Termine, Aktionen und Veranstaltungen
9. Februar 2010: Vortrag von Sabine Ferenschild - Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter (Commons)
Veranstalter: Sozialforum Trier
Ort: Friedens- und Umweltzentrum (Pfützenstr. 1)
Uhrzeit: 19 Uhr
Weltweit kämpfen Menschen um Zugangsrechte zu sauberem Trinkwasser, für den Erhalt der Saatgutvielfalt, für freie Software, für freien Wissensaustausch, kurz: für den Zugang zu Gütern, die jeder und jedem offen stehen sollten.
Das Konzept der Gemeingüter verbindet diese Auseinandersetzungen und es verbindet Prinzipien wie Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz und Demokratie.
Dieser Abend soll eine Einführung in das Thema Gemeingüter (Commons) geben. Außerdem möchten wir darüber diskutieren welche Möglichkeiten zur Weiterarbeit das Thema bietet.
September 2010 - Januar 2011: Agenda-Kino (2. Habljahr 2010)
Das Agenda-Kino im Broadway ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Trierer Kinoprogramms. Der Erfolg der Filmreihe der lokalen Agenda 21 liegt nicht nur in den besonders sorgsam ausgewählten Filmen sondern auch in den interessanten Diskussionsrunden mit ExpertInnen des jeweiligen filmischen Themas im Anschluss an die Filmvorführungen.
Seit diesem Jahr wird das Agenda-Kino auch in Kooperation mit anderen Gruppen der Trierer Zivilgesellschaft veranstaltet, unter anderem Attac, AG Frieden, BUND, KAB und Sozialforum
Programm im 2. Halbjahr
07.09.2010: Let's make money 19:30
Wie kann man das Geld arbeiten lassen, welche Wege schlägt es in seinem Vermehrungsprozess ein und wer kommt in Berührung mit dem "arbeitenden" Geld? In diesem Dokumentarfilm beleuchtet Erwin Wagenhofer die Wege des Geldes auf dem globalen Finanzmarkt.
Eintritt: 5 Euro.
21.09.2010: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte 19:30
In diesem Dokumentarfilm behandelt Michael Moore die Finanzkrise ab 2007, die US-Ökonomie im Wandel der Amtszeit von George W. Bush und Barack Obama und dem US-Konjunkturprogramm 2009. Dabei vergleicht er die heutigen Zustände der Gesellschaftsordnung mit Bildern aus dem alten Rom.
Eintritt: 5 Euro
27.10.2010: Plastic Planet 19:30
In der heutigen Welt sind wir überall von Plastikmaterialien umgeben. Mit der Nutzung von Zahnbürste, Telefon oder Trinkflaschen begegnen wir ihm täglich. Aber es umgibt uns nicht nur, sondern ist auch ein Teil von uns. Nach einer Untersuchung der Film-Crew hatte jedes Mitglied Plastiksubstanzen im Blutplasma. In diesem Dokumentarfilm zeigt Werner Boote die Vor- und Nachteile von Plastikmaterialen auf.
Eintritt: 5 Euro
10.11.2010: Der Aufstand der Würde 19:30
Ist der letzte Teil einer vierteiligen Dokumentationsreihe über die ineinander greifenden Auswirkungen von Freihandel, Globalisierung, Neoliberalismus und dem Plan Puebla Panama in Mittelamerika. Es wird das alltägliche Leben in Chiapas, Süd-Mexico und die Auswirkungen des Aufstandes auf die bäuerlichen Gemeinschaften vorgestellt.
Eintritt: 5 Euro
25.11.2010: Lebenserwartung - Die Alten und die Kinder in Japan 19:30
Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer vermitteln in diesem Dokumentarfilm, wie zwei Gesellschaftsgruppen in Japan, Kleinkinder und die alte Menschen, davon profitieren, Zeit miteinander zu verbringen.
