Wohlstand für alle oder nur noch für die Reichen? Wie steht es um die Verteilungs-Gerechtigkeit? Vortrag von Ulrich Mössner und Protokoll der Diskussion, April 2013

19. Oktober 2016 - German Foreign Policy:

Ignorierte Kriege (I)

Trotz anhaltender Kriegsverbrechen der saudischen Streitkräfte im Jemen setzt Berlin die Unterstützung für den Herrscherclan in Riad fort. Während wegen angeblicher oder tatsächlicher Kriegsverbrechen im syrischen Aleppo Forderungen nach einer Verschärfung der Russland-Sanktionen laut werden, bleibt für Saudi-Arabien sogar das Bombardement einer Trauerfeier, bei dem über 140 Zivilisten getötet wurden, ohne Folgen. Mehr als 2.400 zivile Todesopfer haben Luftangriffe der saudisch geführten Kriegskoalition im Jemen bereits gefordert, darunter Patienten in Krankenhäusern von Ärzte ohne Grenzen oder Kinder, die eine Koranschule besuchten. Eine von Riad exekutierte Seeblockade schneidet den bitter armen Jemen, der zu 80 Prozent von Lebensmittelimporten abhängig ist, von Nahrungslieferungen ab. Inzwischen sind 1,5 Millionen Kinder in dem Land unterernährt, 370.000 von ihnen schwer; sie können nur unzureichend medizinisch versorgt werden, weil Saudi-Arabien Arzneimittelfabriken bombardiert und auch die Einfuhr von Medikamenten beschränkt. In deutschen Medien wird die humanitäre Katastrophe im Jemen weitgehend beschwiegen: Riad, das sie verantwortet, ist der wichtigste Verbündete Berlins im Mittleren Osten; sein Krieg im Jemen soll mit den Rebellen der Huthi-Bewegung zugleich den Einfluss Irans zurückdrängen, er liegt damit auch im Interesse der deutschen Eliten.
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9. Oktober 2016 - Süddeutsche Zeitung, Paul-Anton Krüger:

Das vergessene Land

Saudi-Arabien führt in Jemen Krieg. Deutschland muss daher seine Waffenlieferungen an Riad stoppen.
Mehr als 200 Tote bei einem Luftangriff auf ein Begräbnis, verstümmelte Körper, verkohlte Leichen. Barbarei, ein Massaker, diesmal nicht in Aleppo, sondern in Sanaa. Die Welt starrt auf Syrien und vergisst Jemen. Die Angriffe Saudi-Arabiens auf die zivile Infrastruktur und Wohngebiete des ohnehin schon ärmsten arabischen Landes haben nicht die gleiche Massivität und Systematik des syrisch-russischen Bombardements. Aber auch sie sind durch nichts zu rechtfertigen und in einigen, in etlichen Fällen vermutlich Kriegsverbrechen.
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Juli 2015 - Ossietzky, Joachim Guilliard:

Der Krieg im Jemen – Imperialer Wahnsinn

Als die meist »Huthi« genannten, jemenitischen Ansarollah-Milizen und ihre Verbündeten im März dieses Jahres unaufhaltsam auf Aden vorrückten, wo der gestürzte Interimspräsident Abed Rabbo Mansur Hadi eine Gegenregierung ausgerufen hatte, griff Saudi-Arabien mit Rückendeckung aus Washington direkt militärisch in die Machtkämpfe im Jemen ein. Seit dem 26. März bombardiert die saudische Armee das Nachbarland zu Wasser, zu Land und aus der Luft. Dem saudischen Herrscherhaus ist es gelungen, dafür eine Kriegsallianz aus den übrigen reaktionären arabischen Monarchien sowie Ägypten, Sudan und die Türkei hinter sich zu bringen. Auch die USA leisten militärische Unterstützung.

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