Solidarität mit brasilianischen Aktivist*innen

Ein Jahr nach der Ermordung von Marielle Franco in Rio de Janeiro

13.03.2019

Das Europäische Attac Netzwerk bekundet seine Solidarität mit allen brasilianischen Aktivist*innen und Demokrat*innen in ihrem Kampf für soziale und politische Rechte und Demokratie gegen die gewalttätige und autoritäre Regierung Brasiliens.

Marielle Franco und viele andere Aktivist*innen sind Opfer einer mörderischen Reaktion auf ihren Kampf gegen Armut, Neoliberalismus und Korruption geworden. Als Stadträtin verteidigte Marielle Franco die Rechte der Bewohner*innen der Favelas. Sie wandte sich gegen die staatlich geführte Gewalt gegen die Ignorierten und Unterdrückten in einer Gesellschaft, die von den Interessen der Unternehmen und herrschenden Elite dominiert wird.

Als bedeutende feministische Aktivistin war sie ein Symbol für einen Kampf, der die Gleichheit zwischen Geschlechtern und Ethnien sowie soziale und politische Rechte gemeinsam in den Blick nimmt und Menschen zu Solidarität ermutigt. Zusammen mit ihrem Kampf gegen korrupte wirtschaftliche und politische Kräfte vor Ort führte das zu ihrer Ermordung und der ihres Fahrers. Am Mord waren   Armeeoffiziere aus dem Umfeld des damaligen Präsidenten Michel Temer beteiligt. Dieser Mord vor einem Jahr zeigt die Gewalt der aufstrebenden politischen Kräfte der extremen Rechten.

Wir werden Euren Kampf unterstützen, indem wir die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen dem derzeitigen Regime in Brasilien und Unternehmen und Politiker*innen in unseren eigenen Ländern aufdecken und bekämpfen.

Dies ist unsere gemeinsame Verpflichtung zu Ehren von Marielle Franco und allen in Brasilien ermordeten Aktivist*innen.

Zur Übersicht

Weitere Beiträge

Proteste der internationalen Zivilgesellschaft am Globalen Anti-Chevron-Tag - 21.05.19
Umweltschäden im Amazonas: Mehr als 260 Organisationen weltweit verurteilen…