Türkei

 

  


15. Februar 2018 - Antiimperialistisches Lager - Wilhelm Langthaler:

Angriff auf Afrin:

Erdogan versucht in der syrischen Niederlage das Gesicht zu wahren

Kooperation mit USA könnte für Kurden von militärischem Vorteil zur politischen Bürde werden
Der gegenwärtige türkische Versuch, den kurdischen Kanton Afrin zu erobern, ist eine der zahllosen Schritte in einem historischen Bürgerkrieg mit starker regionaler und internationaler Verstrickung. Es zeigt sich, dass der Krieg noch lange nicht aus ist. Zudem sind militärische Verschiebungen nicht immer deckungsgleich mit politischen. Bei so vielen Mitspielern können sich immer neue, unerwartete Konstellationen ergeben.
Die Quintessenz dieser Etappe: Die Türkei musste bereits seit geraumer Zeit zur Kenntnis nehmen, dass ihre Macht- und Expansionsambitionen gescheitert sind. Doch Erdogan kann das nicht eingestehen, sondern muss es verstecken. De facto hat Ankara die russische Vormachtstellung bereits akzeptiert und damit auch die weitere Existenz des Systems Assad. Der Zusammenbruch des Islamischen Staates, den die Türkei indirekt benutzt hatte, erlaubte die Expansion der Kurden. Diese haben die Unterstützung der USA im Rücken – ein enormes Problem für den Nato-Staat Türkei. Nur Moskau kann Ankara bei der Zurückdrängung der Kurden helfen, doch dafür wird ein politischer Preis zu zahlen sein. Wie der Deal aussehen kann, ist noch auszumachen. Von der Substanz der türkischen Zugeständnisse an Moskau wird abhängen, auf welches Ausmaß Ankara die Kurden reduzieren darf. Doch ganz allein können die beiden zentralen Mächte sich das nicht ausmachen – jeder Kriegsteilnehmer wird mitreden und versuchen seine Interessen möglichst einzubringen.

  • Historische Niederlage der Türkei
  • Warum Russland die Türkei braucht
  • Kurdisches Kalkül

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30. Januar 2018 - Netzwerk Friedenskooperative:

Rüstungsexporte an die Türkei und weitere Konfliktparteien stoppen

[ Statement ] [ Angriff auf Afrin ist völkerrechtswidrig ]

25. Januar 2018 - RUBIKON, Norman Paech:

 Krieg gegen Afrîn

Am großen Tisch des Syrien-Pokers.
Den Kurden in Syrien bleibt nichts erspart. Den Angriff des IS auf Kobanî mit der materiellen und logistischen Unterstützung der Türken 2014 konnten sie unter unsäglichen Opfern noch abwehren. Bis heute ist die Stadt von den enormen Zerstörungen gezeichnet. Ein Angriff der Türken aus der Luft und zu Lande auf Afrîn ist jedoch angesichts ihrer NATO-Ausrüstungen von ganz anderer Qualität.
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24. Januar 2018 - FAZ, Lorenz Hemicker:

Operation Olivenzweig:

In Manbidsch droht ein Nato-GAU

Ankaras Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG hat Amerika in eine schwierige Lage gebracht. Nun droht auch noch, dass Türken und Amerikaner aufeinander schießen.
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22. August 2017 - Gesellschaft für bedrohte Völker, Pressemitteilung:

Unsicherheit in autonomem Kurdengebiet Nordsyriens wächst

Weltsicherheitsrat soll türkischen Angriff auf Nordsyrien und Massenflucht aus Afrin verhindern 
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an den Präsidenten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, Amr Abdellatif Aboulatta, appelliert, einen drohenden Angriff der türkischen Armee und der mit ihr verbündeten syrischen Radikalislamisten auf die mehrheitlich von Kurden bewohnte Region Afrin im Nordwesten Syriens zu verhindern. „Die Menschen in Afrin leben in ständiger Angst vor Attacken des türkischen Militärs, das durch unberechenbaren Beschuss einzelner Ziele eine kaum erträgliche Unsicherheit und Anspannung auch unter den vielen Flüchtlingen in der Region erzeugt“, berichtete der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido am Dienstag in Göttingen und warnte: „Wenn die Angriffe noch massiver werden, werden sie eine neue Massenflucht Richtung Europa auslösen.“
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25. April 2017 - TELEPOLIS, Michael Knapp:

Türkische Luftwaffe greift Şengal und Rojava an

Mit den Luftangriffen zeigt die türkische antikurdische Politik eine neue Qualität militärischer Eskalationsbereitschaft
In der Nacht zum Dienstag hat die Türkei mit 26 Bombern eine Reihe von Luftangriffen auf die ezidische Şengal Region und Rojava durchgeführt. Die Angriffe dauerten in den Morgenstunden noch an, eine abschließende Bewertung ist noch nicht möglich. Angegriffen wurde unter anderem die Kommandantur der YPG/YPJ auf dem Berg Qereçox bei Derik.
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5. Dezember 2015 - Handelsblatt, Ozan Demircan:

