1. September 2015 - Russia Today, Willy Wimmer:

"Warum Rußland?"
Rede von Willy Wimmer anlässlich des Antikriegstags am 1. September

Unter Helmut Kohl war Willy Wimmer (CDU) Staatssekretär im Verteidigungsministerium, später Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Eingeladen vom Deutschen Gewerkschaftsbund sprach Wimmer am 1. September 2015 anlässlich des Gedenkens zum Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges in der St. Ägidienkirche in Hannover. Mit Blick auf die Geschichte kritisiert Wimmer die aktuelle Russland-Politik des Westens.
RT Deutsch dokumentiert die Rede im Wortlaut.

9. Juli 2015 - alpha (ARD-Bildungskanal), Johannes Grotzky:

alpha-Forum:

Gespräch mit Gabriele Krone-Schmalz, Russlandexpertin
Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz berichtete als erste Frau für die ARD aus Moskau. Seit 2000 ist sie Mitglied des Lenkungsausschusses im "Petersburger Dialog". 2015 erschien ihr Buch "Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens".
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6. Dezember 2014 - Luz Maria de Stefano de Lenkait:

Russlands Außenpolitik mit dem jüngsten Türkei-Besuch des russischen Präsidenten, dem russischen Stopp des Gasleitungsprojekts "South-Stream" und die diversen Absetzbewegungen gegenüber den USA bei gleichzeitiger unverändert erscheinender Realitätsverweigerung in Deutschland geben Anlass zu folgender Stellungnahme zu

Junge Welt (jW) vom 2.12.2014:
"Westen guckt in die Röhre" von Klaus Fischer,

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 3.12.2014:
“Ein Handschlag, ein Faustschlag" von Julian Hans und Christiane Schlötzer,

Kommentar in SZ vom 5.12.2014:
"Russland - Der Sandmann spricht zur Nation" von Julian Hans

Europa und USA:
Selbstisolation, Selbstbetrug und Weltfremdheit

Dem Pragmatismus der Außenpolitik Russlands sind unter US-Einfluss stehende deutsche Journalisten der Konzernpresse, wie Julian Hans und Christiane Schlötzer der Süddeutschen Zeitung, nicht gewachsen. Sie unterliegen dem Grundsatz-Fehler, die Welt so winzig wie Europa zu sehen. Gefesselt und verblendet in dieser begrenzten Vision träumen sie weiter von Europa beziehungsweise den USA als den Mittelpunkt, als den Nabel der Welt. Hierin liegt ihre verkehrte Sicht. Indem Journalisten und Politiker in dieser ihrer engen Sicht verankert bleiben, können sie sich nicht den aktuellen Weltverhältnissen stellen. Ihre Artikel und Kommentare zeigen bloß ihre eigene scheinbar unüberwindbare Realitätsfremdheit. Indem sich Europa und die USA weiter Illusionen hingeben, wachsen ihre Selbstisolation, ihr Selbstbetrug und ihre Weltfremdheit.

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1. September 2014 - John J. Mearsheimer:

Putin reagiert

Warum der Westen an der Ukraine-Krise schuld ist.
Im Westen gilt es als gesicherte Erkenntnis, dass an der Ukraine-Krise maßgeblich die aggressive Haltung der Russen schuld ist. Der russische Präsident Wladimir Putin, so die gängige Argumentation, hat die Krim annektiert, weil er schon lange eine Wiederbelebung des Sowjetreichs im Sinn hatte, und wird womöglich auch den Rest der Ukraine und andere Länder Osteuropas ins Visier nehmen. Die Absetzung des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch im Februar 2014 habe Putin lediglich den Vorwand dafür geliefert, russische Streitkräfte auf die Krim zu entsenden.

