Oldenburg

Pressemitteilung der Klima-Allianz fĂĽr die Veranstaltung vom 22.11.: Global, aber gerecht

Der Klimawandel hat massive Auswirkungen insbesondere auf die Armen in den so genannten Entwicklungsländern. Unter dem Titel „Klimawandel bekämpfen – Entwicklung ermöglichen“ ist im September 2010 eine neue Studie veröffentlicht worden, die zentrale Erkenntnisse und politische Botschaften für die Klimafolgenkonferenz der Vereinten Nationen in Cancun / Mexiko (29.11.-10.12.2010) zusammenstellt. Die Studie ist erarbeitet vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, vom Institut für Gesellschaftspolitik in München, von MISEREOR und der Münchener Rück Stiftung.

Am Montag, 22.11.2010, 19.30 Uhr stellen zwei Mitverfasser des Reports, Anika Schroeder (Aachen) und Prof. Dr. Michael Reder (München), diese Studie in der Aula des Alten Gymnasiums vor. Aufgezeigt wird, dass der Kampf gegen den Klimawandel und der Kampf gegen globale Armut nur zusammen gewonnen werden können. Die Chilenen Ulli Simon und Cacho Cavour umrahmen mit lateinamerikanischer Musik diese Veranstaltung.

Mit dieser Veranstaltung tritt die Klima-Allianz-Oldenburg an die Öffentlichkeit. In ihr sind bisher zusammengeschlossen: die Lokale Agenda der Stadt Oldenburg, Attac, BUND, COAST als Zusammenschluss der Nachhaltigskeitsforscher aus der Universität, MISEREOR, NABU, das Ökumenische Zentrum und das FORUM St. Peter. Nähere Informationen auch unter www.klima-allianz-oldenburg.de.

 

26. Aug. 2011: „Verdurstet die Welt?“

Mit: Dr. Manfred Konukiewitz, Bonn, Bundesministerium fĂĽr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Tatsachen sind: Mehr als 800 Millionen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser; täglich sterben über 4.000 Kinder an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden.

Im Jahre 2000 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Millenniumsziel, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis zum Jahre 2015 zu halbieren.

Wo stehen wir heute? Was muss getan werden, um mehr Menschen einen Zugang zu Wasser zu ermöglichen?

Freitag, 26. August 2011, Kulturzentrum PFL, Peterstr., Oldenburg

GrĂĽndung der Klimaallianz Oldenburg

Klimawandel und globale Gerechtigkeit - angesichts dieser vielleicht größten Herausforderungen der Menschheit für das 21. Jahrhundert haben sich mehrere Institutionen und Gruppierungen in Oldenburg zu einem neuen Bündnis zusammengeschlossen: der Oldenburger Klima-Allianz. Das neue Bündnis tritt an die Öffentlichkeit im Rahmen der Klimafolgen-Konferenz im Cancun/Mexiko, die vom 29.11. bis 10.12.2010 stattfinden wird.

Gemeinsam wollen sich ihre Mitglieder dafür einsetzen, dass politische Rahmenbedingungen geschaffen und Verhaltensänderungen in der Bevölkerung herbei geführt werden, die eine deutliche und nachhaltige Senkung der Treibhausgase bewirken. Dabei treffen die Risiken des Klimawandels weltweit mit ebenfalls grundlegenden demografischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen zusammen. Die Klima-Allianz will die sich daraus ergebenden Risiken, Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit ihren Wechselwirkungen betrachten. Sie will darauf aufmerksam machen, dass der Kampf gegen Klimawandel und der Kampf gegen globale Armut nur zusammen gewonnen werden können.

„Es gibt ja in Oldenburg eine ganze Reihe verschiedener Institutionen, Einrichtungen und Gruppierungen, die sich für den Natur-, Klima- und Umweltschutz, für Soziale Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung oder Eine-Welt-Themen einsetzen – zum Teil schon seit Jahren und mit gutem Erfolg, auf unterschiedlichen Ebenen, ob professionell oder mit Ehrenamtlichen, in der Forschung oder praxisbezogen mit konkreter Projektarbeit wie der Verschenkmarkt“, erklären die Initiatoren der Allianz.

Doch gibt es zuweilen Doppelarbeit, und manchmal ist auch Sand im Getriebe, und Konkurrenzdenken oder Eigeninteressen blockieren das gemeinsame Fortkommen. Die Initiatoren sind zuversichtlich: „Das wollen wir ändern. Gemeinsam kann man mehr erreichen“. Dies gilt auch für die Umsetzung der Millenniumsziele, zu denen sich die Stadt Oldenburg mit der Unterzeichnung der Millenniumserklärung der Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetags im Mai 2008 bekannt hat.

