Bisherige Veranstaltungen und Aktionen

 

Auf dieser Seite bekommt ihr einen kleinen Eindruck von den öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen, die attac-Landsberg in den letzten beiden Jahren durchgeführt hat. 

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Andere Kleidung ist möglich – Aktion von attac Landsberg in der Fußgängerzone Landsberg am Samstag, 1.10.16

LANDSBERG (tw): Sie blieben stehen, all die Leute, die zum Einkaufen eilten, als sie Luzia, Tamara, Vernanda, Lavinia und Aranza, die jugendlichen Models, begleitet von Jochen, dem einzigen männlichen Model, die Second-Hand-Kleidung zur Modenschau tragen sahen. Gemäß dem attac-Motto „Eine andere Welt ist nötig“ ging es hier um „Andere Kleidung ist nötig“. Die attac-Landkreisgruppe Landsberg hatte für Samstag, 1.10.16 zur Kleideraktion aufgerufen.

Das Hauptaugenmerk lag auf Fairer und Bio-Mode. Der attac-Landkreisgruppe ist Fair und Öko ein Anliegen. Thea Wolf machte in ihrer Moderation auf die Bedingungen in der Textilindustrie weltweit aufmerksam: Niedrige Löhne, Verhinderung von Gewerkschaftsarbeit, Überstundenzwang, mangelhafter Brand- und Gebäudeschutz. Sie erinnerte an den Einsturz der Nähfabrik Rana Plaza im Jahr 2013 nahe Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Über 1100 Menschen starben damals in den Trümmern, ca. 2500 wurden zum Teil schwer verletzt. Dabei haben die ArbeiterInnen auf die immer größer werdenden Risse in dem Gebäude aufmerksam gemacht. Doch sie wurden hineingezwungen. Durch solche Bedingungen ist praktisch die billige Produktion von Textilien gewährleistet.

Fairer Handel schafft menschenwürdige Bedingungen, auch in der Modebranche, angefangen vom Baumwollanbau bis zur Fertigung. Mehrere Siegel und Labels sorgen für Transparenz, z.B. Fair Wear Foundation, GOTS, IVN, Fairtrade Cotton. Manche legen mehr Wert auf die sozialen Bedingungen, andere mehr auf die Umwelt.

Auch im Landkreis ist Biomode zu erwerben. Silvia Wodtke stellte einige ihrer Biosachen aus. In einer Liste sind sowohl Internetadressen aufgeführt wie auch Geschäfte vor Ort. Sie wurde rege mitgenommen.

Umrahmt wurde die Aktion von einer Gesangsgruppe um Jasmin und Wolfgang Limpächer. Der Weltladen verteilte Süßigkeiten aus Fairem Handel.

Fair Trade - September 2015

"Faire Kleidung ist möglich"

Infostand in der Fußgängerzone (vor der Hypobank)

Am: 26.09.2015 von 10:30 bis 13:00 Uhr mit Musik, Modenschau, Trailer zum Thema, Kulinarisches zum Probieren.

Was steckt hinter den billigen Preisen unserer Kleidung?

Wer zahlt den Preis?

Was ist fairer Handel und wie funktioniert er?

Wie hängen Produktionsbedingungen, Handel und Verantwortung für unsere Umwelt zusammen?

Was hat unsere Kleidung mit dem Lebensrecht und der Würde von Menschen in aller Welt und mit der Zukunft für unsere Kinder zu tun?

 

2015 - Film "Wer rettet wen" -Ursachen und Folgen der Finanzkrise

Einladung zum Film "Wer rettet wen"


  • Samstag, 04.07.2015
  • Infostand in der Innenstadt von Landsberg

 

Fehlspekulationen von Banken und Finanzinvestoren lösten 2008 die internationale Finanzkrise aus. Auch die europäischen Staaten entschieden sich, die Banken und Finanzinstitute zu retten - und damit die Profite von Aktionären und Spekulanten - auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger Europas. 

 

Auch Griechenland rettete seine Banken und war nach Irland am stärksten davon betroffen. 2010 war das Land selbst pleite. Erneut wurden mit öffentlichen Geldern private Banken gerettet. Jetzt, im Jahr 2015 werden die verheerenden Folgen für die griechische Bevölkerung und für das Zusammenleben von uns allen in Europa überdeutlich sichtbar.

 

 

Was tun die politisch Verantwortlichen, warum und im Interesse von wem?

