Willkommen bei Attac Reutlingen

Wir veranstalten Infoabende, Aktionen und mehrmals im Jahr ein öffentliches Plenum, zu dem alle Interessierten jederzeit herzlich eingeladen sind. 

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Aktuelle Infos und Veranstaltungstipps gibt es auch auf der Facebook-Seite von Attac Reutlingen: www.facebook.com/AttacReutlingen/

14.03.2019: Menschenrechte in Zeiten des Terrors - auf dem Weg in den präventiv autoritären Sichereitsstaat

So lautete der Vortrag von Dr. Rolf Gössner im franz.K in einem Diskussionsabend von Attac Reutlingen und der Reutlinger Gruppe ROSA.

In seiner kurzen Begrüßung wies Thomas Müller von Attac RT auf einige biographische Daten des in Tübingen geborenen und heute in Bremen lebenden  Rolf Gössner hin: seit 1970 vom Verfassungsschutz überwacht und ausgeforscht, ein ganzes Berufsleben lang, was eine rekordverdächtige Langzeitüberwachung darstelle. 2011 urteilte das Verwaltungsgereicht Köln: die Überwachung war immer grundgesetzwidrig.

Gössner bezeichnete die Reaktionen der meisten Politiker und Medien auf die terroristischen Anschläge der letzten Jahre in Westeuropa, vor allem nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, als ein Ruf nach starkem Staat, nach Gesetzesverschärfungen, weiterer Geheimdienst- und Polizeiaufrüstung und  nach noch mehr Erfassung und Bewachung der Bevölkerung.

Obwohl gerade im Falle des Anschlages in Berlin eklatante Fehleinschätzungen und Vollzugsdefizite der Sicherheitsbehörden zu Tage tragen und es höchste Zeit gewesen wäre für eine Bestandsaufnahme bisheriger Sicherheitsgesetze und deren Umsetzungen, kam es nicht dazu. Dagegen fand ein regelrechter Überwachungs-Überbietungswettbewerb statt.

Beim Thema Staatstrojaner zitierte Gössner Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, der in diesem Zusammenhang von „digitaler Inquisition“ sprach.

Eine gefährliche Entwicklung sieht Rolf Gössner auch im Einbeziehen der Bundeswehr in Aufgaben der Polizei.

In einem Großmanöver – GETEX-probte das Verteidigungsministerium erstmals gemeinsam mit der Polizei in sechs Bundesländern einen Anti-Terroreinsatz im Inland. Als Szenario wurde eine „terroristische Großlage“ ausgegeben, mit deren Bewältigung die Polizei überfordert sei.

Dass es nicht nur um Abwehr von terroristischen Anschlägen gehe, versuchte Gössner am Beispiel der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg in Sachsen Anhalt zu erklären. Hier wurde vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine sechseinhalb Quadratkilometer Geisterstadt errichtet, in der der die Bundeswehr und auch die NATO zwar offiziell für Kriegseinsätze außerhalb Europas fit werden sollen, aber viele Kritiker vermuten,  dass es hier auch um das Trainieren vom Bekämpfen sozialer Unruhen in Europa ginge.

Gössner wies am Schluss darauf hin, dass Europa und der Westen insgesamt politische Mitverantwortung tragen für die vielfältigen Fluchtursachen, die zum Teil auch Terror- und Kriegsursachen sind, und die dazu führen, dass Menschen zu Millionen in die Flucht getrieben werden. Schließlich spielt der Westen, spielen EU, USA und NATO eine desaströse Rolle speziell im Nahen und Mittleren Osten- mit hunderttausenden toter Zivilisten seit 9/11 und ist auch mitverantwortlich für die Entstehung der Terrormiliz IS. Ein Verbot deutscher Waffenexporte und faire Handelsbeziehungen seien unverzichtbare Bausteine in der Bekämpfung des Terrorismus.

Den vollständigen Vortrag Dr. Rolf Gössners finden Sie unter folgendem Link *klick mich*

17.07.2018: Veranstaltung "Brauchen wir die NATO? Wann und wofür wurde sie gegründet?"

Attac Reutlingen lädt ein zu:

Vortrag und Diskussion

"Brauchen wir die NATO? - Wann und wofür wurde sie gegründet?"

mit Dr. Werner Rügemer

am Dienstag, 17.07.2018 im franz.K

19:30 Uhr, Grüner Salon

In einer Zeit, in der kaum ein Tag vergeht ohne eine neue Horrornachricht aus dem Reiche Putins, in der die NATO immer mehr Panzer und Soldaten an die russische Grenze verlegt, bietet Dr. Werner Rügemer eine für viele Menschen neue Sicht der Zusammenhänge und der Motive, die zur Gründung der NATO führten.
Eine Sicht, die quer zur gängigen Erzählung über die Gründung der NATO liegt.

Werner Rügemer lebt in Köln und arbeitet als Journalist, Buchautor, Referent, Berater. Er gehört zum wissenschaftlichen Beirat von attac Deutschland und hat die Initiative „Gemeingut in Bürgerhand“ (GiB) mit gegründet.

Flyer: Hier klicken :-)

27.02.2018: Veranstaltung: Mainstream – Warum wir den Medien nicht mehr trauen

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