29. Mai ... 3. Juni 2017 - JOURNAl21.CH, Heiko Flottau:

Vor fünfzig Jahren begann der Sechstagekrieg. Er veränderte den Nahen Osten mit unbewältigten Folgen bis heute. Schlaglichter und Analysen in drei Teilen.
29.05.2017: Teil 1 Sechs Tage für die Ewigkeit
31.05.2017: Teil 2 Nassers Irrtum gebiert Desaster
03.06.2017: Teil 3 Mauern statt Frieden
Dieser Beitrag ist in den  Blättern für Deutsche und Internationale Politik, Juniausgabe 2017 (dort unter dem Titel "Frieden als Schimpfwort: 50 Jahre Sechstagekrieg")  erschienen und wurde für das Journal21.ch vom Autor überarbeitet und erweitert.

21. Mai 2017 - Freitag/Guardian, Peter Beaumont:

Sieg mit Nebenwirkungen (*)

Naher Osten Vor 50 Jahren führte Israel den Sechs-Tage- Krieg. Bis heute sind die Folgen der Konfrontation in der Region sichtbar
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Artikel von Peter Beaumont zum Thema (im "Guardian"):
21.05.2017 Why Israel is still divided over its legacy 50 years on (*)
29.05.2017 Israeli paratrooper and Palestinian recall conflict 50 years on
06.06.2017 A day in the life of the West Bank occupation 

9. Mai 2015 - Arn Stromeyer:

Die Herren über Leben und Tod

Da kündigt der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon weitere Angriffe auf Zivilisten im Gazastreifen und im Libanon an und schließt auch einen atomaren Schlag gegen den Iran nicht aus. In gewissen Fällen, sagte der Minister jetzt, wenn chirurgische Operationen nicht ausreichten, könnte Israel Maßnahmen ergreifen, wie sie die Amerikaner in Nagasaki und Hiroshima unternommen hätten. Das sind ungeheure Äußerungen – wo bleiben die empörten Aufschreie in der Welt, die Israel in die Schranken weisen?
Und noch empörender: Yaalons Äußerungen sind westlichen Medien nicht einmal eine Kurzmeldung wert. Als Günter Grass 2012 in seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" darauf hinwies, dass Israel mit seiner atomaren Rüstung und seiner aggressive Politik den Weltfrieden gefährde, löste das einen Skandal aus. Die Wellen der Empörung schwappten vom Weißen Haus in Washington bis in die Regierungszentrale in Jerusalem.


Nun spricht ein Minister in Jerusalem genau das aus, wovor Grass gewarnt hat, und niemand nimmt es zur Kenntnis. Es ist schlicht der Erwähnung nicht wert!

[ http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/Strohmeyer_Arn_Die%20Herren%20ueber%20Leben%20und%20Tod.htm ]

1. August 2014 - Andreas Buro:

Eine persönliche Erklärung zum Gaza-Krieg

Der Krieg der israelischen Regierung gegen den Gazastreifen ist ein Kriegsverbrechen. Er wurde unmittelbar nach der Entdeckung des Mordes an drei jungen Israelis begonnen. Die Regierung beschuldigte ohne Kenntnis der Mörder sofort die Hamas, verantwortlich zu sein. Sie verhaftete willkürlich Anhänger der Hamas und leitete militärische Angriffe ein. Es scheint so, als habe die israelische Regierung nur auf einen Anlass gewartet, um gegen das Regime der Hamas militärisch vorzugehen, das im Begriff war, sich mit der Fatah im Westjordanland zu verständigen, um gemeinsam palästinensische Interessen zu vertreten. Dies vor dem Hintergrund der durch die israelische Regierung und ihre Siedlungspolitik gescheiterten Friedensbemühungen des US-Außenministers Kerry.

Die Kriegsführung der israelischen Regierung ist von höchster Brutalität und vollkommener Rücksichtslosigkeit gegenüber der Bevölkerung im Gazastreifen. Was dort geschieht, lässt sich durch nichts rechtfertigen auch nicht durch die Behauptung, es diene der Verteidigung und dem Schutz der israelischen Bevölkerung. Dem würde allein eine friedliche Lösung des Israel-Palästina-Konflikts dienen.

Der Raketenbeschuss israelischen Gebiets durch das Hamas-Regime richtet sich gegen die israelische Bevölkerung und ist ebenfalls ein Kriegsverbrechen, wenn auch die Auswirkungen unvergleichlich geringer sind als die der Angriffe der israelischen Armee. Der Raketenbeschuss soll die Regierung Israels zu durchaus vertretbaren Zugeständnissen veranlassen, die das Hamas-Regime in seinem 10-Punkte- Programm für einen 10-jährigen Waffenstillstand vorgestellt hat.