Welche Macht üben die Finanzmärkte auf das alltägliche Leben aller Menschen in Europa und der Welt aus?

Welche Folgen hatten und haben ihre Finanzgeschäfte für uns?

Die Krise von 2008 wirkt bis heute fort und droht immer mehr Menschen und Staaten in Konflikte und Verarmung zu stürzen.

Über diese Fragen wollten wir mit unserem Informand informieren und diskutieren. Und wir wollten einladen zum Film "Wer retten wen" am 09.07.2015 im Stadttheater. Ca. 80 Personen kamen zum Film.

 

 

2014 - Aktion "Faire Kleidung"

Woher kommt unsere Kleidung?

 

  • Samstag, 27.September 2014
  • Info-Stand in der Fußgängerzone Landsberg

 

Ziel dieser Aktion war, zu informieren und Bewusstsein zu schaffen, was hinter den billigen Preisen unserer Kleidung steckt:

 

  • Kinderarbeit
  • Hungerlöhne, vor allem für Frauen in armen Ländern
  • gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen
  • hoher Energieverbrauch durch lange Wege
  • Umweltzerstörung 

 

 

Für einen bewussten Kauf und Umgang mit Kleidung wurden sozialkritische Lieder gesungen und Bio-Kleidung vorgestellt. Schülerinnen der Freien Waldorfschule präsentierten eine Modenschau mit Second-hand-Kleidung.

Dazu wurde der Kurzfilm „Wo kommen all die bunten Kleider her?“ gezeigt und Handzettel verteilt.

 

 

 

 

2015 - Aktion "Umfairteilen" in Landsberg

Vielen Dank liebe Landsberger Bürger für die vielen guten und bereichernden Diskussionen!

Vielen Dank liebe Attacies für euer Engagement!


Über die Kontaktseite könnt Ihr uns jederzeit eure Ideen, neue Lösungsansätze 

oder auch eure Kritik mitteilen. Attac-Landsberg freut sich auf eure Mitarbeit!

 

 

 

Attac Landsberg singt für die Umfairteilung

Unser Aktionstag am 13.04.2013

Super-Vermögen sollen endlich zum Ganzen beitragen

Beim Aktionstag von Attac Landsberg bekam man vom "großen Kuchen" ab 

•    Samstag, den 13. April 2013, 10:30 bis 12 Uhr
•    Info-Stand in der Fußgängerzone in Landsberg

Es geht Attac schon immer um Verteilungsungerechtigkeit bei den Geld- und Sachvermögen. Im Rahmen des bundesweiten, dezentral organisierten Aktionstages (an 120 Orten) hat nun auch die Gruppe der Aktivisten vor Ort durch satirische Liedeinlagen und eine witzig-symbolische Aktion (mit selbstgebackenem Kuchen) die Passanten für gesellschaftlich vertretbare Lösungsvorschläge interessieren können. Solche hat die globalisierungskritische soziale Bewegung  Attac entwickelt und vertritt sie im breiten Aktionsbündnis "Umfairteilung". Im Mittelpunkt eines umfassenden Maßnahmenbündels steht eine einmalige, europaweit koordinierte Vermögensabgabe.

Am Info-Stand wurden einschlägige Bücher und Broschüren angeboten und man konnte sich in Unterschriftslisten eintragen, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ein großes, sich selbst erklärendes Grafik-Plakat verdeutlichte, den Übelstand, dass die untere Hälfte unserer Bevölkerung nur über 1,4 % des "Vermögenskuchens" verfügt. Über zwei Drittel der gesamten Vermögensmasse,  das sind sechs Billionen Euro, verfügt hingegen allein das oberste Zehntel der Supervermögenden. In den lebhaften Diskussionen am Bistrotisch betonten die Landsberger Attac-Mitglieder den Passanten gegenüber, wie ungerecht und sozial abträglich diese Situation sei. Geld, das allein durch spekulative Finanzaktionen entstanden ist ("Haben Sie schon einmal Geld arbeiten sehen?"), müsste zurückfließen in die Strukturen, deren sich die Supervermögenden bedient haben, um überhaupt so unermesslich reich zu werden. Inzwischen schaffe dieser ungebundene Reichtum Probleme auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Die Allgemeinheit bräuchte dringend den Rückfluss für bessere Bildung, für soziale Dienste bei Kranken und Alten und für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Infrastrukturen von  Kommunen und Ländern. 

