"Es ist ganz leicht, die Wahrheit mit einem einfachen linguistischen Trick zu verfälschen: Man muss seine Geschichte nur mit dem 'Zweitens' beginnen. Genau das hat Rabin getan. Er hat es ganz einfach unterlassen, von dem zu sprechen, was als Erstes passiert ist. Wenn man seine Geschichte mit dem ‚Zweitens‘ beginnt, wird die Welt auf den Kopf gestellt. Wenn man die Geschichte mit dem ‚Zweitens‘ beginnt, sind die Pfeile der Indianer die ursprünglichen Verbrecher und die Gewehre des weißen Mannes die ausschließlichen Opfer … Man braucht seine Geschichte nur mit dem ‚Zweitens‘ zu beginnen, und die verbrannten Vietnamesen haben die Menschlichkeit des Napalm verletzt, und Viktor Jaras Lieder sind die Schande und nicht Pinochets Geschosse, die so viele Tausende im Stadion in Santiago töteten. Es genügt, die Geschichte mit dem ‚Zweitens‘ zu beginnen, und meine Großmutter Umm Ata ist die Verbrecherin und Ariel Sharon ihr Opfer"
(Mourid Barghouti, I Saw Ramallah, p. 177-178)

12. Mai 2018 - marx21, Ramsis Kilani und Yaak Pabst:

70 Jahre Nakba:

»Der Anblick kehrt in meinen Albträumen wieder«

Zehntausende Palästinenserinnen und Palästinenser gedenken der Nakba. In Deutschland ist die ethnische Säuberung Palästinas von 1948 dagegen weitgehend unbekannt.

  • »Nakba«: Die Katastrophe
  • Was geschah vor der Nakba?
  • Ein Land ohne Volk?
  • Eine gewaltsame Kolonisierung
  • Die Teilung Palästinas und die Nakba
  • Die Nakba und die ethnischen Säuberungen
  • Die Verdrängung geht weiter
  • Die Erinnerung wach halten

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Dezember 2017 - Rosa-Luxemburg-Striftung, Tsafrir Cohen:

Lösungsmöglichkeiten aus heutiger Sicht

Ausgehend von den Besatzungsrealitäten vor Ort beschreibt Tsafrir Cohen in diesem großangelegten Essay die verschiedenen Akteure im israelisch-palästinensischen Konflikt, hält ihre jeweilige Position fest und zeichnet gegenwärtige Lösungsansätze nach. Fazit: Die Besatzung der Palästinensergebiete muss enden, denn sie schreibt Unrecht fest. Dafür müssen drei Bedingungen erfüllt werden.
[ mehr ] [ in Englisch ]

Palästina 2017:

100 Jahre Balfour-Deklaration
  70 Jahre UN-Teilungsbeschluss
  50 Jahre Militärbesatzung
  30 Jahre 1. Intifada
  10 Jahre Abriegelung des Gaza-Streifens

1917 verspricht Großbritannien mit der Balfour Deklaration  den Juden eine "nationale Heimstätte" in einem Land, in dem es kaum Juden gibt - bis heute ist sie Vorlage für die Haltung der westlichen Staaten gegenüber den Palästinensern  (Merkels Staatsräson).
1947 beschließen die Vereinten Nationen, Palästina aufzuteilen. Die Palästinenser sollen sich mit 46 Prozent ihres Landes für einen eigenen Staat begnügen; Israel verhindert dessen Gründung bis heute.
1967 unterwirft Israel die andere Hälfte der Palästinenser im 6-Tage-Krieg. Millionen  Menschen im Westjordanland und Gaza werden zu recht- und staatenlosen Unterdrückten einer bis heute andauernden Militärbesatzung. Ein weiterer Schritt zur Verwirklichung der Idee von „Groß-Israel“ ist  getan.
1987 zerschlagen die Palästinenser millionenfach in der 1. Intifada (Aufbegehren) die Illusion, dass sie sich  dauerhaft an die Besatzung gewöhnen würden.
2007 erreicht die schon am Ende der 1. Intifada beginnende Blockade des Gazastreifens ihren Höhepunkt. Das Ziel der Trennung und Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft kommt immer näher.

