2011 Sommerakademie - Eine andere Welt ist möglich!
Unsere Vorträge fanden wöchentlich statt, Ort ist das Café Domain (Kilianeum, Ottostraße 1). Der Eintritt war frei.
30. Mai - 19 Uhr: "Bachelor versus Bildung: Theodor W. Adornos Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte." von Dr. Julia Jonas (Website)
Frau Dr. phil. Julia Jonas vom Philosophischen Institut der Uni Würzburg sieht in den Hochschulreformen der letzten Jahre das Ende einer freien Hochschulbildung. In der anschließenden Diskussion zeigt Andreas Emmerling (Würzburger Bildungsproteste) wie notwendig und doch hilflos die Forderungen nach "freier Bildung" der Bildungsproteste im Winter 09/10 waren.
6. Juni - 19 Uhr: "Solidarisches Bürgergeld: Den Menschen trauen - Freiheit nachhaltig und ganzheitlich sichern" von Hermann Binkert, Staatssekretär a.D. und Leiter des Instituts für Neue Soziale Antworten in Erfurt
Hermann Binkert hat zusammen mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Thüringen, Dieter Althaus, die Machbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens durchgerechnet und stellt ihr Konzept vor (Website).
20. Juni - 19 Uhr: "Die Zapatistas - ein Aufstand auf dem Weg zur Würde" mit zwei Vertreterinnen aus Mexiko
Chiapas, Mexiko: Die Lebensbedingungen auf dem Land werden härter. Die wirtschaftliche und politische Lage spitzt sich sichtbar zu. Doch eine Gruppe Campesinos im Lakandonischen Urwald nimmt das nicht hin. Sie proben den Aufstand und werden bekannt als die hoffungsvollste "Guerillabewegung" der Postmoderne: die Zapatistas. Wie kam es zum Aufstand und wie steht es um die gesuchte und gelebte Autonomie heute, 16 Jahre danach?
Die beiden Referentinnen waren mehrere Monate als Menschenrechtsbeobachterinnen vor Ort und konnten zahlreiche Eindrücke sammeln. Sie werden nach einer Einführung in die Hintergründe des Aufstandes über die aktuellen Entwicklungen berichten: die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen von außen als auch die inneren Fortschritte zur Selbstverwaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen.
27. Juni - 18 Uhr: "Darf's etwas weniger sein? Konturen der Postwachstumsökonomie" von Apl. Prof. Dr. Niko Peach, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg
Dr. Niko Peach stellt die derzeitige Wachstumsideologie in Frage und plädiert in seinem Konzept für die Stärkung lokaler und regionaler Selbstversorgungsstrukturen (Website).
4. Juli - 19 Uhr: "Die Gemeinwohl-Ökonomie - ein Wirtschaftmodell mit Zukunft" von Christian Felber (Website)
Es gibt eine Alternative zu Kapitalismus und Planwirtschaft. Die Gemeinwohl-Ökonomie baut nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation - denselben humanen Grundwerten, die unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gelingen lassen. Gewinn ist nur noch Mittel, nicht mehr Zweck der unternehmerischen Tätigkeit. Die Gemeinwohlbilanz wird zur Hauptbilanz: je sozial verantwortlicher, ökologisch nachhaltiger, demokratischer und solidarischer sich Unternehmer verhalten, desto mehr Vorrang beim öffentlichen Einkauf erhalten sie. Die Systemdynamik belohnt endlich sinnvolle Werte: Ehrlichkeit, Empathie, Kooperation, Großzügigkeit und Solidarität. In der Gemeinwohl-Ökonomie stimmen die Werte unserer Alltagsbeziehungen mit den Werten der Wirtschaft überein (Website).
Den Flyer zum Download gibt's hier.