"Natürlich erhält unsere Gruppe", so Volker Gold aus dem Koordinationskreis, "Auftrieb durch die momentane Aufregung über Offshore-Briefkastenfirmen, von deren Besitzern einer sogar in Landsberg ansässig ist." Ihn wundert, wie die Bevölkerung ruhig bleiben kann, wenn unvorstellbar große Summen zweifelhaft erarbeiteten Geldes am Staat und somit am Steuerbürger vorbei verschoben werden. Der Attac-Mann zitiert hohe katholische Geistliche wie den Erzbischof Zollitsch oder den Berliner Kardinal Woelki, die inzwischen fordern, "dass die Kluft zwischen der Masse der Armen und der sehr kleinen Gruppe der Superreichen vermindert werden muss." Der Forderungskatalog schließt auch die Erbschaftssteuer, ein zügiges Schließen der Steuerlöcher und eine bessere personelle Ausstattung der Steuerfahndung ein - alles mindestens auf europäischem Niveau und im Zusammenhang mit nachhaltigen Transparenz-Verhandlungen der Einzelstaaten mit der OECD.

Für Rückfragen und Bildmaterial: 
•    Volker Gold, Klösterl 67, 86899 Landsberg, Tel. 08191 / 21687, Mobil 0151 22886102
Volker.Gold@t-online.de
    
Infos im Internet: 
http://www.attac.de/was-ist-attac/ oder www.attac.de/landsberg
http://umfairteilen.de/start/home/alle-termine/ (Karte der Aktions-Orte und der beteiligten Organisationen


Liedtexte der Attac-Gruppe Landsberg zum
Aktionstag "Umfairteilen" am 13. 04. 2013
(diese Texte können gerne zitiert werden!)

Wachet auf
Wachet auf! Wachet auf!
Es ist höchste Zeit;
Erhebt euch und kämpft für Gerechtigkeit!


Backe backe Kuchen
Backe backe Kuchen
Der Banker hat gerufen
Wer will guten Reibach machen
Der muss haben sieben Sachen:
Zinsen und Geiz
s’Kont‘ in der Schweiz
Boni wohlfeil
Mammon macht den Banker geil.
Schieb, ins Depot hinein.


Ade zur guten Nacht
Ade zur guten Nacht, jetzt wird Bilanz gemacht, dass ich muss weinen.
|: Den Reichen wächst das Moos, die Armen sind es los, das ist uns zuwider. :|

Gar Traurig ist diese Sach', dass ich viel tausendfach werd' übergangen.
|: Das hat diese Bank gemacht, die mich ums Geld gebracht, ganz unbefangen. :|

Die Mächte in dieser Welt sind falscher als das Geld, mit ihren Listen.
|: Ade zur guten Nacht! Jetzt wird es anders gemacht: mit Umverteilen! :|

 

Plakat_Kreisdiagramm.pdf

Attac_Landsberg_ist_mitten_in_der_Gesellschaft_angekommen.pdf

 

 

 

Attac Landsberg fordert verantwortliche Zukunftsplanung

Attac Landsberg fordert verantwortliche Zukunftsplanung 
Die hiesigen Globalisierungskritiker verweisen auf Schwachstellen in Krisenzeiten


Kurz und bündig überschrieb der Sozialwissenschaftler und Energieberater Hans Degenhart (67) sein Referat beim letzten Plenum von Attac Landsberg am 21. März im Mehrgenerationenhaus der AWO in Landsberg: "Risiko und Resilienz". Am Ende wussten die Zuhörer, was sich hinter den beiden Fremdwörtern verbirgt.

Versiegende Primärenergien und versagende Wachstumsökonomie 

Wie wird unser gesellschaftliches System Schläge wie Konsumrückgang und Wachstumsschwund einstecken? Wie werden wir unsere westlich zivilisierte Identität dennoch aufrecht erhalten können? Welche anderen Prinzipien werden für die Menschen Europas in einer nahen Zukunft Bedeutung haben?

