20. Januar 2018 - Wolfgang Behr:

Sehr geehrter Herr Minister Maas.  

Wer am 18. Januar die Reden aller Parteien im Bundestag zum Antisemitismus-Antrag hörte, in denen jeder Redner den Vorredner an Unterwürfigkeit gegenüber der Iraellobby noch zu übertreffen versuchte, der musste unwillkürlich an Churchills Ausspruch denken: „Man hat die Deutschen entweder an der Kehle oder zu Füssen.“  Hannah Arendt, lebte sie noch, hätte sich sicher danach erbrechen müssen.
Sie, Herr Minister meinten in Ihrer Rede, dass, wer israelische Fahnen in Brand steckt, „unsere Werte“ verbrennen würde. Ihre Darstellung müsste Ihnen eigentlich die Schamröte ins Gesicht treiben. Denn ausgerechnet Sie haben diese Werte längst zerstört, in dem Sie vor über einem Jahr mit der für ihre Verachtung der universal gültigen Menschenrechte und ihre rassistische Hetze gegen Palästinenser berüchtigten israelischen Justizministerin Ayelet Shaket die „gemeinsamen Werte“ feierten, die Israel und Deutschland angeblich verbinden.

Ich möchte mit den Worten des deutsch-jüdischen Publizisten Abraham Melzer aus seinem neuesten Buch „Die Antisemitenmacher“ schliessen: „Die Juden in Deutschland eignen sich nicht für die Karriereambitionen profilierungssüchtiger Politiker.“  

Mit freundlichen Grüssen - W.Behr 

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