Ist Erdogans Sohn der Ölminister des IS?
Ein Sohn des türkischen Präsidenten soll mit Öl und anderen Gegenständen handeln, die der IS erbeutet. Die Vorwürfe wiegen schwer. Manches wirkt übertrieben – und manches ergibt verdächtig viel Sinn.
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29. Novmber 2015 - TELEPOLIS, Elke Dangeleit:

Türkei: Waffenlieferungen und Unterstützung des IS
Heute wird auf dem EU-Gipfel wieder mit Präsident Erdogan über eine Lösung der Flüchtlingsfrage verhandelt

Am Sonntag, den 29.11.2015 trifft die Bundeskanzlerin und andere EU-Vertreter erneut Präsident Erdogan zum EU-Gipfel in der Türkei, um über eine Lösung in der Flüchtlingsfrage zu beraten. Sie trifft sich damit mit einem Protagonisten, der mitverantwortlich ist für die Flüchtlingsströme, und zwar durch die Unterstützung des IS mit Waffenlieferungen, Ölkäufen, Verletzten-Versorgung in eigens dafür eingerichteten geheimen Abteilungen in türkischen Krankenhäusern. Wann begreifen unsere Politiker endlich, dass sie mit dem Falschen verhandeln? Wann schieben sie dem Treiben endlich einen Riegel vor?
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6. Oktober 2014 - Antiimperialistes Lager, Wilhelm Langthaler:

Türkei lässt Kurden ausbluten
Was kann angesichts der Tragödie um Kobane getan werden?

Seit 16. September 2014 konzentriert Isis ihre Angriffe auf die zentrale Stadt des De-facto-Autonomiegebietes der syrischen Kurden. Obwohl die kurdischen Einheiten YPG zähen Widerstand leisten, käme ihr Überleben einem Wunder gleich. Denn der Islamische Staat ist ausrüstungsmäßig qualitativ überlegen. Gegen dessen schwere Artillerie haben die Kurden keine Chance. Indes wartet die Türkei die so gut wie sichere Niederlage der PYD/YPG ab, während die USA ihre Luftangriffe auf andere Ziele fokussieren.
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4. Oktober 2014 - Deutschlandfunk:

Interview:
Nahost-Experte Michael Lüders zur Rolle der Türkei im Kampf gegen IS

(ca. 8 Min.)
[ Nachhören ]

3. Oktober 2014 - Süddeutsche Zeitung, Christiane Schlötzer:

Möglicher Einsatz gegen den IS
Kurden fürchten die türkische Armee

Sollten türkische Bodentruppen in Syrien eingreifen, wäre wohl schnell Schluss mit dem IS-Spuk in Kobanê. Doch die Kurden in der umkämpften Stadt wollen das gar nicht. Denn Ankaras Armee erscheint ihnen genauso bedrohlich wie die Islamisten.
[ vollständiger Kommentar ]

3. Oktober 2014 - Süddeutsche Zeitung, Jakob Schulz:

Türkisches Dilemma im Kampf gegen IS
[ Fragen und Antworten ]

16. September 2014 - Analyse & Kritik, Ismail Küpeli:

Der Feind meines Feindes
Die Rolle der Türkei bei der Aufrüstung des Islamischen Staates

Der militärische Erfolg des »Islamischen Staates« (IS), der im Sommer 2014 innerhalb weniger Wochen weite Gebiete Nordiraks eroberte, schockiert die Öffentlichkeit. Westliche Staaten beschlossen inzwischen, die kurdischen Peschmerga-KämpferInnen im Nordirak zu bewaffnen und die Staaten in der Region bei ihrem Kampf gegen den IS zu unterstützen.
Die Waffenlieferungen haben auch innerhalb der Linken in Deutschland Diskussionen ausgelöst. Allerdings hat die Zuspitzung auf die Frage der Waffenlieferungen den Blick verengt und vergessen lassen, wie der IS überhaupt so mächtig werden konnte. Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten, weil das Wissen um die Strukturen des IS beschränkt ist. So blühen viele Verschwörungstheorien, wie etwa dass die CIA oder der Mossad hinter der IS stecken würden.
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9. April 2014 - junge Welt, Karin Leukefeld:

<n>Die Chemiewaffenlüge
Der US-Journalist Seymour Hersh hat Washingtons Syrien-Politik untersucht
...
Unter dem Titel »Die Rote Linie und die Rattenlinie« geht Hersh ausführlich auf die Hintergründe der Politik Washingtons gegenüber Syrien ein und fügt dabei Informationen, die seit 2011 vereinzelt berichtet worden waren, zu einem neuen Bild zusammen. Sichtbar werden deutliche Differenzen zwischen der politischen Führung und den Geheimdiensten der USA, die Rolle der CIA und des britischen MI6 bei der Organisation der »Rattenlinie«, wie die Geheimdienste den Waffenschmuggel an Kampfverbände in Syrien nennen. Das Engagement der Türkei gegen Syrien rückt das Handeln der NATO insgesamt in ein neues Licht.
[ vollständiger Artikel ] [ Artikel von Seymour M. Hersh in Englisch ]

