Ende Gelände am Hambacher Tagebau

Nach den Kettensägen jetzt die Braunkohle-Bagger stoppen!

26.10.2018

Attac-Aktive aus der ganzen Bundesrepublik beteiligen sich am Wochenende an den Aktionen des Bündnisses Ende Gelände am Tagebau Hambach. Gemeinsam mit tausenden anderen Klimaaktivist*innen werden sie ein Zeichen setzen gegen den weiteren Abbau und die Verstromung von Kohle, eine der zentralen Ursachen für die globale Klimaerwärmung und ihre verheerenden ökologischen und sozialen Folgen.

Mit dem vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Wald durch das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Bewegung für Klimagerechtigkeit einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zum Kohleausstieg erzielt. Gemeinsam mit anderen Partnern fordert Attac einen raschen Kohleausstieg bis 2025, als ersten Schritt hin zu einem sozial-ökologischen Umbau unserer Gesellschaft.

Nachdem die Kettensägen gestoppt wurden, sind nun die Braunkohlebagger an der Reihe. Mit Aktionen Zivilen Ungehorsams werden die Aktivist*innen Schienen, Zufahrten oder Bagger blockieren, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden.

„Wenn es in den kommenden Monaten gelingt, den politischen Druck aufrecht zu erhalten, könnte die Rettung des Hambacher Waldes der ‚Fukushima-Moment‘ für den Kohlekomplex in der Bundesrepublik gewesen sein“, sagt Alexis Passadakis von der Attac-Arbeitsgruppe Energie, Klima, Umwelt. „Das klimapolitische Roll-back der letzten Bundesregierungen, unter anderen durch die Entkernung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, hat gezeigt, dass allein mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien und dem Druck auf fossile Energieträger, eine tatsächliche Energiewende nicht zu machen ist. Solange die politische Macht transnationaler Energiekonzerne wie RWE nicht gebrochen wird, droht eine Klimapolitik, die sich an dem wissenschaftlichen Sachstand orientiert, ausgebremst zu werden.“

Attac setzt sich daher für eine dezentrale, demokratisch kontrollierbare Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ein. Denn ohne Energiedemokratie kann die Klimaerwärmung nicht effektiv abgebremst werden.

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