Nachlese 5. attac-Filmnacht am 22.Juni

 

Ein Spektrum von Kurzdokumentationen und Redebeiträgen, ergänz durch freche Lieder des „Gelben Wahnfried“ (ein Liedermacher aus der Region, einer unserer Sympathisanten) diente diesmal der bildreichen und eindrücklichen Vermittlung der Weisheit des alten Aischylos:

 

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“.

 

Unsere nunmehr 5. Filmnacht, seit 2008 kontinuierlich im Juni jeden Jahres stattfindend, stand unter dem Motto „Lange Nacht – Krieg und Macht“. Die (Studenten-) Bühne Acht“ war wieder der Quartiergeber (Danke!). Der Abend respektive die Nacht hatte – trotz EM-Viertelfinale und Cottbuser Stadtfest eine gute Resonanz.

 

Im Fokus stand die Kriegshetze gegen Iran. Unser Raphael hatte einschlägige und zum Teil aufregende Filmbeiträge „komponiert“, die Redebeiträge kamen aus den eigenen Ressourcen. Aber auch ein Gast wurde herzlich begrüßt: Shokri, seit 20 Jahren in Cottbus zu Hause, mit bewegender und widerständiger Familiengeschichte, seinem Heimatland Iran eng verbunden, schilderte die Vitalität und Vielfalt seines Landes sehr lebendig. Einen Krieg hält er für hoffentlich unwahrscheinlich, trotz Drohgebärden allseits. Er betreibt eine Gaststätte und hatte auch für ein wunderbares Angebot schmackhafter iranischer Küche an diesem Abend gesorgt.

 

Informationen über Interessensphären, Ressourcenhunger und Kräfteverhältnisse betreffend den Nahen Osten, Aufklärung über gewisse Unternehmen der PR-Industrie als Auftragnehmer von Kriegskampagnen und Einsicht in das genaue Funktionieren und die Geschichte der IAEA - dies alles konnte man aus dem Abend gewinnen, und wurde gern vom Publikum angenommen, wie sich auch in den Diskussions-„Pausen“ zeigte.

 

Wichtig aber ist auch: es war wieder ein Gemeinschaftsprojekt unserer gesamten Gruppe, vom Flyergestalten, der Pressearbeit, der Verteilung des Werbematerials über die gesamte Organisation bis hin zur Betreuung und Ausgestaltung des Abends selbst. Wobei natürlich unser „Benjamin“ Raphael – Student an der BTU - die intensivste Arbeit für die Zusammenstellung der Inhalte geleistet hat.

 

 

Da die Zuschauer reges Interesse zeigten am Thema Kriegspropaganda und wir nicht das gesamte Spektrum an einem Abend abdecken konnten, haben wir beschlossen einen weiteren Themenabend zu gestalten. Dort möchten wir einmal etwas genauer auf die IAEA schauen und den aktuellen Stand der Kriegsdrohgebärden der USA aufzeigen und diskutieren.


Diese Veranstaltung findet demnächst im COMICAZE statt. Weitere Informationen hierzu ihr auf unserer Seite unter Termine.

 


22.06.2012 Lange Nacht - Krieg und Macht

Lange Nacht – Krieg und Macht

-> Eine Veranstaltung von Attac Cottbus

Der Eintritt ist wie immer FREI

am 22.06 in der Bühne Acht

Einlass: 19:00

 

„Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg“ (Cicero)

Sollte dies für den Iran nicht ebenso gelten?

