
Aktionen zur Kampagne für ein Sozialticket

Sozialticket-Initiative brachte "Saure Gurke" ins Rathaus
15.12.2009
Die Initiative für ein Sozialticket in Kassel und Umgebung hat am Dienstag die "Saure Gurke" ins Rathaus gebracht. Der Negativpreis ging an Sozialdezernent Jürgen Barthel (SPD). Außerdem wurden "Urkunden" jeweils an Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) sowie an die sozialpolitischen Sprecher von SPD und Grünen im Rathaus, Günther Schnell und Anja Lipschik, übergeben. Damit kritisiert die Initiative die Ablehnung der Einführung eines Sozialtickets und Sozial-Passes durch die Stadtverordnetenversammlung.
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Presse-Erklärung der Initiative zur Aktion (8.12.2009)
Demonstratives 'Schwarzfahren'
für das Sozialticket
am 16. Juni 2009
Statt endlich ein Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen anzubieten, übt sich die KVG in Kriminalisierung von Schwarzfahrern durch Razzien speziell in benachteiligten Stadtteilen.
Um ihrer Forderung nach probeweiser Einführung eines Sozialtickets Nachdruck zu verleihen, hat sich die Initiative für ein Sozialticket in Kassel und Umgebung eine pikante Aktion einfallen lassen:
Am 16. Juni von 10-12 Uhr wollen zahlreiche Mitglieder der Initiative als Gruppe mit der Strassenbahn fahren – und zwar demonstrativ ohne Fahrschein, aber mit Flugblättern und Plakaten gerüstet.
Sie wollen mit dieser besonderen Aktion darauf hinweisen, dass viele Menschen in der Region sich den Transport mit Bus und Tram nicht mehr leisten können und ein preisgünstiges Sozialticket jetzt nötig ist.
Eröffnet wird mit einer Kundgebung auf dem Opernplatz, wo auch der 'SchwarzfahrerInnen-Chor' auftritt.
„Es kommt nicht selten aus Geldnot zum sogenannten 'Schwarzfahren' mit vielen negativen Folgen“ sagte Petra Aulepp, Sprecherin der Initiative, „auch deshalb braucht Kassel das Sozialticket unbedingt jetzt!“
Kürzlich haben alle Stadtverordneten und der Magistrat der Stadt Post von der Initiative erhalten. In den Briefen wird ganz konkret die probeweise Einführung eines Sozialtickets im Jahr 2010 zum monatlichen Preis von 15 Euro für das Tarifgebiet Kassel Plus gefordert. Die Verantwortlichen werden um Unterstützung des Projekts gebeten und um entsprechende Bereitstellung von 700.000 Euro Zuschussbedarf im Kasseler Haushalt.
„Reaktionen waren bisher verhalten, doch wir kämpfen für das Sozialticket,“ erklärte Frau Aulepp, „es gibt schon zahlreiche Briefe an die Verantwortlichen von BürgerInnen, die unsere Forderung unterstützen“.
Daneben hat die Initiative bereits über 8.000 Unterschriften gesammelt. 57 Gruppen und namhafte Organisationen konnten als Unterstützer gewonnen werden.
Die Sozialticket-Initiative erhält sogar Rückhalt von der EU. Die Initiative meint, dass sie ganz im Sinne des Europaparlaments und der EU-Kommission handelt. Denn die EU hat offiziell beschlossen, 2010 zum 'Europäischen Jahr der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung' zu machen. Ein Sozialticket in Kassel wäre ein hervorragender Beitrag hierzu, meinen die InitiatorInnen. Sie hoffen sehr, dass Kassel sich dem nicht verweigert.
Aktion am Tag der Erde 2009
Statt endlich ein Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen anzubieten, übt sich die KVG in Kriminalisierung von Schwarzfahrern durch Razzien speziell in benachteiligten Stadtteilen.
Dies nahm die Initiative beim diesjährigen Tag der Erde in einer Aktion aufs Korn:

Übergabe von Briefen
an die Stadtverordneten
29.9.2008
Am 29. September übergab die "Initiative für ein Sozialticket in Kassel und Umland" in einer bunten Aktion auf der Rathaustreppe (Pantomime, Chor der bekennenden Schwarzfahrerinnen, Umzug der unterstützenden Oganisationen) Briefe für alle Stadtverordneten an Vertreter der Rathausfraktionen.
Heiko Holtgrave vom Dortmunder Aktionsbündnis berichtete über das dort eingeführte Sozialticket.
Gleichzeitig wurden neue Unterschriften gesammelt, so dass die Marke von 6000 Unterschriften für ein Sozialticket nun überschritten ist.
Demnächst möchte die Initiative auch allen Mitgliedern des Kreistages Kassel-Land ihren Vorschlag für ein Sozialticket schriftlich unterbreiten, denn ihr soziales Anliegen betrifft nicht nur Kassel-Stadt sondern die gesamte Region.
Zissel 2008
Mehr als Hunderttausend BesucherInnen aus Kassel und Umgebung verfolgten den Wasserumzug beim Kasseler Volksfest "Zissel" am ersten August-Sonntag.
Attac beteiligte sich zu Wasser mit einem Motiv-Boot und sammelte zu Land viele Unterschriften für die Forderung.
Wie das Boot entstand oder "Vom Test zur Parade"
Offener Brief an den Geschäftsführer der Kasseler Versorgungs- und Verkehrs GmbH
Brief vom26. Juni 2008



