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[ Original (in Englisch in "Foreign Affairs") ]

10. August 2014 - attac-Theorie-Blog, Christian Christen:

Politik im Blindflug:
Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Nach dem weiterhin ungeklärten Abschuss des malaysischen Passagierflugzeuges MH-17 über der Ostukraine trommeln die Leitmedien in Funk, Fernsehen und Print für eine scharfe Reaktion Europas. Zwar schreckt man (noch) vor der Forderung nach militärischer Intervention zurück, jedoch ist bei den tonangebenden Köpfen ausgemacht, wer der Hauptschuldige für die politische Krise in der Ukraine und den Bürgerkrieg im Osten des Landes ist und wen es zu „bestrafen“ gilt: Russland vulgo Staatspräsident Putin. In großer Pose der Entschlossenheit verhängten Ende Juli dann die 28 EU-Mitgliedsstaaten neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Kernelemente dessen sind ein Verbot des Zugangs russischer Unternehmen und Finanzdienstleister auf den europäischen Kapitalmarkt, der Ausfuhrstopp von Hochtechnologie, Rüstungsgütern und Dual-Use Gütern (Einsatzmöglichkeit ziviler/militärischer Art) sowie weitere Einreiseverbote und Kontensperren für russische Funktionäre.

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23. Juli 2014 - German Foreign Policy:

Urteil ohne Gericht

Berlin und die EU stellen neue Sanktionen gegen Russland in Aussicht. Im Gespräch sind erstmals ein Waffenembargo und Kampfmaßnahmen auf dem Finanzsektor. Es sei möglich, Russland mit Finanzsanktionen "die Luft abzuschneiden", heißt es; ergänzend werden massive Eingriffe in außenwirtschaftliche Aktivitäten deutscher Unternehmen verlangt. Alternative Vorschläge laufen auf eine freiwillige Unterordnung Moskaus unter die westliche Hegemonie hinaus. Für den Machtkampf instrumentalisiert wird seit letztem Donnerstag insbesondere der Abschuss eines malaysischen Zivilflugzeugs mit 298 Todesopfern. Der Hinweis, es sei nach wie vor nicht klar, wer den Abschuss zu verantworten habe, sei ein lediglich "formaljuristischer" Einwand und nicht von Bedeutung, behauptet ein prominenter Autor auf der Website einer führenden deutschen Wochenzeitschrift: "Ein politisches Urteil" genüge vollauf, um dem russischen Präsidenten die Schuld am Tod der 298 Flugpassagiere zuzuschreiben. Die offene Absage an grundlegende Rechtsprinzipien und ihre Ersetzung durch politische Willkür erfolgt zu einer Zeit, da die weltweite Dominanz des Westens erste Brüche zeigt: Nicht zuletzt im Konflikt um die Ukraine versagt ihm eine zunehmende Zahl von Staaten weltweit die Gefolgschaft.

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Mai 2014 - Ossietzky, Gerd Bedszent:

Ukraine – Krieg um Öl und Gas

Als Boris Jelzin im Dezember 1991 mit einem Federstrich die Sowjetunion auflöste und Rußland eine liberale Schocktherapie verordnete, hatte dies für die Wirtschaft der ehemals sowjetischen Republiken katastrophale Folgen. Jahrzehntelang gewachsene Austauschbeziehungen zerrissen oder wurden der Willkür mafiöser Interessen ausgeliefert. In Rußland selbst mußte das Programm militärisch durchgesetzt werden – Jelzin ließ am 4. Oktober 1993 Truppen aufmarschieren und unter dem Beifall westlicher Beobachter das Parlamentsgebäude zusammenschießen. Die industrielle Produktion in Rußland brach in der Folge massiv ein, betrug im Jahre 2000 nur noch 57 Prozent des Standes von 1990; das reale Geldeinkommen der Bevölkerung halbierte sich. Das Land erreichte 1998 einen Tiefpunkt, als es seine Staatsschulden nicht mehr begleichen konnte und die Währung zusammenbrach. Nach einem Machtwechsel an der Führungsspitze gelang es Wladimir Putin – wenn auch mit rabiaten Methoden – den wirtschaftlichen Niedergang und Verfall der russischen Staatsmacht aufzuhalten. Putins Ziel war und ist es, die wirtschaftliche Macht Rußlands – auch im Interesse der Oligarchen – zu stabilisieren und den unter Jelzin entstandenen »Mafiakapitalismus« zu zivilisieren. Die Schere zwischen arm und reich verbreiterte sich in Putins Rußland allerdings weiter, die Zahl der Dollar-Milliardäre steigt stetig an.