Eintritt: frei
08.12.2010: The Garden 19:30
Scott Hamilton Kennedy erzählt die Geschichte von der South Central Garden, einem nun abgerissenen Gemeinschafts- und Städtegarten in Los Angeles. Es war ein Projekt von 1994 bis 2006, fand großen Zuspruch in der Bevölkerung und wurde trotz Proteste geschlossen.
Film wird in englischer Originalfassung gezeigt, Eintritt: 5 Euro.
15.12.2010: Der Geist des Geldes 19:30
Yorick Niess zeigt mit diesem Dokumentarfilm die Verknüpfung des Geldsystems mit den Faktoren des sozialen Lebens, der Politik und Interessengruppen wie z.B. Unternehmen und Banken auf.
Eintritt: frei
11.01.2010: Der Handykrieg 19:30
Klaus Scheidsteger deckt in diesem Dokumentarfilm die Machenschaften der Mobilfunkindustrie anhand der Geschichte von Dr. George Carlo aufgedeckt. Dr. George Carlo hat im Auftrag der Mobilindustrie in den Jahren 1993 bis 1999 mit einem Budget von 28,5 Mio. Dollar für die Mobilfunkindustrie die Auswirkungen der Mobilfunknutzung untersucht. Er hat wider Erwarten der Mobilfunkindustrie Gesundheitsrisiken herausgefunden.
Eintritt: frei
26.01.2011: Die Bucht 19:30
Tierschutzaktivist Richard O'Barry war Delfintrainer der Fernsehserie Flipper. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Louie Psihoyos hat er in dieser Dokumentation aufgezeigt, wie im Jahr 2007 im japanischen Taiji 2000 Delfine in einer Bucht zusammengetrieben und getötet werden.
Eintritt: 5 Euro
14. Juli 2010: Trierer Sozialforum zum Thema Commons - Gemeingüter

Ort: Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstraße 1
Uhrzeit:18:30
„Die Privatisierung und warenförmige Zurichtung der Dinge, die das Leben der Menschen und den Erhalt des Planeten ermöglichen, ist machtvoller denn je.“ So beginnt ein Aufruf des Weltsozialforums, das 2009 in der Stadt Belém in Brasilien tagte. Das Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeingüter ruft dabei alle Bürger der Welt auf sich für die Rückeroberung der Gemeingüter der Erde zu engagieren.
Das Konzept der sogenannten Commons umfasst dabei Rohstoffe, wie Wasser, Wald oder Land, kulturelle Gemeingüter wie Wissen, Ideen oder Musik sowie soziale Netzwerke, Plätze, Parks und öffentliche Gärten. Commons werfen – jenseits von Markt und Staat – auf neue Weise eine zentrale Frage auf: Wem gehört die Welt, und wer hat auf welche Weise Zugang zu gemeinsamen Reichtümern?
Beim nächsten Treffen des Trierer Sozialforums am 14. Juli soll dieses Konzept unter anderem am Beispiel des „Community gardenings“ näher vorgestellt werden.
3. Juli 2010: Großes Jubiläums- und Strassenfest: 30 Jahre Weltladen der AG-Frieden - 10 Jahre Friedens- und Umweltzentrum(FUZ)
Pfützenstraße
Uhrzeit:ab 12:00
Seit 30 Jahren besteht der Weltladen der Arbeitsgemeinschaft Frieden in
Trier und nun auch schon 10 Jahre das Friedens- und Umweltzentrum in der
Pfützenstraße. Diesen Anlass wollen wir mit einem großen Straßenfest
gebührend feiern.
Zehn Jahre Einsatz für Frieden, Menschenrechte, Umwelt und eine andere Welt!
Drei Jahrzehnte Engagement für den fairen Handel, Verkauf von Waren
unzähligen Veranstaltungen und vor allem sehr viele ehrenamtlich
engagierte Menschen, Organisationen und Gruppen.
Mit all diesen Menschen wollen wir zusammen feiern und auch natürlich
auch mit Euch!
