China

 

Juni 2008: Chinas Energieversorgung

Die Frage der Energieversorgung spielt für die chinesische Politik eine zentrale Rolle. Nachfolgend eine bersicht über die Wege der Energie im Zusammenhang mit den umliegenden Staaten bzw. chinesischen Provinzien (Sinkiang,Tibet).

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Energieversorgung und Handelswege Chinas

jm, Juni 2008

 

Nr.

Bedeutung

1

Öl-/Gas-Pipeline aus GSU (Russland und Kasachstan)

2

Urumqi, Hauptstadt der Provinz Xinjiang

In Xinjiang befinden sich auch die innerchinesischen Erdölvorkommen (ca. 1/3 des Verbrauchs), daher befinden sich bei Urumqi Chinas wichtigste Raffineriekomplexe

3

Mongolei

4

Xinjiang, besiedelt von Turkvölkern, hauptsächlich Uiguren, aber auch von Tadschiken (vgl. Nordafghanistan). Heute wegen chinesischer Ansiedlungspolitik ca. 60% Chinesen, vor allem in den Stadtzentren

5

Tibet heute wegen chinesischer Ansiedlungspolitik ca. 60% Chinesen, eines der wenigen Fundgebiete von Uran weltweit

6

Indien, Rivale Chinas in Ostasien

7

Kaschmir, Dauerkonflikt Indiens und Pakistans

8

Pakistan, vier Hauptbevölkerungsgruppen

9

Gawab, Hafenstadt am Indischen Ozean in der pakistanischen Provinz Belutschistan, finanziert zu 80% von China, Betreibervertrag über 40 Jahre mit der Singapore Port Authority (-> 14)

10

Belutschistan, seit Jahren Widerstandsbewegung (Befreiungsarmee) gegen Pakistan

11

Paschtunen (Taliban)

12

Flughafen Baghram bei Kabul

13

Sri Lanka, neuerdings Militärabkommen mit zunehmender US-Präsenz

14

Singapur, wirtschaftlich bedeutendes Völkergemisch (¾ chinesischer Abstammung), wegen der strategischen Lage gegründet (Briten), seit 1963 unabhängig

15

Straße von Malakkka, durch die ca. 80% des in Fernost verbrauchten Erdöls/LNG befördert werden (China, Taiwan, Japan), gleichzeitig berüchtigtes Piratennest

17

Myanmar (Haupt- und Hafenstadt Rangun, geplantes Ölterminal Yanbyai s.o., Hafen Sittwe)

18

chinesisches Kernland und Industriegebiet

2-9

Karakorum-Highway, wird zu einer kombinierten Verkehrsschlagader nach dem Muster der “TEN” ausgebaut

8

Burma Road, direkter Zugang Chinas zum Indischen Ozean durch Tibet

19

Iran: Anlieger des Kaspischen Meeres, ethnische Verwandschaft mit bestimmten Regiuonen Afghanistans, 4. Erdölförderland (Reserven: 3.), 7. Erdgasförderland (Reserven: 2), Anlieger der Straße von Hormuz (Nordseite)

20

Persischer Golf, Straße von Hormuz: Durchfahrtsweg für 40% des weltweiten Erdöls (aber ca. 80% des chinesischen/japanischen usw.), chinesischer Stützpunkt auf iranischer Insel vermutlich im Gespräch, französischer Stützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Abu Dhabi) vertraglich vereinbart

rote Punkte

die "chinesische Perlenkette": eine Reihe von Infrastrukturanlagen (Öl, Häfen), die unter chinesischem Einfluss stehen
grüne PunkteHerkunft des chinesischen Importöls (ca.): 45% Mittelost, 12% GUS, 12% Südostasien,  Rest überwiegend Westafrika

 

 

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