8. August 2018 - The Guardian, Nathan Thrall:

BDS: Wie eine kontroverse gewaltfreie Bewegung die israelisch-palästinensische Debatte verändert hat

Israel sieht in der internationalen Boykottkampagne eine existenzielle Bedrohung für den jüdischen Staat. Die Palästinenser betrachten sie als ihre letzte Hoffnung.

[ mehr ] [ Original in Englisch ]

26. Juli 2014 - Deutschlnadfunk Kultur:

Nahost-Experte Michael Lüders:

"Es läuft auf eine Einstaatenlösung hinaus,
auf einen jüdischen Staat"

Palästinenser wären in der Mehrheit – ein Problem, das Israel verdrängt
Moderation: Christopher Ricke
Obwohl Israel eine der modernsten Militärmächte der Welt sei, hätten sich Regierung und Militär bei der aktuellen Bodenoffensive im Gazastreifen "doch deutlich verschätzt", sagte der Nahost-Experte Michael Lüders im Deutschlandradio Kultur. Das Tunnelsystem der Hamas habe die israelische Seite "komplett überrascht".

[ Transkript und Nachhörmöglichkeit ]

2. April 2018 - Palästinensisches BDS-Nationalkomitee:

Als Reaktion auf das jüngste Massaker Israels in Gaza:

Waffenembargo jetzt!

Das Palästinensische BDS-Nationalkomitee (BNC) unterstützt die Forderung nach einer unabhängigen, internationalen Untersuchung und fordert wirksame Maßnahmen, mit denen Israel zur Rechenschaft gezogen wird, insbesondere ein beidseitiges militärisches Embargo.
[ mehr ]

22. November 2017 - Der SEMIT, Abraham Melzer:

Ein Gespenst geht um in Deutschland: BDS

Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst des BDS. Aber keiner weiß, wer und was BDS ist. Für einige sind Charlotte Knobloch, Volker Beck, Uwe Becker, Henryk M. Broder und andere die Gespenster und für diese ist es die BDS-Bewegung. Alle Mächte haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses unbekannte Gespenst verbündet – Oberbürgermeister und einfache Bürgermeister, Stadtparlamente, Gemeindevorsitzende, Parteien, Kirchen und der Zentralrat der Juden. Der Papst ist diesmal nicht dabei und auch Bischof Tutu nicht, dafür aber Benjamin Netanjahu, die deutschen Antideutsche, französische Radikale und holländische Rechte.
Es ist an der Zeit, dass die BDS-Aktivisten ihre Ziele und Anschauungen, ihre Zwecke und ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und mit dem Märchen vom Gespenst, das BDS heißen soll, ein Ende machen. Schluss machen mit dem falschen und lächerlichen Vorwurf, dass BDS antisemitisch sei und die BDS-Bewegung aus lauter Antisemiten besteht.
[ mehr ]

26. Oktober 2017 - Haaretz, Gideo Levy:

Hoffnungslose Kriminalisierung der BDS-Bewegung steigert nur ihre Auswirkung

Dickinsons 20 000  Einwohner, die wahrscheinlich nie etwas von Israel
gehört hatten, sind jetzt neue und eifrige Unterstützer der BDS-Bewegung.

Man stelle sich nur eine Naturkatastrophe in Israel vor, nach der Stadtangestellte fordern, dass Opfer ein Formular unterschreiben, in dem sie unterschreiben, niemals Island zu boykottieren, sonst würden sie keine Hilfe bekommen. Menschen in Not, die nie davon träumten, Island zu boykottieren unterschreiben alles. Nun hassen sie die nordische Insel-Nation.

