Mainz

Brandmauer gegen TTIP und Freihandelswahn wurde gebaut

Infostand
Infostand
Brandmauer
Brandmauer

Heute (08.03.2014) haben wir eine Brandmauer gegen TTIP und Freihandelswahn auf dem Gutenbergplatz gestellt, die die Aufmerksamkeit der Vorbeigehenden wecken sollte. Dies war uns auch sehr gut gelungen: wir hatten viele Interessierte am Stand und ebenso viele interessante Gespräche rund um #TTIP und Freihandel.

Unser Fazit: es gibt einige gut Informierte und viele, denen Stichworte wie Chlorhühnchen und Monsanto bekannt waren. Jedoch hatte sich kaum jemand bislang Gedanken über die Auswirkungen eines "living Agreements" gemacht, welches von einem nicht gewählten Regulierungsrat überwacht werden soll. Auch glaubt kaum jemand an lokale Auswirkungen eines Freihandelsabkommens. 

So kann der heutige Tag als gelungener Auftakt, aber vor allem als Auftrag zu weiteren Aktionen gegen den Freihandelswahn TTIP gesehen werden.

 

 

 

aktion Gutenbergplatz 8. März ab 10:00

attac baut Brandmauer gegen TTIP und Freihandelswahn

zur 4. Runde der TTIP Verhandlungen wird gegen den Wahn mit einem Infostand Stellung bezogen ... mehr

Einsicht in die Shoppingmonster Verhandlungen

Der Arbeitskreis Globalisierung und Kommunalpolitik von Attac Mainz hat nun die Gesprächsprotokolle, sowie weitere, bisher geheim gehaltenen Inhalte zu den Verhandlungen zwischen der Stadtverwaltung und dem ECE Konzern veröffentlicht. Die Herausgabe dieser Unterlagen durch die Stadtverwaltung hat attac Mainz mittels eines Antrags nach dem Informationsfreiheitsgesetz erstritten. ... mehr

(die Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Akten)

Befreiung vom Überfluss: Es geht auch ohne Wirtschaftswachstum!

Studium generale: Mainzer Universitätsgespräche

"Die erschöpfte Gesellschaft"

Prof. Dr. Niko Paech  (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Mittwoch, 5. Februar 2014, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nach­haltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen ("Peak Everything"), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog. "Glücksforschung" den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reakti­vierter Subsistenzressourcen (z. B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.  

apl. Prof. Dr. Niko Paech ist Wirtschaftswissenschaftler und vertritt den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt u. a. in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Momentan ist er Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), gehört unter anderem dem Post Fossil Institut (PFI), dem Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS), dem Kompetenzzentrum Bauen und Energie (KoBE) an und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Oldenburger Energiegenossenschaft (OLEGENO).

weitere info:http://www.studgen.uni-mainz.de

Attac-Regionaltages in Rheinland-Pfalz

kennen lernen … vor Ort voran bringen … vernetzen… Aktionen planen … Gruppe gründen …

Regionaltag Rheinland-Pfalz
Sonntag, 23. Februar 2014
Edith-Stein-Haus, Kaiserslautern

Der Regionaltag ist ein Angebot für alle Attacies und alle Interessierten, die es vielleicht werden wollen! Ob aktiv oder nicht, ob neugierig oder erfahren – Du solltest die Chance nutzen, um mehr zu erfahren von Attac, von den Gruppen in Deiner weiteren Umgebung und den Themen, an denen  wir alle hier in Rheinland-Pfalz arbeiten. Vorhandene Kontakte werden ein Gesicht bekommen und  es wird viele Gelegenheiten zu interessanten Gesprächen geben. In jedem Falle bist Du herzlichste ingeladen, am 23. Februar 2014 nach Kaiserslautern zum Attac Regionaltag Rheinland-Pfalz zu  kommen! Neueinsteiger, Aktive und Ehemalige: Auf nach Kaiserslautern!Natürlich kommen auch Inhalte nicht zu kurz. In einem Einstiegsreferat wird es um die Kritik von  Attac am geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) gehen.

Anschließend stehen mit der Eurokrise, der Flüchtlingspolitik und dem Lobbyismus weitere globaleThemen im Raum, die aber auch ganz konkrete Auswirkungen vor unserer Haustür haben und hier  können wir ansetzen, ihre oftmals inhumanen und demokratieschädlichen Aspekte zu bekämpfen. Um das Handwerkszeug für diese politische Arbeit geht es im letzten Teil, in dem Neugierige Attac besser kennenlernen und alte Häsinnen und Hasen jede Menge Tipps und Tricks für die weitere Arbeit in den Regionalgruppen mitnehmen können.