23. August 2017 - Antiimperialistisches Lager, Wilhelm Langthaler:

Das neue Politische Dokument der Hamas

In bedrängter Lage zwischen Nationalcharta und Pragmatismus
Das am 1. Mai 2017 vorgestellte neue Grundsatzdokument stellt sich in Inhalt, Argumentation und Sprache eindeutig und signalhaft in die Tradition der palästinensischen Befreiungsbewegung (und damit indirekt auch der Linken). Das ist angesichts der bewaffneten Aufstände der Jihadisten keine Selbstverständlichkeit und könnte dem Widerstand helfen, den Jihadismus politisch zurückzudrängen. Gleichzeitig bietet Hamas als „nationalen Konsens“ einen bisher abgelehnten palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 an – interpretierbar irgendwo zwischen taktischem Schachzug, Öffnung gegenüber Anderen und Zugeständnis an die äußeren Unterstützer.
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Juni 2017 - Das Argument, Norman Paech:

Das Argument 321, 2017, S. 91 - 104:

Kein Frieden im Nahen Osten.

Zur Entstehung und Entwicklung des Nahostkonflikts

Gedenktage und -jahre haben oft einen traurigen Hintergrund der Erinnerung, keine Jubiläen, sondern der Rückblick auf Katastrophen und Niederlagen. So vor allem dieses Jahr für die Palästinenserinnen und Palästinenser, sei es in ihrer Heimat unter fremder Besatzung oder in der über die Welt verstreuten Diaspora. Sie erinnern an die Balfour Erklärung vor 100 Jahren, mit der die britische Regierung den Juden eine nationale Heimstätte in Palästina zusagte, an den Teilungsplan der UNO von 1947 vor 70 Jahren, mit der sie über die Hälfte des palästinensischen Territoriums den jüdischen Siedlern für einen eigenen Staat zusprach, und an den Ausbruch des sog. Sechs-Tage-Krieges 1967, der die Besetzung der Westbank, Ost-Jerusalems und des Gazastreifens zur Folge hatte und zur fortdauernden Kolonisierung der Gebiete führte. Seit 50 Jahren ist die Staatengemeinschaft unfähig, diesen offen völkerrechtswidrigen Zustand, der immer wieder zu Krieg, Terror und der Destabilisierung der ganzen Region führt, in eine friedliche Nachbarschaft gleichberechtigter Völker nach ihren eigenen in der UN-Charta verbürgten Prinzipien zu verwandeln.
Die folgenden Anmerkungen verfolgen nicht das Ziel eines Lösungsvorschlages. Sie wollen nur an einige historische Elemente und Determinanten dieses Konfliktes erinnern, die hinter dem Elend der seit Jahren stereotyp und ebenso sinn- wie ergebnislos geführten politischen Debatte stehen.

Was wir den »Palästinakonflikt« nennen, umfasst jedoch nur einen kleinen territorialen
Ausschnitt aus einer Region, die im Deutschen »Naher Osten«, im Englischen jedoch »Middle East« genannt wird, und sich von der Türkei bis nach Pakistan erstreckt. In zahlreiche Staaten gegliedert, ist diese Landmasse seit ihrer staatlichen Aufteilung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Untergang des Osmanischen Reichs praktisch nicht zur Ruhe gekommen und zu einem permanenten Konfliktherd geworden. Ihr ökonomischer Reichtum an begehrten Ressourcen hat sie immer wieder zum Ziel militärischer Interventionen der alten Kolonialmächte, innerer Aufstände und Revolutionen gemacht.

Wenn ich mich im Folgenden auf den Palästinakonflikt konzentriere, so deswegen, weil er nach Ursache, Ursprung und Entwicklung gegenüber den anderen Konflikten der Region besondere und eigenständige Merkmale aufweist und zur Kriegsgefahr entscheidend beiträgt. Diese hat einige Monate vor dem Oktoberkrieg von 1973 der damalige Verteidigungsminister Israels Moshe Dayan treffend mit den Worten umrissen: »Alle unsere Siedlungen sind auf den Trümmern arabischer Dörfer erbaut, und wir reißen nicht nur ihre Mauern nieder, sondern versuchen, auch ihre Namen aus den Geschichtsbüchern auszuradieren. Sie haben also sehr gute Gründe, gegen uns zu kämpfen, und wenn ich ein Araber wäre, wäre ich wohl ein Kämpfer für El Fatah.« (Zit. n. Fried 1973, 46) Dieser Siedlungsprozess ist immer noch nicht beendet. Darüber hinaus ist er mit einer Vielzahl politischer und ökonomischer Interessenverschiedener Herkunft verknüpft, jüdischer, arabischer, amerikanischer und europäischer, so dass es schwerfällt, eine Grundlinie zu entdecken, die den Konflikt erklären und eine politische Lösungsmöglichkeit aufzeigen könnte.