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22. April 2014 - Zeitfragen, Karl Albrecht Schachtschneider:

Der Kampf um die Krim
als Problem des Staats- und Völkerrechts

Im Kampf um die Krim wirft der Westen Russland und dessen Präsidenten Vladimir Putin vor, der Einsatz von Soldaten, offen oder verdeckt, habe das Völkerrecht verletzt. Russland habe die Krim annektiert, meint gar die Bundeskanzlerin. Das überzeugt nicht. Sie ist schlecht beraten. Die Vorwürfe scheinen die Sanktionen, wenn nicht die «indirekte» Aggression der westlichen Bündnisse, der Nato und der Europäischen Union (EU), gegen die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), insbesondere gegen die Russische Föderation, rechtfertigen, jedenfalls legitimieren zu sollen. Die Fakten kennt die Öffentlichkeit nur verzerrt. Auch ich bin auf die allgemein zugänglichen Informationen angewiesen. Aber wer sich zu dem Konflikt äussert, muss versuchen, die Tatsachen von der Propaganda, welche die meisten jedenfalls der deutschen Medien zu den Ereignissen in der Ukraine verbreiten, zu unterscheiden. Dabei helfen die Einschätzung der Interessenlage und die Kenntnis der Rechtslage.

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14. April 2014 - Stimme Russlands:

Interview mit Jochen Scholz,
dem Autor eines offenen Briefes an Russlands Präsident Putin

Der Brief an Putin

Das Ende der Unruhen in der Ostukraine ist nicht in Sicht. Die Bevölkerung der östlichen Gebiete fordert weiterhin die Durchführung eines Referendums, bei dem die Menschen aus Donezk, Lugansk und Charkiw über ihr eigenes Schicksal abstimmen könnten.

[ Nachlesen (ca. 30 Min.) ]

11. April 2014 - Luz Maria de Stefano de Lenlkait:

Kommentar zu

Meldungen und Kommentare zur Militärparade in Moskau und auf der Krim anlässlich des Tages des Sieges der Sowjet-Armee über Nazi-Deutschland,

Süddeutsche Zeitung vom 10.5.2014:
"Putin reizt den Westen" von SZ,

Junge Welt vom 10.5.2014,Titelseite: .:
"Russland feiert den Jahrestag des Sieges" dpa/jW

Warnung und Mahnung an die NATO

Die Militär-Parade am Roten Platz und dann in Sewastopol, der Hauptstadt der Krim als jüngste Provinz der Russischen Föderation am 9. Mai war ein grandioses Spektakel. Superb! Vor der Kulisse des Kreml begann das würdevolle Auftreten der tapferen, mannhaften Russen, nachdem die Glocken der orthodoxen Kirchen 10 Uhr schlugen. Der russische Kunstsinn manifestiert sich auch hier. Die USA-Regierung Obamas hätte Glückwünsche an den Präsidenten Russland und allen Russen an diesem glorreichen Gedenktag senden sollen. Auch Glückwünsche aus dem Bundeskanzleramt sind angebracht in diesen patriotischen Maitagen, in denen traditionell der Sieg über den Faschismus gefeiert wird, gerade aus Deutschland, das Land, das am besten die Befreiung des Faschismus zu würdigen wissen sollte. Aber Deutschland zeigt keine Größe. Es bleibt in kleinkarierten Händen regiert und befangen, kleinkarierter denn je mit CDU und SPD, die immer noch nicht wagen, sich von den USA zu emanzipieren. Russland hat am 9.5.2014 auf dem Moskauer Roten Platz an den Sieg über Nazi-Deutschland 1945 erinnert...

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29. März 2014 - Graswurzelrevolution, Bernd Drücke und Vadim Damier:

Zur Situation in der Ukraine und in Russland:

Krim-Krise und Kriegsgefahr

Ein Interview mit dem libertären Sozialwissenschaftler Vadim Damier: „Wir dürfen den Herrschenden kein neues 1914 erlauben!“

[ Interview ]

27. März 2014 - 0815-INFO, Jochen Scholz u.v.a.m.:

Offener Brief an Wladimir Putin

[ Brieftext ] [ alternativ ]

14. März 2014 - Handelsblatt, Gabor Steingart:

Krim-Krise

Entpört Euch!

