18. September 2014 - Luz Maria de Sefano de Lenkait:

Kommerntar zu

Meldungen zur Pariser Konferenz (15.9.2014)
unter Ausgrenzung des Irans und Syriens und
Meldungen zur Bekämpfung der Armee „Islamischer Staat“
im Nordirak und in Syrien,

Kommentar in Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 18.9.2014:
"Ein Dilemma namens Assad" von Tomas Avenarius

Kampf gegen Terror im Irak und Syrien:
Sache der Araber und islamischer Kräfte
– Das Dilemma der Süddeutschen Zeitung

Der Kommentar von Tomas Avenarius "Ein Dilemma namens Assad" (SZ, 18.9.2014) widerspiegelt eine Art Denkweise und Haltung, die dem Faschismus angehört, nämlich sich über den Willen der betroffenen Bevölkerungen zu stellen, um ein fremdes Diktat durchsetzen zu wollen. Diese faschistoide Haltung und undemokratische Denkweise ist aber nicht Avenarius eigen, sondern ergibt sich aus dem Befolgen des herrschenden Diktats der US-Regierung, die sich anmaßt über die Selbstbestimmung der Völker ihre Marionetten zu platzieren. Das ist das Dilemma bei deutschen Journalisten und Politikern, die sich der ungeheuerlichen US-Fremdbestimmung würdelos anpassen.

All das Unheil des Terrorismus, bewaffnete Aufständische, die mit der bewaffneten Miliz „Islamischer Staat“ gemeinsame Sache für Gewalt und Zerstörung im Irak und Syrien betreiben, ist die Folge dieser Art von "Politik", die sich an kein internationales Gesetz hält und keine Rechtsordnung kennt. Der erste und Haupthasardeur sitzt in Washington. Seine Irrationalität und Bösartigkeit spielen jetzt gegen ihn.

Das Treffen und die Annäherung zwischen irakischen Politiker und syrischen Staatsmännern ist das normalste der Welt. Der IS-Terror ist eine Bedrohung für beide Länder. Die Armeen beider Länder richten sich deshalb gegen solchen Terror. Einer Regierung wie die der USA und jeder einzelnen ihrer Komparsen, die solche Elemente bewaffnet und finanziert haben, sind im Nahen und Mittleren Osten nicht zu trauen. Von niemanden. Sie können sich unter Ausschluss der betroffenen Nachbarländer lange allein in Konferenzen bereden, wie neulich in Paris am 15.9.2014 ohne Syrien und ohne den Iran, aber sie kommen mit angeblichen Annäherungen an diese islamischen Länder nicht weiter.

Treffsicher schreibt dazu der Journalist Knut Mellenthin:

... Über eine Zusammenarbeit zwischen den USA und dem Iran blüht die Phantasie. Gespeist wird sie vor allem durch neokonservative US-Medien wie Wallstreet Journal, Fox News und durch den israelischen Desinformationsdienst ... Ajatollah Ali Khameniei ... zu einer scharfen Stellungnahme genötigt...: Die US-Regierung habe dem Iran mehrfach ihr Interesse mitgeteilt, Gespräche über eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des im Irak und in Syrien aktiven "Islamischen Staats" (IS) zu führen. Ausdrücklich erwähnte Khamenei einen Vorstoß des US-Botschafters in Bagdad bei seinem iranischen Kollegen und von State-Department-Chef John Kerry bei Teherans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. ... Khameini habe sich jedoch dagegen ausgesprochen und den Befürwortern derartiger Kontakte gesagt, es könne mit den Amerikanern auf diesem Gebiet keine Zusammenarbeit geben, weil "ihre Absichten und ihre Hände nicht sauber sind". Der Revolutionsführer ist nach der iranischen Verfassung oberste Autorität in religiösen und politischen Fragen. … Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte in seiner Rede bei der Pariser Konferenz die Ausgrenzung Irans und Syriens. Beide Staaten seien "unsere natürlichen Verbündeten" im Kampf gegen den IS, "und ihre Beteiligung hätte heute unsere Arbeit bereichert". ... Russland leiste "militärische und anderweitige wichtige Unterstützung" um die Abwehrkraft des Iraks, Syriens und anderer Frontstaaten der Region gegenüber dem Terrorismus zu stärken".
(Aus dem Artikel "Korb für Washington" von Knut Mellenthin, Junge Welt, 17.9.2014)

Der weise Standpunkt des geistlichen iranischen Staatsoberhauptes Khamenei ist völlig nachvollziehbar. Die US-Amerikaner machen sich mit ihrer unzulässigen kriminellen Politik des Regimewechsels, auf die auch der bedenkenlose Journalist Tomas Avenarius anspielt, natürlich zu einem unerwünschten Personenkreis, weil sie für jede weitere Einmischung in der Region als unglaubwürdig kennzeichnet sind, deren gewaltige aktuelle Terror-Probleme gerade die US-Einmischung für Regimewechsel nach US-Gusto hervorgebracht haben.

Der Westen und seine unbelehrbaren faschistoiden Medien müssen ein für alle Male lernen, die Völker zu respektieren und selber bestimmen zu lassen, wie sie ihr Zusammenleben organisieren wollen – auch wenn das westlichen Vorstellungen nicht immer ganz entsprechen mag. Für undemokratisches, in wilhelminischen Vorstellungen stehen bleibendes Denkvermögen ist das natürlich zu viel verlangt, auch für ein Presseorgan, das sich als Sprachrohr des Pentagon versteht. Liegt darin das Dilemma von Avenarius und der Redaktion der Süddeutschen Zeitung?

Was den syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad betrifft, so wurde er von der überwältigenden Mehrheit seines Landes wiedergewählt, die ihn als patriotischen Staatsmann erkennt, der Syrien mit Bravour und Erfolg gegen den US- und IS-Terror verteidigt. Selbstverständlich hat er als zuverlässiger Alliierter regionaler islamischer Kräfte Partner-Regierungen an seiner Seite wie den Iran, der Irak sowie die Hisbollah und Kräfte im Libanon und bestimmt auch aus Ägypten. Es ist Sache der Araber und islamischer Kräfte, sich zu einigen und den Terror in der Region zu bekämpfen.

Luz María De Stefano Zuloaga de Lenkait

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