Dieses lächerliche Szenarium ist genau das, was sich in Dickinson,Texas, nach dem Hurrikan Harvey  tut. Indem sie unterschreiben, Israel nicht zu boykottieren, erfüllen sie eine Vorbedingung, um Hilfe zu erhalten. Dickinsons 20 000  Einwohner, die wahrscheinlich nie etwas von Israel gehört haben und mit noch größerer Sicherheit nie daran dachten,  es zu boykottieren, sind jetzt neue und eifrige Unterstützer der BDS-Bewegung. So wurde „Hurrikan Israel“ in den Worten der Bürgermeisterin Julie
Masters geboren.
[ mehr ]
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Quelle: Haaretz https://www.haaretz.com/opinion/1.819132
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: [ English ] [ Deutsch ]

13. September 2017 - Frankfurter Rundschau, Inge Günther:

Jerusalem droht Amnesty International

Das Boykott-Verbot könnte erstmals gegen Amnesty International angewendet werden. Die Menschenrechtsorganisation nimmt es gelassen.
Israel will erstmals ein gesetzliches Boykott-Verbot anwenden, um Amnesty International (AI) zu belangen. Die Menschenrechtsorganisation hatte im Juni aus Anlass von 50 Jahren Besetzung der palästinensischen Gebiete die internationale Gemeinschaft aufgerufen, Siedlerprodukte zu boykottieren. Ihre Kampagne macht sich auch dafür stark, ein Waffenembargo gegen Israel und militante Palästinenser-Organisationen zu verhängen.
[ mehr ]

6. September 2017 - Ha'aretz, Amira Hass:

Verurteilungen der israelischen Besatung sind nicht genug

Europäer, eure Beschuldigungen sieht Israel als Nebensache ohne Dringlichkeit an.
Ihr müsst schmerzhafte Sanktionen einführen

Holland, Belgien und Frankreich: Es genügt nicht, nur mit Worten die israelische Zerstörungspolitik zu verurteilen, mit euren Steuergeldern finanzierte Einrichtungen und Gebäude wurden zerstört. Dass ihr darüber verärgert seid, ist gut, aber das Tempo, in dem eure Wut darüber steigt, bleibt weit zurück hinter dem rasanten und gefährlichen Tempo der Bulldozer der Zivilverwaltung in der Westbank und der Verteidigungskräfte der Siedlungen.
Die Verurteilungen werden als Nebensache ohne Dringlichkeit angesehen. Ihr müsst konkrete Maßnahmen ergreifen. Ja, offene und erklärte Sanktionen, die verschärft werden könnten. Schmerzhafte Sanktionen. Dies könnte die letzte Chance sein, den Durchschnitts-Israeli, darunter Geschäftsleute, Touristen, Richter, Wissenschaftler, Farmer und ausländische Fußballkonsumenten aus ihrer Gleichgültigkeit und verbrecherischen Selbstgefälligkeit loszulösen.
[ mehr ] [ Englisches Original (gegen Bezahlung) ]

24. April 2017 - Publik-Forum, Elisa Rheinheimer-Chabbi:

»Ein Boykott kann wachrütteln«  

Darf man den Staat Israel boykottieren? Die israelische Besatzung der Palästinensergebiete jährt sich 2017 zum 50. Mal, eine Boykott-Bewegung erinnert daran. Iris Hefets aus Berlin, Vorsitzende des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«, erklärt, warum sie bereit ist, dafür den Vorwurf »Nestbeschmutzerin« zu ertragen
[ Interview (nach Anmeldung) ]

7. April 2017 - Publik-Forum. Elosa Rheinheimer-Chabbi:

Streit um Paprika aus Palästina

Eine internationale Bewegung fordert einen Boykott israelischer Produkte. Das ist heiß umstritten. Der Vorwurf: Antisemitismus. Längst ist ein Krieg der Ideen entbrannt, in dem um die Deutungshoheit gerungen wird
[ mehr (nach Anmeldung) ]

20. März 2017 - Frankfurter Rundschau, Daniel Boyarin:

"BDS"-Kampagne:

Freunde Israels, boykottiert diesen Staat!

Gegen die israelische Politik der Apartheid aufzubegehren, ist nicht antisemitisch, sondern stellt die höchste Form der Loyalität dar.  
[ mehr ]

15. Februar 2017 - pax christi:

"Nicht nur Regierungskonsultationen verschieben!"

pax christi fordert Aussetzung des Assoziationsabkommens der EU mit Israel
Brief-Petition  an EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini

Die Bundesregierung sollte nicht nur die deutsch-israelischen  Regierungskonsultationen verschieben, sondern sich auch dafür einsetzen, dass das EU-Assoziationsabkommen mit Israel ausgesetzt wird“, fordert der Sprecher der pax christi-Nahost-Kommission, Manfred Budzinski.
Angesichts der Genehmigung weiterer tausender israelischer Siedlungswohnungen im besetzten Gebiet in Ostjerusalem wie auch im Westjordanland fordern Pax Christi International (PCI) sowie die Nahost-Kommission der deutschen Sektion die Europäische Union dazu auf, den Assoziationsvertrag zwischen der EU und Israel auszusetzen.
[ mehr ]

