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17. Januar 2015 - Martin Breidert:

Offener Brief zum Kommentar von Sabine Adler im DLF am 17.1.2015:

Sehr geehrte Frau Adler,

ich habe im DLF am 17.1.2015 Ihren Kommentar über den „Hasardeur“ Putin gehört. Ich habe nur ein Problem: Er steht in einem nicht unerheblichen Widerspruch zu dem, was Stefan Schocher, freier Autor, der zum Jahreswechsel die Ostukraine besucht hat, in einem Bericht in „der Freitag“ vom 8.1.2015, S.3 schreibt. In seinem Bericht heißt es:

„Ein Kommandeur in Pisky drückt es so aus: ‚Meistens wird bei Kampfhandlungen der Rechte Sektor aktiv, aber in Absprache {!] mit der Armee.‘ Es folgt eine Pause. ‘Oder auch nicht.‘ Dass schwer bewaffnete Kombattanten ohne offiziellen Status Freischärler sind und gegen Kriegsrecht verstoßen, ist ihm egal.“

„‘Ja, es gibt einen Waffenstillstand‘, sagt der Kommandeur und schweigt. Seine Männer sind weniger diplomatisch. Sie nennen die Waffenruhe nur ‚Bullshit‘.“

„Neben der Ruine steht ein Mann vor einem Geschäft. ‚Die Separatisten sind die Feinde‘, sagt er. ‚Aber wenn man die Armee schickt, dann muss man auch darauf achten, dass die Zivilbevölkerung nicht leidet.‘“

„‘Wir haben kein Vertrauen in diese Leute‘, meint ein junger Kämpfer des Bataillons ‚Sich‘, eines Freiwilligenverbands, der unter dem Kommando des Innenministeriums {!] steht und in der Universität stationiert ist. Am linken Arm trägt er ein Runensymbol [!] und erzählt, dass er aus Donezk komme und ukrainischer Nationalist sei.“

Sehr geehrte Frau Adler, um es zurückhaltend auszudrücken, stehen diese Zitate aus dem Bericht von Stephan Schocher in einer nicht unerheblichen Spannung, wenn nicht gar in einem Widerspruch zu dem, was Sie in diesem Kommentar und in früheren Kommentaren und Berichten den Hörerinnen und Hörern des DLF sagten.

Ich bin Ihnen zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie mir helfen, diese Spannung oder diesen Widerspruch aufzulösen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Breidert


Berichte von Stefan Schocher und Jürg Christandl im österreichichen "Kurier":
[ 12.12.2014 ] [ 10.12.2015 ] [ 08.12.2014 ] [ 06.12.2014 ]

23. September 2014, 23:25 Uhr - ZDF:

Die Anstalt
[ mehrere Sketche zum Themenbereich der AG-GuK (ca. 53 Min.) ]
Wiederholungen:
Do 25.9.2014, 23:25 - 00:25, ZDFneo
So 5.10.2014, 21:00 - 21:45, 3Sat
[ Die Geschichte des Mittleren Ostens im Schnelllauf (ca. 7 Min.) ]
[ Kriegsberichterstattung der Mainstream-Medien (ca. 8 Min.) ] [ alternativ ]
[ gesamte Sendung (ca. 53 Min.) ]

11. September 2014 - Weltnetz.TV, Harald Neuber:

Ukraine-Konflikt:
„Der Putsch in Kiew stand am Anfang“

Raymond McGovern, ehemaliger CIA-Offizier und Russland-Spezialist, im Gespräch mit weltnetz.tv. Weltnetz.tv-Redakteur Harald Neuber traf Raymond McGovern am Rande einer Veranstaltung im „Sprechsaal“ in Berlin zu einem kurzen Gespräch.

[ Interview mit Ray McGovern ]
[ mit Übersetzung ins Deutsche (ca. 18 Min.) ]

30. Mai 2014 - meta-info.de:

Die Hände der Medien im Blut der ukrainischen Bevölkerung

Der gewollte Bürgerkrieg

Niemand, der die Ereignisse im Osten der Ukraine mit klarem Blick beobachtete, wird sich wundern, wenn dort nun auch Kindergärten und Schulen von den - aus den Reihen der Rechtsradikalen rekrutierten - Truppen der ukrainischen Zentralregierung unter Beschuss genommen werden, wie der englische Journalist Graham W. Phillips berichtete. Selbstverständlich finden diese Berichte keinen Platz in der Berichterstattung der Medien in den Ländern der NATO: dies könnte die Kampfmoral auf seiten des Westens schwächen.