Das Fest wird gemeinsam veranstaltet vom Weltladen der AG-Frieden, den
Gruppen des FUZ und unserem Nachbarn dem Club Aktiv.
16. Juni 2010: „Made in China“ Städtepartnerschaft Trier und Xiamen
Ort: AGF-Weltladen (Pfützenstraße 1)
Uhrzeit: 20 Uhr
Organisiert von: Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.; Ökumenischen Netz e.V.
Die Wirtschaftspartnerschaft zwischen der Provinz Fujian in China und dem Land Rheinland-Pfalz besteht seit 1989. Vielen Menschen in Rheinland-Pfalz ist diese Partnerschaft unbekannt. Am 20.04.2010 sollte die Städtepartnerschaft zwischen Xiamen, einer Stadt in Fujian, und Trier besiegelt werden.
Dies konnte nicht geschehen aufgrund der Aschewolke, ist aber fest geplant. Das Ökumenische Netz beschäftigt sich gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB, der Katholischen Studierenden Jugend KSJ, dem Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche im Rheinland, dem DGB Rheinland Pfalz und EIRENE-International seit mehreren Jahren mit dieser Partnerschaft. Die Arbeitsgruppe „Keine Partnerschaft ohne Sozialstandards!“setzt sich dafür ein, dass im Rahmen der Partnerschaften mit China Arbeits- und Sozialstandards auf der Tagesordnung stehen. Sie fordert, dass sich die Arbeiter in China, die unsere Schuhe, Kleidung und PC-Teile produzieren, gewerkschaftlich organisieren dürfen, ohne mit Gefängnisstrafen rechnen zu müssen, und dass Kinderarbeit verboten wird.
All diese Prozesse sind langwierig und bedürfen der Unterstützung der Bevölkerung. Wir wollen an diesem Abend von Sabine Ferenschild erfahren, wie die Situation in China aussieht, was alles für uns dort hergestellt wird und auch was wir tun können, um die Forderung nach Arbeits- und Sozialstandards in Fujian und für die Trierer insbesondere in Xiamen zu unterstützen. Auch die Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. in Trier begleitet die Städtepartnerschaft kritisch und informiert regelmäßig über die Situation und Entwicklungen in Xiamen.
Kommen Sie und hören Sie, was in unserer Partnerstadt an der Tagesordnung ist. Diskutieren Sie mit, stellen Sie Ihre Fragen und erfahren Sie mehr über die Situation der Menschen in Xiamen.
29. Mai 2010: 4. Weltbürgerfrühstück

Uhrzeit: 10-14 Uhr
Ort: Kornmarkt, Trier
Am Samstag den 29. Mai wird das 4. Trierer Weltbürgerfrühstück unter dem Motto "Fair-Trade-Town" stattfinden. Die beteiligten Personen und Gruppen zum Ausdruck bringen, dass für sie auch ein Engagement der Stadt Trier zum Thema Fairer Handel und Eine Welt unverzichtbar ist! Attac Trier wird auf dem Frühstück mit einem eigenen Stand präsent sein. Wir wollen unter anderem mit vielen Infomaterialien auf die Probleme der neoliberalen Globalisierung und den fairen Handel als Alternative aufmerksam machen.
5. Mai 2010: Vortrag von Robert Kurz - Freier Markt im freien Fall

Ort: Mehrgenerationshaus, Balduinstr. 6
Uhrzeit: 19:30
Auf Einladung des Sozialforums kommt Robert Kurz am 5. Mai 2010 nach Trier um den Vortrag vom 3. Dezember nachzuholen, der leider ausfallen musste, weil die Bahn zuviele Verspätungen hatte.