Weitere Informationen .... hier

um Anmeldung bis zum 16.02.2014 via eMail oder Anruf (069 900 218 - 10) wird gebeten.

attac Mainz

  • ist seit Ende 2001 eine von fast 200 attac-Regionalgruppen in Deutschland
  • versteht sich als Teil dieser internationalen Bewegung und unterstützt durch Information und durch aktive Teilnahme an internationalen und nationalen Aktionen die Forderungen von attac
  • wendet sich gegen den Verkauf öffentlichen Eigentums und
  • setzt sich ein für den Erhalt öffentlicher Daseinsvorsorge, z.B. des Gesundheits- und Bildungssystems sowie des Öffentlichen Personennahverkehrs und der Wasserversorgung auch in Mainz.

In Mainz sollen die Zusammenhänge zwischen dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger der Stadt und dem weltweiten Globalisierungsprozess mit Hilfe vielfältiger und kreativer Aktionsformen dargestellt und bewusst gemacht werden. Dabei spielt vor allem die Politik der WTO, des IWF und der Weltbank eine wichtige Rolle, wie sie über die EU und die deutsche Regierung ihre neoliberale Denkstrukturen und Vorgaben in die Gemeinwesen hinein tragen und damit das Leben der Bürgerinnen und Bürger bis ins Detail bestimmen.

 

WTO = World Trade Organisation (Welthandelsorganisation)

GATS = General Agreement on Trade in Services (Allgemeines Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen)

IWF = Internationaler Währungsfonds

 

Der Fairführer - ein globalisierungskritisches Branchenbuch für Mainz

Unsere Arbeitsgemeinschaft Globalisierung und Ökologie hat zusammen mit der Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung, Evangelisches Dekanat Mainz und mit Transistion Town Mainz einen globalisierungskritischen Einkaufsführer erstellt:


Der Fairführer - eine Einladung zum Guten Leben

Ziele von attac

So setzt sich attac beispielsweise ein: 

  • für zivile und friedliche Konfliktlösungen, gegen eine Militarisierung der Außenpolitik
  • für die Einführung einer Devisenumsatzsteuer (Tobinsteuer) und deren Verwendung für internationale Umwelt- und Entwicklungsaufgaben
  • für die Lösung der Schuldenkrise der Entwicklungsländer und die Beendigung der neoliberalen Strukturanpassung
  • für eine Welthandelsordnung, die den Interessen der Entwicklungsländer, sozial Benachteiligten und der Umwelt Vorrang einräumt
  • für eine solidarische Bürgerversicherung, für Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen
  • für die Beseitigung von Steueroasen.

Die WTO fordert im Rahmen des GATS die radikale Privatisierung aller öffentlichen Dienstleistungen. Dieser Prozess muss gestoppt werden. Das Wissen um den engen Zusammenhang zwischen den politischen Entscheidungen auf globaler Ebene und den sich permanent verschlechternden Lebensbedingungen für die breite Masse der Bevölkerung bildet die Voraussetzung dafür, dass sich die Menschen wirksam gegen die neoliberale Globalisierung mit ihren verheerenden Folgen zur Wehr setzen können.

Wer ist attac?

Weltweit haben sich in ca. 50 Ländern mehr als 90.000 Menschen unter dem Dach von attac zusammengefunden. Sie alle eint das Wissen darum, dass der neoliberale Glo­bali­sierungs­prozess - einseitig von mächtigen Wirtschafts­interessen dominiert - in den meis­ten Ländern der Welt zu immer mehr sozialer Ungerechtig­keit, Aushöhlung demokratischer Strukturen so­wie zu einer Zer­störung der öko­logischen Le­bensgrundlagen führt, und dass eine inter­natio­nal handelnde gesellschaftliche Bewegung not­wendig ist, um diesen Prozess aufzuhalten und umzukehren. In Deutschland umfasst attac ein breites ge­sellschaftliches Bündnis, das von Ver.di über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalis­muskritischen Gruppen reicht.

Neuigkeiten

17.04. Attac warnt vor rechten Montagsdemonstrationen

Neurechte Bewegung orientiert sich an NSDAP-Forderungen

mehr
12.04. Steuervermeider Ikea: Trickst Du noch oder zahlst Du schon?
mehr
04.04. Blockupy besteht auf öffentlichem Streitgespräch mit Polizei
mehr

.