[ vollständiger Beitrag ]

22. Dezember 2014 - Nachdenkseiten, Christian Girschner:

Wiederkehr des Kalten Krieges?

Über einige vergessene Einsichten von Noam Chomsky über die amerikanische Außenpolitik anlässlich des „Ukraine-Konfliktes“

Liegt Sahra Wagenknecht richtig, wenn sie im Bundestag von einer „Neuauflage des Kalten Krieges mit Russland“ spricht? Wenn man in die Zeitungen schaut, muss man ihr zustimmen. So durften z.B. die Leser des Weser Kuriers die folgende Schlagzeile lesen: „Beifall für deutliche Worte der Kanzlerin. Nach Merkel-Rede: Russland-Experten und Opposition loben Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten“ (18.11.2014). Die Regionalzeitung aus Bremen bewies mit dem Artikel eindrucksvoll, wie man die regierungsamtliche und von den Leitmedien durchgesetzte Deutungshoheit des „Ukraine-Konfliktes“ durch Aussagen von Osteuropa-Experten unterstützt.

[ vollständiger Artikel ]

12. Mai 2014 - meta-info.de:

Medien zur Ukraine: Propagandadruck zurückgefahren

Der über Monate hinweg massiv betriebene Propagandakrieg der westlichen Medien gegen Russland und die Gegner der Neonazis in der Ukraine ist aktuell auf einen gemässigten Level zurückgefahren worden: derzeit sind gelegntlich wieder kritische Artikel zum Thema möglich. So veröffentlichte z.B. der SPIEGEL eine Fotoserie zum Referendum in der Ostukraine, nahezu ohne das Bemühen, die Beteiligten als Terroristen zu diffamieren.

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9. Mai 2014 - KONTEXT.TV:

Das Spiel mit dem Feuer:
Die Mitverantwortung des Westens für die Ukraine-Krise

Mit

Daniela Dahn,
Journalistin und Schriftstellerin,
Mitbegründerin der DDR-Oppositionsgruppe "Demokratischer Aufbruch",
Autorin zahlreicher Bücher, darunter "Wehe dem Sieger! Ohne Osten kein Westen" und "Wir sind der Staat!"

Tomasz Konicz,
Journalist, Mitarbeiter der Gruppe "Krisis",
Buchautor ("Politik in der Krisenfalle: Kapitalismus am Scheideweg")

Ohne die bewaffnete Gewalt der Rechtsextremen, die etwa ein Drittel der Maidan-Aktivisten ausgemacht hätten, wäre ein Sturz der Janukowitsch-Regierung nicht möglich gewesen, so Tomasz Konicz. EU und USA hätten die Zusammenarbeit der CDU-nahen Klitschko-Partei "Udar" ("Der Schlag") und des jetzigen Ministerpräsidenten Jatsenuk mit Neonazis billigend in Kauf genommen, um in der Ukraine geopolitische Ziele durchzusetzen - ein "Zivilisationsbruch". Jatsenuk selbst sei, wie Daniela Dahn in ihrer Weimarer Rede betont, nicht nur von westlichen Stiftungen sondern auch direkt von der NATO finanziert worden.

Inzwischen gerieten die ultrarechten Kräfte außer Kontrolle, berichtet Tomasz Konicz. Überall im Land formierten sich Milizen, die Ukraine drohe zu einem "failed state" zu werden. Auch die ehemalige Ministerpräsidentin Timoschenko habe bereits angekündigt, eigene Milizen zu bilden, ebenso prorussische Kräfte in der Ostukraine. Zugleich würden zahlreiche Neonazis in die Polizei und die Nationalgarde integriert.

Die Lage sei umso gravierender, als das EU-Assoziierungsabkommen und die IWF-Kreditkonditionen die Ukraine wirtschaftlich weiter destabilisieren würden. Sollte das Abkommen voll in Kraft trete, würde die ostukrainische Industrie zusammenbrechen. Zugleich würden die Kürzungsprogramme des IWF ähnlich verheerende Folgen wie in Griechenland haben. Die Situation in der Ukraine sei darüberhinaus im Zusammenhang einer gesamtkapitalistischen Systemkrise zu sehen. Immer mehr Staaten würden kollabieren, die Krise fresse sich von der Peripherie langsam aufs Zentrum zu.