Robert Kurz gehört zu den Kritikern des Kapitalismus, die realistisch und illusionslos die inneren Grenzen des Kapitalismus analysieren. Er studierte Philosophie, Geschichte und Pädagogik. Zurzeit ist er als freier Publizist, Autor und Journalist tätig. Er engagiert sich im theoretischen Projekt der Gruppe "Exit". Wichtige Buchveröffentlichungen von Robert Kurz: Kollaps der Modernisierung (1991), Schwarzbuch Kapitalismus (2000), Weltordnungskrieg (2003), Blutige Vernunft (2004), Das Weltkapital (2005), Marx lesen (2006).
Die Krise der Finanzmärkte und ihre Folgen für die Realwirtschaft bestimmen die Tagespolitik. Deren „Rezepte“ wie Regulierungen und Konjunkturprogramme greifen deutlich zu kurz. Es ist an der Zeit, über den Horizont dessen, was sich „Realpolitik“ nennt, hinauszudenken. Zu fragen ist nach dem inneren Zusammenhang zwischen Finanz- und Realwirtschaft, zwischen der Krise der Finanzmärkte und der inneren Grenze, auf die der Kapitalismus stößt: den Zwang zu ständigem Produktivitätsfortschritt und zur Verminderung des Einsatzes von Arbeit.
Was abstrakt klingt, wird für Menschen konkret in Hunger und Elend, Ausgrenzung und Armut, im Zwang zur Arbeit um jeden Preis und Sozialabbau.
Veranstalter ist das Sozialforum Trier unterstützt von den
dazugehörenden Gruppen Attac Trier, KAB, KSJ, Pax Christi, AG Frieden
sowie dem BDKJ Trier...
27. April 2010: "Let's Make Money" im CineAStA

Ort: Universität Trier, Hörsaal 3
Uhrzeit: 20 Uhr
Dokumentarfilm
Österreich 2008
107 Minuten
Regie: Erwin Wagenhofer
Drehbuch: Erwin Wagenhofer
In Kooperation mit dem Referat für Politische Bildung und dem CineAStA
2008: Kurz vor Beginn der Weltwirtschaftskrise erscheint der Film zur Krise. Ein Film über die großen Zusammenhänge des Finanzkapitals und deren Auswirkungen auf die kleinen Leute. Der Regisseur von "We feed the world?" lasst Kritiker und Befürworter des Finanzsystems zu Wort kommen. Von der afrikanischen Baumwollpflückerin bis hin zum Wirtschaftsredakteur der Neuen Zürcher Zeitung erläutern die verschiedensten Personen ihre Sichtweisen auf das Weltwirtschaftssystem. Der Film stellt viele Fragen und gibt so manche Antwort. Let`s Make Money wurde mit dem deutschen Dokumentarfilmpreis 2009 ausgezeichnet.
Unter anderem erklärt auch der Redner unseres letzten Vortrags Werner Rügemer hier die Privatisierung der Wiener Straßenbahn.
mehr Infos auf der Seite des CineAStA
23. April 2010: Vortrag von Wangui Mbatia - PPPs unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe
Ort: Friedens- und Unweltzentrum (Pfützenstr. 1)
Zeit: 20 Uhr
Der Vortrag wird in auf Englisch sein!
Im Rahmen einer bundesweiten Speakerstour der "PPP-Irrweg" Kampagne von Attac berichtet die Aktivistin und Anwältin Wangui Mbatia (People's Parliament, Kenia) über Public Private Partnerships in der Entwicklungszusammenarbeit.
Die „PPP-Irrweg“-Kampagne geht auf Tour!
PPP ist gesetzliche geschützte Form Deutschland zu ruinieren…
Im Angesicht der leeren Kassen der Kommunen verbreiten sich zunehmend „moderne“, „effizientere“ Vorschläge für den Bau und Betrieb von Schulen, Krankenhäuser, Rathäusern, Gefängnisse, aber auch Straßen, Wasserversorgungsbetriebe, Müllabfuhr und vieles vieles mehr. Was früher selbstverständlich zu den Aufgaben der öffentlichen Hand gehörte, wird vermehrt in die Sphäre von Privatwirtschaft ausgelagert. Verblendet vom täuschenden Versprechen, Ausgaben zu sparen, begeben sich die Kommunen, Städte und die Ländern in solche „Partnerschaften“. Aus den Synergien zwischen dem Staat und Privat sollen Vorteile für beide Seiten entstehen… was aber in der Tat entsteht sind Schuldenberge, Demokratieabbau und Wissensverlust für den Staat.
