir freuen uns auf euren Besuch und anregenden Austausch danach.

Die Reise der Sojabohne und Leguminosen als Alternative in der Tierfütterung

++ Wir haben Agrarindustrie satt! Aufruf zur Demo am 20. 01.2018 in Berlin ++

Unternehmen wie Bayer und Monsanto fusionieren zu immer größeren Megakonzernen, wollen Macht vom Acker bis zum Teller. Aggressive Exportstrategien und verfehlte Agrarpolitik ruinieren Bäuerinnen und Bauern auf der ganzen Welt. Mit Spottpreisen und Landraub ziehen große Konzerne den Bauernhöfen im globalen Süden und in Europa den Boden unter den Füßen weg. Statt Konzerninteressen mit Freihandelsabkommen abzusichern, brauchen wir weltweit sicheren Zugang zu Land, Wasser, Saatgut und Nahrung. Kleine und mittlere Betriebe, die immer noch den Großteil unserer Nahrung produzieren, müssen von ihrer Arbeit leben können – überall.

Millionen Bäuerinnen, Bauern auf der ganzen Welt ackern täglich für die Agrar- und Ernährungswende. Immer mehr Menschen erkennen, dass Essen politisch ist und kaufen saisonal, ökologisch oder direkt bei der Bäuerin. Das zeigt uns: Eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen für alle sind möglich. 

Am 20. Januar, zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“, treffen sich LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt in Berlin. Unsere Vorschläge für eine neue Agrarpolitik und Lebensmittelerzeugung liegen auf dem Tisch. Aber: Die nächste Bundesregierung handelt nur, wenn unser Protest auf der Straße unüberhörbar wird. Deswegen: Bringt eure Kochtöpfe mit und schlagt mit uns Alarm für eine gute Landwirtschaft und gesundes Essen – hier und weltweit!

Kino Event: "Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen"

Am Dienstag, dem 28. November 2017 um 19.00 Uhr möchten wir aus Anlass unseres dreijähriges Bestehens den Film  „Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen“ im Central-Theater in Osterholz-Scharmbeck präsentieren:

„Ein Film über die Lösungen die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Von dem Aktivisten Cyril Dion und der Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“). Mit einer Million Zuschauern in Frankreich. Und einem César als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.“

Der Eintritt ist frei.  Das Central-Theater finden Sie in der Poststraße 1 in Osterholz-Scharmbeck, gegenüber vom Kauhaus Kammann. Wir freuen uns auf euren Besuch und anregenden Austausch danach. Unterstützt werden wir von dem Roland Regional Wirtschaftsring.

SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT

Dieses Jahr möchte die Regionalgruppe attac-Osterholz sich neben den anderen wichtigen Themen auch verstärkt mit der Situation der Landwirtschaft beschäftigen und verschiedene Lösungsvorschläge vorstellen, wie man sich als Kunde und Konsument nicht der immer bedeutenderen Agrarindustrie ausliefern muss und die regionale Landwirtschaft mit seinem Verhalten stärken kann.
Da bietet z.B. die gemeinschaftsgetragene solidarische Landwirtschaft interessante Lösungsansätze. Eine Gruppe von Verbrauchern schließt mit einem regionalen Partner-Landwirt einen Vertrag, oft über ein Jahr, und überweist monatlich eine ausgehandelte Summe. Der Landwirt gibt Einblicke und auch manchmal Einfluss in seine Produktion und liefert seine Ernte wöchentlich an Depots im Umland, die die Gemeinschaft dafür bereitstellt. Geliefert werden auch alle hochwertigen, saisonalen Lebensmittel, die oft bei den großen Supermarktketten auf dem Müll landen, wie z.B die krumme Gurke, die Möhre mit zwei Spitzen oder das Ei mit zwei Dottern. So gibt es in der Gemeinschaft kein Preisverfall von Lebensmitteln und die Anonymität zwischen Produzenten und Konsumenten wird aufgelöst. Wir haben zwei Betriebe gefunden, die diese Art der solidarischen Landwirtschaft hier im Raum Bremen und Osterholz-Scharmbeck anbieten und möchten die beiden Höfe aus Oldendorf vorstellen. Beide Landwirte haben noch genügend Ernteerträge für Interessierte, die sich der Gemeinschaft anschließen möchten.