Zu diesen Fragen hat der Referent aus Waal ein hochkonzentriertes Referat abgeliefert, das den Zuhörern einiges abverlangte, aber auch zu fruchtbarer Auseinandersetzung in der anschließenden Diskussion führte. Ein wenig im Stil des Kultur-Philosophen Sloterdijk, sehr belesen und mit einigen süffisanten Formulierungen nahm er seine Zuhörer mit in sein reich ausgestattetes Modell einer kritischen Analyse unserer Gesellschaft. Danach ist jeder aufgerufen, vorab zu klären, was ihm näher steht, "Verantwortungsübernahme als Erwachsener oder infantil bleiben", sich dem allgemeinen Gerede anzuschließen oder das Gespräch zu suchen. Auf jeden Fall sei "business as usual" (bei einer Pflicht zu Konsum und Wachstum) nicht mehr angezeigt. Auch die neuerdings propagierte Kompromissformel vom "grünen Wachstum" sei illusorisch, so der Referent. Vielmehr frage er sich und seine Zuhörer, wie die im gegebenen ökologisch-ökonomischen System vorprogrammierten Zusammenbrüche aufgefangen werden können.

Unterlassen Lokalpolitiker das für die Zukunft Notwendige?

In der Diskussion wurde an zwei landes- und lokalpolitischen Beispielen klar, wie selbstvergessen in der Bürgerschaft mit den drohenden Entwicklungen umgegangen wird. So halten sich hartnäckig Pläne, die immer mehr nachgesuchten Innenstädte nur noch dichter und individuell parzelliert zu-zubauen und "Grünland" in die Peripherie zu verweisen. In der Diskussion wurde nach der Zukunft der ehemaligen Stadtgärtnerei oder den Schrebergärten im Spöttinger Feld gefragt. Nötig wären stattdessen auf kurzen Wegen erreichbare Gemeinschaftsgärten, die der Nah- und Selbstversorgung und auch dem lebendigen, kulturellen Austausch dienen könnten. Ein weiteres Beispiel ist die Versigelung der Böden für ausgelagerte Supermärkte oder den Verkehr, dem einmal unerschwing-lich werden oder dem der Sprit ausgehen wird. Warum sorgt man bei Ausschreibungen nicht jetzt schon dafür, dass Beton- und Bitumenflächen leichter re-naturiert werden können? An solchen Fra-gen wird klar, dass noch viel zu wenig vorausgesehen und Vorsorge getroffen wird für Problemsi-tuationen, die dem Referenten zufolge nach dem künstlich hochgetrimmten Wirtschaftswachstum unweigerlich auf uns zukommen werden. Auch im neuen Landesentwicklungsprogramm würde nicht so weit vorausgeblickt; dort dienen "Grünzüge" nur der Verbesserung des Bioklimas oder zur Erholung, andere Maßnahmen sind dort unzulässig. Entsprechend chaotisch wird es dann bei Nah-rungsmittel- und Energieknappheit übergangsweise auch in unserem Land zugehen - musste der Referent auf Nachfrage zugeben. 

Genügsamkeit und ortsnahe Grundversorgung als Lebensstil

Um die Phantasie zu beflügeln, nannte Degenhart eine ganze Reihe von teilweise schon erprobten Projekten, die ahnen lassen, wie eine weniger riskante Ökonomie beschaffen sein könnte, "die lokal noch funktionieren kann, wenn die hochkomplexe, fossil abhängige Globalisierung einbricht." Die "Transition-Town Bewegung" oder "Dorf im Wandel" stellen sich derzeit schon darauf ein. Das läuft auf eher handwerklich ausgerichtete Produktionsweisen und naturnahen Landbau hinaus, hieße aber darum noch lange nicht, dass wir uns alle wieder in der Steinzeit begegnen würden. Im Gegen-teil, so Niko Paech, auf dessen Buch "Befreiung vom Überfluss" an diesem Abend öfters hingewie-sen wurde: Es gibt keine per se nachhaltigen Produkte und Technologien, sondern nur nachhaltige Lebensstile. Deren gemeinsames Ziel, das kostbare Glück des Augenblicks, steigt in dem Maße, wie wir uns den Luxus gönnen, Aufmerksamkeit lange genug nur auf eine Sache gleichzeitig zu lenken. Die Auswahl unter vielen Konsumgütern, die kurze Verweildauer bei etwas Erworbenem, so lehre die Erfahrung, trage nichts zur Glückssteigerung bei. Aber darum ginge es doch den meisten. 

Ein Abend mit wichtigen Einsichten für die aufgeweckten Zuhörer aus Stadt und Landkreis Landsberg und aus der Nachbarstadt Buchloe.

 

Hier finden Sie den kompletten Vortrag zum Nachlesen:

Risiko_und_Resilienz_oder_poetry_slam_fuer_Finanzkritiker.pdf

 

 

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