Obwohl mit PPP-Projekten die Kommunen über den Tisch gezogen werden und denen das Geld in vielen langen Jahren der Betreiberphase aus der Tasche gezogen wird, ist die Tendenz steigend: immer mehr Kommunen unterschreiben PPP-Verträge. Entweder aus Unwissenheit oder, wie manche meinen, aus Alternativlosigkeit.
…andere Länder auch
Das gleiche, nur im viel größeren Ausmaß passiert in den so genannten Entwicklungsländern. Der Unterschied liegt nur darin, dass das Finanzvolumen, das in diesen Ländern für die PPP Projekte ausgegeben wird, ist um ein Vielfaches größer als in Europa. Die PPP Geschäfte ruinieren schon seit Jahrzehnten die Volkswirtschaften und plündern die Staatskassen in den Ländern des globalen Südens, nicht zuletzt unter dem Deckmantel „Entwicklungshilfe“. Wasser- und Stromversorgung, Müllabfuhr und viele andere größere und kleinere Projekte werden im Rahmen solcher Partnerschaften durchgeführt und bringen mit sich verheerende Folgen für die Menschen in diesen Ländern.
Um über PPP und daraus resultierende Missstände zu informieren, starten wir, die Aktivist_innen der PPP-Irrweg-Kampagne, im Zeitraum von 12. bis 27. April 2010, eine Speaker-Tour durch mehrere Städte in Deutschland.
15. April 2010: Vortrag von Werner Rügemer - Public Private Partnerships – Aufstieg eines gescheiterten Konzepts

Ort: Friedens- und Umweltzentrum (Pfützenstraße 1)
Uhrzeit: 20 Uhr
Public-Private Partnerships (PPP) sind eine besondere Form der Privatisierung. Sie kleidet sich in den Schafspelz der "Partnerschaft" und verspricht eine Rückgabe des öffentlichen Eigentums nach fünfzehn bis dreißig Jahren. Sie überantwortet jedoch die öffentlichen Institutionen in gleicher Weise dem privaten Gewinnstreben und entzieht sie der demokratischen Kontrolle. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die PPP-Projekte in der Regel für die öffentliche Hand erheblich teurer werden als eine Eigeninvestition. Im Effekt werden also mögliche Gewinne aus der öffentlichen Hand in die privaten Taschen umgeleitet.
Auch in Trier ist mit der Sanierung des Südbades das erste PPP-Projekt angelaufen. Und das obwohl der Landesrechnungshof darauf hingewiesen hat, dass dies die Stadt teurer zu stehen kommen wird als eine herkömmliche Sanierung. Schon in der Bauphase deutet sich an, was auf die Stadt noch zukommen kann, so kam es in den letzten Monaten bereits zweimal zu einer Erhöhung der Kosten im Vergleich zum ursprünglichen Vertrag, diese Kosten werden einseitig von der Stadt getragen.
Werner Rügemer ist Publizist und Berater, Lehrbeauftragter an der Universität Köln und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac. Unter anderem ist er Autor des Buches »Heuschrecken« im öffentlichen Raum: Public Private Partnership – Anatomie eines globalen Finanzinstruments. Bekannt ist er auch aus dem Film „Let’s Make Money“ in dem er die Privatisierung der Wiener Straßenbahn erklärt.
3. März 2010: Planungstreffen der attac-Gruppe zum Thema Public Private Partnership (PPP)
Treffpunkt ist um 18:30 Uhr im Friedens- und Umweltzentrum,
Pfützenstraße 1.