8. Dezember 2016 - BDS-Movement:

Statement by legal scholars against criminalization of BDS for Palestinian human rights  
Erklärung von Rechtsgeelhrten gegen Maßnahmen, die von einigen Regierungen ergriffen wurden, um die BDS-Bewegung (Baycott, Disinvestition und Sanktionen) für Menschenrechte der Palästinenser zu ächten.

[ Übersetzung ins Deutsche  ]

15.12.2016 Stellungnahme von BDS Schweiz

3. Mai 2016 - Pax Christi, Nahostkommission:

HeidelbergCement vergrault Investoren
Kritische Aktionäre und pax christi fordern Trennung von Westbank-Geschäftsbereich.
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und pax christi verlangen von HeidelbergCement die Achtung und Umsetzung internationalen Rechts – auch um weiteren Schaden vom Unternehmen und den Aktionärinnen und Aktionären fernzuhalten.
[ mehr ] [ Pressemitteilung (PDF) ]
[ Antrag der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre ]

1. Januar 2016 - Sozialistische Zeitung, Sophia Deeg:

Zehn Jahre Boycott – Divestment – Sanctions (BDS)
Im Visier: die Komplizen der Besatzungspolitik

[ vollständiger Artikel ] [ alternativ ]

23. Oktober 2015 - Washington Post, Steven Levitsky and Glen Weyl:

“Wir waren unser Leben lang Zionisten. Hier die Gründe, warum wir uns entschlossen haben, die Boykott-Bewegung zu unterstützen.”
Sie haben es auf die Meinungsseite der Washington Post geschafft: Steven Levitsky, Professor für Politologie an der Harvard University und Glen Weyl, assistant professor für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der University of Chicago. Sie sind Zionisten und unternehmen es trotzdem, Israel wegen seiner Besatzungspolitik zu kritisieren und offen zum Boykott Israels aufzurufen. Hier ihr Artikel in der Washington Post vom 23. Oktober 2015 (Übersetzung: Sönke Hundt).
[ vollständiger Artikel ] [ Original (in Englisch) ] [ Erwiderung (in Englisch) ]

13. Juni 2015 - Uri Avnery:

BDS – der neue Feind
Benjamin Natanjahu kratzte sich am Kopf. Seine ganze Karriere gründet sich auf Panikmache. Da Juden seit Jahrtausenden in Angst lebten, ist dies einfach, sich darauf zu berufen. Sie sind (geradezu) süchtig.
Seit Jahren hat Netanjahu seine Karriere auf die Angst vor der iranischen Bombe gebaut. Die Iraner sind ein verrücktes Volk. Wenn sie erst mal die Bombe erlangt haben, werden sie sie auf Israel fallen lassen, selbst, wenn Israels Atombombe bei einem zweiten Schlag den Iran mit seiner jahrtausendealten Kultur sicher vernichten wird.
Aber Netanjahu sah mit wachsender Sorge, dass die iranische Bedrohung ihre Schärfe verlor. Die US haben anscheinend ein Abkommen mit dem Iran erreicht, das den Bau einer Bombe verhindert. Sogar Sheldon der Große konnte das Abkommen nicht verhindern. Was nun?
[ vollständiger Artikel ]

28. Februar 2015 - Rolf Verleger:

Die Forderung nach Kapitalabzug aus Firmen, die an der israelischen Besatzung des Westjordanlands und dem Unterdrückungssystem verdienen, ist in der US-amerikanischen Studentenschaft zum Allgemeingut geworden.
Bekanntlich verwalten die US-Universitäten relativ große Kapitalmengen, da sie sich durch Studiengebühren ihrer Studierenden finanzieren. Eine Studentenvertretung nach der anderen richtet nun - im Allgemeinen nach leidenschaftlichen und nachhaltigen Debatten unter den Studierenden - die Forderung an die Universitätsverwaltungen, diese Gelder nicht mehr zur Unterstützung der israelischen Besatzung einzusetzen.