Der Sophienhof in Oldendorf  gehört seit 2013 Marc Schweighöfer und seiner Familie. Zu dem Hof gehören 2 ha Hoffläche, 7 ha Ackerland und 31 ha Grünland. Der Hof ist ein Demeter-Betrieb und arbeitet biologisch-dynamisch. Der Sophienhof und der Gärtnerhof in Oldendorf haben bis Ende 2016 zusammen gearbeitet und eine solidarische Gemeinschaft beliefert. Dieses Jahr will Marc nun ganz eigenständig eine neue SoLaWi-Gemeinschaft aufbauen und sich vergrößern. Ab März 2017 sollen schon die ersten eigenen Gruppenmitglieder in den Depots beliefert werden. Zu dem Hof gehören auch verschiedene Rindersorten, Schweine, Hühner, Gänse und natürlich ein Arbeitspferd. Marc liefert somit auf Wunsch auch frische Eier und Rindfleisch, sowie Hühner und die Weihnachtsgans. Diese Tiere sind unter anderem als Lieferanten für den hochwertigen Dünger unsersetzlich und genießen auf dem Sophienhof freien Auslauf, selbst erzeugtes Futter und saftige Weiden. Ein neuer hauseigener Backofen wird ab März knuspriges Brot liefern. Auf dem Sophienhof werden viele heimische Gemüssorten, wie z.B Kohl, Kartoffeln, Rüben aller Art und Getreide geerntet. Eine neuer Gewächsschlauch rundet dann demnächst das Angebot mit frichen Salaten, frühen Tomaten und Kräutern ab. Wer noch mitmachen möchte kann sich gerne an Marc Schweighöfer unter Post@sophienhof-oldendorf.de wenden. Alle Informationen findet Ihr auch auf der Webseite "Sophienhof-Oldendorf" Die Bilder stammen von der Hofführung am 28.01.2017.

 

 

Gärtnerhof Oldendorf

Der Gärtnerhof Oldendorf gehört seit 1983 der Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik e.V.. Jan Bera pachtete den Hof 2012 und baute mit seinem Team den schon vorher nach bio-dynamischen Richtlinien gewirtschafteten Hof in einen Demeterbetrieb mit solidarischer Landwirtschaft um. Auf dem Hof leben vier Menschen, drei Gänse, rund vierzig Hühner und vier Katzen. Rund 3 ha Ackerfläche und 2000 qm Gewächshausfläche werden nach strengen biodynamischen Richtlinien von dem Team bewirtschaftet. Die Pflanzen werden auf dem Hof selber gezogen, weder Torf noch Hornspäne (die ja meistens aus dem fernen Ausland importiert werden) kommen zum Einsatz und es werden auch keine vorbeugenden Maßnahmen vorgenommen, wie der z.B. Einsatz von Kupfer, die in der Biolandwirtschaft oft üblich und erlaubt sind. Die Pflanzensorten werden nach Geschmack ausgesucht und nicht nach Ertragsmenge und alte Sorten werden bevorzugt. Düngegrundlage ist Kleegras und einer kleiner Teil Roggen und eine durchdachte Fruchtfolge. Jans Tomaten sind Geschmacksbomben und im Sommer der Renner. Jan und sein Team können noch einige neue Mitglieder aufnehmen. Bei Interesse könnt Ihr euch gerne unter post@gaertnerhof-oldendorf.de  oder unter der Telefonnummer 04748-931 638 bei Jan melden. Alle weiteren Informationen fndet Ihr auf der Webseite http://www.gaertnerhof-oldendorf.de/ und auf dem dort für euch bereitgestellten Flyer. Auf den Bildern seht Ihr ein paar Inspirationen von der Hofführung vom 04.02.2017.

 

 

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