Osnabrück

AG "Klimawandel"

 

Im Frühjahr 2007 erschien der bericht des IPCC (International Panel on Climate Change) und hat für erhebliches Aufsehen gesorgt. Seitdem ist die zunehmende Erderwärmung als eines der drängendsten globalen Probleme ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Bericht hat nachdrücklich klar gemacht: nur eine drastische Reduzierung der Treibhausgase in kurzer Frist kann verhindern, dass die Welt auf eine ökologische und soziale Katastrophe zusteuert. Besonders betroffen werden dabei - wieder einmal - die Ärmsten der Armen sein, die auslöffeln müssen, was ihnen von den Industrieländern eingebrockt wurde.

Auch wenn inzwischen Teile der weltweiten Eliten (wie Kanzlerin Merkel) das Problem anscheinend erkannt haben und auf Gegenmaßnahmen drängen, ist doch unwahrscheinlich, dass die Klimakatastrophe von dieser Seite aufgehalten wird. Denn viele Regierungen, allen voran die USA unter G(lobal) W(arming) Bush, haben den Schuss überhaupt noch nicht gehört und bremsen die nötigen Veränderungen immer wieder aus. Vor allem aber sind alle nach wie vor überzeugte Verfechter der kapitalistischen Marktwirtschaft, die auf ständiges Wachstum und damit entsprechenden Ressourcenverbrauch angewiesen ist. In den Industriestaaten dominieren Branchen wie die Auto- und Flugzeugindustrie oder große Energiekonzerne, die alle von der Nutzung fossiler Brennstoffe leben. Mit diesen mächtigen Interessengruppen müsste man sich anlegen, um wirksamen Klimaschutz betreiben zu können.

Dazu wird es eine globale Bewegung von unten brauchen, die Druck auf die Herrschenden macht und für Alternativen streitet, die allein von den Bedürfnissen der Menschen ausgeht und dem, was die Natur schadlos verkraften kann - unabhängig davon, ob das gut für die Rendite der großen Konzerne ist.

In unserer Arbeitsgruppe wollen wir uns mit den verschiedensten Fragen beschäftigen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel auftauchen wie z.B.

  • Was sind die Ursachen der Klimakatastrophe?
  • Wie geht "die große Politik" mit dem Problem um?
  • Wie ist eine Entwicklung in den armen Ländern möglich, ohne den Klimawandel weiter zu beschleunigen?
  • Wie müsste alternative Energieerzeugung oder Verkehrspolitik aussehen?
  • Brauchen wir eine Veränderung unserer Konsumgewohnheiten?
  • usw., usw. ...

Und natürlich wollen wir uns nicht nur selber schlau(er) machen, sondern unsere Erkenntnisse auch nach außen tragen - mit Veranstaltungen, Aktionen und Mobilisierungen. Wer Lust hat, dabei mitzumachen, ist in unserer Arbeitsgruppe willkommen.

Attac hat die Gründung der Osnabrücker Klimaallianz (o.k.) angestoßen, in der wir mit anderen Gruppen und Einzelmenschen zusammen arbeiten.

Unsere AG und die o.k. treffen sich zur Zeit immer abwechselnd am 2. und 4. Donnerstag im Monat. Die aktuellen Termine von beiden Gruppen findet ihr hier.

Material- und Linksammlung zum Thema "Klimawandel"


Positionspapier der Klimaallianz (bundesweites Bündnis, das von attac kritisch unterstützt wird) hier

Reclaim the climate Abschlusserklärung des Kongresses "McPlanet.com" 2007 hier

Klimakrise - Wie wir sie bekämpfen müssen Positionspapier eines Mitglieds der LINKEN hier

Norden muss Klimaschulden anerkennen Interview mit Martin Khor hier

Weiter auf Atomkraft zu setzen, ist verbrecherisch Interview mit Jürgen Rochlitz (Mitglied der "Kommission für Anlagensicherheit" beim Bundesumweltministerium) hier

Neuigkeiten

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