Hier eine Liste.

Daraus zum Beispiel:

Das wird langfristige Wirkungen in der US-amerikanischen intellektuellen Welt haben.

5. Dezember 2014 - Miko Peled:

Rede von Miko Peled vor der BDS-Konferenz in Chicago

Miko Peled, Sohn des israelischen Generals Matti Peled, tritt für die Boykottbewegung ein. Bekannt wurde er durch sein Buch „The General’s Son“.

Der Grund, dass BDS und andere Arten des Widerstands bestehen, liegt darin, dass Palästina nicht frei ist, es ist besetzt; sein Volk erträgt die Härten eines unterdrückerischen Besatzungssystems, als Zionismus bekannt. Die Palästinenser sind einer unausweichlichen Brutalität ausgeliefert, die die Besatzung mit sich bringt. Sie sind rassistischen Gesetzen unterworfen, die dafür bestimmt sind, sie zu diskriminieren und zu entrechten: ihnen ihr Land wegzunehmen und sie letztendlich dahin zu bringen, dass sie sich völlig ergeben, weggehen oder sterben.

[ übersetzter Text der Rede ]


[ "The General's Son" ]

September 2014 - Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung:

Wirtschaftsboykotte unter Generalverdacht

Unternehmensverantwortung und Boykott-Kampagnen gegen Israel

[ Standpunkt 3/2014 HSKF (PDF, 8 Seiten) ]

5. August 2014 - amerika21.de, Marta Andujo:

Lateinamerikas Diplomatie aktiv gegen Israels Krieg

Kritik am Vorgehen der israelischen Streikräfte gegen die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen. Erste Konsequenzen auf bilateraler Ebene.

[ vollständiger Bericht ]

4. August 2014 - Braunschweiger Zeitung, Rolf Verleger:

Nächstenliebe ist nicht Judenhass

Israels maßloser Versuch, die Hamas als Vertretung Palästinas ein für allemal zu liquidieren, treibt in Deutschland einen schon lange schwärenden Widerspruch auf die Spitze: Sympathie für Menschenrechte oder für Israel? Unsere Politiker reagieren schablonenhaft und die jüdische Gemeinschaft wirkt ratlos; gemeinsam rufen sie „Hilfe, Antisemitismus!“.

[ vollständiger Artikel ]

1. August 2014 - amerika21.de, Benjamin Beutler:

Bolivien führt Visa-Pflicht für Israelis ein

Linksregierung kündigt Abkommen über Einreiseerlaubnis von 1972. Grund ist Vorgehen der israelischen Armee im Gaza-Streifen.

[ vollständiger Bericht ]

22. Juli 2014 Nobelpreisträger_innen u.v.a.m.:

Aufruf von Nobelpreisträger_innen,
ein Militärembargo über Israel zu verhängen

Wir fordern die UNO und Regierungen in aller Welt auf, sofort Schritte zu ergreifen, um ein umfassendes und rechtlich bindendes Militärembargo über Israel zu verhängen – ähnlich dem über Südafrika während der Apartheid verhängten.

Die israelische Regierung hat abermals die ganze Wucht ihres Militärs in einem inhumanen und illegalen Akt militärischer Aggression gegen die in Geiselhaft genommene palästinensische Bevölkerung, speziell im besetzten Gazastreifen freigesetzt.

Die Fähigkeit der israelischen Regierung, derartige verheerende Angriffe zu unternehmen, ohne belangt zu werden, rührt von der umfassenden internationalen militärischen Zusammenarbeit und dem Waffenhandel her, die sie mit Regierungen in aller Welt, die mitverantwortlich sind, aufrecht erhält.

Die Nobelpreisträger_innen Erzbischof Desmond Tutu, Adolfo Peres Esquivel, Jody Williams, Mairead Maguire, Rigoberta Menchú und Betty Williams haben einen offenen Brief an die UNO und an Regierungen in aller Welt verfasst, um ein Militärembargo über Israel zu verhängen. Andere Unterzeichner_innen sind Noam Chomsky, Roger Waters von Pink Floyd, die Dramatikerin Caryl Churchill, der US-Rapper Boots Riley, João Antonio Felicio, der Präsident der Internationalen Gewerkschaftsföderation und Zwelinzima Vavi, der Generalsekretär der Konföderation der Südafrikanischen Gewerkschaften (COSATU).

