Offenburg

Konsumkritische Stadtführung

Seit 2008 bieten wir Interessierten, wie z.B. Schulklassen, Jugendgruppen, Vereinen eine Führung in Offenburg an, um über die globalen Auswirkungen unseres lokalen Konsumes zu informieren. Wir wollen damit Antworten oder zumindest Diskussionsansätze zu folgenden Fragen liefern:

  • Warum ist ein frischer Apfel aus der Ortenau besser als einer Bio-Apfel aus Neuseeland?
  • Warum unterstütze ich schlechte Arbeitsbedingungen in China, wenn ich im Discounter ein T-Shirt kaufe?
  • Wieso sterben durch den Kauf eines Handys Gorillas in Afrika?
  • Wie kann ich mit geringem CO2-Ausstoß verreisen?
  • Kann ich überhaupt ökologisch verträglich leben?

An verschiedenen Stationen in der Offenburger Innenstadt wird dargestellt, wie sich unser Einkaufsgebahren in Form der ungerechten und sicherheitswidrigen Produktionsbedingungen in den Billiglohnländern aber auch auf unsere Landwirtschaftsbetriebe und Farbiken auswirkt. Es wird aufgezeigt, was "geiler Geiz" und "Discount bis zum billigsten Ende" bringt.

Gleichzeitig werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Hersteller, Lieferanten und Händler zu sozialgerechter Entlohnung und umweltfreundlicher Produktion bewegt werden können. Es wird aufgerufen zu mehr Demokratie von unten, d.h. aktive Beteiligung der Bürger an kommunalen politischen Veranstaltungen, Demonstrationen, Internetaktionen und anderen modernen, gewaltlosen Aktionsformen.

Mögliche Stationen:

  • Bekleidung: Produktionsbedingungen, Gewinnverteilung
  • Energieversorgung: umweltfreundliche Stromerzeugung, kein Greenwashing von Atom- oder Kohlestrom
  • Reisen: Umweltauswirkungen, Kostenbeteiligung
  • Nahrung: Giftstoffe für Arbeiter und Konsumenten, Gewinnverteilung, Umweltauswirkungen anhand der Beispiele Café, Schokolade, Obst
  • Computer und Mobiltelefone: Produktionsbedingungen, Umweltauswirkungen
    weitere Infos im Wasser&Erde-Wiki unter Mobiltelefone und Computer Desktop

Beispielhaft wollen wir die Zusammenhänge der Globalisierung anhand anschaulicher Informationen vermitteln. Dabei geht es nicht um den Boykott einzelner Firmen oder Handelsketten, sondern um Wissensvermittlung und Möglichkeiten zum Handeln.

Im Plenum am 20.09.07 wurde für dieses Projekt eine Arbeitsgruppe gegründet. Die Mitarbeit in dieser AG kann ein guter Einstieg in eines der oben genannten Themen sein, um sich mit der Globalisierung auseinanderzusetzen. Zusätzlich erhält man auch einen guten Einblick in die anderen Themen. Wir würden uns über MitstreiterInnen sehr freuen.

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