  1. Freiheit für den Gazastreifen,
  2. Keine Militäroperationen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft,
  3. Abzug der israelischen Armee aus Gaza, damit palästinensische Bauern ihr Land bis an den Grenzenzaun zu Israel nutzen können,
  4. Freilassung von Palästinensern, die erst im Austausch für den israelischen Soldaten Gilat Shalit freikamen und dann bald wieder verhaftet wurden,
  5. Die Beendigung der Blockade und Wiedereröffnung der Grenzen in Gaza. Auch muss der Hafen und der internationale Flughafen unter die Kontrolle der UN gestellt werden,
  6. Erweiterung der Fischerei-Zone und Internationale Überwachung des Grenzübergangs in Rafah,
  7. Zusage einer zehnjährigen Waffenruhe und Schließung des Luftraums in Gaza für israelische Flugzeuge,
  8. Erlaubnis für die Einwohner des Gazastreifens für die Reise nach Jerusalem, um in der Al- Aksa-Moschee zu beten,
  9. Keine Einmischung in die innerpalästinensische Innenpolitik und Regierungsbildung,
  10. Die Eröffnung von Gazas Industriezone.

Keiner der Punkte gefährdet die Sicherheit des Staates Israel. Alle sind nachvollziehbar und durchaus maßvoll.

Die Hamas-Strategie wird ebenfalls ohne Rücksicht auf die Bevölkerung im Gazastreifen exekutiert. Wenn die israelische Regierung keine Verhandlungsbereitschaft signalisiert – und davon gehe ich aus – so wird der militärische Konflikt auf unabsehbare Zeit fortgesetzt.

Die Erfahrung aus dem israelisch-palästinensischen Konflikt von über 60 Jahren zeigt mir, Gewalt auf beiden Seiten erzeugt immer nur mehr Gewalt und Unterdrückung. Eine Unterstützung der Gewaltpolitik der israelischen Regierung vor dem Hintergrund der deutschen Verbrechen an Juden während des Nationalsozialismus, dem Holocaust, halte ich für falsch. Schon werden aus Deutschland gelieferte Unterseeboote mit israelischen Atomwaffen ausgerüstet. Die Verstöße der israelischen Regierung gegen internationales Recht und gegen die Menschenrechte dürfen nicht schweigend hingenommen werden.

Frieden und damit Sicherheit ist nur durch friedliche Mittel zu erreichen. Daran ist zu arbeiten. Ich hoffe, sehr viele werden, wie ich, solche persönlichen Erklärungen abgeben und veröffentlichen. Das könnte Freiraum schaffen, gegen die klammheimliche Duldung der Kriegsverbrechen in Nahost.

Andreas Buro

10. Juli 2014 - IPPNW:

Friedensverhandlungen statt Eskalation der Gewalt

Raketenangriffe auf Israel, Militäroffensive im Gazastreifen
Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sich für einen sofortigen Waffenstillstand zwischen der israelischen Regierung und der Hamas einzusetzen. "Wir verurteilen die massiven Raketenangriffe beider Seiten und sind äußerst besorgt über die große Anzahl ziviler palästinensischer Opfer, insbesondere Kinder", betont Dr. Sabine Farrouh, IPPNW-Vorstandsmitglied. Steinmeier solle sich gegenüber der israelischen Regierung dafür einsetzen, sobald wie möglich in einen Dialog mit der palästinensischen Befreiungsorganisation einzutreten und die ausgesetzten Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen, um endlich eine gerechte Lösung des nun schon seit 1967 andauernden Konflikts um die besetzten palästinensischen Gebiete zu erreichen.

[ vollständige Pressemitteilung ]

1. September 2010 - Clemens Ronnefeldt (IVB):

Nahost: Friedensverhandlungen und Kriegsgefahr

Plädoyer für eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten

[ vollständiger Artikel ]

10. Juni 2008 - RIA Novosti:

Russische Informations- und Nachrichten-Agentur:

Irans Verteidigungsminister warnt Israel vor Waffengang

[ Agenturmeldung ]

9. Juni 2008 - RIA Novosti:

Russische Informations- und Nachrichten-Agentur:

Moskau warnt Israel vor Kriegsdrohungen an Iran

[ Agenturmeldung

6 Juni 2008 - RIA Novosti:

Russische Informations- und Nachrichten-Agentur zum Sechstagekrieg:

Warum konnten sowjetische Waffen den Arabern nicht helfen?

[ Agenturmeldung

Mai 2008 aus Le Monde Diplomatique:

60 Jahre Israel
Der Mythos vom kleinen David

Israels Neue Historiker hinterfragen die Legenden um die Staatsgründung
[ Eine Bücherschau von ERIC ROULEAU ]

NEUIGKEITEN

23.05. - Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr! mehr

02.10. - Fluchtursachen beseitigen, statt Asylrecht weiter zu beschneiden mehr

11.01. - Stellungnahme von attac Deutschland zum "Friedenswinter" mehr

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