Indem sie Waffen aus Israel importieren, dorthin exportieren und die Entwicklung israelischer Militärtechnologie erleichtern, senden die betreffenden Regierungen eine klare Botschaft der Unterstützung der israelischen Militäraggression, unter Einschluss der damit verbundenen Kriegsverbrechen und möglicherweise damit auch verbundenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Werdet jetzt aktiv – unterschreibt den Aufruf für ein Militärembargo!

Der Aufruf wird dem neuen UN-Hochkommissar für Menschenrechte überreicht werden, wenn er/sie ihren neuen Posten im September 2014 aufnehmen wird.

Fact Sheet:
www.bdsmovement.net/2014/military-embargo-fact-sheet-12345

Der Aufruf kann unterzeichnet werden unter:
http://www.bdsmovement.net/stoparmingisrael

www.bdsmovement.net/2014/nobel-celebrities-call-for-military-embargo-12316

15. Juli 2014 - attac Frankreich u.v.a.m:

Aufruf des nationalen Bündnisses
für einen gerechten und dauerhaften Frieden
zwischen Israelis und Palästinensern

Die schon 5 Tage andauernden intensiven Bombardierungen Gazas, mit über 2500 Luftangriffen, haben zum Tod von über 165 Palästinensern geführt und 1089 Menschen verletzt; 290 Wohnhäuser wurden zerstört. Diese Bilanz verschlimmert sich stündlich und die Bodenoffensive hat begonnen.

Erneut überschüttet die israelische Regierung Gaza mit ihren Angriffen, unter dem Vorwand von Raketenabschüssen, aber mit dem zugegebenen Ziel, die palästinensische Regierung der nationalen Einheit zu stürzen. Sie wäre jedoch die Voraussetzung für jeglichen Fortschritt auf dem Weg zu einem gerechten Frieden.

Angesichts dieser dramatischen Situation beschränken sich die westlichen Regierungen auf eine „Verurteilung der Gewaltspirale“, ohne die für diese neue Tragödie Verantwortlichen zu nennen, und rufen die israelische Regierung nur zur „Zurückhaltung“ auf. Der französische Staatspräsident François Hollande hat sogar die israelische Aggression gegen die Bevölkerung von Gaza gerechtfertigt, als er am 9. Juli 2014 während eines Telefongesprächs mit Benjamin Netanjahu erklärte, dass „es die Aufgabe der israelischen Regierung ist, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen die Bedrohungen zu treffen“.

Die Europäische Union verfügt über ein einfaches Instrument: die Suspendierung des Assoziierungsabkommens mit Israel, wonach diesem Land wirtschaftliche Begünstigungen gewährt werden. Eine Bedingung dieses Abkommens ist die Einhaltung der Menschenrechte; diese werden jedoch nicht respektiert, da gemäß internationalem Recht die Siedlungen und die Mauer illegal sind.

Wir wollen diese schuldhafte Passivität unserer Regierungen anprangern und konkrete Handlungen Frankreichs gegenüber der israelischen Regierung und dem Sicherheitsrat erreichen. Darum ruft das nationale Bündnis für einen gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu einer Kundgebung am 16. Juli 2014 um 18.30 Uhr auf dem Esplanade des Invalides in Paris auf.

     

  • Sofortiger Stopp der Bombardierungen Gazas

  • Stopp der israelischen Aggression im Westjordanland und in Jerusalem

  • Aufhebung der illegalen und verbrecherischen Blockade von Gaza

  • Für sofortige Sanktionen gegen Israel, bis das internationale Recht eingehalten wird

  • Für die Unterstützung der Regierung der nationalen Einheit

     