[ mehr (PDF, 14 Seiten) ]

20. März 2017 - Bündnis für die Beendigung des israelischen Besatzung:

BIB Thema der Woche #15:

Der öffentliche Diskurs

Viele Menschen in Deutschland fühlen sich aus verschiedenen Gründen sehr mit Israel verbunden. Manche haben jüdische Wurzeln, andere eine schuldbeladene Vergangenheit, die sie fast zwanghaft alles Israelische und Jüdische lieben und verklären lässt. Andere kommen aus Israel, haben in Deutschland ein neues oder ein Zwischen-Zuhause gefunden; wieder Andere haben aus beruflichen Gründen in Israel gelebt und konnten die schönen, angenehmen Seiten dieses Landes kennen lernen. Mittlerweile aber haben Viele Gelegenheit bekommen, die „andere Seite des Mondes“ kennenzulernen. Für die Meisten ist es ein erschütterndes Erwachen: Die Schattenseite des israelischen Traums von der freien, jüdischen, kämpferischen, solidarischen „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ zeigt sich jenseits der Mauer und der Checkpoints als palästinensischer Albtraum.
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18. Februar 2017 - Uri Avnery:

Wann hat es begonnen?  

Wie zum  Teufel hat es begonnen?
Letzte Woche versuchte ich den Krieg von 1948 zu beschreiben: er begann mit dem Schießen auf einen jüdischen Bus am Morgen nach der UN-Teilungs-Resolution. Einige der Leser stritten um das Timing.Sie bestanden darauf, dass der Krieg am 15. März begann, am Tag nach der Gründung des Staates Israel, als die Armeen der benachbarten arabischen Staaten ins Land marschierten.
Ich habe dies viele Male gesehen. Jede ernste Debatte über den israelischen Konflikt beginnt mit der Frage: „Wann hat er begonnen?“ Jede Seite hat ihre eigenen Daten und weist nach, dass die andere Seite angefangen hat.
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16. Januar 2017 - Bündnis für die Beendigung des israelischen Besatzung:

BIB Thema der Woche #6:

Gewalt im Israel/Palästina-Konflikt

Am vergangenen Montag, den 8. Januar 2017, raste ein Mensch in einem LKW in Jerusalem in eine Gruppe von Soldaten, tötete dabei vier und verletzte 17 Menschen. Dann wurde er selbst erschossen.
Diese grausame Gewalttat wird in aller Welt verdammt und verurteilt - zu Recht. Denn sie hat nicht nur fünf Menschenleben gekostet (vier Opfer und der Attentäter), sondern hinterlässt auch - zusätzlich zu den Verletzten - zahllose Menschen mit Schocks, Ängsten, Traumata, Verlust und Schmerzen, die womöglich ein Leben lang anhalten. Zudem erzeugt diese Gewalt - wie kann es anders sein - Gegengewalt: Das Wohnviertel des Attentäters wird mit Roadblocks abgeriegelt, es gibt Verhöre, Verhaftungen, womöglich einen Hausabriss, womöglich Racheakte, womöglich noch mehr Ängste, Trauma, Verlust und Schmerzen. Wohin das führen soll? Richtig: zu noch mehr Gewalt.
Nun sind Politik und Medien schnell im Reagieren auf so eine schreckliche Tat. Scheinbar offensichtliche Zusammenhänge werden festgestellt, eine Verbindung zum IS etwa und zu den anderen LKW-Attentaten in Berlin und Nizza. Der Volksmund spricht von der "Gewaltspirale" und dass es "da unten wohl niemals Ruhe geben werde"; in aller Munde ist das Wort "Terror" und "Terrorist" und die Frage steht im Raum, ob "die Araber denn niemals zur Vernunft kommen, Israel endlich mal anzuerkennen und die Hand zum Frieden auszustrecken". Es geschähen "fast täglich palästinensische Attentat"; die israelische Seite "wehrt sich" oder antwortet mit "Vergeltungsschlägen". Schließlich enden Tischgespräche häufig mit der resignierten Annahme, dass das wohl ewig so weitergehen werde mit den "palästinensischen Terroristen" und der "Verteidigung der einzigen Demokratie im Nahen Osten" durch die Israelis.
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6. Januar 2016 - Ha'aretz, Peter Beinart:

Netanjahu fürchtet den Zusammenbruch der Palästinensischen Behörde (PA),
zu dem er selbst beigetragen hat

Die PA ist für die Israelis ein Narkotikum: Es erlaubt ihnen, Millionen staatenloser, entrechteter Palästinenser zu beherrschen, ohne die Kosten tragen zu müssen.
Benjamin Netanjahu ist beunruhigt, dass die Palästinensische Autorität aufgeben könnte. Laut Barak Ravid, hat er zweimal das israelische Sicherheitskabinett einberufen, um die Perspektive zu diskutieren seit dem letzten Dezember. Es erinnert mich an ein Zitat aus dem 2003-Film, Cold Mountain: “Sie machten das Wetter, und danach standen sie im Regen und sagten: „Shit, es regnet.“
Die Palästinensische Autorität (PA), die als Teil der Oslo-Abkommen 1993 geschaffen wurde, entstand auf einem (gegenseitigen) Abkommen: Israel sollte eine palästinensische Führung erhalten, die sein Existenzrecht anerkennt und die West Bank bewacht, so müssten die 19-jährigen Israelis nicht länger durch jedes Dorf und jede Stadt patrouillieren. ( Eine Maßnahme, die seit Ausbruch der ersten Intifada im Jahr 1987 noch gefährlicher geworden war). Im Gegenzug würden die Palästinenser das Embryo eines Staates (einen Ministaat) erhalten. Die PA sollte nur fünf Jahre bestehen bleiben. Danach vermuteten die meisten Palästinenser, dass die PA nicht die Überwachung für Israels Besatzung, sondern für ihr neues Land vornehmen würde.

[ vollständiger Artikel ]

Dezember 2016 - Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten e.V. (INAMO):

»Palästina: 50 Jahre besetzt«

[ Heft Nr. 88 (70 Seiten) ]

2. Oktober 2015 - Radio LoRa (München):

Im Windschatten der aktuellen Schlagzeilen: Das Ende der Zwei-Staaten-Lösung…
Irgendwie ist es merkwürdig: Seit der medialen Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung vom Flüchtlingselend und dem Krieg in Syrien findet der Palästinakonflikt in den Medien so gut wie nicht mehr statt. Da konnte in den letzten Tagen sogar Israel wieder mal Gaza bombardieren, aber niemand interessierte sich dafür und die Klagen des Palästina-Präsidenten Abbas vor der UNO-Vollversammlung klangen geschäftsmäßig, blass, wie eine matt verrichtete Pflichtübung. Doch findet der Wahnsinn der Besatzung, der Entrechtung von Palästinensern in Israel, der neuen Siedlungen Israels auf Palästinas Boden, der Zerstückelung palästinensischer Landwirtschaften, der Checkpoints und der Mauer weiterhin statt.
Audio [ Audio-Aufzeichnung (ca. 15 Min.) ]

8. Juni 2015 - Uri Avnery:

Die wirkliche Nakba
Vor drei Wochen war Nakbatag – der Tag, an dem Palästinenser innerhalb und außerhalb Israels an ihre „Katastrophe“ denken – den Exodus von mehr als der Hälfte des palästinensischen Volkes aus den von Israel besetzten Gebieten im Krieg von 1948.
[ vollständiger Artikel ]

17. Nov. 2014 - Internationaler Versöhnungsbund, Clemens Ronnefeldt:

Nach Kerry-Initiative und Gaza-Krieg:
Eskalation oder Deeskalation im Nahen Osten?