7. April 2014 - junge Welt, Karin Leukefeld:

Flankenschutz aus Ankara
Auf Kriegskurs: Die Regierung Erdogan unterstützt islamistische »Gotteskrieger« bei deren »Beutezug« in Syrien.
[ vollständiger Artikel ]

Januar 2014 - Ossietzky, Norman Paech:

Gute und böse Freiheitskämpfer
Freiheitskämpfer werden in unserer Gesellschaft erst dann als Kämpfer für die Freiheit und die Würde der Menschen anerkannt, wenn sie erfolgreich sind. Das galt für Mahatma Gandhi ebenso wie für Ho Chi Minh, für Agostinho Neto wie für Sam Nujoma. Erst nach der Unabhängigkeit ihrer Länder waren die alten Kolonialherren und ihre Verbündeten bereit, ihren Kampf, ihre Entbehrungen und Siege zu würdigen. Nicht allen aber wurde Rehabilitierung zuteil. Nehmen wir Fidel Castro, dem noch immer nicht die Befreiung seines Landes aus den Händen der Mafia und Luden verziehen wird. Oder Arafat, der sterben mußte, bevor er sein Land aus den Fesseln der israelischen Besatzung befreien konnte. Stellen wir uns vor, er wäre als erster Präsident eines freien, souveränen und gleichberechtigten Palästina, Mitglied der UNO und auf dem Wege der Versöhnung mit seinem israelischen Nachbarn gestorben, da wäre auch Bundespräsident Joachim Gauck zu seinem Begräbnis gefahren.
[ vollständiger Artikel ]

29. Januar 2014 - Lühr Henken:

Protestkundgebung beim Reichstagsgebäude in Berlin
Ecke Ebertstraße /Scheidemannstraße
Kein Mandat für Patriot und AWACS gegen Syrien!

[ Text der Rede ]

18. November 2012 - Sevim Dagdelen:

Deutsch-Türkische Erklärung gegen die Entsendung deutscher Truppen in die Türkei!
Keine Bundeswehr in die Türkei!
Alman askerleri Türkiye-Suriye sınırına gönderilmesin!

Zu den Plänen, die Bundeswehr mit Patriot-Raketen an die türkisch-syrische Grenze verlegen zu lassen, erklären die deutsche Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE und der türkische Abgeordnete Levent Tüzel (Kongress der Völker in der Türkei).
vollständige Stellungnahme ]

23. Oktober 2012 - junge Welt, Rüdiger Göbel:

Ein Gespräch mit Sevim Dagdelen:
"Die Türkei ist Frontstaat der NATO im Syrien-Krieg"

AKP-Regierung tritt als Wächter der Menschenrechte auf, gleichzeitig sitzen über 10000 Oppositionelle in Gefängnissen. 
[ vollständiges Gespräch (OnlineAbo erforderlich) ] [ Alternative ]

15. Oktober 2012 - Der Spiegel, Daniel Steinforth:

Brennende Grenze
Im Konflikt mit Syrien bereitet sich die Türkei auf Krieg vor
- gegen Assad und gegen kurdische Separatisten
[ vollständiger Artikel (Print-Ausgabe 42, Seite 104) ]

5. Oktober 2012 - Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF):

Nein zum Krieg –
Hände Weg von Syrien und dem Nahen Osten!

Der türkisch-syrische Konflikt spitzt sich weiter zu. Die Situation droht zu eskalieren und die Kriegsvorbereitungen nehmen Fahrt auf. Während die Regierungspartei AKP und auch die ultranationalistische MHP, auf Grundlage der Anti-Terrorgesetze der türkischen Armee am 4.10.2012 eine Interventionsermächtigung auch für die kurdischen Gebiete Syriens erteilten, stimmten Sozialdemokraten (CHP), die Vereinigung der Kongress der Völker (HDK) und die kurdische BDP gegen einen Kriegseinsatz. Mit dem Beschluss des Parlaments ist die Türkei nun befugt jederzeit in andere Nachbarländer einzumarschieren. Auch in syrisch-kurdische Gebiete. Somit spitzt sich die Kriegsgefahr weiter zu. Ein Krieg zwischen der Türkei und Syrien hätte fatale Folgen für die gesamte Region im Nahen Osten.
[ vollständiger Artikel ]

14. August 2012 - Der Freitag, Lutz Herden:

Der kurdische Knoten:
Hillary drückt auf den Knopf

Mutmaßlich erreicht der Bürgerkrieg ein entscheidendes, ultimatives Stadium, wozu die strategische Alllianz zwischen den USA und der Türkei nach Kräften beitragen will.
[ vollständiger Beitrag ]

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