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nicht der ruchlose Aggressor, den der Westen aus ihm macht. Er verteidigt die selbstverständlichen Interessen seines Landes. Ein Plädoyer für die Rückkehr zur Realpolitik.

[ vollständiger Artuikel ]

11. März 2014 - Süddeutsche Zeitung, Erhard Eppler:

Putin, Mann fürs Böse

Der Westen sollte Wladimir Putin nicht verteufeln, sondern sein Verhalten in der Ukraine-Krise zu verstehen versuchen. Kein russischer Präsident würde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu führen.

[ vollständiger Kommentar ]

3. März 2014 - Jürgen Todenhöfer:

Russland gehört zu Europa

Jürgen Todenhöfer schreibt: “Eine engere Partnerschaft mit Russland wäre die sicherste aller denkbaren ‪Friedensgarantien‬ für Europa. Alle größenwahnsinnigen Herrscher, die das vergaßen – von Napoleon bis Hitler -, sind kläglich gescheitert. Es ist richtig: ‪Russland‬ gehört nicht zur ‪EU‬, aber es gehört zu ‪Europa‬.”

[ vollständige Stellungnahme ] [ alternativ ]

Juli 2012 - Blätter für deutsche und internationale Politik, Hauke Ritz:

Warum der Westen Russland braucht

Die erstaunliche Wandlung des Zbigniew Brzezinski

Der 1928 geborene Zbigniew Brzezinski ist eine der schillerndsten Figuren der außenpolitischen Elite der Vereinigten Staaten. Seine Schriften bestechen durch ihren Sinn für die machtpolitische Realität und irritieren zugleich durch die Konsequenz, mit der diese Machtpolitik entfaltet wird. Da Brzezinski an der Gestaltung des Kalten Krieges aktiv beteiligt war und bis heute eng mit den politischen Eliten Amerikas verbunden ist, sind seine Bücher nicht nur historische, sondern immer zugleich auch politische Dokumente, die einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis amerikanischer Außenpolitik gewähren. Nun ist Brzezinski mit einem neuen Buch an die Öffentlichkeit getreten. Dieses trägt den Titel „Strategic Vision“ und ist insofern höchst bemerkenswert, als Brzezinski darin eine weitreichende politische Wende vornimmt. Er fordert eine umfassende Revision der bisherigen Ausrichtung der amerikanischen Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. Die zentrale These des Buches lautet, dass die USA sich heute in einer ähnlichen Situation befinden wie die Sowjetunion in den 80er Jahren.

Ging es in seinem letzten großen Buch „The Grand Chessboard“ noch darum, die politische Kontrolle über Zentralasien zu gewinnen und sprach er 2008 immerhin noch von einer „Second Chance“ zur Errichtung einer unipolaren Welt, so gesteht er jetzt ein, dass der Machtverlust der USA und die multipolare Welt Realität geworden sind. Damit kommt es zu einer ganzen Reihe von Neubewertungen. Am erstaunlichsten ist, dass er seine radikale Gegnerschaft gegenüber Russland, die in all seinen früheren Büchern direkt oder unterschwellig präsent ist, aufgegeben hat. Mehr noch: Für das Überleben des Westens sei es zentral, Russland zu integrieren.

  • Von Carter zu Reagan
  • Brzezinskis „Hobby, Russland Schaden zuzufügen“
  • Failed state Russland, Supermacht USA
  • Der Bruch mit den Neokons
  • Obamas Bilanz: Das große Scheitern
  • Amerika, der Westen und der Rest der Welt
  • Die Lähmung der Vereinigten Staaten
  • „Demokratie“ ohne Ausstrahlung
  • Vom Saulus zum Paulus?

[ vollständiger Artikel ]

29. August 2008 - Freitag:

"Ich sehe keine härtere Gangart bei Russland"

Der Sicherheitspolitiker Egon Bahr (SPD) über Wahlhilfe für John McCain, ein gespaltenes Europa und ein gescholtenes Russland.
[ vollständiger Interview ]

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