Während der Abfassung dieses Artikels steht der Nahostkonflikt wieder einmal an einem Scheidepunkt: Nach der mehrfachen Erstürmung des Tempelbergs samt Eindringens in die Al Aksa-Moschee durch die israelische Armee (IDF), dem Attentat auf den Rabbiner Jehuda Glick durch ein Mitglied des islamischen Dschihad, Brandanschlägen auf Synagogen und Moscheen, etlichen Toten auf palästinensischer Seite im Westjordanland und im Gazastreifen durch IDF-Angehörige und Anschlägen mit Autos und Messern auf jüdische Zivilisten in Jerusalem durch Palästinenser droht die Gewalt im Nahost-Konflikt zu eskalieren. Das rechte Parteibündnis in der Knesset arbeitet an einem Gesetzentwurf, der Juden den ungehinderten Zugang zum Tempelberg erlauben soll. Hamas und Fatah riefen dazu auf, dies mit allen Mitteln zu verhindern.
Die kommenden Wochen und Monate werden darüber entscheiden, ob dieser Jahrhundertkonflikt unkontrolliert eskaliert - oder in einer internationalen Kraftanstrengung noch einmal deeskaliert werden kann. "Trotz Warnungen der Sicherheitskräfte einschließlich des Geheimdienstes Shin Bet vor einem Flächenbrand, der auch das besetzte Westjordanland erfassen könnte, wird wenig getan, um die Lage zu beruhigen. Auch von internationalen Warnungen zeigt sich Israels Regierung bislang unbeeindruckt", so die Süddeutsche Zeitung, nachfolgend SZ, am 10.11.2014.
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5. August 2014 - TELEPOLIS, Susanne Götze:

Reicher Naher Osten
Palästinenser und Israelis sitzen auf immensen Gas- und Ölvorkommen. Bei einer friedlichen Zusammenarbeit würde die gesamte Region davon profitieren

Konflikte im Nahen Osten sind auch immer Kriege um knappe Ressourcen. Bisher ging es vor allem um Wasser und Land, nun wurden zahlreiche Funde von Erdgas- und Erdölquellen ausgemacht. Auch wenn es sich beim derzeitigen Gazakrieg nicht vorrangig um einen Rohstoffkonflikt handelt, lohnt eine Betrachtung der neuen Kräfteverhältnisse: Nicht nur amerikanische Firmen, sondern auch Russland ist auf die neuentdeckten Bodenschätze in Nahost aufmerksam geworden.
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30. Juli 2014 - Neue Rheinische Zeitung, Mohssen Massarrat:

Aufruf an die Friedensbewegung
Warum kämpft Hamas
trotz militärisch hoffnungsloser Unterlegenheit weiter?

Die Hamas provoziere mit ihren Raketen gegen israelische Städte,
die Hamas benütze die eigene Bevölkerung als menschliche Schutzschilde,
Hamas verstecke Waffen in Wohnhäusern, in Moscheen und Krankenhäusern,
sie kalkuliere zynisch die toten palästinensischen Zivilisten einschließlich deren Kinder in ihre Strategie mit ein, um durch die steigende Empörung der Weltöffentlichkeit Israel unter Druck zu setzen - je mehr Tote, desto größer der Druck.
Mit diesen oder ähnlichen Mutmaßungen in nahezu allen westlichen Medien sollen Israels Kriegsverbrechen in Gaza heruntergespielt und Hamas auf die Anklagebank gesetzt werden.
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21. Juli 2014 - zentith, Martin Hoffmann:

Keiner will wirklich

Mediatoren zwischen Israel und der Hamas sind rar gesät. Kaum ein Machthaber der Region sieht in einer Vermittlerrolle im israelisch-palästinensischen Konflikt noch eine Chance, sich außenpolitisch zu profilieren.

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24. Juni 2014 - IHL-Watch:

Die Strategie der israelischen Besetzung
entlarvt sich in der Krise

Wer jetzt durch die Westbank fährt, findet überall blockierte Strassen, Checkpoints, viel Militär in Kampfausrüstung zu Fuss und gepanzerte Fahrzeuge; eine gespenstische, gedrückte, auch nervöse Atmosphäre.