PPP = Politik und Private plündern öffentliche Güter?
Die attac-Kampagne PPP-Irrweg (http://attacberlin.de/ags/ppp-irrweg) schreibt:
"Durch eine langjährige verfehlte Steuerpolitik sind die Kommunen heute hoch verschuldet und kaum mehr
handlungs- und investitionsfähig – bei einem gigantischen Investitionsbedarf in nahezu allen Bereichen, wie z.B. Schulen, Behörden, Verkehr, Wasserversorgung. Jetzt treten „Retter“ mit den Zauberwörtern ÖPP oder PPP auf den Plan. Und versprechen, damit die Probleme ohne neue kommunale Schulden zu lösen – mit fatalen Folgen für uns alle!
Bisher wurde der Bau oder die Sanierung z.B. eines Schulgebäudes durch die öffentliche Hand geplant und finanziert. Mit Public Privat Partnership (PPP), zu deutsch: Öffentlich Private Partnerschaft (ÖPP), übernimmt
ein privater Investor Planung, Bau, und Finanzierung gleich mehrerer Schulen und betreibt die Gebäude über 20 oder 30 Jahre. Die Kommune zahlt Miete, wird also vom Eigentümer zum Mieter."
In Trier finden wir im Zusammenhang mit dem Südbad ein aktuelles Beispiel zu PPP und möchten anhand der lokalen Bezüge die allgemeine Problematik des Ansatzes 2010 öffentlichwirksam thematisieren und diskutieren.
MitstreiterInnen sind herzlich zum Mitmachen eingeladen!
6. Juli 2009: attac und Globalisierungskritik heute - Chancen und Strategien der sozialen Bewegung
6. Juli 2009 - 18:30 Uhr
Dietrich-Bonhöffer-Haus, Nordallee 7, Trier (Karte)
Vortrag mit Diskussion
Der Referent:
Alexis Passadakis ist Politikwissenschaftler und Mitglied im Koordinierungskreis von attac. Er beschäftigt sich vor allem mit den Themen Welthandel und Privatisierung und ist als Mitorganisator des Klimacamps08 in Hamburg aktiv in der entstehenden Bewegung für Klimagerechtigkeit.
Das Thema:
"Globalisierung geht ganz anders – Menschen und Natur vor Profit!" und "Eine andere Welt ist möglich!" - mit diesen Slogans ist attac zu einer wachsenden internationalen Organisation mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern geworden. attac versteht sich als Teil einer globalen Bewegung.
Wie es es um diese Bewegung derzeit bestellt? Welches sind ihre Chancen und Perspektiven? Welche Strategien verfolgt attac im Kontext der Weltfinanzkrise? Und wie kann sich jeder Einzelne einbringen?
Im Anschluss diskutieren wir Chancen und Möglichkeiten der Mit- und Neugestaltung von attac Trier.
29. Juni 2009: Filmvorführung: Enron - The Smartest Guys in the Room

29. Juni 2009 - 20:00 Uhr
Dokumentarfilm/Wirtschaft - USA 2005
Kino Broadway - Eintritt frei!
Mehr als 20.000 Menschen verloren beim Kollaps des US-Energieriesen Enron auf einmal ihren Job. Bevor es dazu kam hatten sich die Manager durch gezielten Bilanzbetrug jahrelang persönlich bereichert und das Geld in die eigene Tasche fließen lassen.
Mit Absicht hatten sie den Ruin des Unternehmens herbeigeführt und mehr als zwei Milliarden Dollar an Pensionsfonds verbrannt. Die Wirtschaftsdokumentation schlüsselt diesen unglaublichen Börsenkrimi nun dezidiert auf und zeigt, wie es überhaupt dazu kommen konnte und wie sich die Pleite auf die Beteiligten ausgewirkt hat.
