AK Steuer Konzerne

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Infostand von Attac Würzburg

Thema auf dem Umsonst&Draußen-Festival am 15. Juni in Würzburg

 

Mehr Informationen: http://www.attac.de/kampagnen/konzernbesteuerung/konzernbesteuerung/

 

Aktion 2016 :

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Das ABC der Steuertrickserei

 

Ikea beherrscht es, Starbucks hat es perfektioniert, aber auch die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank oder Volkswagen tricksen, was das Zeug hält: Sie verschieben Gewinne, rechnen Ausgaben hoch und zahlen am Ende weit weniger Steuern als die ortsgebundenen kleinen und mittelständischen Unternehmen. 

„Steueroptimierung“ - ein netter Begriff für eine schlimme Sache. Unternehmen nennen so ihre hinterhältigen Tricks, mit denen sie Gewinne klein und Verluste groß rechnen, um am Ende kaum noch Steuern zahlen zu müssen. Die Steuervermeidung basiert dabei auf legalen Regeln, und das böse Wort Steuerhinterziehung möchten die Trickser gar nicht hören. 

So rechnen Konzerne ihre Steuern klein: 

  1. Verrechnungspreise (transfer pricing): 60 Prozent des Welthandels findet innerhalb der Konzerne zwischen den Töchterunternehmen statt. Es werden von den Töchterfirmen in Ländern mit höheren Steuern gern überhöhte Preise verlangt. So landet der überzogene Profit beim Mutterkonzern in einem Niedrigsteuerland. 
  2. Lizenzgebühren: Eine Konzerngesellschaft in einem Niedrigsteuerland bekommt Lizenzgebühren für die Nutzung des Markennamens usw. In Deutschland werden diese Ausgaben vom Gewinn abgezogen – auf jeden weggerechneten Euro spart das Unternehmen ca. 30 Cent Unternehmenssteuer  
  3. Zinsen: Es lohnt sich für internationale Konzerne, ihr Kapital in Ländern zu platzieren, die Zinsen nicht oder kaum besteuern. Dieses Geld wird dann an Töchter in Ländern mit höheren Steuern verliehen und dafür jährlich Zinsen in Rechnung gestellt. Die Zinsen für das „Fremdkapital“ werden vom Gewinn abgezogen und fließen an den Mutterkonzern in der Steueroase im Ausland.
  4. Komplexe Finanzierungsmodelle: Die Unterschiedlichkeit der Steuersysteme verschiedener Länder führt dazu, dass beispielsweise Genussscheine in einigen Staaten als Eigenkapital und in anderen als Fremdkapital gewertet werden Clevere Konzerne nutzen das, um Steuern zu sparen, da Zinseinnahmen meist anders besteuert werden als Dividenden.  
  5. Stiftungen: Gemeinnützige Stiftungen sind steuerbegünstigt und deshalb eine attraktive Anlageform für Konzerne und Superreiche. Sie können oft selbst bestimmen, für welche sozialen, kulturellen oder sonstigen Zwecke das Geld eingesetzt wird. 
  6. Versicherungen und Derivate: Viele Konzerne unterhalten an einem geeigneten Standort eine eigene Versicherungsgesellschaft, die die Konzerntöchter zu hohen Gebühren versichert und auch so hilft, am Ende weniger Gewinne ausweisen zu müssen. 
  7. Treaty-shopping – sich in Abkommen einkaufen: Steuerabkommen zwischen Staaten können ausgenutzt werden. So kommt es sogar zur „doppelten Nicht-Besteuerung“, weil beispielsweise Verluste doppelt berücksichtigt werden oder bestimmte Vermögenswerte in zwei Ländern so unterschiedlich bewertet werden, dass am Ende keine oder fast keine Steuern zu entrichten sind.
  8. Aufwandsverrechnung bei Auslandsinvestitionen: In Deutschland vermindern die Verluste aus Investitionen in Drittmärkten die ausgewiesenen Gewinne in Deutschland, obwohl die aus der Investition fließenden Erträge zu 95 Prozent in Deutschland steuerfrei sind (Körperschaftssteuergesetz). Der Abbau von Anlagen und Arbeitsplätzen in Deutschland und ihre Verlagerung in Niedriglohnländer wird dadurch auch noch steuerlich gefördert. 
  9. Veräußerungsgewinne: Seit 2002 können in Deutschland Kapitalgesellschaften ihre Beteiligungen an anderen Unternehmen verkaufen und den Erlös zu 95 Prozent steuerfrei verbuchen.
  10. Internethandel: Damit ein Unternehmen in einem Land besteuert werden kann, braucht es dort eine „Betriebsstätte“. Diese Herangehensweise ist nicht mehr zeitgemäß, denn virtuelle Märkte wie Online-Shops oder immaterielle Güter werden nicht berücksichtigt.  