Agir Contre le Colonialisme Aujourd’hui (ACCA) - Alliance for Freedom and Dignity (AFD) - Alternative Libertaire (AL) - Américains contre la guerre (AAW) - Association des Travailleurs Maghrébins de France (ATMF) - Association des Tunisiens en France (ATF) - Association France Palestine Solidarité (AFPS) - Association Nationale des Elus Communistes et Républicains (ANECR) - Association pour la Taxation des Transactions financières et pour l’Action Citoyenne (ATTAC) - Association pour les Jumelages entre les camps de réfugiés Palestiniens et les villes Françaises (AJPF) - Association Républicaine des Anciens Combattants (ARAC) - Association Universitaire pour le Respect du Droit International en Palestine (AURDIP) - Campagne Civile Internationale pour la Protection du Peuple Palestinien (CCIPPP) - Cedetim / IPAM - Collectif des Musulmans de France (CMF) - Collectif Faty Koumba - Collectif interuniversitaire pour la coopération avec les Universités Palestiniennes (CICUP) - Collectif Judéo-Arabe et Citoyen pour la Palestine (CJACP) - Comité de Vigilance pour une Paix Réelle au Proche-Orient (CVPR PO) - Comité Justice et Paix en Palestine et au Proche-Orient du 5e arrt (CJPP5) Confédération Générale du Travail (CGT) – Confédération paysanne - Droit-Solidarité – Ensemble - Europe Ecologie les Verts (EELV) – Fédération des Tunisiens pour une Citoyenneté des deux Rives (FTCR) - Fédération Syndicale Unitaire (FSU) - Gauche Unitaire (GU) - Génération Palestine - La Courneuve-Palestine - le Mouvement de la Paix – les Alternatifs - les Femmes en noir - Ligue des Droits de l’Homme (LDH) - Ligue Internationale des Femmes pour la Paix et la Liberté, section française de la Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) (LIFPL) - Mouvement contre le Racisme et pour l’Amitié entre les Peuples (MRAP) - Mouvement Jeunes Communistes de France (MJCF) - Mouvement Politique d’Emancipation populaire (M’PEP) - Organisation de Femmes Egalité – Nouveau Parti Anticapitaliste (NPA) - Parti Communiste des Ouvriers de France (PCOF) - Parti Communiste Français (PCF) - Parti de Gauche (PG) - Participation et Spiritualité Musulmanes (PSM) - Une Autre Voix Juive (UAVJ) - Union des Travailleurs Immigrés Tunisiens (UTIT) - Union Générale des Etudiants de Palestine (GUPS-France) - Union Juive Française pour la Paix (UJFP) - Union Nationale des Etudiants de France (UNEF) - Union syndicale Solidaires

Juni 2014 - Le Monde diplomatique, Julien Salinghe:

Auf der schwarzen Liste

Israel kann die Boykott- und Sanktionskampagne nicht mehr ignorieren

[ vollständiger Artikel ]

April 2016 - Sozialistische Zeitung, Sophia Deeg:

Zehn Jahre Boycott - Divestment - Sanctions (BDS)
Im Visier: die Komplizen der Besatzungspolitik
Die Kampagne gegen die israelische Besatzung Palästinas ist international erfolgreich.
Als zu Anfang der 2000er Jahre Palästinenser innerhalb und außerhalb Palästinas ihre Illusionen über den Oslo-Prozess, «die internationale Staatengemeinschaft» und die eigene korrupte Führung begruben und über eine wirksame Strategie von unten nachdachten, rieten südafrikanische Antiapartheidaktivisten zu einer ähnlichen internationalen Kampagne für gleiche Rechte wie die, die in Südafrika zum Erfolg geführt hatte.
[ vollständiger Artikel ] [ alternativ ]

19. Februar 2014 - Südeutsche Zeitung, Peter Münch:

Boykott gegen die Siedlungen
Premier Netanjahu macht es sich zu leicht, wenn er die Boykottbewegung gegen israelische Siedlungen als antisemitisch delegitimiert. Arrogant lässt er alle Proteste gegen neue Bauten in den besetzten Gebieten abperlen.
[ vollständiger Kommentar ]
[ Angst vor der Isolierung ]

16. Februar 2014 - Der Handel:

Händler verzichten auf Produkte aus dem Westjordanland
Israelische Produkte aus den besetzten palästinensischen Gebieten stoßen nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) bei europäischen Kunden zunehmend auf Ablehnung.
[ vollständiger Bericht ]
15.02.2014 FAZ: Europa verschärft seinen Druck auf Israel