25. Juni 2009: Finanzkrise, Wirtschaftskrise ... - Kapitalismuskrise? Ursachen - Zusammenhänge - Auswege und Irrwege
Vortrag mit Diskussion
25. Juni 2009 - 18:30 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Christophstr. 1 (Karte)
Der Referent:
Werner Rätz, geb. 1952, lebt in Bonn. Seit seinem Studium der Politologie, Philosophie und Geschichte arbeitet er als freier Publizist und bei der Informationsstelle Lateinamerika.
Der Mitbegründer von attac Deutschland beschäftigt sich seit Jahren mit globalen wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen. Er ist Mitglied des attac-Rats und der AGs "Soziale Sicherung" und "Genug für alle".
Von dem Autor und Mitherausgeber mehrere Bücher erschien zuletzt der attac-Basistext "Sozialstaat oder: Globale Soziale Rechte" (2008) und "Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit" (Wien 2007).
Das Thema:
Die Weltfinanzkrise hat schon lange die Realwirtschaft erreicht und trifft damit nicht mehr nur Investoren. Nachdem jahrelang behauptet wurde, dass der Markt sich selbst am besten reguliere ist plötzlich ein starker Staat wieder gefragt. Er soll Schutzschirme für Banken und Konzerne aufspannen, die sonst staatliches Eingreifen verteufeln.
Befinden wir uns auf dem Weg in einen neuen Sozialismus? Ist der Kapitalismus am Ende? Oder werden doch nur wieder Verluste sozialisiert und Reichtum von unten nach oben verteilt?
Welches sind die Ursachen der aktuelle(n) Krise(n)? Welches sind Auswege und Irrwege? Ist ein "Weiter so!" möglich? Genügt es, den neoliberalen Kapitalismus zu reformieren? Oder bedarf es eines radikalen Wandels?
5. Juni 2009: Demonstration - Unsere Stadt hat Nazis satt!
Veranstalter: Bündnis gegen Rechts
5. Juni - 17:00 Uhr - Hauptmarkt
Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus und die NPD einsetzen, leben in ernsthafter Gefahr: In der Nacht zum 19. Mai wurde ein junger Mann von einem acht Personen starken rechtsextremen Schlägertrupp brutal zusammengeschlagen. An der Tat beteiligt waren Mitglieder der NPD, unter anderem Safet Babic, Vorsitzender und Spitzenkandidat für die Kommunalwahl. Die Täter lauerten dem Opfer auf und traten den am Boden liegenden jungen Mann gezielt krankenhausreif in Bauch und Kopf. Zwei weitere NPD-Gegner konnten entkommen. Diese Tat war geplant! Safet Babic rechtfertigt die Tat öffentlich und stellt damit die Gesetzgebung auf den Kopf. Schläger muss man Schläger nennen – geschlagen hat die NPD.
Diese Tat ist nicht die einzige: In den letzten Wochen wurden Trierer Antifaschistinnen und Antifaschisten gezielt verfolgt, telefonisch terrorisiert, in ihrem privaten Umfeld ausspioniert und bedroht. Zudem verklebten Rechtsextreme in der Nacht zum 14. Mai Drohbriefe im Wohnumfeld einer engagierten Trierer Bürgerin. Diese Briefe enthalten sexistische Beleidigungen und gipfeln in einer unverhohlenen Vergewaltigungsandrohung. Außerdem geht aus dem Inhalt eindeutig hervor, dass die Täter ihr Opfer mehrere Tage unbemerkt beobachtet hatten.
Am 8. Mai – dem Tag der Befreiung vom Faschismus – versammelte sich die NPD Trier unangemeldet auf dem Trierer Hauptfriedhof, um den “Tag der Niederlage” (Zitat Babic) zu betrauern und zeigte damit ihr wahres Gesicht. Dies endete in einer Anzeige gegen Babic wegen Volksverhetzung. Die NPD gibt sich demokratisch und sozial. Dabei verhöhnt sie jegliche demokratischen Grundrechte. In Gefahr sind nicht nur Gegner der Rechtsextremen. Auch Migrantinnen und Migranten, Homosexuelle, Behinderte etc. sind akut bedroht. Die NPD will einen reaktionären Staat nach Rassentrennung. Fachisten muss man Faschisten nennen – faschistisch ist die NPD.