Die FinanzTransaktionsSteuer

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DIE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER

Die Finanztransaktionssteuer gehört zu den Gründungsforderungen von Attac. Die Oppositionsparteien sind dafür, auch die Bundesregierung hat sich deutlich bewegt. Inzwischen geht selbst die Bundeskanzlerin mit der Forderung weltweit hausieren. Das Thema ist also auf der höchsten politischen Ebene angelangt. Doch die Bundesregierung hält sich bei dem Thema noch ein paar Hintertürchen offen. 

Deutsches Kampagnenbündnis:

Die Attac-AG Finanzmarkt & Steuern arbeitet stetig an Alternativen zum Finanzmarktsystem und setzt sich auch dafür ein, dass die längst überfällige Finanztransaktionssteuer eingeführt wird. Auf diesen und den Folgeseiten bieten wir Hinweise zu vertiefenden Informationen rund um das marktregulierende Instrument. 

Mehr zu erfahren unter

http://www.attac.de/kampagnen/finanztransaktions-steuer/finanztransaktions-steuer/

 

 

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Besteuerung der Großkonzerne

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STEUERTRICKS STOPPEN! BILANZEN OFFENLEGEN! GESAMTKONZERNSTEUER JETZT!

Wir wollen nicht länger zusehen, wie Apple, Ikea, VW und Co. keine Abgaben an den Staat leisten und sich dabei eine goldene Nase verdienen. Die Rahmenbedingungen schufen Regierungen in aller Welt, die dem Steuerwettbewerb verfallen sind und eifrig Unternehmenssteuern absenkten sowie Tricksereien erleichterten. Das ist schon lange ein Skandal, angesichts der Krisen und verschärften Ungleichgewichte in Europa und weltweit jetzt aber gänzlich untragbar geworden.

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Die Steuervermeidungsindustrie muss gestoppt werden! Daher müssen die jetzigen Steuer-Schlupflöcher gestopft werden, und zwar richtig! Wir brauchen eine grundlegende Reform der Unternehmensbesteuerung und fordern die Gesamtkonzernsteuer/ Unitary Tax! Schluss mit der Bilanzen-Verhüllung und Gewinnverschieberei!

 

Informationen unter:

www.attac.de/kampagnen/konzernbesteuerung/konzernbesteuerung/

Beispiel IKEA - zahst Du noch oder verschiebst Du schon - ikeanische Krötenwanderung

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ZAHLST DU NOCH ODER VERSCHIEBST DU SCHON?

 

In keinem anderen Land kaufen die Menschen so begeistert IKEA-Möbel wie in Deutschland. Der Besuch in den großen Filialen am Rande der Städte wird schnell zum ganztägigen Familienausflug. Doch der schöne Schein trügt: Der schwedische Möbelriese vermeidet erfolgreich Steuern. IKEA ist die größte Möbelmarke der Welt und setzte 2012 rund 27 Milliarden Euro um. Den größten Umsatz erzielte sie in Deutschland (15 Prozent). Allerdings zahlte IKEAa Anfang des Jahrtausends nur 15 Prozent (statt damals nominal 40 Prozent) Steuern – heute dürften es noch viel weniger sein.

Wie stellt IKEA das an? Hier erfahrt ihr mehr zum Thema

http://www.attac.de/ikea/

> Ein Dossier zu IKEA von ATTAC / Dezember 2013 

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