Der Beitrag gliedert sich in vier Teile:

  1. NATO und westliche Stiftungen haben jahrelang den ukrainischen Ministerpräsidenten Jatsenuk finanziert
  2. Ein "Zivilisationsbruch"?
    Wie EU und USA Rechtsextreme für geopolitische Interessen instrumentalisierten
  3. NATO-Erweiterung versus Eurasische Union
    Militäreinsatz in der Ostukraine bricht Genfer Abkommen
  4. Assozierungsabkommen und IWF-Konditionen:
    Ein Verarmungsprogramm für die Ukraine

7. Mai 2014 - German Foreign Policy:

Ein weltpolitischer Lackmustest

Transatlantisch orientierte Kreise warnen vor globalen Machteinbußen des westlichen Kriegsbündnisses und dringen für den Kampf um die Ukraine auf einen engeren Schulterschluss der NATO-Staaten gegen Russland. Dass das Kiewer Marionettenregime die Herrschaft über die Krim verloren habe, habe unter Verbündeten des Westens weltweit Befürchtungen ausgelöst, die Unterstützung der USA und der NATO reiche im Ernstfall nicht zur Durchsetzung der eigenen Interessen aus, heißt es in Presseberichten. Die weltweite Hegemonie des Westens bekomme dadurch Risse. So hätten bei der jüngsten Asienreise des US-Präsidenten Vertreter der Gastgeberstaaten immer wieder besorgte Zweifel geäußert, ob Washington sie bei ihren Territorialstreitigkeiten mit Beijing verlässlich unterstützen könne. In der Tat hat die Regierung Obama sich unlängst veranlasst gesehen, mit martialischen Militärdrohungen gegen China für den Fall, dass Beijing sich den westlichen Ordnungsvorstellungen in Ost- und in Südostasien nicht beugen sollte, seine Macht zu demonstrieren. NATO-Manöver in Osteuropa und brutale Schritte des Kiewer Marionettenregimes sollen nun zeigen, was Kräften droht, die sich dem transatlantischen Diktat nicht beugen. Berlin müsse seine Sonderbeziehungen zu Russland opfern und sich mit voller Energie in die NATO-Front einreihen, um den Westen zu stärken, heißt es in Leitkommentaren führender deutscher Medien.

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28. April 2014 - Ludwig Watzal:

Ukraine-Krise, die Medien und die US-NATO-EU-Strategie

Das US-Imperium und die Nato sind zur größten Gefahr für den Weltfrieden geworden. Aus Überheblichkeit und Arroganz hat US-Präsident Obama die Krise um die Ukraine zu einer Russland-Krise eskalieren lassen. Überall, wo diese unheilige Allianz, bestehend aus USA, Nato und EU interveniert, hat sie Tod, Elend, Zerstörung und gescheiterte Staaten hinterlassen. Dafür stehen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Somalia, Mali usw. Massive Kriegsverbrechen wurden begangen, für die die Verursacher - George W. Bush und seine neokonservativen Kumpanen, Tony Blair, Barack Obama, der Drohnen-Killer-Präsident, dem eine von einem pakistanischen Anwalt eingereichte Anklage aus Spanien droht, weil er weiterhin die Zivilbevölkerung in Pakistan, Afghanistan und Jemen durch seinen Drohnen-Krieg terrorisiert, und andere - vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehören.

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28. März 2014 - Kai Ehlers:

Brüssel – geopolitische Kameradie

...

Ein zentrales Motiv hinter der Ukraine-Krise leuchtet hier auf: Es geht nicht nur um die Konkurrenz zwischen Freihandelszone der Europäischen Union und Freihandelszone der Eurasien Union. Es geht um die Zurückdrängung Russlands durch die rund um die Grenzen Russlands herum geplante „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP), die weit über die Zone der Europäischen Union hinausgreift – dies aber unter klarer Ausgrenzung Russlands.

Diesem Projekt entspricht von der anderen Seite Eurasiens die Entwicklung einer „Transpazifischen Partnerschaft“ (TTP), die ganz Asien umspannen soll – dies aber unter ausdrücklicher Ausgrenzung Chinas.

