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5. September 2018 - Neue Rheinische Zeitung, Annette Groth:

Hasbara und der Kampf gegen BDS:

Eine "erstrangige strategische Bedrohung"

Die Auseinandersetzungen um die BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestment, Sanktionen) werden immer heftiger, aber der Frage, warum BDS so „gefährlich“ und angeblich antisemitisch ist, wird selten nachgegangen. Für die israelische Regierung ist BDS eine „erstrangige strategische Bedrohung“, die es im Inland wie im Ausland mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. So erklärte der Vorsitzende der zentristischen Partei Yesh Atid im Juni 2015 vor der UNO: „Wir müssen von der Verteidigung zum Angriff übergehen und der Welt erklären, dass die Leute hinter dem Boykott dieselben sind, die ganze Bevölkerungen unterdrücken und im Niger und Syrien Kinder töten.“ (1)
Nachdem die BDS-Kampagne 2005 initiiert wurde, richtete die israelische Regierung 2007 ein Hasbara-Forum ein, das der Welt die „positiven Seiten“ der Politik Israels erklären soll. „Der Generalstab der Hasbara-Strategie untersteht direkt dem israelischen Regierungschef. Er koordiniert die verschiedenen Apparate des nationalen Hasbara-Forums, das VertreterInnen der Sicherheits- und Geheimdienste, des Außenministeriums, des Ministeriums für Diasporaangelegenheiten sowie des Ministeriums für strategische Angelegenheiten und Hasbara umfaßt.“ (2)
Hasbara bedeutet auf Hebräisch Erklärung und steht für die an das Ausland gerichtete israelische Propaganda: „Hasbara ist das, was wir - die Guten - machen, um zu erklären, inwieweit wir tatsächlich gut sind und inwieweit die Bösen tatsächlich böse sind.“ (3)
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9. Juni 2018 - Uri Avnery:

Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?

Es ist Erschreckend. Gewissenlose Psychologen setzen im Dienste eines böswilligen Regimes ausgeklügelte Techniken ein, um aus der Ferne das Denken eines Menschen zu steuern.
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4. April 2018 - RUBIKON, Nirit Sommerfeld:

Kolonialismus 2.0

In Gaza haben wir es nicht mit einem Konflikt, sondern mit kolonialistischer Unterdrückung zu tun.
Realität und ihre Darstellung haben oft wenig miteinander zu tun. Vor allem aber ist die Darstellung von realen Ereignissen praktisch immer davon geprägt, wie wir über etwas berichten und was wir damit erzeugen wollen. Im sogenannten israelisch-palästinensischen "Konflikt" lassen sich unendlich viele Beispiele dafür finden, wie durch die Wahl der Worte - bei anderen Medien die Wahl der Bilder, Schnitte, Farben, Typografie - Realitäten in den Köpfen geschaffen werden, die oft wenig mit den tatsächlichen Ereignissen zu tun haben. Jüngstes Beispiel dafür sind die Geschehnisse zu Ostern in Gaza.
Am Ende bleibt die Frage: Wie können wir die Dinge so darstellen, dass alle sich gesehen fühlen, Leid verhindert wird und gerechte Lösungen ihren Weg finden können?

  • Eine Demonstration als Auslöser
  • Demonstration der bloßen Existenz als Akt des Widerstands
  • Namen statt Nummern
  • Darstellungen diesseits und jenseits des Zauns
  • Objektivität durch Fakten

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19. Januar 2018 - Süddeutsche Zeitung, David Ranan:

Wenn Israels Flagge brennt

Das Vernichten des Nationalsymbols ist eine Meinungsäußerung wie das Hissen der Fahne auch. Ein Verbot oder ein Antisemitismusbeauftragter verringern nicht die Judenfeindschaft.
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25.09.2017 Ingrid Thurner: Für Muslime gilt die Schuldvermutung 
18.12.2017 Stefan Buchen: Das letzte Register der Selbstentlastung  
04.01.2018 Neve Gordon: The ‘New Anti-Semitism’ 
10.01.2018 IPK e.V.: Dr. Prantls gesammeltes Schweigen  
20.01.2018 Wolfgang Behr: Offener Brief an Innenminister Maas
22.01.2018 BIB 2018/3: Antisemitismusbeauftragte*r
22.01.2018 Abraham Melzer: Das Zeitalter der neuen Inquisition 
29.01.2018 Shimon Stein, Moshe Zimmermann: AfD wälzt die Hauptschuld ab 
29.01.2018 Martin Breidert: Wie antisemitisch ist Deutschland?
01.03.2018 Hans-Jürgen Bandelt: Brief an einen Philosemiten
13.03.2018 Jürgen Jung: Wie antisemitisch ist Deutschland?
08.03.2018 Andreas Zumach: Israelische Regierungslobby in Deutschland
30.03.2018 SZ: Sonja Zekri, David Ranan: Jude, Israeli, Zionist    
06.04.2018 AN, David Ranan: "Die große Angst ist übertrieben
19.04.2018 der Freitag, Marius Reisener: "Das Judentum gehört zu Deutschland"
21.04.2018 DLF: Interview mit David Ranan: "Man kann nicht nur ..." [ audio ]
22.04.2018 Rolf Verleger: Der Mann mit der Kippa. Nicht jede Wut auf Juden ...
30.04.2018 Klara Bina:Der BRD-Imperialismus unter Druck!
08.05.2018 Annette Groth: Von wegen Antisemitismus
14.05.2018 Norman Paech: Rassistischer Sicherheitsstaat
18.05.2018 Moshe Zuckermann: Bericht und Video-Aufzeichnung  (z.T. etwas leise)
19.10.2018 Moshe Zuckermann: Der Antisemitismus-Komplex  
07.11.2018 Andreas Zumach: Israel - Palästina und die Grenzen des Sagbaren  
08.11.2018 Andreas Zumach: Unsere besondere Verantwortung für Israel 
19.11.2018 34 isr. Gelehrte: "Vermischt Kritik am Staat Israel nicht mit Antisemitismus!"