16. Februar 2014 - der Standard, Avraham Burg:

Was ist falsch an Boykotten und Sanktionen?
Palästinenser setzen neuerdings auf gewaltlosen Widerstand statt auf bewaffnete Rebellion. Israel wird hilflos sein, wenn der Diskurs von Begriffen wie Stärke und Widerstandsfähigkeit auf die Ebene von Rechten und Werten wechselt.
Die Rede von Sanktionen geht um. Und wir Israelis sind, wie immer, überzeugt davon, dass die ganze Welt gegen uns ist (das ist psychonationaler Nonsens) und dass alle offenen wie verborgenen Verschwörungen dieser Welt ausschließlich auf uns zielen – aus Hass und natürlich Antisemitismus.
[ vollständiger Artikel ] [ Original in Englisch in Ha'aretz ]

24. Januar 2014 - Neues Deutschland:

Deutschland verhängt »beispiellose« Sanktionen gegen Israel
Medienbericht über Boykott von Siedler-Unternehmen

Die Bundesregierung will verhindern, dass deutsche Gelder an Unternehmen in israelischen Siedlungen fließen. Israelische Politiker und palästinensische Aktivisten bezeichnen die Maßnahme als »beispiellos«.
[ vollständiger Artikel ]

20. Juli 2013 - Uri Avnery:

Danke Europa!

Der europäische Beschluss besagt, dass keine israelische Institution oder israelisches Unternehmen, das mit den israelischen Siedlungen in der Westbank, Ostjerusalem oder den Golanhöhen in direkter oder indirekter Verbindung steht, irgendeinen Vertrag, irgendeine Subvention, irgendeine Prämie oder dergleichen erhält, weder von der EU, noch von einem ihrer Mitgliederstaaten. Um die Einhaltung dieses Beschlusses zu gewährleisten, wird jeder Vertrag zwischen Israelis und der EU einen Paragrafen beinhalten, der festlegt, dass diese Siedlungen nicht zu Israel gehören.

[ vollständiger Artikel ]

19. Juli 2013 - Reiner Bernstein:

Nach der Direktive aus Brüssel:
Was wird Europa in Nahost durchsetzen?

Vergleicht man die Reflexe in Israel auf die Richtlinien der Europäischen Union vom 28. Juni zur Beendigung der Förderung israelischer Einrichtungen und Aktivitäten in den 1967 eroberten Gebieten mit der öffentlichen Aufregung früherer Jahre, fällt die relative Gelassenheit auf. Die großen Demonstrationen in Tel Aviv und auf dem Zionsplatz in Jerusalem, wo im Oktober 1995 in Anwesenheit des Oppositionsführers Benjamin Netanjahu zum Mord an Yitzhak Rabin aufgerufen wurde, sind ausgeblieben, obwohl die Sanktionen jeden Israeli belasten würden.

[ vollständiger Artikel ]

11. April 2012 - Avner Ofrath:

Finkelstein, BDS und das Internationale Recht
Als Norman Finkelstein in einem jüngsten Interview mit Frank Barat offensichtlich entnervt und äußerst energisch seine Kritik an der BDS-Kampagne wiederholte und dabei unausweichlich durch seine Insistenz auf die zwingende Notwendigkeit von öffentlicher Anschlussfähigkeit und Kompatibilität mit den etablierten Normen des Internationalen Rechts den advocatus diaboli spielen musste, löste er damit eine Kontroverse aus. Die einen warfen ihm Komplizität, Kapitulation oder eine sentimentale Vorliebe für die Präservierung des jüdischen Charakters Israels und damit für eine inegalitäre, rassistisch diskriminierende Legislatur vor, während andere, überwiegend liberale Zionisten, ihn schon voreilig in ihren Reihen begrüßten.
[ vollständiger Artikel ]

23. Juli 2011 - Neues Deutschland, Rolf Verleger, Micha Brumlik:

Streitfrage: Boykott israelischer Waren - legitim oder unerhört?
Der Palästina-Konflikt - kaum ein Thema sorgt in der deutschen Linken für mehr Aufregung. Ein Boykott gegen israelische Produkte ist besonders umstritten. Boykott-Befürworter wollen auf die Besatzung der palästinensischen Gebiete hinzuweisen. So auch die Kampagne Boykott, Desinvestment und Sanktionen (BDS). Für sie ist Israel ein Staat, der an das südafrikanische Apartheids-Regime erinnert. Dagegen führen die Gegner ins Feld, die Aufrufe erinnern an die Parole "Kauft nicht bei Juden!" der Nazis. Gerade für Deutsche müsse ein Boykott ein Tabu bleiben.
In Israel selbst stehen Boykott-Aufrufe unter Strafe. Die Knesset hat diesen Monat ein entsprechendes Gesetz erlassen.