Diese menschenverachtenden rechten Schlägertrupps wollen in den Trierer Stadtrat. Wir rufen alle Trierer Bürgerinnen und Bürger auf: Gebt den Nazis keine Chance! Trier hat demokratische Politiker verdient und keine faschistischen Schlägertrupps.
Deshalb:
Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Wir lassen nicht zu, dass Verbrechen des Naziregimes verharmlost und relativiert werden!
Keine Nazis in die Köpfe, auf die Straßen, in die Parlamente!
Kein Fußbreit den Faschisten, nicht hier in Trier und auch nicht anderswo!
An alle Trierer Bürgerinnen und Bürger:
Kommt zur Demonstration am Freitag, 5. Juni, 17:00 Hauptmarkt Trier!
Sozialforum Trier
Nach der Gründung des Sozialforums Trier am 9. Februar findet das nächste Plenum Treffen am Freitag, den 7.11 um 18 Uhr im Friedens- und Umweltzentrum in der Pfützenstraße statt.
Weil der Mensch ein Mensch ist ... bedingungsloses Grundeinkommen für alle?!?
Vortrag mit Diskussion
Referent: Wolfgang Brahmann
Am Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 20 Uhr im Kaffee P, Domfreihof
Grundeinkommen, bedingungslos und von jedem zu beziehen, wird in den unterschiedlichsten politischen Kreisen diskutiert, so auch bei attac. Verschiedenste Modelle werden entwickelt, die sich in Inhalt, Höhe und Finanzierung unterscheiden. Worin unterscheiden sie sich? Was ist ihnen gemeinsam? Soll es ein bedingungsloses Grundeinkommen wirklich für alle geben, egal ob sie nicht arbeiten können, wollen, oder gar Großverdiener sind? Wir denken, viel Stoff zum Diskutieren, zum Ideen entwickeln und auch, um andere Meinungen zu diesem Thema zu hören.
Für diesen Abend haben wir uns Wolfgang Brahmann von attac Duisburg eingeladen und freuen uns auf eine spannende und in vielen Punkten sicherlich auch kontroverse Diskussion.
Wolfgang Brahmann, beruflich lange Jahre selbständig in der Automobilbranche, später als Unternehmensberater und Direktor eines amerikanischen Großhandelsunternehmens tätig. Bei attac Duisburg und der AG "Genug für Alle" aktiv.
Filmfestival "ueber morgen" ab 27. April 2008
attac Trier zeigt in Kooperation mit der AG Frieden und dem BUND die Filme:
Menschen, Träume, Taten
43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder haben sich den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt: Seit zehn Jahren leben sie zusammen im Ökodorf »Sieben Linden«. Ihr Gesellschaftsentwurf basiert auf genossenschaftlichem Eigentum, Mitbestimmungsrecht, Gemeinschaftskultur und Selbstversorgung. Ohne die Probleme einer Großkommune auszusparen, zeigt Andreas Stiglmayr, wie Utopie ganz konkret gelebt werden kann. Regie: Andreas Stiglmayr, Deutschland 2006, 87 Min., DF
Lip oder die Macht der Phantasie
1973 beginnt in der französischen Stadt Besançon ein soziales Experiment: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten, besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie. Zwei Jahre lang gelingt es ihnen, die Produktion weiterzuführen, Konzepte selbstbestimmter und gleichberechtigter Arbeit zu erproben und Entlassungen zu verhindern, bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird. Regie: Christian Rouaud , Frankreich 2007, 118 Min., DF
WO? im Kino Broadway
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