...

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2. April 2014 - Neue Rheinische Zeitung, Evelyn Hech-Galinski:

Kommentar vom "Hochblauen":

Merkel! Die schmutzige Bombe

Was war das für ein Treffen. Der Friedensnobelpreisträger Obama traf die lt. Forbes 2013 erneut "mächtigste Frau der Welt" und lt. Bild-Zeitung "Wonder Woman" Angela Merkel in Den Haag und Brüssel. Da kommen Erinnerungen auf. Hatte Obama Merkel nicht 2011 den "Nobelpreis" unter den Staatsorden, die "Medal of Freedom", in Washington" überreicht? Was waren das noch für Zeiten. Damals bekam Merkel diesen US Preis für ihre Verdienste, die sie sich für ihre Interessenvertretung Amerikas und für ihren Einsatz für Frieden und Freiheit in der Welt überhaupt erworben hatte.

[ vollständiger Kommentar ]

März 2014 - dorftv, Solidarwerkstatt Linz:

Ukraine -Kommentierte Bilder eines Umsturzes

Vladimir Larin (Prevolution, ukrainisches Journalistennetzwerk) beschreibt [ leider oft schwer verstehbar] den Umsturz in der Ukrainischen Hauptstadt Kiew.

(ca. 1h45, Diskussion ab Minute 50)

17. März 2014 - Deutschlandfunk:

Hörer kritisieren den DLF
wegen seiner einseitigen Russland-Berichterstattung

[ Nachhören ] [ Nachlesen ]

6. März 2014 - Nachdenkseiten, Jens Berger:

Weh dem, der lügt

John Kerry und sein State Departement holen zum großen PR-Schlag aus. In einer Zehn-Punkte-Liste bezichtigen sie den russischen Präsidenten der Lüge. Das Problem: Kerry und sein Ministerium lügen selbst, dass sich die Balken biegen. Während Putin auf der Krim Fakten schafft, versucht die PR-Abteilung der US-Regierung in den Köpfen der Menschen Fakten zu zementieren, die keine sind.

[ vollständiger Artikel ] [ Podcast ]

19. Februar 2014 - Nachdenkseiten, Albrecht Müller:

Vom Abbau der Konfrontation in Europa
zum Wiederaufbau der Konfrontation.

Die Toten von Kiew sind die Opfer dieses Wahnsinns.

[ vollständiger Artikel ] [ Podcast (20 min.) ]

8. März 2014 - Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Stellungnahme zu

ZDF, 6.3.2014"Maybrit Illner" um 22:15 Uhr

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 7.3.2014:
"Westen beschließt Sanktionen gegen Moskau"
von S.Braun, D. Brssler N. Fried und J. Hans und
Leitartikel "Ukraine - In die Selbst-isolation" von Stefan Kornelius,
"Niemand will geschossen haben" von Cathrin Kahlweit und
"Zündstoff für die ganze Region" von Daniel Brössler und Javier Cáceres

Den USA ist einfach nicht mehr zu vertrauen,
aber Politiker in Europa wie dumme Kängurus

Berlin will allmählich eine europäische politische Linie verfolgen, welche die USA weitgehend aus dem Spiel oder am Rand lässt. Das Kiew-Abkommen vom 22.2.2014 mit der Unterzeichnung von europäischen Garanten wie die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens ermöglicht einen vereinbarten politischen Prozess in der Ukraine, dem die ukrainische Opposition zustimmte. In diesem Zusammenhang ist die fremde impertinente Forderung von Sanktionen aus der Obama-Regierung absolut inakzeptabel und deplatziert. Der US-Präsident hat nichts in Europa zu melden. Wo hat er sich als dezidierter Friedensstifter bewiesen? Nach dem miesen falschen Spiel seines US-Außenminister John Kerry mit seinem hysterischen Aufschrei an der Seite von Extremisten und Banditen bei der Genfer Friedenskonferenz zu Syrien weiß jetzt die ganze Welt, wie die USA ticken. Ihre Skrupellosigkeit, Maßlosigkeit und Falschheit sind grenzenlos. Ihnen ist einfach nicht mehr zu vertrauen, vor allem nicht bei der Lösung eines brandgefährlichen Konflikts mitten in Europa.

[ vollständiger Beitrag ]