Rolf Verleger: Kauft nicht bei Lieberman …
Micha Brumlik: Boykott im Rahmen der EU-Gesetzgebung

[ die Artikel ]

10. Dezember 2010 - Kian Ramezani:

Ex-Politiker drohen Israel
Nach dem Scheitern der US-Vermittlung im Nahostkonflikt rufen ehemalige Schwergewichte der europäischen Politik zu einer Kurskorrektur im Umgang mit Israel auf.
Das Scheitern der USA, Israel zu einer einer Erneuerung des Siedlungsbaustopps zu bewegen, wirft hohe Wellen. In einem ungewöhnlichen Brief rufen 26 ehemalige europäische Staatsoberhäupter, Minister und Vorsteher von europäischen Organisationen die EU dazu auf, gegen Israel auf verschiedenen Ebenen vorzugehen.
[ vollständiger Artikel bei 20 Minuten online ]

1. März 2010 - PAX CHRISTI:

Nahostkommission begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs
Die Nahostkommission von pax christi begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, C-386/08  ), demzufolge Waren aus israelischen Siedlungen keine EU-Zollvergünstigungen erhalten dürfen. "Das Urteil ist eine deutliche Absage an Israels Ansinnen, sich die stillschweigende Hinnahme seiner völkerrechtswidrigen Ansprüche durch die EU zu sichern", so Hilu Barth, Sprecherin der Nahostkommission in einer Presserklärung am 1.3.2010. "Nun brauchen wir Klarheit auf allen Ebenen. Dazu gehört die eindeutige Kennzeichnung von Waren aus israelischen Siedlungen." Die pax christi Nahostkommission fordert die zuständigen Ministerien auf, die Irreführung der Konsumenten/innen durch die Herkunftsangabe "Israel" auf Siedlungsprodukten endlich zu beenden.
[ vollständige Stellungnahme ] [ mehr zum Thema ]

11. Januar 2009 - 500 israelische Staatsbürger:

500 Israelis fordern Sanktionen gegen Israel

In der folgenden, von 500 israelischen Staatsbürgern unterschriebenen Petition, wird die internationale Gemeinschaft aufgefordert Sanktionen gegen Israel zu verhängen.
[ mehr ]

9. Januar 2009 - Naomi Klein und viele andere:

Boycott, Divestment and Sanction
Von Naomi Klein und vielen anderen wird die palästinensische Initiative "Boycott, Divest, Sanction" unterstützt, welche die israelische Regierung dazu bringen will, ihre Kriegspolitik, Rassismus und Apartheid zu beenden, ähnlich der politischen Bewegung, die sich gegen das südafrikanische Apartheidsregime wandte. Dies sei der einzig wirksame Weg, um eine Veränderung zu erreichen. Unterstützt wird dieser Weg nun auch von israelischen Künstlern und Wissenschaftlern, die sich in einem offenen Brief an die ausländischen Botschafter wandten, mit mehr als 500 israelischen Unterzeichnern.
[ vollständiger Beitrag ] [ Original in Englisch ]

9. September 2008 - Petition ans EU-Parlament

100 Europäische Organisationen unterstützen
Protest gegen Aufwertung des EU-Israel Assoziierungsabkommens

100 europäische NGOs unterstützen eine Erklärung, in der gegen die Aufwertung der Beziehungen zwischen der EU und Israel protestiert und eine Aussetzung des Assoziierungabkommens zwischen der EU und Israel gefordert wird.
[ mehr ]

Weblinks

BDS-Kampagne
Deutsche Firmen oder Firmen mit Sitz in Deutschland profitieren von der israelischen Politik der Apartheid und Besatzung. In zahlreichen internationalen Kampagnen werden Informationen über diese Geschäfte offengelegt und durch Boykottaufrufe Druck gegenüber den Verantwortlichen ausgeübt.

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