Aufruf zur Demo am 4.11.2017 in Bonn

"System change, not climate change! Kohle abschalten! Freihandel stoppen!

Die Attac EKU-AG (Energie-Klima-Umwelt) ruft auf zum System change, not climate change“-Block bei der Demo am 4.11. in Bonn zur UN-Klimakonferenz (COP23)

 

Vom 6. bis 17. November findet in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) statt. Es wird immer klarer: Die Klimaerwärmung ist keine graue Theorie, sondern brutale Realität im Hier und Jetzt: Die Rekordniederschläge und -stürme der vergangenen Monate senden bittere Grüße: aus Puerto Rico, Mumbai, Houston…Das Klimachaos kommt immer heftiger in den Metropolen an. Zugleich potenziert die Klimakrise die bestehenden sozialen Ungleichheiten des globalen Kapitalismus.

Die Kosten tragen vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten. Ein Ende ist nicht in Sicht: Mit einem globalen Temperaturanstieg von 2 bis 4,9 Grad (90%ige Wahrscheinlichkeit) droht eine umfassende Klima-Katastrophe und die Zerstörung globaler Lebensgrundlagen. Das System konsumiert seine eigenen Voraussetzungen, und das jedes Jahr mehr. Statt aufhaltsamer Katastrophe, könnte alles allerdings ganz anders sein: Eine Transformation hin zu einem sozialen, ökologischen und demokratischen Weltwirtschaftssystem ist machbar! Jedoch nicht innerhalb eines anachronistisch-ineffizienten, wachstumsbasierten, profitorientierten Wirtschaftssystems.

Daher: System change, not climate change!

Während es bei der Konferenz für viele Menschen – insbesondere aus dem globalen Süden – um substantielle Fragen geht (finanzielle Kompensation für Schäden durch Klimachaos/“loss and damage“) ist vom diplomatischen Parkett und von „freiwilligen Selbstverpflichtungen“ kein effektives Abbremsen der Klimaerwärmung zu erwarten. Von den meisten Regierungen wird eine Weltwirtschaft auf Basis fossiler Energien weiterhin mit aller Macht verteidigt. Nicht nur in Trumps USA, sondern auch in der Bundesrepublik wurde – hier von CDU und SPD  - in den letzten Jahren ein klimapolitisches Roll-Back gestartet (z.B. Schwächung des Ausbaus Erneuerbarer Energien). Deutschland ist Stromexportweltmeister – insbesondere mit Strom aus Braunkohle.

Die Klimakonferenz findet etwa 50km vom Rheinischen Braunkohlerevier statt – dem europäischen C02-Hot-Spot Nr.1!  Bei der Förderung von Braunkohle ist die Bundesrepublik Weltmeister. Um die Klimakrise abzubremsen, ist eine sofortige Einleitung des Ausstiegs aus der Braunkohle und der Steinkohle und damit ein rascher endgültiger Kohleausstieg bis 2025 nötig. Dies ist technisch realisierbar und auch möglich, ohne Menschen arbeitslos zu machen!

Politisch steht dem die Macht der Energiekonzerne (RWE, Eon/Uniper, EPH/LEAG u.a.) entgegen. Es sind nur 90 transnationale Konzerne, die 63% aller CO2-Emissionen weltweit verursachen. Deshalb fordern wir - wie zuletzt der britische Gewerkschaftsdachverband TUC - eine Vergesellschaftung der Energiekonzerne: Energiedemokratie!

Und die kriminellen Autokonzerne (Diesel-Skandal, Kartellbildung) haben – ob im grün-schwarzen BaWü oder auf Bundesebene – weiterhin freie Fahrt. Das Exportmodell Deutschland soll brummen; dazu gehören insbesondere schwere Premium-Karossen. Zum Weiter-so gehören nicht zuletzt mehr Freihandelsabkommen (CETA, JEFTA, EPAs, TTIP reloaded? etc.), die die EU-Kommission mit kräftiger Unterstützung der Bundesregierung vorantreibt. Mehr Freihandel heißt nicht nur mehr Transportemissionen, sondern gerade Energiekonzerne haben ein enormes Interesse an Investitionsschutz und Klagerechten. Deshalb: Freihandelsabkommen stoppen!

Klimaschutz ist tagtägliche Handarbeit: Ob Baggerblockieren im Braunkohletagebau oder Blockieren von Freihandelsverhandlungen. Im November bieten die UN-Klimaverhandlungen uns eine globale Bühne für unsere Perspektive eines ganz anderen Klimas!

 

Kohle abschalten! Freihandelsabkommen Stoppen! Energiekonzerne vergesellschaften! System change, not climate change!

 Was noch geht:

  • „Ende Gelände“-Aktion am 5.11.
  • Alternativgipfel vom 3.-7.11.
  •  11.11. Demonstration "Schluß mit dem faulen Zauber - Wir treiben die bösen Geister des Klimawandels aus"

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Wir die Attac EKU-AG (Energie-Klima-Umwelt) -

suchen weitere Mitstreiter*innen, schaut euch mal unsere Website an:

www.attac-netzwerk.de/ag-eku/startseite/

Die Attac AG Jenseits des Wachstums ist auch eine gute Möglichkeit, sich zu engagieren:

www.jenseits-des-wachstums.de/startseite/

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