Im Ausland mag man an Terroristen und eine Entführung denken und eine nervöse Überreaktion durch das Militär. Nichts davon ist hier wahrnehmbar. Der angebliche Grund für die kriegsähnliche Situation ist das Verschwinden von drei Teenagern vor zehn Tagen, weit von hier entfernt, und niemand weiss, wer dahinter steckt. Was hier geschieht, ist eine von langer Hand geplante, gut geölt ablaufende Militärmaschinerie; und es scheint, dass Profiteure der Okkupation nur auf einen Vorwand gewartet habe

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27. April 2014 - TELEPOLIS, Oliver Eberhardt:

Gaza Strip-Poker

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern haben sich Hamas und Fatah auf eine gemeinsame Regierungsbildung geeinigt. Israels Regierung ist sauer - und trotzdem ausmanövriert.

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5. Oktober 2013 - NGO-online, Gabi Bieberstein:

Israel - Palästina | Geschichte von damals bis heute

Wichtige Basisinformationen zur Geschichte:
Fakten über die Gründung des Staates Israel, über die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und über den Krieg im Juni 1967 sind in Deutschland leider wenig bekannt. In Medien wurde und wird diese Vergangenheit häufig so dargestellt, als wäre Israel bedroht gewesen. Dies entspricht jedoch in keiner Weise den Tatsachen. In diesem Artikel stellt Gabi Bieberstein wichtige Basisinformationen zusammen.
[ mehr ] [ bei KoPI ]

September 2013 - TourismWatch, Rami Kassis:

Verletzungen von Menschenrechten und kulturellem Erbe

Die zentrale Rolle des Tourismus im israelisch-palästinensischen Konflikt

  • Politische Dimensionen
  • Wirtschaftliche Implikationen
  • Verletzung des palästinensischen Erbes
  • Bethlehem als Welterbe-Destination
  • Herausforderungen

[ vollständiger Artikel ]

29. März 2013 - Clemens Ronnefeldt:

Wohin steuert Palästina?

Der jüngste Gazakrieg im November 2012, der mehr als 160 Todesopfer auf palästinensischer und fünf auf israelischer Seite forderte, hat die Hamas gestärkt - die Fatah dagegen geschwächt.

Seit dem Wahlsieg der Hamas im Januar 2006 drifteten beide palästinensische Lager immer stärker auseinander und bauten jeweils eigene Sicherheitsapparate auf, die nur von ihnen selbst kontrolliert werden. Fatah-Mitglieder verfolgten und töteten Hamas-Mitglieder in der Westbank, Hamas-Mitglieder verfolgten und töteten Fatah-Mitglieder im Gazastreifen.

Eine palästinensische Nationalinitiative unter Leitung des Arztes Dr. Mustafa Barghouti versuchte, beide Lager wieder einander anzunähern. Die Fatah wurde bei den jüngsten Versöhnungsgesprächen mit der Hamas Ende des Jahres 2012 von Abdallah Al-Frangi vertreten, dem langjährigen höchsten diplomatischen Vertreter der Palästinenser in Deutschland.

[ vollständiger Artikel ]

27. Oktober 2007 - Neues Deutschland, Arne C. Seifert:

Üble koloniale Ränkespiele

Vor 90 Jahren: Die Balfour-Deklaration legte die Saat der Gewalt in Nahost
Am 2. November 1917 bestätigte der britische Außenminister Arthur James Earl of Balfour (1848-1930) in einem Brief an Lord Rothschild, was das Foreign Office in fast zweijährigen Verhandlungen mit Abgesandten der Zionistischen Weltorganisation ausgemacht hatte: »Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Pa-lästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.« Dieses Schreiben ging in die Geschichte des Nahen Ostens und der internationalen Beziehungen als »Balfour-Deklaration« ein.
[ vollständiger Artikel ]

11. August 2006 - Le Monde Diplomatique, Gadi Algazi:

Israels Siedlungen als lohnendes Geschäft

Israel könnte den Krieg im Libanon und im Gaza-Streifen glaubhafter als Selbstschutz begründen, wenn es zum Rückzug auf die Grenzen von 1967 bereit wäre. Mit seiner Siedlungspolitik hat jedoch Israel bereits große Teile des Westjordanlands in seine Ökonomie integriert.

[ vollständiger Artikel ] [ alternativ ]

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