Diskutieren Sie mit…

 

Programm:

19:00 Uhr  Einlass

19:10 Uhr  Erste Informationen (kurze Reportagen) 

19:40 Uhr  Kennenlernen des Iran (ein Iraner stellt sein Land vor)

20:00 Uhr  Dokumentation „Kriegspropaganda“ und Infos zur   Kriegsvorbereitung gegen den Iran

21:00 Uhr  Diskussion, anschließend typisch iranisches Essen

22:00 Uhr  Doku „Planspiel Iran“ mit Infos zu den Berichten der IAEA

23:00 Uhr  Überraschungsspielfilm

 

 

Ankündigung

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ - Aischylos

Der bewaffnete Konflikt zwischen Menschen ist alt. Die Ausmaße wie Konflikte geführt wurden, welche Arten von Waffen zur Verfügung standen ist im Laufe der Geschichte unmenschlicher geworden. Der 6. August 1945 setzte diesem Dilemma eine Krone auf – der Tag an dem der Mensch sich eine Urgewalt zu Nutze machte um anderen Menschen zu schaden. Dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima folgte drei Tage später ein Zweiter auf Nagasaki. Die schrecklichen Taten die der Mensch während des zweiten Weltkrieges beging hat der Menschheit einen Spiegel vorgehalten. Doch hat die Menschheit daraus gelernt? Warum werden heute Kriege geführt? Für die Menschenrechte und somit für eine gute Sache? Aber gehört das Recht auf Leben nicht ebenso zu den Menschenrechten – während ein Krieg Tod bedeutet! Für die Ausbreitung der Menschenrechte lassen sich die Menschen in den westlichen Ländern zu einem Krieg bewegen. Wird Ihnen gezeigt wie Menschen gequält werden so stimmen sie zu, einen Krieg zu führen um diesem Land Frieden zu bringen. Doch stimmen die Berichte immer, von Folter und Mord? Als die Fünfzehnjährige „Nayirah“ 1990 vor dem US-Kongress schilderte wie sie in Kuwait Zeugin von grausamen Tötungen an Säuglingen war, wurde dies ein medialer Aufhänger. Die USA griffen in den Konflikt ein. Geheimgehalten wurde damals, dass es sich um die Tochter des Botschafters von Kuwait handelte und ihre Schilderungen eine Lüge waren, welche die PR-Agentur Hill&Knowlten inszenierte [1].


Die Öffentlichkeit zu überzeugen, einen Krieg für die Menschenrechte zu führen – das ist eine Aufgabe der Medien. Die Mobilmachung durch Schreckensnachrichten, dem Schüren von Ängsten vor dem Einsatz von biologischen, chemischen und atomaren Waffen ist bei einer kritischen Betrachtung der Leitmedien zu erkennen. Doch haben heute nicht unsere Regierungsvertreter die Macht dies zu steuern. Es handeln Personen im Verborgenen die ein wirtschaftliches Interesse haben bevorstehende Konflikte militärisch zu lösen, die bestehenden politischen Strukturen abzusetzen und eine Art moderne Kolonie aufzubauen.


Der aktuell brisante Konflikt mit dem Iran zeigt einiges auf. Die Internationale Atomaufsichtsbehörde IAEA inspizierte den Iran und konnte keine Atomwaffen oder -produktion entdecken [2]. In den Medien wird weiter behauptet der Iran arbeite an der Atombombe.Lediglich die Hinweise Dritter auf die Möglichkeit, der Iran könnte ein Atomwaffenprogramm betreiben wird in den Berichten verwiesen. Mit dem Wissen, dass der Iran seine Ressourcenvorkommen und -förderung verstaatlicht hat, kommt man zu ganz anderen Schlüssen, weshalb dieses Land in einen Krieg geführt werden soll. Bedenkt man hierbei, dass der Iran nicht nur die drittgrößten bekannten Erdölvorkommen aufweist sondern auch die zweitgrößten Erdgasvorkommen summieren sich hier enorme wirtschaftlichen Interessen.


Wie lassen wir uns für die Kriege um Ressourcen und Macht vereinnahmen? Diese und viele weitere Fragen werden in dieser Veranstaltung beantwortet. Sollten auch sie sich mit diesem brisanten Thema auseinandersetzen wollen sind sie herzlich eingeladen. Neben einem Vortrag und Dokumentationen gibt es viel Raum für Diskussionen. Eine musikalische Begleitung sowie für ein Abendessen wird natürlich gesorgt.


[1] Deception on Capitol Hill, New York Times, Jan. 1992,

[2] IAEA Board Report, GOV/2012/9, 24. Feb. 2012


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