Die neugegründete Allianz möchte auf unbürokratische Weise die Kräfte bündeln, die Akteure miteinander vernetzen sowie vorhandene Potenziale an Kreativität, Kompetenz und Solidarität zielgerichtet für die Entwicklung erfolgreicher Strategien und Maßnahmen einsetzen. Bevölkerung und Entscheidungsträger sollen informiert und für diese wichtigen Themen sensibilisiert werden - vor dem Hintergrund einer zukunftsgerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung, die in gleicher Weise ökonomische, ökologische, soziale, ethische und globale Dimensionen im Blick hat.

Der Oldenburger Klima-Allianz gehören zurzeit folgende Mitglieder an: Agenda 21, attac, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (COAST), Forum St. Peter, Misereor, Naturschutzbund (NABU) und Ökumenisches Zentrum Oldenburg (ÖZO). Neuaufnahmen sind willkommen und jederzeit möglich.

Zum Auftakt hat die Klima-Allianz drei Veranstaltungen organisiert, die in diesem Winter, also etwa zeitgleich zur UN-Klimakonferenz in Cancun (Mexiko) stattfinden werden (siehe Abschnitt Programm).

 

Programm der Klimaallianz

Klicken Sie auf die Bilder, um das Flugblatt der Klimaallianz als PDF herunterzuladen.

„Global aber gerecht: Klimawandel bekämpfen – Entwicklung ermöglichen“

Vorstellung der Studie

Montag, 22.11.2010, 19.30 Uhr, Aula des Alten Gymnasiums, Theaterwall 11

Mit Anika Schroeder (Misereor, Aachen) und Dr. Michael Reder (Institut fĂĽr Gesellschaftspolitik, MĂĽnchen)

Häufigere Überschwemmungen, Dürreperioden, Umweltkatastrophen: es wird immer deutlicher, wie das Verhalten der Menschen unseren Planeten verändert - zu Lasten eines Großteils der Menschheit. Der am 16.9.2010 in Berlin veröffentlichte Report sucht nach Auswegen, wie Klimaschutz und Armutsbekämpfung wirksam, effizient und gerecht miteinander verbunden werden können – gerade in den Industrieländern.

Offene Veranstaltung mit Info-Ständen der Oldenburger Klima-Allianz in der bau_werk-Halle am Pferdemarkt (ehem. Mohrmannhalle), in den Tagen der UN-Klimakonferenz in Cancun/Mexiko; außerdem währenddessen

  •  â€žKlimawandel und Gerechtigkeit“

Begegnung mit Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga (Erzbischof von Tegucigalpa, Honduras, Präsident von Caritas Internationalis Rom)

Samstag, 4.12.2010, 10.15 – 11.45 Uhr, in der bau_werk-Halle am Pferdemarkt (ehem. Mohrmannhalle)

Die Frage, welche Erde wir den kommenden Generationen hinterlassen, ist zugleich eine Frage der Gerechtigkeit. Deshalb sprechen wir an: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel in den Südkontinenten, vor allem in Zentralamerika? Auf welche Weise versuchen die Menschen dort, ihr Leben an die durch den Klimawandel veränderten Bedingungen anzupassen? Welche Herausforderung stellt der Klimawandel für die Gesellschaft und die Kirchen dar?

  • „Bio-Landbau oder Energiepflanzen?“ Zur Konkurrenz um Flächen im Klimaschutz

Samstag, 4.12.2010, 12 – 13.30 Uhr, bau_werk-Halle am Pferdemarkt

Mit Ro Alognon (Togo) und Harald Gabriel (Bioland Niedersachsen)

„Auf dass die Inseln untergehen…“ (Über)Leben nach der UN-Klimakonferenz in Mexiko

Dienstag, 8.2.2011, 19.30 Uhr, Veranstaltungssaal des PFL, Peterstr.3

Mit Professor Dr. Ottmar Edenhofer, Vorsitzender im Weltklimarat (IPCC), Chefökonom und stellv. Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Die internationale Klimaschutzpolitik steckt in der Sackgasse. Dies trifft vor allem die Ärmsten der Armen. Um neue Dynamik in die Verhandlungen zu bringen, müssen Klimaschutz und Armutsbekämpfung wirksam, effizient und gerecht miteinander verbunden werden. Für notwendige Veränderungen im Rahmen einer Begrenzung des Klimawandels ist die Weltgesellschaft als ganze gefordert, besonders die Industrieländer.

 

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